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Referat - Beweglichkeit


Dieses Referat wurde vom Mitglied struppi-kruemel veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhalte der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.



Beweglichkeit
- Beweglichkeit ist die Fähigkeit, Bewegungen mit großer bzw. optimaler Schwingungsweite der Gelenke auszuführen
- wirkt positiv auf konditionelle und koordinative Leistungsfaktoren→ somit auf technische Fertigkeiten
- auch als „Gelenkigkeit“ bezeichnet
- Einflussgrößen: Gelenkstruktur und Dehnfähigkeit der Muskeln, Sehnen, Bänder
- Gelenkstruktur gibt anatomischen Aktionsradius an
- Von Dehnfähigkeit abhängig: inwieweit von der Gelenkstruktur vorgegebene Aktionsradius ausgenutzt wird
- Durch Training: Dehnfähigkeit beeinflusst aber nicht Gelenkstruktur
- Beweglichkeit: Muskulärer Aktionsmodus
Muskuläre Belastungsform
Sportartspezifik
Größenanteil der Gelenksysteme
- Muskulärer Aktionsmodus:
Aktive und Passive Bewegung: Aktive: - durch Bewegungsamplitude gekennzeichnet die durch Kontraktion der Agonisten und durch simultane Dehnung der Antagonisten erreicht wird
Passive: - durch Einwirkung äußerer Kräfte erreicht (Partner, Gerät,Gelände,Nachhelfen mit Händen etc.) Amplitude kann über erreichbare Grenze gesteigert werden Passive Bewegung: Amplitude größer als bei Aktive Bewegung
- Muskuläre Belastungsform:
Statistische und dynamische Bewegung: Statistische: - Fähigkeit, eine möglichst große Gelenkeinstellung einzunehmen und (ohne Winkel zu verändern) beizubehalten (Standwaage, Bielmann- Pirouette) Aktionsform kann aktiv und passiv erfolgen
Dynamische: -Gelenkwinkelstellung nur kurzfristig eingenommen, z.B. durch Nachfedern (Hürdenschritt, Ausholbewegung bei leichtathletischen Würfen, Tretkurbelbewegung bei Radfahren) bei dynamische Bewegung: Amplitude größer als bei statistische Bewegung
- Sportartspezifik:
Allgemeine und spezifische Bewegung: Allgemeine: - Fähigkeit, in den Hauptgelenksystemen Bewegung mit einer „normalen“, nicht eingeschränkten Amplitude auszuführen
Gelenksysteme differenzieren sich in:
- Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule, Kopf
- Schultergelenk, obere Extremität (Arme)
- Lendenwirbelsäule, Hüftgelenk, untere Extremität (Beine, Füße)
Spezifische: - kann lokale Gelenksysteme (Schultergelenk bei Werfern oder Schwimmern) oder auch globale Gelenksysteme (Wirbelsäule im Turnen) betreffen
- Größenanteil der Gelenksysteme:
Lokale und globale Bewegung: Lokale: - durch Einsatz von Gelenksystem bestimmt (Fuß-, Hand- oder Fingergelenk, Schultergelenk)
Globale: - mehrere oder größere Gelenkebereiche sind an Bewegung beteiligt (Bielmann- Pirouette, Hürdenschritt)

Zwei von der Normalität abweichende Beweglichkeitsformen
Hypermobilität: Bewegung die über die normale physiologische und anatomische Bewegungsgrenze hinausgehen
Ursachen: genetischer, Trainingsbedingter und traumatischer Natur sein
Folge von Überlastung: Gelenkkapseln und Bänder sind gelockert
Charakterisiert durch hohe Instabilität→ Gelenk ist unzureichend durch kräftige Muskulatur, Sehnen und Bänder gesichert
Fast jede Sportart setzte Hypermobilität voraus
z.B. Kunst- Turnen, Wettkampfgymnastik, Eiskunstlauf, Schwimmen, Badminton, Hürdenlauf und Hochsprung
Durch Dehn- und Kräftigungsübung: keine Verletzung

