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Referat - Olympia


Dieses Referat wurde vom Mitglied Knuddelbaer3005 veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhalte der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.


 
 

Die Geschichte der Spiele
Die Disziplinen
2.1  in der Antike
2.2  heute
2.2.1  Sommerspiele
2.2.2. Winterspiele
3          Wissenswertes
3.1    Farbe der Ringe
3.2    Die erste Frau und warum Man(n) nackt kämpfte
3.3    Olympia und Propaganda im dritten Reich
3.4    Skandale
3.5    Berühmte Sportler in der Antike
3.6    Sagen
3.7    Die Paralympics
3.8     Fackellauf
3.9    Friedensvertrag von Olympia
3.10 Frauenkämpfe
3.11 Sportliche Höchstleistungen
3.12 Tabellen
4          Olympia in Athen / Aktuelles
5          Quellen
6          Bilder
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
                                              
1. Die Geschichte der Spiele:
Das moderne Wort ,Sport` ist jedoch nicht griechischen Ursprungs. Aus dem spätlateinischen deportare (sich vergnügen) abgeleitet, wanderte es über das Mittelfranzösische in die englische Sprache (to disport), von wo es im 19. Jahrhundert in seiner heutigen Form zusammen mit dem Gegenstand, den es bezeichnet, nämlich die Leibesübungen, in die ganze Welt exportiert wurde. Heute wird dieses Wort als interkultureller Oberbegriff überall verstanden und darf auch ohne weiteres auf frühere Kulturen bezogen werden, obwohl dies historisch gesehen inkorrekt ist. Die Griechen selbst kannten eine Vielzahl von Begriffen im Bedeutungsfeld Sport und brachten eine eigene Terminologie hervor. Wenn sie beispielsweise vom Wettkampfsport sprachen, verwendeten sie das Wort Agon. Ursprünglich meinte man damit eine Versammlung von Männern, insbesondere zu homerischer Zeit.
Der Mensch hat zu allen Zeiten seinen Körper trainiert und geübt. Die Veranlassung dazu ergab sich für ihn bereits in der Urgesellschaft aus der Notwendigkeit, durch Sammeln, Fischen und Jagen seinen Lebensunterhalt zu erwerben. Zugleich waren Körperübungen aber auch ein Ausdruck der Freude des gesunden Menschen an Sport und Spiel, darüber hinaus wurden sie später eine wichtige Vorbereitung zur Schulung für das Waffenhandwerk und den Kampf. Daher verwundert es nicht weiter, daß wir schon in vor- und frühgeschichtlicher Zeit bei allen Völkern, von denen wir durch Funde, Ausgrabungen oder literarische Überlieferungen Kenntnis haben, seien es nun die Ägypter, die Babylonier, die Perser, die Inder oder die Chinesen, einer bewußten Körpererziehung begegnen.
Die Olympischen Spiele sind seit dem Jahre 776 v. Chr. mit dem Beginn der schriftlichen Aufzeichnung der Namen der Sieger, urkundlich belegt. Aus diesem ersten Jahr ist jedoch nur der Name des Gewinners Koroibos, einem Koch aus Elis bekannt. Er gewann den Stadionlauf, der über die traditionelle Strecke von 192 m führte. Statt der vielen verschiedenen Jahreslisten der griechischen Staaten, wurde von einigen Historikern der vierjährige Zyklus der Festspiele (Panegyris) auch als anerkanntes chronologisches Bezugssystem verwandt..
Im Zusammenhang hiermit sind die Untersuchungen aufschlußreich, die der englische Althistoriker GeorgeThomson angestellt hat. Er geht davon aus, daß die Olympischen Spiele abwechselnd in alternierenden Intervallen von neunundvierzig und fünfzig Mondmonaten am Vollmondtag stattfanden. Sie fielen deshalb nicht immer in den gleichen Monat, sondern abwechselnd in den Apollonios, den achten Monat nach der Wintersonnenwende, und in den ihm folgenden Parthenios. Da ferner der olympische Siegespreis lange Zeit ein Kranz aus einem Zweig der in den Einhegungen wachsenden heiligen Ölbäume war, vermutet Thomson, daß der ursprüngliche Kern des olympischen Festes eine Einweihungszeremonie gewesen ist, die mit der Obsternte verbunden war.
Schon bald galten die Olympischen Spiele als das Ereignis des Jahres, das schnell nicht mehr regional begrenzt war, sondern das auch Athleten und Zuschauer aus den Entferntesten Regionen Griechenlands anzog. Olympia war regelrecht eine Pilgerstadt geworden, zu der, trotz der mühevollen Reise zu Land und zu Wasser und der hochsommerlichen Temperaturen, alle vier Jahre Tausende von Zuschauern und Sportlern aus der ganzen griechischen Welt in den Nordwesten der Peloponnes kamen, um ihre Favoriten zu unterstützen oder sich einfach an den spannenden Wettkämpfen der besten Athleten ... zu erfreuen, meist ausgerüstet mit eigenen Zelten, womit sie die Umgebung des heiligen Haines in ein richtiges Zeltlager verwandelt haben müssen. Man sieht, daß auch damals schon die Popularität der Spiele durchaus mit der heutigen zu vergleichen war, so auch der Ehrgeiz - denn ein Sieg galt und gilt auch noch heute viel.
Wer jetzt denkt, die antiken Olympischen Spiele seien ein einziges Fest der Freude gewesen, der könnte einen etwas falschen Eindruck bekommen. Von viel Betrug , List, üblen Machenschaften, Gewalt und Unrecht ist in den alten Sagen die Rede, so war es durchaus üblich, einen Athleten der Stadt einfach wegzukaufen. Offiziell startete er dann nicht für seine eigentliche Heimatstadt, sondern für die, die am meisten bot und hinterher den Ruhm einstecken konnte. Das war natürlich auch nicht der Sinn der Spiele.
Die Spiele dauerten damals nur einen Tag. Sie bestanden auch nur aus einem Stadionlauf, was etwa 192 Metern entspricht. Jedoch wurde um 350 v. Chr. das Stadion angelegt mit einem rechteckigen Wettkampfplatz und sanft ansteigenden Erdwällen für das Publikum. 40 000 Zuschauer fasste die Wettkampfstätte. Südlich des Stadions lag der Hippodrom, der Austragungsort für die Pferdesportdisziplinen
Da nun mehr Platz und sogar ein eigener Wettkampfplatz angelegt war. Konnten im Laufe der Zeit immer mehr Disziplinen dazukommen.  Deswegen wurden die Spiele 472 v. Chr. auf vermutlich sechs Tage verlängert. Später kamen auch die bekannten antiken olympischen Disziplinen, wie etwa Springen, Speer- und Diskuswerfen sowie das Ringen, noch etwas später auch das Wagen-
rennen, welches als die ”Königsdisziplin” galt, hinzu.
Teilnehmen durfte nur, wer Grieche und ein Mann war.
Die Organisation der Spiele Seitdem der Streit zwischen Eleern und Pisaten um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 570 v. Chr. zugunsten von Elis entschieden war, kamen die Wettkampfrichter der Olympischen Spiele, Hellanodiken („Griechenrichter“) genannt, ausschließlich aus Elis. Die Hellanodiken prüften die Teilnahmeberechtigung der Athleten, überwachten das Training in Olympia und natürlich die Wettkämpfe. Die Zuteilung der Sportler (und Pferde) in Altersklassen – es gab ja keine Geburtsnachweise – nahmen sie nach Augenschein vor. Bei Regelverstößen hatten sie das Recht, körperliche Züchtigung anzuordnen. Auch Frühstartern in den Laufdisziplinen drohte diese Bestrafung, die durch die „Peitschenträger“ vollzogen wurde.
Eine große Rolle innerhalb des Festes nahmen die kultischen Handlungen ein. Der sportliche Wettkampf war untrennbar mit dem sakralen Element verbunden. Die heiligen Spiele fanden zu Ehren des Gottes Zeus statt. Das wird auch aus dem Programm der Spiele deutlich. Für den Beginn des 5. Jahrhunderts v. Chr. wird folgender Ablauf angenommen: 
Programm der Olympischen Spiele




1. Tag

Eid der Wettkämpfer und Trainer vor der Statue des Zeus, Einteilung der Wettkämpfer und Pferde in Altersklassen, Wettkampf der Trompeter und Herolde


2. Tag

Wettbewerbe der Knaben und Jugendlichen


3. Tag

hippische Bewerbe (vormittags), Fünfkampf (nachmittags), Totenopfer für Achilleus und Pelops (abends)


4. Tag

Prozession und Opfer für Zeus, Festmahl im Prytaneion (Vollmondtag)


5. Tag

Laufwettbewerbe (vormittags), Kampfsportarten (Ringkampf, Faustkampf, Pankration) , Waffenlauf (nachmittags)


6. Tag

Siegerehrung vor dem Zeustempel (morgens), Bewirtung der Sieger im Prytaneion (abends)
 
Siegerehrung der Olympioniken
Am letzten Tag bekränzte man die Sieger mit Zweigen vom heiligen Ölbaum. Jeder Sieger durfte sein eigenes Standbild im heiligen Hain von Olympia errichten.
Olympioniken (Sieger) waren lebenslang von Steuern befreit und wurden vom Staat verpflegt. Außerdem erhielten sie Ehrenplätze im Theater, und erhielten Sach- und Geldspenden. Im Krieg durften Olympioniken an der Seite ihres Königs, in vorderster Front, kämpfen.
 
Die Zerstörungsgeschichte und das Ende der Olympischen Spiele:
Nach tausend Jahren und 293 Olympiaden kamen die Römern nach Griechenland und die Olympischen Spiele verloren immer mehr an Bedeutung. Römische Kaiser nützten ihre Machtstellung und Olympia blieb deren Willkür unterliefert. Die Kaiser selbst oder deren Gesandte nahmen an den Spielen teil, veränderten die Spielregeln und fanden neue Disziplinen. (zB: blutige Kämpfe von wilden Stieren und Sklaven). Sie stellten ihre Standbilder neben der Zeusstatue im Zeustempel auf und plünderten die Schätze des olympischen Heiligtums.
Im Laufe des 4. Jahrhunderts wurde das Christentum zur Staatsreligion im römischen Reich und 394 n. Chr. verbot Kaiser Theodosius die Olympischen Spiele und alle anderen heidnischen Kulte. 423 n. Chr. ließ er dann die Tempel verbrennen. Nach Erdbeben und Überschwemmungen verschwand Olympia schließlich unter einer sechs bis acht Meter dicken Lehmschicht. Seit Ende des 19. Jahrhunderts versuchen Altertumsforscher die Kultstätte wieder auszugraben.
 
