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Inhaltsangabe - Referat

KRIEGSDIENSTVERWEIGERUNG - BEISPIEL


Dieses Referat wurde vom Mitglied wesini veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhalte der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.


Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer und Begründung meiner Gewissensentscheidung

Sehr geehrte Damen und Herren des Ausschusses für Kriegsdienstverweigerung,

Ich stelle hiermit einen Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer und berufe mich hierbei auf den Artikel 4 (3), sowie auf Artikel 12a (2) des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Es ist selbstverständlich für mich, dass ich bei Anerkennung als KDV einen Ersatzdienst leiste. Hierzu habe ich inzwischen einige Erkundigungen nach möglichen, offenen Stellen getätigt.
Zum Antrag stand bzw. steht mir lediglich ein Grundgesetz zur Verfügung.

Begründung:

Ich verweigere den Dienst an der Waffe, da ich es ethisch und moralisch, unter keinen Umständen übers Herz bringen könnte, einen Menschen zu töten. Kein Mensch hat das Recht, über Leben und Tod eines anderen, egal was dieser getan hat, zu entscheiden. Ich behandele jeden Menschen, egal welcher Gesinnung oder Nationalität zuerst als Mensch, so wie ich erwarte, behandelt zu werden. Ein Feindbild gibt es für mich nicht. Das liegt wohl in erster Linie an meiner christlichen Einstellung. Hier möchte ich anmerken, dass ich in meiner Freizeit seit meiner Konfirmation in der Kinder-, später in der Jugendarbeit der evangelischen Kirche engagiert war. Bereits hier hatte ich mich mit dem Gedanken getragen, zu verweigern, hielt es jedoch für meine Pflicht, meinem Vaterland zu dienen. Außerdem wollte ich, wenn überhaupt, eine Verweigerung schreiben, hinter der ich mit voller Überzeugung stehen kann, und die nicht aus irgendwelchen literarischen Werken abgeschrieben oder sonstwie, eventuell aus Bequemlichkeitsgründen angefertigt wurde. Des weiteren schwärmte mir jemand, zu dem ich damals ein sehr enges Verhältnis hatte, ständig vor, wie schön seine Bundeswehrzeit war. In den Gesprächen, die ich führte, um eine Entscheidung zu treffen, fielen Worte wie Kameradschaft, Freundschaft, Männlichkeit, Stärke und Zusammenhalt. Als ich anklingen ließ, dass ich mir noch nicht sicher sei, ob der Bund das Richtige für mich sei, bekam ich zur Antwort, dass ein richtiger Mann zum Bund geht, nur ?Memmen? würden verweigern. Ich möchte behaupten, dass ich in meiner Willensbildung stark beeinflußt war, zumal ich von dieser Person abhängig war. Deshalb verweigere ich auch erst jetzt, wo diese Abhängigkeit nicht mehr besteht und ich belehrt wurde, was es bedeutet, Soldat zu sein.

Kurz vor meinem Dienstantritt interessierte ich mich für den Film ?James Ryan?, den ich mir dann auch anschaute. Die Bilder haben sich in meinem Kopf festgefressen und immer wenn ich auf eine Scheibe oder sogar einen Pappkameraden schießen soll, sehe ich diese Bilder vor mir. Das erzeugt bei mir eine unbeschreibliche Übelkeit, die nur sehr schwer zu unterdrücken ist. Ich glaube nicht, dass das ein psychisches Problem von mir ist, sondern empfinde dies eher als normal als wenn jemand Spaß daran hat auf menschenähnliche Pappfiguren zu schießen.

Um Kriegsdienst bzw. Wehrdienst in der Bundeswehr zu leisten, ist es unumgänglich, an verschiedenen Waffen ausgebildet zu werden, um im Ernstfall in der Lage zu sein, Menschen kampfunfähig zu machen, sprich zu töten. Deshalb lehne ich es auch ab, an dieser Ausbildung teilzunehmen.

Wäre es möglich, Wehrdienst zu leisten, ohne an der Waffe ausgebildet zu werden, hätte ich einen Versetzungsantrag gestellt und keinen Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer.
Hinter meiner Aufgabe als Soldat kann ich aus innerer Überzeugung keinesfalls stehen, wäre jedoch überglücklich, meinem Vaterland in Form einer sozialen oder karitativen Aufgabe dienen zu können, denn mein Pflichtbewußtsein verlangt es von mir, dass ich, wie jeder gesunde, erwachsene, männliche Staatsbürger, meinen Teil beitrage.
Bis ich jedoch als KDV anerkannt bin, befolge ich die Befehle, wie es mir von Ihnen und meinem Batteriechef empfohlen wurde, wenn auch mit Widerwillen oder Ekel, um disziplinarrechtlich nicht belangt zu werden. Ich bitte Sie deshalb, meinen Antrag schnellstmöglich zu bearbeiten, zumal seit dem Einreichen des ersten Antrages bereits fünf Wochen vergangen waren, bis ich etwas von Ihnen hörte.

Hochachtungsvoll,
...


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