Hypomobilität: deutlich eingeschränkte Beweglichkeit
Folge von einseitiger Belastung über längeren Zeitpunkt: Fußballer: hintere Oberschenkelmuskulatur, Krafttraining: ohne Dehnübung
Durch Kalkablagerung, Kraftrückgang: Beweglichkeit eingeschränkt, bedarf Dehn- und Krafttrainings

Zusammenhänge

Beweglichkeit und Kraft:
- schießen sich nicht aus, beeinflussen sich gegenseitig
- Die Bewegung des Bewegungsapparates erhöht den Ausnutzungsgrad der muskulären Leistungsfähigkeit
- Dehnen und Kräftigen: zwei wichtige Trainingsinhalte
- Passive Bewegungsübung: nur Dehnfähigkeit wird trainiert
- Aktive Bewegungsübung: Kraft der Agonisten und Dehnfähigkeit der Antagonisten bestimmen Bewegungsamplitude
Beweglichkeit und Schnelligkeit
- Beweglichkeit ist Leistungslimitierender Faktor für schnelle Bewegungen
- Dabei gilt es, die sportartspezifische optimale Bewegungsamplitude möglichst schnell auszuführen
- Aber: nur Bewegung mit Reserve sind optimal
- Denn: absolutes Limit auszuschöpfen ist Leistungseinschränkend, weil in Gelenkwinkelstellung keine max. Geschwindigkeit erreicht werden kann, große Verletzungsgefahr
Beweglichkeit und Ausdauer
- optimale allgemeine Beweglichkeit fördert Bewegungsökonomie→ Verringerung des Energieverbrauchs
- nicht optimal bewegliches Gelenksystem erfordert erhöhten Kraftaufwand
- Anforderung unterschiedlich: Laufen- allgemeine Beweglichkeit genügt, andere Ausdauersportarten: optimal ausgeprägt Sportartspezifische Beweglichkeit im Hüft- und Beinbereich leistungsfördernd
Beweglichkeit und Koordination/ Technik
- unzureichende Beweglichkeit beeinträchtigt den technischen Ablauf einer Bewegung
- Einflussfaktoren:
Alter: - Beweglichkeit nimmt mit zunehmenden Alter ab
- Ursache: Verminderung der Zellzahl, Wasserverlust, Abnahme der elastischen Fasern der Sehnen und Bänder
- Durch Training: hohe Beweglichkeit kann bis fortgeschrittenen Alter erhalten werden
- Geschlecht: Hormonell bedingt: Frauen beweglicher als Männer
- Weibl. Muskulatur setzt Muskeldehnung einen geringeren Widerstand entgegen
- Tageszeit: Beweglichkeit ist morgens geringer als mittags und abends
- Aufwärmen und Körpertemperatur: Ziel der Aufwärmung: Körpertemperatur auf 39°C zu erhöhen→ nur dadurch: Erwärmung der tiefen Muskulatur
- Ermüdung: nach intensiver Belastung: Beweglichkeit eingeschränkt
- Erklärung: biochemische Prozesse
- Dehnfähigkeit der Muskulatur wird geringer
- Ermüdung des Muskeltonus erhöht→ Dehnung wird höherer Widerstand entgegengesetzt
- Müder Muskel: weniger dehnfähig und verletzungsanfälliger als frischer

Ziele und Effekte des Beweglichkeitstrainings
- → Optimierung der Bewegungsamplitude
- besteht aus Maximieren: Leistungserfolg ist von max. Bewegungsamplitude abhängig (Turnen, Rhythmische Sportgymnastik etc)
- besteht aus erweitern: im Sinne des Sportartspezifischen Anspruchs (Hürdenlauf, Speerwurf etc.)
- besteht aus Wiederherstellung: nach Verletzungen
- besteht aus Erhalten: der Amplitude, um altersbedingte Einbußen zu vermeiden
- führen zu einer höheren Toleranz von Dehnungsspannungen und zu einer stabilen muskulären Sicherung der Gelenke
- Vergrößerung der Bewegungsamplitude aufgrund von Dehnen ist unbestritten→ kann nach mehrfachen Wiederholen zu einem größeren Dehnungsgrad führen
- Beim Dehnen werden keine Muskel- Bänder od...


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