Die Wiederbelebung der Olympischen Spiele:
Als die ersten Ausgrabungen im 19. Jahrhundert in Olympia stattfanden, wurde die Idee der Olympischen Spiele und der Wunsch nach internationalen sportlichen Wettkämpfen wieder erweckt. Dem nahm sich der Franzose Pierre Baron du Coubertin (1863-1937) an. Über 10 Jahre hatte er sich bemüht , mit Vorträgen, Studienreisen und zahlreichen Veröffentlichungen, seine Ideen vom sauberen, sportlichen Wettkampf der Jugend aller Nationen, ... zu verbreiten und zu verwirklichen, bis am 13. Juni 1894 das Internationale Olympische Komitee (IOK) gegründet wurde. Anfangs gehörten zu ihm Schweden, Griechenland, Rußland, Frankreich, Deutschland und Böhmen. Mittlerweile sind aber fast alle Staaten der Erde dem IOC beigetreten.
Zwei Jahre später, also 1896 n. Chr., 15 Jahrhunderte nach dem Ende der Antiken Spiele, fanden schließlich die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit in Athen statt. Das IOK, unter dem Vorsitz von Coubertin, erließ neue Regeln, in denen festgelegt wurde, daß niemand aus politischen, rassistischen oder religiösen Gründen ausgeschlossen werden dürfe. Ausgeschlossen ist nur wer Profisportler ist, denn nach dem Regelwerk ist es nur Amateuren gestattet teilzunehmen. So soll erreicht werden, daß der Sport und nicht das Geld im Mittelpunkt steht.
Nach dem großen Erfolg der Sommerspiele wurden 1924 auch die Olympischen Winterspiele neu eingeführt, die bis Albertville 1992 noch im selben Jahr wie die Sommerspiele stattfanden, sich jetzt aber alle 2 Jahre mit ihnen abwechseln.
Das Regelwerk ist identisch und auch die Olympische Flagge mit den fünf ineinander verschlungenen Ringen steht sowohl für den Sommer als auch für den Winter.
Seit 1896 finden die Olympischen Spiele nach einem vorgeschriebenem Programm statt. Begonnen wird mit der Eröffnungsfeier, bei der sich die Länder vorstellen, die Olympiafahne gehißt wird und das Olympische Feuer für die Dauer der Spiele entzündet wird. Hierfür wird traditionell eine Fackel mit dem Feuer, durch Sonnenstrahlen (Sonnenspiegel) im Hain von Olympia entzündet, von Fackelträgern aus Griechenland zum jeweiligen Olympiaort getragen und dort damit bei der Eröffnung der Spiele das olympische Feuer entzündet7. Auch ist es Pflicht, daß jeder der Teilnehmer den Olympischen Eid zu leisten hat, in dem er schwört, fair zu kämpfen und die Regeln zu beachten. Dieser Eid wird stellvertretend für alle Sportler vor Beginn der Spiele von einer Person geleistet.
Am Ende der Spiele findet ebenfalls eine große Feier statt.
Am Ostersonntag des Jahres 1896 (5. April) begannen in Athen die elftägigen Wettkämpfe. Austragungsort war das nach antikem Vorbild errichtete Stadion, das vom griechischen Millionär Georg Avaroff gestiftet worden war. 295 Athleten aus 13 Ländern ermittelten 42 Olympiasieger. Wie in der Antike nahmen bei den Wettkämpfen nur Männer teil. Erfolgreichste Nation wurden die USA (11 Olympiasiege) vor Griechenland (10) und Deutschland (7). Erfolgreichster Sportler war der deutsche Turner Carl Schuhmann mit vier ersten und einem dritten Platz.
Seit 108 Jahren werden nun wieder Olympische Spiele ausgetragen – eine kurze Zeitspanne im Vergleich mit den antiken Spielen. Doch die Olympische Bewegung der Moderne hat in diesem Jahrhundert eine Reihe schwerer Prüfungen (kriegsbedingter Ausfall von Spielen, Missbrauch durch die Nazis, Kalter Krieg mit Boykotten, Professionalisierung des Sports) überstanden, so dass man optimistisch auf ihre Fortdauer hoffen kann – wenn die olympische Idee und die Wurzeln der Bewegung nicht in Vergessenheit geraten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2. Die Disziplinen
    2.1 In der Antike
 
Die Disziplinen
Die Disziplinen des Wettkampfsports wurden von den Griechen in zwei Gruppen eingeteilt:
Die gymnischen (gr. gymnos = nackt) , das waren Leichtathletik und Kampfsport und die hippischen (gr. hippos = Pferd) ( Pferde- und Wagenrennen) Sportarten .
Die gymnischen Sportarten fanden bei den Agonen (den griechischen Wettkampfspielen) im Stadion statt, die hippischen im Hippodrom.
 
Gymnische Disziplinen
Stadionlauf:
Nach antiker Überlieferung war die Kurzstrecke  von 192 m unter den Laufdisziplinen der älteste Wettbewerb der Spiele von Olympia; seit 776 v. Chr. sollen sich Sportler um das Prädikat des schnellsten Läufers bemüht haben. Die Laufstrecke maß die Länge eines Stadions (Der Begriff Stadion steht sowohl für die Wettkampfstätte als auch für ein Längenmaß von 600 Fuß. Das olympische Stadion betrug 192 Meter.)
Doppellauf (gr. diaulos):
Zu den 14. Olympien 724 v. Chr.  soll der Laufwettbewerb über die zweifache Strecke des Stadions eingeführt worden sein. Da das antike Stadion keine Rundbahnen hatte, nimmt man an, dass am Ende jeder Laufbahn Holzpfosten standen, die den Läufern als Wendemarke dienten.
Langlauf (gr. dolichos):
Beim Langstreckenbewerb soll eine Strecke von 20 Stadien gelaufen worden sein, was ca. 3,8 Kilometern entspricht.
Übrigens: Der heutige Marathonlauf war natürlich keine Sportdisziplin der Antike. Er wurde erst 1896 mit den Olympischen Spielen der Neuzeit aus der Taufe gehoben. Die Idee dazu basierte auf der Legende vom Botenläufer, der 490 v. Chr. den Athenern den Sieg über die Perser in der Schlacht von Marathon meldete und danach tot zusammenbrach.
 
Waffenlauf:
Diese aus der militärischen Sphäre stammende Disziplin wurde 520 v. Chr. in Olympia eingeführt. Ursprünglich hatten die Athleten in der vollen Rüstung eines Hopliten, eines griechischen Schwerbewaffneten, d. h. mit Helm, Beinschienen, Speer und Schild einen Lauf über die doppelte Stadionlänge zu bestreiten, später verzichtete man auf Beinschienen und Speer, sonst waren sie nackt.
 
Ringen:
Seit 708 v. Chr. soll der Ringkampf Bestandteil des olympischen Programms gewesen sein. Da es keine Gewichtsklassen gab, waren schwergewichtige Athleten im Vorteilt. Die Kämpfe endeten mit dem dreimaligen Bodenkontakt eines der Ringer. Übrigens: Da Griffe an allen Körperbereichen erlaubt waren, entspricht das antike Ringen dem heutigen Freistilringen eher als der modernen Disziplin des griechisch-römischen Ringens, bei dem nur der Griffansatz oberhalb der Gürtellinie zulässig ist!
 
Faustkampf (gr. pygme):
Das Boxen war seit 688 v. Chr. olympische Disziplin. Die Kämpfer umwickelten ihre Hände mit Lederriemen, die die Wirkung der Schläge verstärken sollten. Der Kampf endete mit der Kampfunfähigkeit oder der Aufgabe eines der Kontrahenten. Nicht selten führten die Kämpfe zu Verletzungen bis zur Unkenntlichkeit, bisweilen hatten sie auch einen tödlichen Ausgang. Durch eine Grabinschrift ist der Todesfall des Boxers Agathos Daimon überliefert, der  35-jährig im Kampf um den Olympiasieg starb.
 
Pankration:
Bei dieser Mischung aus Faust- und Ringkampf war außer Beißen und Kratzen fast alles erlaubt. Entsprechend brutal verliefen die Kämpfe dieser 648 v. Chr. in Olympia eingeführten Disziplin. Übliche Kampfpraktiken waren Schläge, Tritte, Würfe, Luftabdrücken und Gelenkeverdrehen. Der Kampf wurde solange ausgetragen bis einer der Gegner seine Aufgabe signalisierte.
 
Fünfkampf (gr. pentathlon):
Der antike Mehrkampf vereinigte die Disziplinen Diskuswerfen, Weitsprung, Speerwurf, Laufen und Ringkampf. 708 v. Chr. soll er erstmals in Olympia ausgetragen worden sein. Im Gegensatz zu heute standen Diskus- und Speerwurf sowie der Weitsprung nicht als Einzeldisziplinen auf dem olympischen Programm. Beim Diskuswerfen fanden ca. 5 kg schwere Scheiben aus Bronze, Eisen, Blei oder auch Stein Verwendung. Die Weitspringer nutzten Sprunggewichte in jeder Hand. Der Sprung erfolgte wahrscheinlich in fünf aufeinander folgenden Sätzen aus dem Stand. Die Technik des Speerwurfs unterscheidet sich von der modernen Sportart dadurch, dass der antike Athlet das Wurfgeschoss unter Nutzung einer Lederriemenschlaufe in die Weite katapultierte. Die Disziplin des Laufens wurde wahrscheinlich über die Distanz eines Stadions ausgetragen. Das Ringen im Rahmen des Fünfkampfs unterschied sich vom Einzelwettbewerb durch die Statur der Mehrkämpfer, die gewiss nicht so schwergewichtig waren wie die Spezialisten. Der Fünfkampf wurde wohl in der Reihenfolge der hier erfolgten Darstellung bestritten. Der Sieger wurde wahrscheinlich nicht nach einem Punktesystem – wie es für heutige Mehrkampfsportarten üblich ist – ermittelt, sondern in einem fortgesetzten Ausscheidungsverfahren oder nach dem Prinzip des dreifachen relativen Sieges, d.h. derjenige hatte gesiegt, der drei Disziplinen gewonnen hatte.
 
Hippische Disziplinen
Eine Attraktion der Olympischen Spiele waren die hippischen Wettbewerbe.
 
Wagenrennen:
Die älteste Pferdesportdisziplin Olympias soll das 680 v. Chr. eingeführte vierspännige Wagenrennen gewesen sein; manche Forscher halten es jedoch für wahrscheinlicher, dass das Rennen mit dem traditionelle Zweigespann (laut Überlieferung erst seit 408 v. Chr.) früher eingeführt worden ist.
 
Pferderennen:
648 v. Chr. soll das erste Pferderennen ausgetragen worden sein.
 
 
Über die Jahrhundert wurde das olympische Programm um eine Reihe von hippischen Wettbewerben erweitert: Zweigespann von Maultieren, Stutenrennen, Viergespann von Fohlen, Zweigespann von Fohlen, Fohlenrennen. Schon diese Programmausdehnung ist ein Indiz für die außerordentliche Beliebtheit des Pferdesports bei Publikum und Teilnehmern.
Die Pferde wurden mit Peitschen und Nagelstöcken zu extremen Leistungen getrieben.Übrigens:  Da der Pferdesport mit hohen Kosten verbunden war, konnten sich nur Angehörige reicher und aristokratischer Familien an den Wettbewerben beteiligen. Als Teilnehmer galten nicht die Wagenlenker oder Reiter, sondern die Besitzer der Pferde. Auf diese Weise konnten auch Frauen Olympiasiege erringen. (Sonst waren Frauen von der Teilnahme an olympischen Wettbewerben ausgeschlossen).
 
 
Knabenwettkämpfe632 v.Chr. waren erstmalig Knaben am Start. Die Grenze zwischen Knaben und Männern lag beim 18. Lebensjahr und wurden vor den Wettkämpfen der Männer durchgeführt.Anfangs beinhalteten sie nur den einfachen Stadionlauf und das Ringen, 616 v.Chr. wurde der Faustkampf und 200 v.Chr. das Pankration hinzugefügt, später gehörte auch das Wettreiten dazu.
 
 
 
2.2 Heute
   2.2.1 Sommerspiele
Badminton
Regeln:
Badminton ist ähnlich dem Tennis
SpielgerätSchläger mit einem Gewicht von 85 bis 110 g und ein bis 5,5 g schwerer Federball. Spielfeld13,40 m lang und 6,10 m breit (Einzel 5,18 m) / das Netz hängt 1,55 m hoch.
SpielerEinzel oder Doppel
SpieldauerEs wird auf zwei Gewinnsätze gespielt. Ein dritter Satz entscheidet bei Gleichstand. Im Herren-Einzel und Doppel geht ein Satz auf 15 Punkte (Damen-Einzel 11 Punkte).
Geschichte:
500 v.Chr. - In China entsteht ein Federballspiel namens Ti Jian Zi.                    Modernere Version entwickelte sich aus dem altindischen Spiel "poona"
1873 - Auf dem Landsitz Badminton des Duke of Beaufort in Gloucestershire entsteht der
           Name dieser Sportart - "that game at Badminton"
Bis 1887 - Es gelten die "poona"- Regeln
Seit 1895 - Seitdem wird nach den Regeln der Badminton Association (of England) gespielt
1899 - Erste Herren-Meisterschaft ("All-England Championchips")
1900 - Erstmals Frauen-Turnier
 
Baseball
Regeln:
Gespielt wird nach den Regeln der IBF
SpielgerätHolz- oder Aluminiumschläger, sowie einem Gummi überzogenen Korkball (Umfang 22,86 cm, 142-149 g schwer)
Spielfeld
Ist in verschiedene Zonen eingeteilt, dem Außenfeld, dem Innenfeld (Quadrat mit 27,4 m Seitenlänge) und vier Malen, die als Bases bezeichnet werden.
SpielerEine Mannschaft setzt sich aus neun Spielern zusammen. Für das angreifende Team ist der Schläger (Batter) auf dem Feld. Die Defense besteht aus vier Innen-, drei Außenfeldspielern, dem Pitcher (Werfer), und dem Catcher (Fänger). Entfernung zwischen Pitcher und Batter: 18,45 m.Der Pitcher versucht so viele Batter wie möglich "out" zu setzen, damit die Offense keine Punkte erzielen kann. Schafft der Batter aber einen gelungen Schlag, versucht er die erste Base zu erreichen, bevor die Defense den Ball sichern kann. Eine komplette Umrundung des Innenfeldes ist ein "Home run". Jeder Spieler, der durch den "Home run" die "Home Plate" erreicht, bringt seinem Team jeweils einen Punkt. Gewinner ist das Team mit den meisten Punkten. Bei Remis wird automatisch um ein "Inning" (Durchgang) verlängert.
SpieldauerNeun Durchgänge ("Innings"). Jedes Team kommt pro "Inning" einmal auf die offensive und defensive Position. Das offensiv Recht wechselt, wenn drei Spieler der angreifenden Mannschaft "out" sind.
Geschichte:
1845 - Geburtsstunde des Baseballs. Als Mitglied des New Yorker Knickerbocker Clubs
            entwickelte Alexander J. Cartwright Regeln, die noch heute die Basis des Baseballs
            sind
1858 - Gründung des amerikanischen Verbandes
1869 - Erster Berufsspielerklub, die Cincinnati Red Stockings
1904 - St. Louis: Erstmals "Olympische Vorführung"
1912 - Stockholm: "Olympische Vorführung"
1936 - Berlin: Offizieller Demonstrationssport
1952, 1956, 1964, 1984 und 1988 - Baseball gehört zum Beiprogramm der olympischen
                                                         Sommerspiele
1992 - Barcelona: Kuba gewinnt das erste Olympia-Gold
 
