Schule & Uni  Schule & Uni
menu Registrieren menu Mitglieder Login menu Profil menu Referate menu Facharbeiten menu Seminararbeiten menu Rund um die Schule menu Rund ums Studium menu Schulforen
 Statistik
Mitglieder401.324
Männer197.694
Frauen196.799
Referate12.458
Forenbeiträge3.080.831
 Neue Mitglieder
  • Profilbild von abrabrabrabra

    Maennlich abrabrabrabra
    Alter: 60 Jahre
    Profil

  • Profilbild von Jamesnuafe

    Maennlich Jamesnuafe
    Alter: 26 Jahre
    Profil

  • Profilbild von meike3009

    Weiblich meike3009
    Alter: 17 Jahre
    Profil

  • Profilbild von OksanaMMM

    Maennlich OksanaMMM
    Alter: 31 Jahre
    Profil

  • Profilbild von Team123

    Maennlich Team123
    Alter: 23 Jahre
    Profil

  • Profilbild von Maikeik

    Maennlich Maikeik
    Alter: 22 Jahre
    Profil

  • Profilbild von Bluhmi

    Weiblich Bluhmi
    Alter: 23 Jahre
    Profil

  • Profilbild von sadiq1369

    Maennlich sadiq1369
    Alter: 26 Jahre
    Profil

  • Profilbild von sakura00

    Weiblich sakura00
    Alter: 17 Jahre
    Profil

  • Profilbild von akifcaliskann

    Maennlich akifcaliskann
    Alter: 17 Jahre
    Profil

     

Inhaltsangabe - Referat

FAYU


Dieses Referat wurde vom Mitglied Natts veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhalte der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.


          Erster KontaktDie Fayu haben noch nie weiße Menschen gesehen. Aber sie stürzen sich nicht etwa mit Kriegsgeheul auf die unbekannten Wesen, die aus dem Hubschrauber steigen, sie warten ab. Furchtsam, aber neugierig. Sabine Kuegler geht es nicht anders. Und plötzlich geht einer dieser dunkelhäutigen, kraushaarigen, mit Federn geschmückten und nackten Männer auf sie zu: "Häuptling Bao bückte sich plötzlich zu mir herunter, nahm mein Gesicht in seine Hände und kam mit dem Kopf immer näher. Ich erschrak, weil ich dachte, er wolle mich jetzt auf den Mund küssen. Aber stattdessen drückte er seine verschwitzte Stirn auf meine und rieb sie mehrmals." Das traditionelle Begrüßungsritual. Die Fremden sind willkommen.                "Wenn wir Hunger hatten, aßen wir Spinnen, Ameisen und Würmer"Weiße leben bei einem Urwaldvolk - nach europäischen Maßstäben ein gewagtes und gefährliches Unternehmen. In jedem Fall ein abenteuerliches. Das Sabine Kuegler genau so aufschreibt, wie sie es erlebt haben mag: kindlich, naiv und neugierig. Sie bewertet nicht und sie wird nicht moralisch Sie schreibt - ganz einfach - was sie fühlt und erlebt."Meine Geschwister und ich rückten vor Angst eng aneinander. Wir hatten noch nie so wilde Menschen gesehen, dunkelhäutig, mit krausem schwarzen Haar und vollkommen nackt. Teilweise bedeckten schwarze Straußenfedern ihren Kopf und lange dünne Knochen zogen sich durch die Nasen. Sie trugen Pfeil und Bogen in der einen Hand und Steinäxte in der anderen." Sabine und ihre Geschwister werden im Sinne des Wortes Dschungelkinder, die in einfachsten Verhältnissen leben - ohne Strom, nur mit einem Kerosinofen im kleinen Holzhaus, sie jagen Spinnen, essen dann, wenn sie Hunger haben, probieren auch Ameisen und Würmer - wie die Einheimischen - und erfinden einen neuen Kaugummi aus Fledermausflügeln: "Meistens rösteten wir die ganze Fledermaus über dem Feuer, dann war sie knusprig und hatte einen guten Geschmack. Wir haben auch die Flügel probiert. Da sie sich sehr gummiartig anfühlten, kamen wir auf eine Idee. Zuerst schnitten wir sie in kleine Stücke, dann wuschen wir sie, steckten sie direkt in den Mund und kauten sie wie Kaugummi."                Im Einklang mit der NaturSabine Kuegler lernt täglich, dass das Überleben im Dschungel nur im Einklang mit der Natur möglich ist, dass Zeit keine Rolle spielt, Instinkte lebenswichtig sind und soziales Leben im Urwald anderen Regeln folgt. "Traditionell lebten sie jeweils drei bis vier Monate lang in einer Hütte, bis der Vorrat an jagbarem Wild und essbaren Pflanzen im Umkreis aufgebraucht war. Dann zogen sie weiter zum nächsten Haus, und bis sie wieder beim ersten ankamen, war ein Jahr vergangen und die Natur hatte sich erholt. Eine unschlagbar ökologische Lebensweise."                Gesellschaftliches LebenDie Lebenserwartung der Fayu ist gering, sie liegt bei 30 bis 35 Jahren. 70 Prozent der Neugeborenen sterben. Die Fay begraben ihre die Toten nicht, sondern leben mit ihnen in der Hütte, bis sie verwest sind. Sie ernähren sich von Wildschwein-, Schlangen- und Krokodilfleisch. Und wenn es Zeit ist, eine Familie zu gründen, dann wird nicht lange gefragt: "Entweder der Vater der Frau entschied ... oder ein Fayu-Mann sah, dass ein Mädchen in die Pubertät kam und reif für die Ehe wurde. Wenn sie ihm gefiel, nahm er sie einfach mit sich oder stahl sie, wie die Fayu selbst es nannten. Weigerte sie sich, so nahm er sie mit Gewalt." Bei aller Schlichtheit der Schilderung ist Sabine Kueglers Geschichte auch ein Lehrstück in Sachen Respekt: Respekt vor Kulturen, die nur dann überleben können, wenn sie nicht entwürdigt, sondern geachtet und behütet werden - allem Forscherdrang zum Trotz.
 
 ...


This picture loads on non-supporting browsers.






This picture loads on non-supporting browsers.