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Beitrag von the.heroine

13.06.2006 21:16:29

the.heroine

Profilbild von the.heroine ...

Nach wie vor übten sie eine unbeschreibliche, fast magische Anziehungskraft gegeneinander aus. Sie wohnten unter einem Dach; aber selbst ohne gerade aneinander zu denken, mit andern Dingen beschäftigt, von der Gesellschaft hin und her gezogen, näherten sie sich einander. Fanden sie sich in einem Saal, so dauerte es nicht lange, und sie standen, sie saßen nebeneinander. Nur die nächste Nähe konnte sie beruhigen, aber auch völlig beruhigen, und diese Nähe war genug; nicht eines Blickes, nicht eines Wortes, keiner Gebärde, keiner Berührung bedurfte es, nur des reinen Zusammenseins. Dann waren es nicht zwei Menschen, es war nur ein Mensch im bewusstlosen, vollkommenen Behagen, mit sich selbst zufrieden und mit der Welt. Ja, hätte man eins von beiden am letzten Ende der Wohnung festgehalten, das andere hätte sich nach und nach von selbst, ohne Vorsatz, zu ihm hinbewegt. Das Leben war ihnen ein Rätsel, dessen Auflösung sie nur miteinander fanden.


Johann Wolfgang von Goethe

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Beitrag von nutellabrot

13.06.2006 21:17:32

nutellabrot

Profilbild von nutellabrot ...

Du sitzt da.
Wortlos.
Verstohlener Blick.
Wortlos.
Ich lege die Beine hoch.
Wortlos.
Gedankenleer.
Wortlos.
Ankommen.
Wortlos.
Jemand spricht.
Wortlos.
Tränennah.
Wortlos.
Kaffeeduft.
Wortlos.
Zeit verrinnt.
Wortlos.
Die Welt dreht sich.
Wortlos.
Ruhe.
Wortlos.
Überall Hände.
Wortlos.
Noch ein verstohlener Blick.
Wortlos.
Du legst die Füße hoch.
Wortlos.
Entspannung.
Wortlos.
Verstehen.
Wortlos.
Atmen.
Wortlos.
Lächeln.
Wortlos.
Wärme.
Wortlos.
Nähe.
Wortlos.
Etwas sagen?
Wozu?
Du bist ja da.

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Beitrag von the.heroine

13.06.2006 21:17:35

the.heroine

Profilbild von the.heroine ...

Eines Tages
werde ich dir ein Gedicht schreiben,
das weder die Luft erwähnt
noch die Nacht,
ein Gedicht,
das die Namen der Blumen auslässt,
in dem es keinen Jasmin
und keine Magnolien gibt.

Eines Tages
werde ich dir ein Gedicht schreiben
ohne Vögel und Quellen,
ein Gedicht,
das das Meer umgeht
und das nicht in die Sterne schaut.

Eines Tages
werde ich dir ein Gedicht schreiben,
das sich darauf beschränkt,
mit den Fingern
über deine Haut zu fahren
und das deinen Blick
in Worte verwandelt,
ohne Vergleiche, ohne Metaphern.

Eines Tages
werde ich dir
ein Gedicht schreiben,
das nach dir riecht,
ein Gedicht
mit dem Rhythmus deines Pulses,
mit der Kraft,
dem Druck deiner Umarmung.

Eines Tages werde ich dir
ein Gedicht schreiben,
den Gesang meines Glücks.

Darío Jaramillo Agudelo

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Beitrag von the.heroine

13.06.2006 21:18:55

the.heroine

Profilbild von the.heroine ...

Geliebter, mein Geliebter, wenn ich denk
vor einem Jahr: Da saß ich noch wie eh,
und deine Fußspur war noch nicht im Schnee,
und rings das Schweigen war noch ungelenk,

von deiner Stimme nicht geschult. Ich ließ
die langen Ketten langsam, Glied nach Glied,
durch meine Finger gehn, nicht wissend dies:
dass du schon möglich warst. Wie mir geschieht,

da ich des Lebens tiefes Staunen trinke.
Und wunderlich, dass Tag und Nacht von dir
nicht schon erzitterten. Was gaben mir

die weißen Blumen, die du sahst, nicht Winke?
So zugeschlossen sind, die Gott verneinen
für seine Gegenwart. Ich war's der deinen.

Rainer Maria Rilke

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Beitrag von vrone

13.06.2006 21:21:08

vrone

vrone hat kein Profilbild...

Themenstarter
vrone hat das Thema eröffnet...

@ heroine...kann man irgendwie danken..=P ?

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Beitrag von the.heroine

13.06.2006 21:21:11

the.heroine

Profilbild von the.heroine ...

das Licht
mit dem du meinen Körper einhüllst
wenn du mich berührst
ist der Atem unserer Liebe

wenn du ganz bei mir bist
wenn du an das Zerbrochene in mir rührst
wenn ich endlich weinen kann
dann wird es hell in meiner Tiefe
dann brechen Tränen des Glücks
aus meinen Augen

dann löst sich das Verkrampfte
der Schmerz wird dumpf und vergeht
und ich erwache aus der Starrheit
es ist licht geworden in meinem Leben
der Tag ist angebrochen
ich bade mich in deinem Licht und atme
und stehe auf

die Zeit der Dunkelheit ist vorbei



Stefan Frank

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Beitrag von the.heroine

13.06.2006 21:22:03

the.heroine

Profilbild von the.heroine ...

find mir ein richtig homosexuelles gedicht muhahaha das von rilke ist ja schonmal nicht schlecht "geliebter"

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Beitrag von the.heroine

13.06.2006 21:22:58

the.heroine

Profilbild von the.heroine ...

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Beitrag von Madmoiselle

13.06.2006 21:23:06

Madmoiselle

Profilbild von Madmoiselle ...

Sachliche Romanze
Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen sie kannten sich gut),
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie andern Leuten ein Stock oder Hut.

Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wussten nicht weiter.
Da weinte sie schliesslich. Und er stand dabei.

Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.
Er sagt, es wäre schon Viertel nach vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken.
Nebenan übte ein Mensch Klavier.

Sie gingen ins kleinste Café am Ort
und rührten in ihren Tassen.
Am Abend sassen sie immer noch dort.
Sie sassen allein, und sie sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen.

Erich Kästner

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Beitrag von the.heroine

13.06.2006 21:24:31

the.heroine

Profilbild von the.heroine ...

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Beitrag von vrone

13.06.2006 21:24:53

vrone

vrone hat kein Profilbild...

Themenstarter
vrone hat das Thema eröffnet...

für was brauchst du ein homosexuelles gedicht????
=P

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