Basketball
Regeln:
SpielgerätDer Korb (Durchmesser 45 cm) hängt in einer Höhe von 3,05 m.
Spielfeld26 x 14 m, wobei es eine Freiwurfzone und eine Drei-Punkte-Zone (6,25-m Korbentfernung) gibt.
SpielerZwölf, gleichzeitig dürfen sich aber nur fünf auf dem Spielfeld befinden. Nach 5 persönlichen Fouls scheidet ein Spieler aus. Fouls werden mit Freiwürfen bestraft. Zwei Freiwürfe erhält der gefoulte Spieler automatisch ab dem achten Team-Foul. Innerhalb von 30 Sekunden muss die ballführende Mannschaft ihren Angriff abgeschlossen haben, ansonsten wechselt der Ballbesitz.Jeder Korbtreffer bringt zwei Punkte, Würfe außerhalb der 6,25-m-Zone drei Punkte, Freiwurf einen Punkt. Bei Gleichstand folgt eine Verlängerung von jeweils fünf Minuten, bis eine Mannschaft mindestens mit einem Punkt Vorsprung gewonnen hat.
Spieldauer2 x 20 Minuten (effektive Spielzeit). Pro Halbzeit sind zwei Auszeiten (je 1 Minute) für jedes Team erlaubt.
Geschichte:
Der Ursprung des Basketball geht bis auf die Inkas, Azteken und Mayas zurück.
1891 - Der Kanadier Dr. James A. Naismith erfindet für Studenten der International YMCA
           Training School in Springfield, Massachusetts ein Indoor-Ballspiel. Gespielt wird
           damals noch ohne Körperkontakt und auf zwei Pfirsichkörben. Diesem Spiel gab er
           den Namen Basketball, was von ("basket" = Korb) kommt
20. Januar 1892 - Erstes offizielles Spiel in der International YMCA Training School
1904 - St. Louis: Aufnahme ins Olympische Programm (es traten nur US Teams an)
1924 und 1928 - Im Olympischen Beiprogramm, danach entwickelte sich Basketball zu einer
                           der populärsten Sportarten
1935 - Erste Europameisterschaften Männer
1936 - Berlin: Von da an offizieller Bestandteil der Olympischen Spiele
1938 - Erste Europameisterschaften Frauen
1950 - Weltmeisterschaften Männer
1953 - Weltmeisterschaften Frauen
1976 - Frauen-Basketball wird Olympisch
1992 - Das Dream Team I sorgt für einen Höhepunkt in Barcelona, erstmals sind die NBA-
           Topstars (u.a. Michael Jordan, Magic Johnson) dabei.
 
Bogenschiessen
Regeln:
WettkampfgerätGeschwungener Reflexbogen (Länge 1,70 m, Gewicht 2,5 bis 5 kg). Das Material besteht aus Carbon und verleimten Kunststoffschichten. Die Sehne ist aus Chemiefaser. Die Pfeile mit Aluminiumschäften (Geschosse) sind zwischen 20 und 28 g schwer und zwischen 65 und 72 cm lang.
AthletenEinzel und Mannschaft (drei Athleten). In Atlanta wird erstmals nur noch auf Scheiben geschossen, die in einer Entfernung von 70 m positioniert sind. Der Wettkampf findet an einem Tag statt (Männern und Frauen). Durch eine Plazierungsrunde mit 72 Pfeilen auf eine Scheibe werden die Teilnehmer für die Finalrunden ermittelt. Höchstpunktzahl beträgt 720 Ringe (Zehnerringscheibe).
Geschichte:
Die Legende besagt, dass Herkules als Gründer der Olympischen Spiele der Antike selbst Bogenschütze war.
1878 - USA: J. Maurice und William H. Thompson (1848-1918) gründen die National
           Archery Association. Zur damaligen Zeit war es Soldaten der ehemaligen Südstaaten
           verboten, Feuerwaffen zu besitzen. 1904 wurde William H. Thompson Olympia-
           Dritter.
Jahrhundertwende - Stark verbreitet in Europa (Großbritannien, Frankreich und den Benelux-
                                 Staaten)
1900 bis 1920 - Olympische Disziplin bei den Spielen in Paris, St. Louis, London und
                         Antwerpen
1972 - München: Bogenschießen kehrt nach über fünfzig Jahren auf die Olympische Bühne
           zurück. Dies ist vor allem der Britin Inger Frith zu verdanken (1961 bis 1977 FITA
           Präsidentin)
1988 - Seoul: Es werden zusätzlich Mannschaftswettbewerbe ins Programm aufgenommen
 
Boxen
Regeln:
AusrüstungHandschuhe (bis 67 kg acht Unzen, darüber zehn Unzen), Mund-, Tief- und Kopfschutz.
WettkampfstätteQuadratischer Boxring mit Seitenlängen zwischen 4,90 und 6,10 m. Seit Atlanta finden die Kämpfe nur noch in einem Ring statt.
AthletenGeboxt wird in verschiedenen Gewichtsklassen, daher werden die Athleten auch täglich gewogen. Bei Übergewicht wird der Boxer vom Turnier ausgeschlossen.Ein Ringrichter leitet und überwacht den Kampf. Sämtliche Kampfaktionen werden von den am Ring sitzenden fünf Punktrichtern bewertet. Schläge unterhalb des Gürtels sind ungültig. Per Computer müssen die Punktrichter ihre Wertungen abgeben. Anerkannt werden nur Treffer, bei denen mindestens drei Richter gleichzeitig werten. Höchstwertung pro Runde 20 Punkte. Außer dem Sieg nach Punkten gibt es noch Knockout (K.o.), den Sieg durch Disqualifikation oder den RSC (Referee Stops Contest/Ringrichter stoppt den Kampf). Mit 34 Jahren wurde eine obere Altersgrenze festgelegt.
KampfdauerLetztmalig wurde bei den Olympischen Spielen in Atlanta nach der 3 x 3 Minuten Regel geboxt. Ab 1997 wird die Rundenzahl auf fünf erhöht und die Kampfzeit auf 2 Minuten je Runde verkürzt.
Geschichte:
3000 v.Chr. - Ägypten: Nachweislich erste Faustkämpfe
900 v.Chr. - Weitere Verbreitung des Faustkampfes im ägäischen Raum
688 v.Chr. - Spiele der 23. Olympiade: erstmals Faustkampf in Olympia
1512 - Albrecht Dürer gibt ein Fechthandbuch heraus, in dem auch entsprechende
           Faustkampftechniken dargestellt werden
1719 - London: James Figg erringt den Faustkampftitel eines "Meisters von England"
1720 - James Figg begründet die erste Boxschule
1743 - Jack Broughton veröffentlicht die ersten Regeln ("London Prize Rules"). Wichtigste
            Neuerung ist die Einführung von Boxhandschuhen, die Verletzungen mindern sollen
1810 - Copthall Common, Essex: Erster Kampf um eine Weltmeisterschaft. Sieger ist der
            farbige Amerikaner Tom Molineaux
1867 - Vorstellung eines neuen Regelwerks von John Sholto Douglas zusammen mit John
           Graham Chambers. Es handelt sich dabei um die "Queensberry Rules". Diese Regeln
           sind bis heute die Basis des Boxsports. Festgelegt wurden unter anderem das Tragen
           von Boxhandschuhen, die Rundendauer (3 Minuten) und das Auszählen bis zehn bei
           Niederschlägen
1904 - St. Louis: Olympisches Debüt
1912 - Stockholm: Nicht im Olympischen Programm
1920 - Antwerpen: Gründung der Fédération Internationale de Boxe Amateur (FIBA)
1926 - Einführung einheitlicher Rundenzeiten (3 x 3 Minuten)
1930 bis 1931 - Max Schmeling Profi-Weltmeister im Schwergewicht
1931 - Erstmals neutrale Kampfrichter
1946 - London: Neugründung des Weltverbandes (AIBA)
1950 - Einführung neuer Klassen und des Abbruchs beim dritten Niederschlag innerhalb einer
            Runde
1972 - München: Trefferfläche der Boxhandschuhe ist zum ersten Mal weiß abgesetzt
1984 - Los Angeles: Erstmals Kämpfe mit dem obligatorischen Kopfschutz
1994 - Einführung des Frauenboxens
 
Fechten
Regeln:
AusrüstungReine Stoßwaffen: Florett und Degen (auch für Frauen).Gewicht: Florett 500 g, Degen 770 g. Maße: beide 1,10 m.Hieb-und Stoßwaffe: Säbel, 1,05 m lang und 500 g schwer.Drahtgittermaske, Fechtanzug aus weißem, widerstandsfähigen Stoff. Seit 01.Oktober 1995 ist beim Maskenlatz eine Durchstoßfestigkeit von 1600 Newton Vorschrift. Im Florettfechten sind bruchfeste Maraginklingen Pflicht. Bei Fechtanzügen und Unterziehweste sind 800 N üblich.
AthletTrefferfläche beim Florett ist der Oberkörper ohne Kopf und Arme, beim Degen der ganze Körper. Treffer wurden beim Florett 1955 und beim Degen 1935 erstmals elektrisch bzw. elektromagnetisch angezeigt. Deshalb trägt man über dem Fechtanzug eine stromführende Brokatweste. Trefferfläche beim Säbel ist Oberkörper mit Kopf und Armen. 1992 in Barcelona erstmals elektronische Anzeige.
Kampffeldeine 24 m (Degen, Säbel) bzw. 23 m (Florett) lange nichtleitende Matte aus Kupfergeflecht.
Geschichte:
Fechten ist eine der ältesten Zweikampfsportarten der Welt.
1410 - Erstes Lehrbuch in Italien herausgegeben. Die italienische Fechtweise wurde durch
           Salvator Fabris (1544-1617) aus Padua eingeführt. Er gab unter anderem das Werk
          "Scientia e pratica d'arme" heraus
16. Jhrd. - Unter Einfluß des Mailänder Fechtmeisters Camillo Agrippa wird das Schwert vom
                 Degen abgelöst
1570 - Der Franzosen Henri Saint Didier formuliert die entscheidenden, bis heute gültigen
           Fachbegriffe
17. Jhrd. - Wilhelm Kreußler (1618-1673 Fechtmeister) legt den Grundstock für die
                 "Deutsche Stoßfechtschule"
19. Jhrd. - Der Mailänder Maestro Radaelli gründet das auf Hieb und Stoß beruhende
                 Säbelfechten
1896 - die ersten Meisterschaften in Deutschland.
            Pierre de Coubertin, der Begründer der Olympischen Bewegung, war ein Fechter,
            ebenso Dr. Willibald Gebhardt, der 1895 in Deutschland ein Komitee für die
            Beteiligung an den Olympischen Spielen in Athen gründete
1896 / 1900 - Bei Olympischen Spielen sind neben Amateuren auch Fechtmeister zugelassen
1924 - Frauen werden erstmals zugelassen
1996 - erstmals Frauen-Degen olympisch
 
