Referat - Facharbeit

Dieser Vortrag wurde vom Mitglied baIbI veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhaltsangabe der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.

EXORZISMUS


In der katholischen Kirche spricht man von ?Besessenheit?, in der Medizin gilt das entsprechende Verhalten eines ?Besessenen? als ein Symptom psychischer Störungen. Der Exorzismus wird in vielen Religionen unterschiedlich gesehen und vor allem wird damit unterschiedlich umgegangen. Doch warum? Was ist der Unterschied? Und ist der Exorzismus nun eine Besessenheit oder eine psych. Krankheit? Ich werde in der folgenden Arbeit diese Fragen beantworten und werde mich mit dem wohl bekanntesten Fall Anneliese Michel auseinandersetzen. Doch die Hauptfrage in meiner Arbeit lautet: Kann ein Exorzismus heilen oder besitzt die Medizin mehr Möglichkeiten einem ?Besessenem? zu helfen?
1. Schritt: Problemfeststellung
Exorzismus stammt aus dem griechischen Wort für exorkismós und bedeutet das ?Hinausbeschwören?. Knapp beschrieben bedeutet dieses Wort die Austreibung von Dämonen, Geistern oder auch des Teufels aus Menschen, Tieren oder Orten unter Einbeziehung okkulter oder religiöser Handlungen. Von der christlichen Kirche eingeleitet, befasste sich besonders die katholische Kirche mit diesem Irrglauben. Doch erst die jüdische und die christliche Dämonenlehre legte den Exorzismus eindeutig als Beschwörung der gegen Gott wirkende Kräfte fest. Im dritten Jahrhundert richtete die Kirche ein Exorzistenamt ein, das als eine der niederen Klerikerweihen bis 1973 fortbestand. Für die Teufelsaustreibungen wurden feste Ritualformen eingeführt. Im katholischen ?Rituale Romanum?, der Sammlung aller offiziell geltenden Riten, wird auch der ?Große Exorzismus? aufgeführt. Dieser darf nur angewendet werden, wenn die zuständige Kirchenbehörde eine ?Besessenheit? als echt erkannt hat und die Erlaubnis des Bischofs vorliegt . Im Alten Testament wird kaum was über Exorzismus berichtet; im Gegensatz dazu sind im Neuen Testament viele Verse zu finden. Dieses setzt die Existenz von Dämonen voraus. Im Epheserbrief 6,12 werden diese als ?Beherrscher der finsteren Welt? bezeichnet. Jesus praktiziert seinen Exorzismus nur als Heilung bestimmter Krankheiten, nicht als ?Hinausbeschwören von bösen Geistern?. Im Markusevangelium werden besonders eindrücklich solche Exorzismen geschildert. Dieses Evangelium zeigt Jesus? öffentliches Wirken mit einem Exorzismus. Es wird beschrieben, wie Jesus durch Galiläa zog, in Synagogen predigte und Dämonen austrieb. Doch nicht nur Jesus hatte die Macht der Dämonenaustreibung, sondern auch seine Apostel, wie es im Markusevangelium 3,15 heisst. Heutzutage ist der Exorzismus noch ein großer Bestandteil der katholischen Lehre und Liturgie. Dabei wird zwischen einem einfachen und großen Exorzismus unterschieden. Der einfach, oder auch kleine, Exorzismus ist im Taufritus enthalten. Er soll den Täufling von der Erbsünde und dessen Anstifter, vor allem dem Teufel befreien, von dem sich der Täufling oder dessen Paten für ihn lossagen. Im Gegensatz dazu ist der große Exorzismus nur Priestern vorbehalten und bedarf der, wie schon genannt, besonderen Genehmigung des Bischofs. Vorher muss jedoch die Kirche jedoch feststellen, ob es sich wirklich um eine ?Besessenheit? oder einer Krankheit handelt. Um dieses feststellen zu können, benötigt die Kirche das Urteil unabhängiger Ärzte und Psychologen. Laut dem Katechismus der Katholischen Kir.....
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