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Referat - AUSDAUER


Dieses Referat wurde vom Mitglied JaySean veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhalte der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.


AUSDAUER

DEFINITION: Ausdauer ist die physische und psychische Widerstandsfähigkeit des Organismus gegen Ermüdung bei lang andauernden Belastungen und / oder die rasche Wiederherstellungsfähigkeit nach der Belastung!

Ausdauer ist in jedem Fall nötig zum ausüben einer Sportart!

Erholungsphasen müssen nach wie vor berücksichtigt werden. Verzichtet man darauf, kann es zu Ermüdung und damit zu „Leistungsverlust“ / Minderung der Leistung kommen.

Das Ausdauertraining beugt außerdem Krankheiten (u.a. Herz-Kreislauf) vor und dient als Rehabilitationsmaßnahme


DAS BREITENSPORTLICHE AUSDAUERTRAINING
Ausdauersportarten sind ,,in“. Der Boom, den sie seit etwa einem Jahrzehnt erleben, ist erstaunlich und nicht zu übersehen. Er zeigt sich in den ständig steigenden Teilnehmerzahlen bei Volks- und Marathonläufen, Langstreckenrennen im Skilauf, im kontinuierlich wachsenden Wettkampfangebot für ausdauersportliche Veranstaltungen und in der Zunahme von Rennen in verschiedenen Disziplinen auf extrem langen Strecken. Die Herausforderung extremer Ausdauerbelastungen hat neue Disziplinen , wie Triathlon, entstehen lassen und neue Mammutdistanzen wie die 100-km-Läufe , 24- Stunden- Rennen, ja selbst einen 1000 km-Lauf , der in zwanzig Tagen absolviert werden musste, hervorgebracht. Zudem ist zu beachten, dass die Zahl derer, die gleich zwei Ausdauerdisziplinen betreiben, beispielsweise im Sommer Rennrad fahren oder Triathlon, im Winter Skilanglauf, ständig wächst.
Es gibt drei Motive zum breitensportlichen Ausdauertraining:

1. Die Gesundheit (= körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden des Menschen).Der höhere Grad an Gesundheit ist häufig der entscheidende Grund zur Aufnahme eines Ausdauertrainings in Form von Jogging, langen Wandertouren, Radtouren, Skilanglauf – Urlaub.
2. Die Prävention ( = Vorbeugung ). Dieses Ausdauertraining setzt ein bewusstes Vorgehen voraus. Deshalb verlangt es Kenntnisse darüber, welche Wirkungen ein bestimmtes Training hat. Das Präventionstraining sollte deshalb auch strukturiert und dosiert sein.
3. Das Fitness – Training

Das Fitness – Training sucht nicht nach Erfahrungen über die präventiven Wirkungen dieses Trainings, sondern eher über sportliche Leistungsveränderungen, über Ermüdung, Anstrengung, den Durchhaltewillen.


3 VERSCHIEDENE FUNKTIONEN der Ausdauer, immer auch abhängig von der Sportart. Ausdauer...

* ...ermöglicht, eine gewählte Intensität möglichst lange durchzuhalten
* ...vermindert die Verluste an Intensität, die durch Ermüdung entstehen
* ...bewirkt eine raschere Regeneration (Bsp. Rückgang des Puls nach Belastungsende)