Fussball
Regeln:
Spielfeldzwischen 90 und 120 m lang und zwischen 45 und 90 m breit. Die Tore sind 7,32 m Breit und 2,44 m hoch. Die Torpfosten dürfen nicht mehr als 12 cm breit und tief sein. Es gibt einen rechtwinkligen Strafraum um die Tore (16,5 m ins Spielfeld).
SpielgerätMit Luft gefüllter Lederball. Umfang: 68 bis 71 cm / Gewicht: 396 bis 453 g
SpielerJede Mannschaft besteht aus 10 Feldspielern und einem Torwart. Pro Spiel können 3 Auswechselspieler eingesetzt werden.Geleitet wird das Spiel durch einen Schiedsrichter, der von Linienrichtern unterstützt wird. Für grobe Verstöße wie Fouls, Handspiel oder Meckern gibt es gelbe Karten als Verwarnung. Bei erneutem Verstoß erhält der Spieler die rote Karte, was einen Platzverweis bedeutet. Der Spieler wird hiermit zusätzlich für mindestens ein Spiel gesperrt.
Spielzeit2 x 45 min. Bei unentschieden wird um 2 x 15 min. verlängert. Es gilt die Golden Goal- Regel. Wenn in der Verlängerung ein Tor fällt, ist das Spiel sofort beendet. Fällt auch innerhalb der Verlängerung kein Tor, entscheidet ein Elfmeterschießen.
Geschichte:
Bereits vor 4000 Jahren fanden in China fußballähnliche Spiele statt. Im antiken Rom gab es das römische "follis" mit einem großen Ball und "harpastum" mit
                           einem kleinen Ball. Im Mittelalter gab es in Florenz das Spiel "calcio".
1174 - Erste urkundliche Erwähnung in England
1855 - Erste Vereinsgründung in Sheffield
1863 - Gründung der Football Association
1871 - Gründung der Rugby Football Associaton
1872 - Erstes Länderspiel zwischen England und Schottland
1883 - Gründung des "International Board", um einheitliche Regelungen einzuführen
1877 - Einführung des Feldverweises nach schweren Fouls
1891 - Einführung des Elfmeters
1900 - Erstmals bei Olympischen Spielen
1903 - Erste Deutsche Meisterschaft, gewonnen vom VfB Leipzig
1904 - Gründung des Internationalen Fußball-Verbandes (FIFA)
1913 - Gründung der U.S. Soccer Federation
1927 - Erstmals Übertragung einer Fußball-Rundfunkreportage durch BBC
1964 - FIFA beschloß, keine Spieler zuzulassen, die an einer WM teilgenommen hatten
1984 - Profis wurden für das Olympia-Turnier zugelassen, oberste Altersgrenze 23 Jahre
 
Gewichtheben
Regeln:
Olympischer Zweikampf, wird in der Reihenfolge Reißen und Stoßen ausgetragen. Medaillen nur für den Zweikampf. Falls zwei Athleten das gleiche Gewicht schaffen, so bekommt der leichtere den besseren Platz. Das Körpergewicht wird vor dem Kampf ermittelt. Beim Reißen muss die Hantel durch Zugbewegung vom Boden nach oben gehoben werden. Beim Stoßen wird zuerst die Hantel zur Brust gehoben und dann in die Hochhalte gestoßen. Jeder Athlet hat drei Versuche. Bei erfolgreichen Durchgang muss eine Steigerung mindestens 2,5 kg haben. Der Sportler hat 60 Sekunden Zeit zwischen dem Betreten der Bühne und dem Beginn des Hebens. Wenn er zwei Versuche nacheinander zu machen hat, verfügt er über zwei Minuten Vorbereitungszeit. Es gibt drei Kampfrichter, von denen mindestens zwei die korrekte Ausführung bestätigen müssen, damit der Versuch gültig ist
AustragungsortDer Athlet steht auf einem Holzboden, der eine Dicke von 8 bis 12 cm aufweist. Die Größe beträgt 16 qm.
Gewichtsklassen:Fliegengewicht, bis 54 kg Bantamgewicht, bis 59 kg Federgewicht, bis 64 kg Leichtgewicht, bis 70 kg Mittelgewicht, bis 76 kg Leichtschwergewicht, bis 83 kg Mittelschwergewicht, bis 91 kg 1.Schwergewicht, bis 99 kg 2.Schwergewicht, bis 108 kg Superschwergewicht, über 108 kg
Geschichte:
Gewichtheben ist vor allem in Österreich und Deutschland beheimatet.
18.u.19. Jhd. - Im Gewichtheben entstand ein Berufsathletentum
1880 - Gründung des "Ersten Wiener Athletenklubs"
1880 - Graf Alfred Pallavicini hebt als erster 100 kg
1888 - Der Fleischer Wilhelm Türk wird in Wien erster Weltmeister vor über 5000
            Zuschauern
1896 - Aufnahme ins Olympische Programm, jedoch ohne Gewichtsklassen. Disziplinen
            waren einarmiges und zweiarmiges Stoßen
1891 - Gründung "Deutscher Athletenbund" und Wiener "Athletenverband"
1905 - Gründung des ersten Weltverbandes in Duisburg: "Amateur-Athleten-Welt-Union"
1910 - Karl Beck erfindet die Scheibenhantel
seit 1920 - Ständig im Programm der Olympischen Spiele
1920 - Gründung der "Fédération Internationale Haltérophile" (FIH), woraus 1972 die IWF
            entsteht
20er Jahre - Mehrkämpfe mit den Disziplinen einarmiges Reißen und Stoßen, sowie
                    beidarmiges Drücken
1928-1972 - Der Dreikampf mit den Disziplinen beidarmiges Drücken, Reißen und Stoßen
1976 - Erstmals Zweikampf mit beidarmigen Reißen und Stoßen
1988 - Die Gewinner Mitkow Grablew und Angel Gentschew (Bulgarien) werden wegen
           Einnahme von Diuretika (harntreibendes Mittel) disqualifiziert
1992 - Die Gewichtsklassen werden geändert, um zweifelhafte Weltrekorde zu eliminieren
          
Handball
Regeln:
SpielfeldHalle mit 40 m x 20 m. Torhöhe 2 m und Breite 3 m. In einem 6-m-Halbkreis um das Tor befindet sich der Torraum. Darin darf sich nur der Torwart aufhalten. Die Spieler jedoch können über die 6-m-Linie springen, wenn der Ball zuvor abgeworfen wurde.
SpielgerätLederball mit einem Umfang von 60 cm bei Männern und 56 cm bei Frauen. Gewicht: zwischen 425-475g bei Männern, bzw. 325-400g bei Frauen
SpielerEine Mannschaft besteht aus 10 Feldspielern und 2 Torhütern. Auf dem Spielfeld dürfen nur 6 Feldspieler und 1 Torhüter sein. Man kann beliebig aus- oder einwechseln.
Spielzeit2 x 30 Minuten bei Männern / 2 x 25 Minuten bei Frauen.Bei längeren Pausen wird die Uhr angehalten. Es gibt zwei Schiedsrichter. Der Ball muss spätestens nach 3 Sekunden abgegeben werden. Mit dem Ball sind nicht mehr als 3 Schritte erlaubt. Bei Verstößen gibt es Freiwürfe. Bei einer Wiederholung oder schlimmeren Fouls folgt eine gelbe Karte. Bei nochmaliger Wiederholung oder schwere Vergehen gibt es einen Feldverweis von 2 Minuten. Drei Sperren oder eine rote Karte bedeutet Disqualifikation.
Geschichte:
Antike - Bereits bei den alten Griechen in Form von Korbball oder Raffball üblich
1906 - Vom dänischen Lehrer Holger Nielsen wurden die ersten Regeln entworfen und
           Wettkämpfe organisiert
1915 - Oberturnwart Max Heiser (1879-1921) führt in Berlin Torball für Frauen ein
1917 - Am 29.Oktober wird festgelegt, dass Torball künftig Handball heißen soll, der Ball
            hatte 71 cm Durchmesser
1919 - Turnlehrer Carl Schelenz (1890-1956) führte Drei-Schritt-Rhythmus ein
20er u. 30er Jahre - Mit elf Aktiven wird auf einem Fußballfeld mit entsprechenden Toren
                                gespielt. Der Torraum hatte einen Radius von 13 m, die Freiwurflinie 6 m
1925 - Erste Feld-Handball-Länderspiel
1927 - Die deutschen Regeln werden international gültig
1928 - Gründung "Internationale Handball-Verband (IHF). (Zuvor integriert im
            Internationalen Leichtathletik-Verband / IAAF)
1935 - Erste Hallenhandballspiel zwischen Dänemark und Schweden
1936 - Olympische Premiere im Feldhandball in Berlin
1938 - Erste WM in Berlin.Nach dem 2. Weltkrieg ersetzt das schnellere Hallenspiel das Feldspiel
1946 - Die IHF (franz. FIH) in Kopenhagen neu gegründet
1972 - Rückkehr des Handball zu den Olympischen Spielen
1976 - Auch Frauen zugelassen
 
Hockey
Regeln:
SpielfeldKunstrasenfläche 91,4 m x 50-55 m. Tore / 3,66 m Breite und 2,14 m Höhe
SpielgerätBall mit Korkkern und außen Garngeflecht. Umfang: 22,4 bis 23,5 cm / Gewicht: 156 g bis 163 g. Schläger unten gebogen, etwa 80 cm lang. Gewicht bis 795 g bei Männern / 652 g bei Frauen.
SpielerEine Mannschaft besteht aus 10 Feldspielern und 1 Torwart. Der Ball muss mit der glatten Seite des Schlägers geschlagen werden. Spielzeit 2 x 35 Minuten. Ein Tor kann nur im Kreis (14,63 m) vorm Tor geschossen werden. Es gibt zwei Schiedsrichter. Abseitsregeln ähnlich des Fußballs. Gerät der Ball über die Torauslinie, bekommt die andere Mannschaft eine lange Ecke, bei Verstößen innerhalb des Schusskreisesses eine kurze Ecke. Bei größeren Verstößen gibt es Zeitstrafen bis zu mindestens 5 Minuten oder eine Disqualifikation.
Geschichte:
4000 v.Chr. - Älteste Darstellung eines Hockeyspiels: Grabmalerei im Niltal. Zur gleichen
                      Zeit gibt es auch Stockspiele in China, Persien und bei den Araucano-Indios, die
                     dem Spiel den Namen "Cheuca" gaben
Mittelalter - Der Ursprung des Hockeys liegt in Großbritannien. In Irland spielte man
                   "Hurling", in Wales "Bandy" und in Schottland "Shinty".
                    Der heutige Name stammt vom altfranzösischem "hoquet" und bedeutet
                    Schäferstock
1860 - Gründung des ersten Hockeyvereins in Blackheath (England)
1875 - Erste Spielregeln
1886 - Gründung von "England Hockey Association"
1887 - Gründung des ersten Frauenklubs in Surrey
1901 - Zum ersten Mal in USA an der Harvard-Universität durch die britische Sportlehrerin
           M.K. Applebee vorgestellt
1908 - Olympische Premiere in London, ab 1920 ständig dabei
1920 - Zulassung von Frauen
1924 - Gründung der "FIH" (ohne britische Beteiligung) während der Olympischen Spiele in
           Paris
1927 - Gründung "International Federation of Women’s Hockey Association" (IFWHA)
1980 - Olympische Premiere von Frauenhockey in Moskau
1983 - Verschmelzung von FIH und IFWHA
 
Judo
Regeln:
SpielfeldEine quadratische Matte ("Tatami"). Größe 16x16 m. Unterteilung in Wettkampffläche 10x10 m und Sicherheitsfläche von 3 m. Sobald die 1 m breite rote Warnfläche betreten wird, muss innerhalb von ca. 5 Sekunden ein Angriff ausgeführt werden.
SpielerEs wird barfuss und mit reißfester Kleidung (Judogi) gekämpft. Diese besteht aus einer Jacke (Kimono) und einer Hose (Zubon). In Europa trägt man zur besseren Unterscheidung weiße und blaue Judogi. Die Farbe des Gürtels bedeutet die Graduierung "Kyu" (6 Schülergrade) oder "Dan" (10 Meistergrade). Der Gürtel für den 6.-8. Dan ist rotweiß und für den 9.-10. Dan rot.
Man muss mit Hilfe von Wurf (Nage-Waza) bzw. Grifftechniken (Katame-Waza) Punkte erzielen. Schläge und Tritte sind verboten. Man unterscheidet über 100 Wurf- und über 80 Grifftechniken. Punkte vergibt der Mattenrichter. Maximale Wettkampfzeit sind 5 Minuten (bei Frauen 4 Minuten). Bei einem Wurf aus dem Stand gibt es einen vollen Punkt (Ippon), worauf der Kampf vorzeitig beendet ist. Ebenso vorzeitige Beendigung bei mindestens 30 Sekunden Festhalten am Boden (Kesa-gatame) und durch Aufgabe oder wenn ein Erfolg durch eine bestimmte Technik klar ersichtlich ist. Ein halber Punkt für eine nicht ganz vollendete Wurftechnik (Waza-Ari) oder ein Festhalten von mindestens 25 Sekunden. Wertungen werden offen angezeigt. Wettkampf nach streng asiatischem Zeremoniell abgehalten. Die Wettkampfsprache ist Japanisch. Kampfbeginn heißt "Hajime" und Unterbrechung "Mate". Wenn zwei Sportler die gleiche Punktzahl haben, entscheidet der Kamprichter.
Gewichtsklassen (Männer / Frauen)Extraleichtgewicht, bis 60 kg / 48 kg Halbleichtgewicht, bis 65 kg / 52 kg Leichtgewicht, bis 71 kg / 56 kg Halbmittelgewicht, bis 78 kg / 61 kg Mittelgewicht, bis 86 kg / 66 kg Halbschwergewicht, bis 95 kg / 72 kg Schwergewicht, über 95 kg / 72 kg
Geschichte:
Basis des Judo ist Jiu-Jitsu, eine japanische Selbstverteidigungsmethode der Samurai-Krieger.
Ende 19. Jhrd. - Der Japaner Dr. Jilgori Kano (1860-1938) entwickelt daraus einen Sport und gibt Regeln heraus (neuer Name war "Kodokan Judo")
1882 - Erste Judoschule "Kodokan" in Tokio
1902 - Erste Judo-Schule in den USA
1906 - Erste Jiu-Jitsu-Schule in Deutschland durch den Berliner E. Rahn
1918 - Erster Klub "Budokwai" durch den Japaner Gunji Koizumi
1951 - Gründung der "Internationalen Judo-Föderation"
1956 - Erste Weltmeisterschaften
1964 - Tokio: Judo erstmals im Olympischen Programm
1968 - Judo wird wieder aus dem Olympischen Programm gestrichen
seit 1972 - Judo ständig im Olympischen Programm
1975 - Europameisterschaften für Frauen
1980 - Weltmeisterschaften für Frauen
1988 - Seoul: Frauen-Judo als Demonstrationswettbewerb
1992 - Erstmals Frauen-Judo im Programm
 
