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Referat - Die geschichtliche Entwicklung der Sportart Badminton sowie Vor- und Nachteile dieser Sportart als Schulsportart.


Dieses Referat wurde vom Mitglied Knud veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhalte der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.



Schriftliche Hausarbeit :






















Thema:
Die geschichtliche Entwicklung der Sportart Badminton sowie Vor- und Nachteile dieser Sportart als Schulsportart.





Die geschichtliche internationale Entwicklung der Sportart Badminton



Der geschichtliche internationale Ursprung der Sportart Badminton lässt sich bis über 2000 Jahre in die Vergangenheit zurückverfolgen. So gab es in Indien, China und bei den Inkas Rückschlagspiele, die dem heutigen Badminton sehr ähnelten, dies belegen gefundene Höhlenzeichnungen in Indien und Schriftstücke aus China. Es wurde festgestellt, dass sich die damals lebenden Spieler mit abgeflachten kleinen Hölzern kleine mit Hühnerfedern gespickte Holzbälle im Team oder alleine zuschlugen. Ziel es war, den Ball nicht auf dem Boden aufkommen zu lassen. Teilweise war es üblich, den Ball wie heute über einen netzartigen Gegenstand zu spielen.
Durch englische Kolonieoffiziere, die das Spiel in Indien kennen lernten, wurde es nach Europa gebracht. So entwickelte sich in Europa zur Zeit des Barock (1600 bis 1750) eine Variante des heute bekannten Federballspiels und wurde unter der Bezeichnung „Battledore and Shuttlecock“ zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen des höfischen Adels.
So war es auch hier das Ziel, dass der Spielball ohne den Boden zu berühren von zwei Spielern mit einfachen Schlägern so oft wie möglich zu gespielt wird. Erwähnenswert ist, dass bei dieser Federballvariante miteinander und nicht gegeneinander gespielt wurde.
Die einfachen europäischen Bürger konnten sich aus Zeit- und Kostengründen jedoch noch nicht an der neuen Sportart erfreuen und somit blieb der Federballsport erst einmal Freizeitbeschäftigung des höfischen Adels und der Privilegierten.
Den Namen „Badminton“ des Federballspiels verdankt das Spiel dem englischen Herzog „Duke of Beaufort“ der Grafschaft Gloucestershire, welcher auf dem englischen Landsitz mit dem Namen „Badminton“ seinen geladenen Gästen 1872 das Spiel vorstellte, welches er in Indien unter dem Namen „Poona“ kennen lernte und angesichts seinem Landsitz den Namen „Badminton“ gab. Somit gilt 1872 als Geburtsjahr der heutigen Sportart mit dem Namen Badminton.
Bereits wenige Jahre später wurde im Jahr 1893 der erste Badmintonverband in England gegründet. Dieser Verband entwickelte und legte in sechs Jahren Arbeit, also im Jahre 1899, die offiziellen Badminton Regeln und die verschiedenen Disziplinen, wie dem Herreneinzel, dem Dameneinzel, dem Herrendoppel, dem Damendoppel oder dem Mixed, fest. Außerdem beschloss der Verband die Grundlagen für das weltbekannte Badminton Turnier „All England Championships“, welches auch im gleichen Jahr zum ersten Mal stattfand und gleich zu Anfang hohe Zustimmung erfuhr. Dieses Turnier genießt auch zur heutigen Zeit weltweit große Beachtung und Anerkennung.
Bereits seit dem Jahr 1977 werden alle zwei Jahre Weltmeisterschaften ausgetragen.
Im laufe der Jahre entwickelten sich aus der Sportart weitere abgewandelte Sportarten, wie zum Beispiel dem Beachminton , Speedminton und dem Blackminton .


Die deutsche geschichtliche Entwicklung der Sportart Badminton

In Deutschland galt der Federballsport auch nach den ersten festgelegten Spielregeln durch den in England als ersten gegründeten Badminton-Sportverein als Sportart der Adeligen und der Privilegierten. Erst im Jahr 1903 wurde der erste Badminton-Sportverein in Deutschland gegründet. Der in Bad Homburg gegründete Badminton-Club erhielt den einfachen Namen „Bad Homburger Badminton-Club“. Fortan wurde der Sportart auch in Deutschland mehr Beachtung geschenkt. Einfache Bürger fanden Interesse an der Ballsportart, die als Rückschlagspiel bezeichnet wird, und erfreuten sich an der Einfachheit des Spiels. Die Schläger konnten sich die Spieler aus einfachen Holzkonstruktionen zusammenbauen, der kleine Holzball wurde mit einfachen gespickten Federn zusammengesetzt. So konnte sich Mitte der zwanziger Jahre der organisierte Badmintonsport auch auf Nordamerika und Nordeuropa ausbreiten, so dass bereits im Juli 1934 die „International Badminton Federation (IBF) gegründet werden konnte. Nun gab es eine Weltumspannende Plattform für alle Badmintonspielerinnen und Badmintonspieler. Daraufhin wurden am 17. und 18. Januar 1953 in Wiesbaden die ersten Deutschen Meisterschaften ausgetragen, ebenso wurde der Deutsche Badminton Verband (DBV) gegründet, welcher noch im gleichen Jahr in die IBF eintrat. Bereits ein Jahr später, also im Jahr 1954, wurde der DBV als 26. Fachverband in den Deutschen Sportbund (DSB) aufgenommen. Durch dieses Ereignis fand ein erneuter Bekanntheitsschub der Ballsportart in Deutschland statt. Viele deutsche Bürger, die die Sportart Badminton noch nicht kannten, wurden nun darauf aufmerksam. Auch die Industrie wurde aufmerksam, fortan wurden kostengünstige und stabile Schläger gebaut, die sich grundlegend von den früheren Schlägern unterschieden. Der ovale Schlägerkopf wurde mit Längssaiten und mit Quersaiten durchzogen, im Wesentlichen gab es zwei unterschiedliche Varianten an Saiten. Sie bestehen aus Naturstoffsaiten oder aus mehrfach geflochtenen Kunststoffsaiten und halten einer Zugbelastung von circa 7 – 12 Kilogramm aus.

Ein weiterer Badminton-Boom fand in den siebziger Jahren statt. Dies lässt sich durch die Erstellung zahlreicher neuer Sporthallen erklären. Oftmals waren die Menschen durch Sporthallenmangel schlichtweg nicht in der Lage, Badminton zu spielen. Somit wurden mit dem Bau der neuen Sporthallen die Mitgliederzahlen in Verbänden und Vereinen teilweise verdreifacht. Dieser Trend setzte sich bis Ende der achtziger Jahre fort, seitdem ist die Zahl der Mitglieder in Vereinen eher zurückgehend. Derzeit befinden sich etwa 218.000 Menschen in Mitgliedschaft in einem der circa 2700 Vereine. Millionen Menschen spielen jedoch ohne Mitgliedschaft leidenschaftlich gerne Badminton, trotz der enormen körperlichen Belastungen.
Seit dem Jahr 1992 zählt Badminton auch zu den olympischen Disziplinen und wurde 1992 das erste Mal während der olympischen Spiele in Barcelona bewertend gespielt, allerdings ohne gemischtes Doppel. Vier Jahre später wurden auch die anderen Spieldisziplinen des Badmintons bei den olympischen Spielen von Atlanta anerkannt.


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