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Inhaltsangabe - Referat

KRIEGS- UND ANTIKRIEGSLITERATUR; ?IM WESTEN NICHTS NEUES?; ?STALINGRAD?; HISTORISCHER HINTERGRUND


Dieses Referat wurde vom Mitglied galager veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhalte der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.




Inhaltsverzeichnis





Kriegs- und Antikriegsliteratur: Allgemeines und Entwicklung 2

Literatur in der Weimarer Republik 5

Kurzportrait ? Erich Maria Remarque 6

Werkbesprechung - ?Im Westen nichts Neues? 8

Plievier Theodor 13

Ausführliche Werkbesprechung - ?Stalingrad? 14

Historischer Hintergrund 23

Gedicht, Krieg von Annegret Kronenberg 25

Quellenangabe 26


Kriegs- und Antikriegsliteratur: Allgemeines und Entwicklung
Was hat Literatur mit Krieg zu tun und umgekehrt Krieg mit Literatur? Kein Zweifel, der Krieg ist ein brisantes Thema, selbst in der Literatur. In sämtlichen Dichtungsarten kommt er vor, in der Epik, in der Dramatik, in der Lyrik, in der Berichterstattung, die durchaus literarische Qualität haben kann, und in historischen Romanen.
Die Ausdrucksformen reichen vom Schlachtruf bis zur Totenklage, von der Verherrlichung des Krieges bis hin zu seiner Ächtung. Eine Palette von Gefühlen, oft gepriesen als Tugenden oder Ideale, werden dabei angesprochen: Vaterlandsliebe, Mut, Kampfgeist, Kampfeslust. Werte wie Kameradschaft, Gefolgschaftstreue und Gemeinschaftserlebnis, von dem sogar Teilhard de Chardin geschwärmt hat, werden beschworen. Manch einer sah im Krieg sogar eine religiöse Erhebung. Immerhin erschien 1917 ein Buch von O.Herpel mit dem Titel "Die Frömmigkeit der deutschen Kriegslyrik". Feindeshass spielt eine wichtige Rolle. Auch das ist charakteristisch, dass man im Krieg nicht vom Gegner, sondern in erster Linie vom emotional besetzten Feind spricht. Aber häufig machen sich auch Trauer, Sehnsucht nach der Heimat und nach Frieden breit, verbunden mit Abscheu und Ablehnung des Tötens und Mordens.
Eine Fülle von Zitaten belegt, wie unterschiedlich Dichter über den Krieg gedacht haben oder ihre Helden haben denken lassen: "Der Krieg ist der Vater aller Dinge", heißt es bei Heraklit.
"Dulce et decorum est pro patria mori!"(Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben!) ruft Horaz aus. Pindar meint dagegen: "Süß ist dem, der ihn nicht kennt, der Krieg." Zudem glaubte man in der Antike: "Wenn Waffen sprechen, schweigen die Musen." - "Im längsten Frieden spricht der Mensch nicht so viel Unsinn und Unwahrheit als im kürzesten Krieg", betonte Jean Paul in seiner Friedenspredigt 1808. Der amerikanische Senator Hiram Johnson wiederum erkannte im Jahr 1917: "Das erste Opfer eines jeden Krieges ist die Wahrheit". Bertolt Brecht hingegen gab zu bedenken: "Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin."
Die meisten Schriftsteller, die Kriege und Heldenruhm verherrlichen, waren durchaus friedliche Leute. Dagegen schuf der tapfere Soldat Miguel de Cervantes (1547-1616) den "Ritter von der traurigen Gestalt" Don Quichotte de la Mancha, der zusammen mit seinem Knappen Sancho Pansa aus dem heimatlichen Spanien in viele Länder, aus seiner Zeit ins neue Jahrhundert zog, als eine zur Gestalt gewordene lyrisch-ironische Absage an alle kriegerischen Ideale.
Im 18.Jahrhundert bekannten sich viele Aufklärer zu den Ideen von Diderot und Kant, zu ihren Vorstellungen vom ewigen Frieden und glaubten, dass es möglich sei, eine friedliche Entwicklung der aufgeklärten Menschheit zu verwirklichen. Doch im 19.Jahrhundert, im Zeitalter der Nationalkriege und der neu entstehenden Nationalstaaten, wuchsen militante nationalistische Ideologien, blühten kriegerische Mythen und Legenden auf, die in quasi-wissenschaftlichen Traktaten, philosophischen und sogar theologischen Schriften, in bildenden Künsten, in Prosa und Reimen den Krieg verherrlichten, als eine von Gott befohlene Prüfung, oder als Bestrafung der Menschen deuteten. "Das Jahrhundert ist im Sturm geschieden,/Und das neue öffnet sich mit Mord." So mahnte Friedrich Schiller 1801, als Napoleon noch Erster Konsul war.
Lew Tolstoi, der in seinen letzten Werken Gewaltlosigkeit und Nächstenliebe als oberste Gebote eines Urchristentums predigte, schrieb in den Jahren 1864 bis 1869 sein geschichtsphilosophisches, in der Zeit Napoleons spielende Monumentalwerk "Krieg und Frieden", in dem das kollektive Handeln einer ganzen Nation mit den Schicksalen zahlreicher Individuen verflochten ist. Wir sehen das Panorama der Schlachten, des Einfalls der Großen Armee in Russland und seines schauerlichen Rückzugs von Moskau. Der Dichter zeigt aber auch die friedlichen Vorgänge daheim.
Die Romane "Die Waffen nieder!" von Bertha von Suttner und "Debakel" von Emil Zola sind weitere literarische "Früchte" der Kriege des 19.Jahrhunderts.
Mit seinem antimilitaristischen Kriegsroman "Im Westen nichts Neues" bekannte sich Erich Maria Remarque zu der Generation, die vom Krieg zerstört worden war, auch wenn sie seinen Granaten entkommen war. Der Roman wurde sofort Gegenstand erbitterter politischer Auseinandersetzungen. Für die einen war der Roman die nüchterne, ehrliche Beschreibung des Kriegswahnsinns, für die anderen ein bewusstes Anti-Kriegsbuch, eine Beleidigung der Frontsoldaten.
Stellv...


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