Kanu
Regeln:
BootstypenUnterteilt in Kajak "K" und Kanadier "C". Die Kajaks sind geschlossen und werden mit Doppelpaddeln bewegt. Im Kanadier sitzt man kniend und bewegt es mit einem Stechpaddel.
AustragungsortRegatten im Rennsport werden im 9 Meter breiten Flachwasser (Mindesttiefe 2 m), das durch Bojen gekennzeichnet ist, ausgetragen. Nach einem zweiten Fehlstart folgt Disqualifikation.Bricht jemandem innerhalb der Zone 15 m das Paddel, wird das Rennen zurückgerufen. Die Sportler sind verpflichtet, die Bahnen einzuhalten.
Maße
K1Maxim. Länge: 520 cmMaxim. Breite: 51 cmMinimalgewicht: 12 kg
K2erMaxim. Länge: 650 cmMaxim. Breite: 55 cmMinimalgewicht: 18 kg
K4Maxim. Länge: 1100 cmMaxim. Breite: 60 cm Minimalgewicht: 30 kg
C1Maxim. Länge: 520 cmMaxim. Breite: 75 cmMinimalgewicht: 16 kg
C2Maxim. Länge: 620 cmMaxim. Breite: 75 cmMinimalgewicht: 20 kg
Geschichte:
Indianer knieten in den Booten und benutzten ein Stechpaddel, woraus sich der nur den Männern vorbehaltene Kanadier entwickelte. Die Eskimos dagegen saßen in Kajaks und benutzten das Doppelblattpaddel. Der englische Anwalt John MacGegor entwickelt das heute bekannte Kajak mit 4,76 m Länge, 76 cm Breite und 30 kg Gewicht. Er nennt das Boot "Rob Roy"
1866 - MacGregor gründet den "British Royal Canoe Club", der die erste Regatta 1867
            veranstaltet.
1870 - Herbert Klintz aus Köln organisiert die erste Regatta in Deutschland
1871 - Gründung des "Canoe Club" in New York
1885 - Gründung der ersten Kanu-Vereine in Bonn, Breslau und Hannover
1905 - Der Leipziger Alfred Heurich erfindet das erste Faltboot
1919 - Die ersten Meisterschaften in Deutschland
1924 - Internationale Repräsentantenschaft des Kanusports (IRK) mit Sitz in München von
            Deutschland, Dänemark, Österreich und Schweden gegründet
1924 - Bei den Olympischen Spielen in Paris Kanu-Rennen als Demonstration
30er-Jahre - Entwicklung des Kanuslaloms auf wildwasserähnlichen Strecken
1934 - Kanu als olympischer Sport anerkannt
1936 - Zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen in Berlin
1938 - Die ersten Weltmeisterschafen in Växholm (Schweden)
1946 - Gründung der Internationalen Kanu-Föderation (FIC) in Stockholm. Länge für
            Rennkanu auf 5,20 m und Breite auf maximal 51 cm festgelegt
1949 - Erste Weltmeisterschaften im Kanuslalom in Genf
bis 1956 - Letztmalig werden 10 km-Rennen gefahren. Diese werden 1960 aus dem
                 Olympischen Programm gestrichen und die 4x500 m-Staffel eingeführt
1964 - Staffel gestrichen, dafür Viererkajak eingeführt
1972 - Erstmals Kanuslalom bei Olympischen Spielen/ Augsburger Eiskanal
1976 - Slalom ersetzt durch 500-m-Strecken im Rennsport
1992 - Kanuslalom wieder eingeführt
 
 
Kanuslalom
Regeln:
Der Slalom wird auf einer 600 m langen Strecke mit 25 natürlichen und künstlichen Hindernissen und Wertungsstellen ausgetragen. Das Wasser darf nicht weniger als 2m/s stark fließen. Es gibt Vorwärtstore (mit der Strömung), Aufwärtstore (vorwärts gegen die Strömung) und Rückwärtstore (rückwärts gegen die Strömung). Die Breite der Tore ist zwischen 1,20 und 3,50 m. Wer eine Stange mit Boot, Paddel oder Körper berührt, erhält 5 Strafpunkte zur Gesamtfahrzeit. 10 Punkte bei Berührung beider Stangen und 50 Punkte für unkorrektes Durchfahren eines Tores.Eine Eskimorolle bedeutet nicht Kentern. Es gibt insgesamt zwei Läufe.
Maße:
K1Minimumlänge: 450 cmMinimumbreite: 60 cmGewicht: 10 kg
C1Minimumlänge: 430 cmMinimumbreite: 70 cmGewicht: 11 kg
C2Minimumlänge: 500 cmMinimumbreite: 80 cmGewicht: 18 kg
Geschichte:
Indianer knieten in den Booten und benutzten ein Stechpaddel, woraus sich der nur den Männern vorbehaltene Kanadier entwickelte. Die Eskimos dagegen saßen in Kajaks und benutzten das Doppelblattpaddel. Der englische Anwalt John MacGegor entwickelt das heute bekannte Kajak mit 4,76 m Länge, 76 cm Breite und 30 kg Gewicht. Er nennt das Boot "Rob Roy".
1866 - MacGregor gründet den "British Royal Canoe Club", der die erste Regatta 1867
            veranstaltet
1870 - Herbert Klintz aus Köln organisiert die erste Regatta in Deutschland
1871 - Gründung des "Canoe Club" in New York
1885 - Gründung der ersten Kanu-Vereine in Bonn, Breslau und Hannover
1905 - Der Leipziger Alfred Heurich erfindet das erste Faltboot
1919 - Die ersten Meisterschaften in Deutschland
1924 - Internationale Repräsentantenschaft des Kanusports (IRK) mit Sitz in München von
           Deutschland, Dänemark, Österreich und Schweden gegründet
1924 - Bei den Olympischen Spielen in Paris Kanu-Rennen als Demonstration
30er-Jahre - Entwicklung des Kanuslaloms auf wildwasserähnlichen Strecken
1934 - Kanu als olympischer Sport anerkannt
1936 - Zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen in Berlin
1938 - Die ersten Weltmeisterschafen in Växholm (Schweden)
1946 - Gründung der Internationalen Kanu-Föderation (FIC) in Stockholm. Länge für
            Rennkanu auf 5,20 m und Breite auf maximal 51 cm festgelegt
1949 - Erste Weltmeisterschaften im Kanuslalom in Genf
bis 1956 - Letztmalig werden 10 km-Rennen gefahren. Diese werden 1960 aus dem
                Olympischen Programm gestrichen und die 4x500 m-Staffel eingeführt
1964 - Staffel gestrichen, dafür Viererkajak eingeführt
1972 - Erstmals Kanuslalom bei Olympischen Spielen/ Augsburger Eiskanal
1976 - Slalom ersetzt durch 500-m-Strecken im Rennsport
1992 - Kanuslalom wieder eingeführt.
 
Leichathletik
Regeln:
LäuferKurzstreckenläufe / 100 bis 400 m in Bahnen. Ebenso die Hürdenläufe. Es sind zehn Hürden zu überlaufen. Männer-Höhe: 106,7 cm /110m) bzw. 91,4 cm(400m). Frauen-Höhe: 84,0 cm (100m) bzw. 76,2 cm (400m). Die Mittel- und Langstrecken werden nicht in Bahnen gelaufen (außer die ersten 100 m im 800-m-Lauf).
Die Anzahl der Finalisten
800m - acht
1500m - zwölf
5000 m - sechzehn
10.000 m - zwanzig.
Beim 3000 m-Hindernislauf werden sieben Runden gelaufen. In jeder sind vier 91,4 cm hohe Hindernisse und ein 3,66 m breiter Wassergraben zu bewältigen. Beim Staffellauf wird ein Stab von einem Läufer zum anderen übergeben und bis ins Ziel gebracht. Bei Verlust oder Überschreiten des Wechselraumes Disqualifikation. Die 4x100-m-Staffeln werden in Bahnen gelaufen, 4x400 m nur die erste Runde plus 100m der zweiten Runde. Wechselraum sind 20m, wobei die Läufer bereits 10 m zuvor anlaufen können. Der Läufer(in), der (die) zwei Fehlstarts verursacht wird disqualifiziert. Rekorde werden nur anerkannt, wenn der Rückenwind bei Kurzstrecken nicht stärker als 2m/s und beim Mehrkampf nicht stärker als 4 m/s war. Marathonlauf und Geher-Wettbewerbe finden auf der Straße statt. Beim Gehen ist eine ununterbrochene Bodenberührung vorgeschrieben. Die Ferse eines Beines muss aufgesetzt sein, bevor das andere Bein den Boden verlässt.
Techn. WettbewerbeDer Athlet hat drei Versuche, der beste wird bewertet. Die besten acht Athleten erreichen den Endkampf, wo sie nochmals drei Versuche haben.
Hoch- und StabhochsprungFalls zwei Sportler die gleiche Höhe erreichen, gewinnt derjenige, der weniger Versuche benötigte. Als zweite Instanz zählt die Zahl der geringeren Fehlversuche.
MehrkämpfeDie Mehrkämpfe finden an zwei Tagen statt.
Zehnkampf/Männer1.Tag 100m, Weitsprung, Kugelstoßen, Hochsprung, 400m 2.Tag 110m Hürden, Diskuswurf, Stabhochsprung, Speerwurf, 1500 m.
Siebenkampf/Frauen:1.Tag 100m Hürden, Hochsprung, Kugelstoßen, 200 m 2.Tag Weitsprung, Speerwurf, 800 m.
Die Leistungen werden entsprechend einer Tabelle in Punkte umgerechnet.
Disziplinen
100 m
200 m
400 m
800 m
1500 m
5000 m
10 000 m
Marathon
110 m Hürden (nur Männer)
100 m Hürden (nur Frauen)
400 m Hürden
3000 m Hindernis (nur Männer)
10 km Gehen (nur Frauen)
20 km Gehen
50 km Gehen
Hochsprung
Stabhochsprung
Weitsprung
Dreisprung
Kugelstoßen
Diskuswerfen
Hammerwerfen (nur Männer)
Speerwerfen
Zehnkampf (nur Männer)
Siebenkampf (nur Frauen)
Geschichte:
Leichtathletik ist das Kernstück der Olympischen Spiele. In der Antike ist sie anfangs die einzige Sportart. Erster Wettbewerb in Olympia war der Lauf über ein Stadion (192,25 m). Daraus entstand der "Diaulos" (Lauf über zwei Stadien).
19. Jhrd. - die moderne Leichtathletik entwickelt sich in England, wo auch der erste
                 Wettkampf (1837 in Eton) stattfand
1861 - Die ersten Hallenmeisterschaften des Young Men's Gymnastic Club in
           Cincinnati/Ohio
1866 - Beginn der modernen Leichtathletik. Die ersten Landesmeisterschaften werden in
            England vom Amateur Athletic Club in London organisiert
1876 - Gründung des New York Athletic Club
1888 - "Amateur Athletic Union of the United States" gegründet
1896 - Der französische Philologe Michel Bréal machte den Vorschlag für einen
            Langstreckenlauf über 40 km von Marathon nach Athen zur Erinnerung an den
            legendären Soldaten
1898 - Deutsche Sportbehörde für Athletik (DSBfA) gegründet
1912 - Gründung des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF) während der
            Olympischen Spiele in Stockholm
1912 - Erstmals elektrische Zeitmessung
1914 - Erstmalige Anerkennung offizieller Weltrekorde
1917 - Gründung der internationalen Organisation (FSFI) mit der Französin Alice Miliat als
            Präsidentin
1928 - Erstmals Frauen-Wettbewerbe im Olympischen Programm
1932 - Elektrische Zeitnahme auch in Hunderdstelsekunden
1948 - Erstmals Startblöcke bei Olympischen Spielen
1964 - Erstmals acht Finalteilnehmer in den Rundenläufen (800m).Seit Mitte der 60er Jahre werden illegal muskelbildende anabole Steroide verwendet.
               Nach den Olympischen Spiele in Tokio Einführung von Feminitäts- und Dopingtests
1968 - Erstmals Tartanbahn und vollautomatische Zeitmessung (noch mit Vorschaltwert
            0,05s). Später Einführung der elektronischen Messung in verschiedenen Stufen
1974 - Seit den ersten Doping-Tests bei der EM in Rom, gibt es für Doping-Vergehen
            Wettkampfsperren bis zu vier Jahren
1977 - Anerkennung von Weltrekorden bis 400 m in Hunderdstelsekunden
1996 - Erstmals Dreisprung-Wettbewerb für Frauen.
 
Moderner Fünfkampf
Regeln:
SchießenLuftpistole, 10 m Entfernung, 20 Schuß in 40 Sekunden. Zwischen den Schüssen 15 - 25 Sekunden Pause. Höchstpunktzahl 200 Ringe. Für 172 Ringe gibt es 1000 Punkte. Ein Ring entspricht 12 Punkte.
DegenfechtenJeder gegen jeden auf einen Treffer bzw. maximal zwei Minuten pro Gefecht. Hat keiner einen Treffer, verlieren beide. Wenn man von den 31 Gefechten 70% gewinnt, erhält man 1000 Punkte.
Schwimmen300 m Freistil. Eine Zeit von 3:54,00 min bedeuten 1000 Punkte. Eine halbe Sekunde ergeben 4 Punkte.
SpringreitenDer Parcours ist 350 bis 400 m lang mit 12 Hindernissen (Höhe 1,20 bis 1,30m) und 15 Sprüngen (davon 1 Doppel- und 1 Dreifachsprung). Ein fehlerfreier Durchgang mit der Durchschnittsgeschwindigkeit 300 m/min ergibt 1100 Punkte. Der Beste nach drei Disziplinen reitet als erster, damit er die größte Pause bis zum Laufen hat. Die Pferde werden vor dem Wettkampf ausgelost. Der Reiter hat 20 Minuten Zeit, um sich mit dem Pferd vertraut zu machen.
Geländelauf4000 m auf Rundkurs von 1000 m. Der Beste nach vier Disziplinen startet als erster, danach die restlichen Athleten. Die Reihenfolge wird errechnet nach den Punktrückständen. Der Erste an der Ziellinie ist Olympiasieger.
Geschichte:
Erfunden von IOC-Gründer Pierre de Coubertin. Ursprünglich gedacht als Wettkampf für Offiziere der verschiedenen Länder
um 1900 - Als Sport erstmals gepflegt von schwedischen Militärs
1912 - Erstmals bei Olympischen Spielen durch den Einfluß Coubertins
1948 - Gründung des Weltverbands UIPM
seit 1949 - Weltmeisterschaften für Männer
seit 1962 - Deutsche Meisterschaften.
seit 1978 - Weltmeisterschaften für Frauen
1981 - Reihenfolge aus organisatorischen Gründen wie folgt geändert: Reiten, Fechten,
            Schwimmen, Schießen und Laufen
1996 - Erstmals alle fünf Disziplinen an einem Tag in zwölf Stunden, sowie neue
            Reihenfolge: Schießen, Fechten, Schwimmen, Reiten, Laufen
 
Radsport
Regeln:
In Atlanta wurden die Rennen im Bahnradsport auf einer 250 m langen Rundbahn ausgetragen (stehender Start). Im Sprint wird nur die Zeit für die letzten 200 m festgestellt. Beim Zeitfahren fährt der Sportler allein gegen die Uhr.Verfolgungsrennen: Hier treten jeweils zwei Fahrer/-innen (bzw. Vierer-Teams) im gleichen Abstand voneinander gegeneinander an. Wird der Gegner oder das andere Team eingeholt gilt das Rennen als gewonnen. Bei einem Rennen über die volle Distanz gewinnt der Athlet (Team) mit der bessere Zeit. Bei Team gilt die Überrundungsregel bei Erreichen des jeweiligen dritten Fahrers/ inn. Bei voller Distanz wird die Zeit gewertet, bei der der dritte Mann/Frau den Zielstrich überfährt.Im Punktefahren (40 bzw. 24 km) wird der Sieger mit Hilfe festgelegte Wertungsspurts ermittelt. 1. Platz/ fünf Punkte, 2. Platz/ drei Punkte, 3. Platz/ zwei Punkte, 4. Platz einen Punkt.Einzel-Straßenrennen: Männer-Renndistanz über 221,85 km. Frauen-Renndistanz über 104,4 km.Einzelzeitfahren: Männer-Renndistanz über 52 km. Frauen-Renndistanz über 34,6 km. Die Athleten starten in Abständen von 90 Sekunden.
Disziplinen
StraßeStraßeneinzelzeitfahren Einzel-Straßenrennen
BahnSprint1000 m Zeitfahren (nur Männer)4000 m Einzelverfolgung (nur Männer)3000 m Einzelverfolgung (nur Frauen)4000 m Mannschaftsverfolgung (nur Männer)Punktefahren
Mountain-BikeCross-Country
AusrüstungSeit Los Angeles 1984 hat es verschiedene technische Weiterentwicklungen im Radrennsports gegeben. So sind Bullhorn-Lenker, Räder mit heliumgefüllten Schläuchen und ohne Speichen, aerodynamisch Helme, windschlüpfrige Trikots und Materialen aus Kohlefaser heute absoluter Standard.
Geschichte:
1495 - Leonardo da Vinci skizziert erstmals ein Fahrrad mit Kettenantrieb
1790 - Paris: Jacques Ozanam und Jacques de Vaucanson testen ihre Zweirad-Erfindung
           "célerifère"
1817 - Am 12. Juli dieses Jahres geht Carl Freiherr Drais von Sauerbronn als Erfinder des
            Fahrrads "Draisine" in die Geschichte ein
1834 - Der Hufschmied Kirkpatrick McMillan entwickelt die Tretkurbel für das Voderrad
1869 - Erstes Straßenrennen Paris-Rouen über 123 km
1878 - Gründung der "Bicycle Union" in England
1880 - Paris-Mailand erstes Rennen über die Alpen
1880 - Gründung der "League of American Wheelmen" in den USA
1884 - Gründung des "Bund Deutscher Radfahrer" in Leipzig
1885 - John Kempstarely entwickelt "Rover", das Urmodell des heutigen Zweirades
1888 - John Dunlop konstruiert den luftgefüllten Reifen
1892 - London: Gründung der internationalen Organisation für Radsport "International
           Cyclist Association" (ICA)
1896 - Radsport gehört zum Olympischen Programm
1903 - Die Tour de France wird von Henri Desgranges, dem Herausgeber der Zeitschrift
           "L'Auto" ins Leben gerufen
1909 - Der erste Giro d'Italia
Seit 1920 - Rennen finden auf der Bahn und auf der Straße statt
Mitte der 70er Jahre - Von Marin County/San Francisco aus beginnt Mountain Biking sich in
                                   der ganzen Welt zu verbreiten
1984 - Erstmals ist Punktefahren eine Olympische Disziplin
1984 - Los Angeles: Frauen nehmen im Radsport erstmals an Olympischen Spielen teil
1986 - Erste Mountain Bike Wettkampfserie in den Alpenländern
1996 - Olympische Premiere für das Mountain Biking
 
Reiten
Regeln:
DressurreitenDressurreiten findet auf einem 60 m langen Sandplatz statt. Ziel ist die völlige Harmonie zwischen Reiter und Pferd. Das Pferd muss auswendig vorher festgelegte Lektionen beherrschen. Bewertungspunkte sind z.B. Gangart (Schritt, Trab, Galopp), Tempowechsel, Piaffe, Passage, Pirouette oder Wendungen. Es gibt fünf Kampfrichter, die Punkte von 10 (vorzüglich) bis 0 (nicht ausgeführt) vergeben. Bei Auslassung von Aufgaben oder Zeitüberschreitung gibt es Punktabzüge. Es gibt drei Prüfungen: Grand Prix Mannschaft (38 Lektionen), Grand Prix Special (32 Lektionen) und Grand Prix Freestyle (Kür). Die Kür reitet man zu Musik.
MilitaryIst eine Vielseitigkeitsprüfung. Dazu gehört eine Dressurprüfung mit 20 höchstens zur Klasse M gehörenden Lektionen, auszuführen in 7:30 Minuten. Die Geländeprüfung besteht aus: Straße und Wege: 16-20 km, Geschwindigkeit 220 m/min, aufgeteilt in zwei Strecken. Rennbahngalopp: 3105 bis 3450 m, 8 -10 Hindernisse, Geschwindigkeit 690 m/min. Nach 10 Minuten Pause Geländeritt: 7410 bis 7980 m, 25-35 feste Hindernisse (maximal 1,20 m hoch, 2 m tief), Geschwindigkeiti 570 m/min. Springprüfung mit Parcours: 800 m, 12-14 Hindernisse (Höhe 1,20m), Mindestgeschwindigkeit 400 m/min. Bei Sturz, Zeitüberschreitung oder Verweigerung des Pferdes gibt es Strafpunkte. Die Punkte werden addiert. Der/die Reiter/in mit niedrigster Strafpunktzahl ist Sieger.
SpringreitenEs gibt 15 - 20 Hindernisse (maximal 1,60 m hoch, Wassergraben bis 4,75 m). Die Länge eines Umlaufs beträgt 600-700 m. Die Geschwindigkeit muss zwischen 350 - 400 m/min betragen. Für das Abwerfen von Hindernissen, Verweigerung des Pferdes, Stürze oder Zeitüberschreitungen gibt es Strafpunkte. Der/die Reiter/in mit der niedrigsten Zahl an Strafpunkten ist Sieger. Bei gleicher Punktzahl entscheidet ein Stechen.
Geschichte:
2000 v.Chr. - Das von Xenophon geschriebene Buch "Die Kunst des Reitens" ist bis heute Grundlage der Dressur.
688 v.Chr. - Bei Antiken Olympischen Spielen gab es nachweislich Wagenrennen
638 v.Chr. - Die ersten Pferderennen, auf Strecken von 8 bis 12 Kilometern. Im römischen
                    Circus Maximus dauerten die Pferde- und Wagenrennen meist einen ganzen Tag
                    und die Strecken waren bis zu 48 km
11. Jhrd. - Erstmals Regeln aufgestellt von Preuilly
1309 - Pferderennen in Newmarket (England)
1729 - Gründung der Spanischen Hofreitschule in Wien
1750 - Gründung eines Jockeyklubs in Wien
1733 - Gründung "Royal Dublin Society"
1822 - Erstes deutsches Pferderennen in Bad Doberan
1864 - Eine erste Horse-Show, abgehalten mit zwei Prüfungen: "high leap" und "wide leap"
1865 - Gründung "Société Hippique Francaise" in Frankreich
1867 - Gründung des Union Clubs in Deutschland
1874 - Union Club übernimmt die Rennbahn Hoppegarten
1877 - Gründung der "Cercle Equestre Royal" in Belgien
1881 - Erster Concours im Bois de la Cambre in Belgien
1900 - Erstmals bei Olympischen Spielen in Paris: Jagdspringen, Hochsprung (Siegerhöhe 1,85 m), Weitsprung (Siegerweite 6,10 m), Gespannfahren und Vorführung von Reitpferden
1902 - Erstmals eine Prüfung mit militärischem Hintergrund (Championat du Cheval d'Armes
            in Frankreich)
1907 - Erstmaliger erfolgloser Antrag des Schweden Clarence von Rosen an das IOC,
           Reiterspiele während der Olympischen Spiele auszutragen
1909 - Erneuter erfolgreicher Antrag von Clarence von Rosen
1909 - Der erste Nationen-Cup in London
1912 - Olympische Reiterspiele in Stockholm
1913 - Gründung des Deutschen Olympiakomitees für Reiterei (DOKR); Military darf nur
            von Offizieren ausgeübt werden, Dressur und Springen auch für Zivilisten erlaubt,
            jedoch nur "Gentlemen"
1952 - Erstmals Frauen zugelassen
1956 - Die Olympischen Reiterspiele finden in Stockholm statt, da für einen Aufenthalt in
            Australien eine Quarantäne von sechs Monaten für Pferde nötig gewesen wäre
1985 - Es ist möglich, Pferde einen kommerziellen Namen zu geben, wenn die Sponsorship
            mit dem nationalen Verband vereinbart ist (1972 vom IOC verboten)
 
Ringen
Regeln:
RingfeldMatte 12 x 12 m, mit einer Kampffläche in der Mitte mit 7 m Durchmesser. Am Rand liegt eine 1 m breite rot markierte Passivitätszone.
DisziplinenKlassisch oder "griechisch-römisch" und Freistil. Bei Klassischem Ringen erfolgen Angriffe von Kopf bis Gürtellinie, beim Freistil auf den ganzen Körper. Verstöße sind alle Handlungen, die Verletzungen verursachen können. Für unsportliche Handlungen gibt es Verwarnungen. Wenn ein Ringer für mindestens 1 Sekunde auf beide Schultern gedrückt wird, gilt dies als Schultersieg. Gelingt dies nicht innerhalb der Kampfzeit von 5 Minuten, zählen die erzielten technischen Punkte. Wenn keiner mindestens 3 Punkte erreicht, gibt es eine zweiminütige Verlängerung. Danach entscheidet ein Kampfgericht aus drei Leuten. Es gibt kein Unentschieden.
Punktesystem5 Punkte, wenn einem Ringer ein technisch besonders guter Griff gelingt und ihn damit auch zu Boden bringt. 4 Punkte, bei einem etwas weniger spektakulären Griff. 3 Punkte, wenn jemand in eine bedrohende Lage kommt oder vom Boden abhebt. 2 Punkte für eine gute aber ungefährliche Technik, wenn der Gegner flieht, sich über beide Schultern rollt oder in ein gefährliche Lage kommt. 1 Punkt bei jedem Beinangriff beim Freistil, der zur Bodenlage führt, jedesmal wenn jemand in die Unterlage gedrängt wird, wenn ein Griff funktioniert oder ein Ringer hinter dem Gegner kommt und dadurch die Kontrolle bekommt. Falls der Untere sich befreien und aufstehen kann, bekommt dieser ebenfalls Punkte.
Wertungen4:0 für Schultersieg, technischer Sieg (12 Punkte Vorsprung oder mehr) oder Sieg durch Disqualifikation / 3,5:0,5 für technischen Sieg (10 Punkte oder mehr) /3:1 für Punktsieg / 3:0 für Punktsieg, wenn Gegner keinen Punkt erzielt / 0:0 wenn keiner eine Wertung erzielt. Gekämpft wird im k.o.-System. Nach drei Verwarnungen wegen Mattenflucht gibt es eine Disqualifikation
Geschichte:
3000 v.Chr. - In China gibt es bereits Ringerschulen
2000 v.Chr. - Wandbilder aus Beni Hasan (Ägypten) zeigen Ringkämpfe mit hoher Technik.
                      War bei den antiken Olympischen Spielen von hoher Bedeutung
ab 708 v.Chr. - Bestandteil des Fünfkampfes (Pentathlons). Gerungen wurde nackt, mit
                        eingeölten Körpern
1885 - Istvan Hamvay (Ungarn) stellte 20 Paragraphen auf als Grundlage für das Klassische
            Ringen
1896 - Nach diesen Regeln bei Olympiade in Athen in nur einer Gewichtsklasse.
1904 - Erstmals Freistil bei Olympischen Spielen in St. Louis.
            Der Freistil hat vor allem in der Schweiz und Nordamerika seine Wurzeln
Seit 1908 - Bis heute ständig im Olympia-Programm. Freistil seit 1904 (außer 1912)
1912 - Stockholm: Nur Klassisches Ringen mit den in Schweden üblichen Regeln.
           Gründung des internationalen Ringerverbandes und damit Vereinheitlichung der
           Regeln
 
Rudern
Regeln:
BootsartenEs gibt Skullboote (auf beiden Seiten 2,98 m lange Skulls befestigt) und Riemenboote (auf beiden Seiten 3,81 m lange Riemen).
Bootsform (Klasse/ Länge)
SkullerEiner - 8,2 mZweier10,4 mVierer - 13,4 m
RiemenZweier ohne Steuermann - 10,4 mZweier mit Steuermann - 10,4 mVierer ohne Steuermann - 13,4 mVierer mit Steuermann - 13,7 mAchter - 19,9 m
Mit Ausnahme des Achters wurden 1996 keine gesteuerten Klassen ausgetragen. Zum ersten Mal waren Leichtgewichtsklassen im Programm. Gewicht Skuller max. 72,5 kg (Männer) bzw. 59 kg (Frauen). Bei Crew Durchschnittsgewicht max. 70 kg (Männer) bzw. 57 kg (Frauen).
RegattastreckeAuf glattem Wasser mit 2000 m Länge. Seit 1959 das Albanersystem mit sechs Bahnen (12,5 bis 15 m breit, durch Bojen gekennzeichnet) eingeführt. Der Start beginnt von einer Pontonbrücke aus. Das Vorkommando ist "Attention", danach "G" mit gleichzeitiger roter Flagge zum Boden gesenkt. Nach zwei Fehlstarts wird disqualifiziert. Es wird mit dem Rücken zum Ziel gerudert Bei Booten mit Steuermann/frau wird eine Ruderflosse bedient, bei Booten ohne Steuermann/frau durch Fußsteuer mit Seilzug. Das Mindestgewicht der Steuermänner/frauen beträgt 50 kg bzw. 45 kg. 5 kg können durch Balast ausgeglichen werden. Getragen wird ein Racehemd (Hemd und Hose aus einem Stück).
Geschichte:
1315 - Regelmäßig Wettfahrten der Gondolierie (auch Frauen) in Venedig, woher auch der
            Name "Regatta" stammt
1642 - Eine Regatta findet im Meer vor Malta statt.
            Entwicklung zum Sport in Großbritannien, wo es eine große Menge an Fährleuten gab
1555 - Gründung einer Ruder-Company in Großbritannien
1698 - Erste Regatta auf der Themse
1778 - Erste Achterregatten von Westminster Bridge nach Richmond
1793 - Erste Rennen im Eton College
1815 - Erstmals Rennen in Oxford
1829 - Erstes Achter-Duell der Universitäts-Crew von Cambridge gegen Oxford
1830 - Gründung des "English Rowing Club" in Hamburg
1831 - Erste Skuller-Meisterschaften
1839 - Erstmals die Henley Regatta
1876 - Gründung des Berliner Ruder-Vereins
1890 - Erste Europameisterschaft (nur in Einer) auf dem belgischen Terneuzen-Kanal
1892 - Gründung des Internationalen Ruderverbandes (FISA)
1896 - Olympische Regatta ausgefallen wegen stürmischer See
seit 1900 - Ständig im Olympischen Programm
1901 - Erster Frauen-Ruderclub in Berlin
1934 - Festlegung auf einheitlich 2000 m und Mindestwassertiefe 3 m
1954 - Erstmals Frauen EM
1962 - Erste Weltmeisterschaften in Luzern
1974 - Erste WM im Leichtgewichtsrudern für Männer
1976 - Montreal: Erstmals Frauen-Rudern im Olympischen Programm
1985 - Erste WM im Leichtgewichtsrudern für Frauen.
 
Rhythmische Sportgymnastik
Regeln:
Beim Mehrkampf wird mit folgenden Geräten die Übung vorgeführt:Seil, Ball, Keule und Band. Für diese sind bestimmte Maße vorgeschrieben. Die Farben sind frei wählbar, bis auf Gold, Silber und Bronze. Auf einer 12 x 12 m großer Matte werden vier Kürübungen aufgeführt. Pflicht sind 5 Reifen und eine Kombination drei Bälle/zwei Bänder. Die Punktevergabe liegt von 0 bis 10, vergeben von sechs Kampfrichterinnen. Zu den Übungen wird Musik gespielt.
Geschichte:
1952 - Im Olympischen Programm gibt es eine Gruppengymnastik mit Handgeräten (auch
           1956)
1958 - Die Rhythmische Sportgymnastik wurde in der FIG dem Frauenturnen gleichgestellt
1963 - Erste Weltmeisterschaft
1984 - Rhythmische Sportgymnastik wird Olympische Disziplin
 
Schiessen
Regeln:
Seit Atlanta wird statt der früheren Papierscheiben erstmals ein vollelektronischem Scheibensystem verwendet. Auch die ursprüngliche laufende Scheibe wurde durch eine elektronische Scheibe ersetzt. Diese fährt abwechselnd von links nach rechts. Da keine Ringe mehr vorhanden sind, wurde der Vorhaltepunkt mit Ringen versehen.
Seit 1986 Wertung in Zehntel-Ringzahlen. Bei Treffer im Mittelpunkt gibt es 11,1 Punkte.
Die Einschießzeit beträgt zehn Minuten, Ausnahme Schnellfeuerpistole mit 3 Minuten.
Das Wettkampfkommando lautet "Load", das Schießkommando "Start".
Bei Punktgleichheit gibt es ein Stechen: Bei 10 u. 50 m Gewehr, Pistole und 25-m-Sportpistole Schuß für Schuß, bis es keine Punktgleichheit mehr gibt. Bei Schnellfeuerpistole in Serie von 5 Schuß, bei laufender Scheibe zwei Schüsse (1 links, 1 rechts, 2,5 sec.), bei Trap je ein Schuß von jedem Stand mit einer Patrone., bei Doppeltrap eine Doublette auf Stand 3 und bei Skeet hintereinander auf die gleichen Stände.
GewehrKK-Büchse 3x40 (Männer) bzw. 3x20 (Frauen). Entfernung: 50 m. Zeit: 270 Minuten (Männer: liegend 75 min, stehend 105 min, knieend 90 min; Frauen: für alle Positionen 150 min). Dazwischen gibt es jeweils 15 Minuten Pause. Das Gewicht bei Kaliber 5,6 mm: 8 bzw. 5 kg. Scheibengröße: 250x250 mm Minimum. Durchmesser der "10": 10,40 mm (Innerzehner 5 mm). Bei Liegendprüfung (Englisch Match, 60 Schuß in 105 min) kann mit einem Gewehrriemen stabilisiert werden. Bei Luftgewehr stehend 60 Schuß (Männer) und 40 Schuß (Frauen). Entfernung: 10 m, Gewicht: 5 kg, Kaliber 4,5. Munition Diabolos (beschleunigt durch komprimierte Luft bzw. Kohlendioxyd-Gaspatronen). Scheibengröße: 80x80 mm Minimum. Durchmesser der "10": 0,5 mm. Schießzeit: 105 Minuten für Männer und 75 Minuten für Frauen.
PistoleKK-Pistole 60 Schuß auf Entferung 50 m. Scheibengröße: 550x550 mm Minimum. Durchmesser der "10": 50 mm (Innerzehner 25 mm). Gewicht Kaliber 5,6 mm: unbeschränkt (auch Abzugsgewicht). Die Waffe hat eine offene Visierung und einen Stecherabzug. Wettkampf der Olympische Schnellfeuerpistole findet an zwei Tagen statt. Die Entfernung beträgt 25 m je 30 Schuß, abgegeben á fünf Serien. Die Zeitfolge beträgt acht, sechs und vier Sekunden. Gewicht: max. 1,26 kg (Kaliber 5,6). Durchmesser der "10": 100 mm (Innerzehner 50 mm). Luftpistole 60 Schuß (Männer) bzw. 40 Schuß (Frauen). Entfernung: 10 m, Zeit: 105 bzw. 75 min.Gewicht: max. 1,5 kg (Kaliber 4,5). Abzugsgewicht: 500 g. Scheibengröße: 170x170 mm Minimum. Durchmesser der "10": 11,5 mm (Innerzehner 5,0 mm). Sportpistole (nur Frauen) 60 Schuß. Entfernung: 25 m. Genauigkeit (sechs Serien á fünf in sechs Minuten) und Schnelligkeit (sechs Serien á fünf in drei Sekunden). Gewicht max. 1,4 kg (Kaliber 5,6). Scheibengröße 550x550 mm Minimum. Durchmesser der "10" 50 mm (Innerzehner 25 mm).
Laufende Scheibe (nur Männer)60 Schuß mit Luftgewehr. Entfernung: 10 m. Gewicht inkl. Visier: max. 5,5 kg. Optische Zieleinrichtung bis zu einer vierfachen-Vergrößerung. Abzugswiderstand ohne Begrenzung, Stecherabzug ist nicht erlaubt. Projektile jeder Form aus Blei bis max. 4,5 mm Kaliber. Langsamlauf 30 Schuß, 5 sec und Schnellauf 30 Schuß, 2,5 s Scheibengröße: 260x150 mm. Durchmesser der "10": 5,5 mm (Innerzehner 0,5 mm). Pro Wettbewerb gibt es von jeder Seite 10 schnelle und 10 langsame Läufe in nicht vorhersehbarer Reihenfolge.
Wurfscheibenschießen1996 Trap und Skeet nur für Männer. Beim Trap werden 125 Wurfscheiben aus der Wurfmaschine geschleudert (in fünf Runden á 25 Stück. Rechts, gerade oder links ins Schußfeld). Diese müssen aus fünf verschiedenen Positionen getroffen werden. Pro Scheibe sind zwei Schuß erlaubt. Die Mindestweite beträgt 70 m. Beim Skeet gibt es acht Positionen im Halbkreis (Radius 19,20 m, Grundsehne 36,80 m) und 125 Scheiben mit vorgehaltener Waffe. 25 Scheiben entsprechen einer Serie. Pro Scheibe ist nur ein Schuß möglich. Die Mindestweite beträgt 65 m.
Doppeltrap150 Scheiben (Männer), 120 (Frauen). Einziger Unterschieß zu Trap ist die Entferung von 50 m. Alle Scheiben haben eine limitierte Flughöhe. Es gibt drei Runden á 50 Scheiben (Männer) und drei Runden á 40 Scheiben (Frauen). Zugelassen für alle Arten Flinten, auch halbautomatische Waffen (jedoch Maximum Kaliber 12). Gewicht: 3 kg. Die Schrotladung mit max. 24 g (füher 28 g) darf nur kugelförmig aus Blei oder Bleilegierung bestehen (Durchmesser 2,5 mm). Durchmesser der Wurfscheibe: 110 mm. Höhe: 25 mm. Gewicht: 105 g. Farbe: entweder schwarz, weiß, gelb oder orange.
Geschichte:
Bereits im Altertum ist Schießen als Sport bekannt.
13. Jhrd. - Ordensgeistliche gründen Schützenbrüderschaften im Armbrustschießen
1220 - Gründung der privaten Schützengesellschaft in Goslar
Mittelalter - Künstliche Vogelziele aus Holz
15. Jhrd. - Nach der Erfindung des Schießpulvers wurde unterteilt in Armbrust- und
                 Feuerschützen
19. Jhrd. - Durch Erfindung des Hinterladers entstand die Entwicklung des heutigen
                 Schießsports
1861 - Gründung des Deutschen Schützenbundes in Gotha
ab 1872 - Abhalten regelmäßiger Schießveranstaltungen
1879 - Einführung des Wurftaubenschießen in den USA
1890 - Verbreitung von Pistolenschießen; erste Weltmeisterschaften
Außer 1904 und 1928 ist der Schießsport bei allen Olympischen Spielen dabei
1900 - Bei den Olympischen Spielen in Paris wird auf lebende Tauben geschossen
1907 - Gründung des UIT
1920 - In Antwerpen gibt es 21 Schieß-Disziplinen
1930 - Auf dem Olympischen Kongreß wird beschlossen, das Programm zu reduzieren
seit den 60er Jahren - Erstmals Frauen sind gleichberechtigt in dieser Sportart dabei
ab 1972 - Verzicht auf das großkalibrige Freie Gewehr
1972 - Antrag, Frauen-Konkurrenzen aufzunehmen, wird abgelehnt
1976 - Montreal: Die US-Amerikanerin Margaret Murdock gewinnt zweimal Silbermedaille
1984 - Los Angeles: Luftgewehr, KK-Dreistellungskampf, Sportpistole, Skeet- und
            Trapschießen für Frauen im Programm
1985 - Aufnahme der Luftpistole für Frauen beschlossen
1989 - Alle Scheiben wurden verkleinert. Laufender Hirsch oder Keiler wird nach Protesten
            von Tierschutzvereinen in Laufende Scheibe umbenannt, Wurftaubenschießen in
            Wurfscheibenschießen
 
Schwimmen
Regeln:
Seit 1924 werden Olympische Schwimmwettbewerbe nur noch im 50-m-Becken abgehalten. Die besten acht der Vorläufe erreichen den A-Endlauf, die Schwimmer der Plätze neun bis 16 kommen ins B-Finale. Bei Staffeln gibt es kein B-Finale. Die Staffelteilnehmer können zwischen Vor- und Endlauf ausgewechselt werden. Die Bahnverteilung erfolgt nach den in den Vorläufen erreichten Zeiten: Der/die Schnellste auf Bahn vier, Zweitschnellste auf Platz fünf, Drittschnellste auf Platz drei, Viertschnellste auf Platz sechs usw. Nach dem Startsprung (beim Rückenschwimmen Start vom Beckenrand) ist ein Tauchzug gestattet. Unterwasserschwimmen ist seit 1991 endgültig verboten. Die Tauchphase muss 15 m nach nach dem Start beendet sein. Zwei Fehlstarts sind erlaubt.
Disziplinen
Freistil:
50 m
100 m
200 m
400 m
1500 m (Männer)
800 m (Frauen)
Rücken:
100 m
200 m
Brust:
100 m
200 m
Schmetterling:
100 m
200 m
Lagen:
200 m
400 m
Staffeln:
4x100 m Freistil
4x200 m Freistil
4x100 m Lagen
Geschichte:
Schwimmen ist der Sammelbegriff für die vier Olympischen Sportarten: Sportschwimmen, Wasserspringen, Wasserball, Synchronschwimmen.
Antike - Bei den Spielen der Antike war das Schwimmen noch nicht Olympischer Programmpunkt. Über die Jahrhunderte war es nur von militärischer Bedeutung
19. Jhrd. - Erste Schwimmvereine und Wettkämpfe in Großbritannien. Nordamerikanische
                 Indianer zeigten neue Schwimmtechnik, die vom Briten Arthur Trudgen zum Kraul
                 (crawl = kriechen) weiterentwickelt wurde
1837 - Gründung der "Wasserfreunde" in Berlin
1840 - Gründung der Schwimm-Sprung-Gesellschaft "Tichysche Frösche" in Berlin
1869 - Erster Landesverband in Großbritannien
1875 - Captain Matthew Webb überquerte den Ärmelkanal in 21 Stunden und 45 Minuten.
            Die zurückgelegte Strecke beträgt 73 Kilometer
1883 - In Berlin wird der erste Deutsche Meister über eine Meile ermittelt
1896 - Olympische Sportart bereits in Athen
1900 - Paris: Rückenschwimmen im Olympischen Programm
1908 - Gründung des Internationalen Schwimmerverband (FINA)
1912 - Auch Frauen werden für Olympische Spiele zugelassen
1926 - Erste Europameisterschaften in Budapest
1953 - Brust und Schmetterling werden getrennt
1960 - Ergänzung durch Lagenstaffeln. Reihenfolge: Rücken, Brust, Schmetterling, Freistil
1964 - Tokio: Erweiterung von 15 auf 18 Wettbewerbe
1968 - Mexiko-Stadt: Erweiterung auf 29 Wettbewerbe
1973 - Erste Weltmeisterschaften in Belgrad
1988 - Seoul: Erstmals 50 m Freistil für Männer und Frauen im Olympischen Programm
1996 - Atlanta: 4x200-m-Freistil für Frauen erstmals bei Olympischen Spielen ausgetragen
 
Segeln
Regeln:
Es gibt je drei Klassen: 470er, Einhand-Dinghy Finn bzw. Europe und Mistral (für Männer und Frauen). Vier gemeinsame Klassen: Soling, Star, Laser, Tornado. Jede Klasse hat einen eigenen Kurs. Basiskurs ist das Olympische Trapez (OT). Zwei Varianten sind Innere Schlinge (OT-I) und Außenschlinge (OT-O). Die Gestaltung hängt von der Windstärke und Teilnehmerzahl ab. Bei Wind von weniger als 8 Knoten findet kein Wettkampf statt. Bei starkem Wind wird auf den Olympischen Triangel gesegelt. Der Kurs der Surfer hat eine M-Form. Die Zeit (zwischen 45 min und 1:30) legt die Jury fest. Fünf Minuten vor dem Start gibt es ein Vorbereitungssignal. Ein zu früh gestartetes Boot muss nochmals zurückfahren. Es müssen alle Bahnmarken auf der richtigen Seite umrundet werden. Bei schweren Verstößen kann das Boot ausgeschlossen werden. Die schlechteste Fahrt wird am Ende gestrichen, es können bei einer bestimmten Anzahl von Regatten auch zwei gestrichen werden.
Finn-DinghyIst ein Schwertboot für eine Person. Länge: 4,5 m, Breite: 1,51 m, Tiefgang: 0,85 m. Segelfläche: 10m2. Klassenzeichen: zwei übereinanderliegende blaue Wellenlinien. Seit 1956 im Programm.
EuropeLänge: 3,35 m Breite: 1,38 m Tiefgang: 1 m Segelfläche: 7 qm Klassenzeichen: stilisiertes "E" in Form eines Segels Seit 1992 im Programm.
470erSchwertboot für zwei Mann/Frauen Länge: 4,70 m Breite: 1,68 m Tiefgang bei herabgelassenem Schwert: 1,05 m Segelfläche: 12,7 qm Klassenzeichen: "470" Seit 1976 im Programm.
LaserDinghy für eine Person Länge: 4,23 m Breite: 1,37 m Tiefgang: 0,80 m Segelfläche: 7,06 qm Klassenzeichen: eine stilisierte rote Sonne In Atlanta zum ersten Mal im Programm.
StarKielboot für zwei Personen. Länge: 6,92 m Breite: 1,73 m Tiefgang: 1,02 m Segelfläche: 27,92 qm Klassenzeichen: ein fünfzackiger Stern Seit 1932 (außer 1976) im Programm.
MistralSurf-Brett mit 3,72 Länge Schwenkbarer Mast mit Segel und Gabelbaum Gesurft wird im Stehen. Klassenzeichen: stilisiertes "M" mit Punkt darunter. Seit 1984 im Programm.
Geschichte:
Entwicklung eines Sportschiffs der Holländern mit dem Namen "jaght schip"
1660 - Karl II. brachte aus den Niederlanden ein Jagdschiff mit Namen "Jamaie" mit
1661 - Dieses Schiff bestritt auf der Themse gegen holländische "Bezam" eine Wettfahrt
1720 - Gründung des "Cork Harbour Water" Club in Irland
1835 - Gründung der "Stralauer Tavernen-Gesellschaft" in Berlin
1850 - Erste Regatta in Hamburg
1851 - Gründung der "Kieler Woche"
1888 - Gründung des Deutschen Segler-Verbandes in Hamburg
1851 - Königin Victoria stiftete den "Hundred Guineas Cup" für eine Regatta über sechzig
           Meilen um die Isle of Wight (später America's Cup)
1896 - Die Segelwettbewerbe bei den Olympischen Spielen werden wegen schlechten Wetter
           und mangelnder Beteiligung abgesagt
seit 1908 - Ständig bei Olympischen Spielen
1907 - Gründung des Internationalen Segler-Verbandes (IYRU) und Internationale Ratings
1919 - Modifizierung der Ratings
1924 - Erstmals olympische Einmann-Jolle
1949 - Finn-Dinghy vom Schweden Rickard Sarby (seit 1952 dabei) erfunden
1984 - Los Angeles: Windglider (Lechner-390) neu im Programm
1988 - Erstmals Frauensegeln als selbständige Disziplin.
Das Wellenreiten bzw. Surfen hat seinen Ursprung in Polynesien. In den 60er Jahren wurde es in den USA vom Ingenieur Jim Drake weiterentwickelt.
 
Softball
Regeln:
Softball ist die weibliche Variante des Baseballs. Auch die meisten Regeln sind übernommen.
SpielgerätDer Ball ist größer (30,16 bis 30,80 cm/Männer 22,86 cm) und schwerer (177,20 bis 198,4 g). Früher bestehend aus Kork und mit Garn umhüllt, heute jedoch aus Kapok (watteartige Naturfaser)
SpielfeldDas Wurfmal (Pitcher`s Mound) liegt nur 12,20 m vom Home Plate entfernt (bei Männern 14,03).
SpielerJede Man...


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