BIOLOGISCHE GRUNDLAGEN

Aerobe Ausdauer:
Aerobe Ausdauer bedeutet, dass ausreichend Sauerstoff ( O2 ) für die oxydative Verbrennung von Kohlenhydraten und Fetten zur Verfügung steht.
Das aerobe Ausdauertraining betrifft mehr das Herz – Kreislauf – System. Man kann das Ausdauertraining an der aeroben Kapazität ( = die maximale Sauerstoffaufnahme pro Minute ) beurteilen. Als Gradmesser für die aerobe Kapazität gilt in der Regel das Herzminutenvolumen, welches zu beurteilen hat, dass durch ein größeres Volumen des Herzens mehr Blut in kürzerer Zeit in die Blutbahn gebracht werden kann, wodurch die Muskeln besser versorgt werden können.
Aerobes Ausdauertraining führt zu einer Vergrößerung des Herzens ( Sportlerherz ). Daraus folgt eine Verbesserung der Versorgungswege der Muskulatur durch eine verbesserte Kapillarisierung.
Für die Beurteilung der aeroben Ausdauer ist aber nicht nur das absolute Herzvolumen geeignet. Vielmehr sollte das Körpergewicht berücksichtigt werden, von welchem die Herzgröße auch abhängt.
Mit verbesserter aerober Ausdauer wird die Pulsfrequenz geringer. Die Verringerung der Pulsfrequenz ermöglicht eine bessere Durchblutung des Herzmuskels. Die Senkung der Pulsfrequenz betrifft den Ruhepuls sowie den Belastungspuls. Mit der Verringerung der Pulsfrequenz ist ein äußerlich messbarer Trainingsgewinn gegeben. Er hat seine Ursache vor allem in der Vergrößerung des Schlag- bzw. Herzvolumens. Ausdauersportler haben deshalb ein nachweisbar größeres Herz als andere. Die Herzvolumenzunahme nennt man ,, regulative Dilation“. Zwischen Herzgröße und Schlagvolumen besteht somit ein enger Zusammenhang; beide bestimmen die Ausdauer maßgeblich : Je größer das Herz, desto größer ist das Schlagvolumen, desto höher ist die aerobe Ausdauerfähigkeit.
Die Erhöhung des Herzvolumen bedeutet, dass durch ein größeres Volumen mehr Blut in kurzer Zeit in die Blutbahn gebracht werden kann. Somit steht der Muskulatur und auch den oxydativen Vorgängen zur ökonomischen Energiegewinnung mehr Sauerstoff zur Verfügung. Das Herzvolumen beträgt bei Ausdauersportlern wesentlich höher als bei Kurzzeitsportlern.
(-> Mühlfriedel S.166 )
Die Erhöhung des Schlagvolumens ermöglicht einen größeren Blutauswurf und bedeutet außerdem eine ökonomische Arbeitsweise des Herzens. Das Schlagvolumen beträgt bei Trainierten 2l bis 3l und bei Untrainierten 5l.

Anaerobe Ausdauer:
Die Anaerobe Ausdauer ist dadurch gekennzeichnet, dass sie zu Beginn einer hohen Belastungsintensität ein Sauerstoffdefizit eingeht. Beispiel: Hohe Belastungsintensität beim Sprinten, der Sprinter kann nicht so viel Sauerstoff aufnehmen wie er verbraucht, und er ist am Ende der Belastungsphase außer Puste.
In einer anschließenden Ruhephase muss der Körper die Sauerstoffschuld, die er während der Belastung eingegangen ist, wieder begleichen.
Das Sauerstoffdefizit entsteht nicht nur bei Sprintern, sondern bei vielen sportlichen Leistungen. Der Grund dafür ist, dass der Körper normalerweise nur langsam den Sauerstoff beim Einatmen aufnimmt , und der Körper kann dann den auftretenden Sauerstoffbedarf nicht decken. Nach Beendigung der Leistung wird das Sauerstoffdefizit als Sauerstoffschuld nachgearbeitet. Die Größe der Sauerstoffschuld, die ein Sportler eingehen kann, ist ein wichtiges Kriterium. Sie ist trainierbar. Manche Sportler können ein Sauerstoffdefizit bis zu 20l eingehen.

Betrachtet man nun die beiden Ausdauerformen, so kann man sagen, dass die aerobe Ausdauer vorrangig leistungsbestimmend wirkt, denn der Muskel erhält so viel Sauerstoff ( O2 ) wie er zur Energieproduktion benötigt. Bei hoher Belastung reicht die Sauerstoffversorgung nicht aus. Aus diesem Grund sind anoxydative Prozesse ( Glykolyse ) nötig. Das heißt bei der aeroben Ausdauer kann nicht genug Sauerstoff aufgenommen werden, um Kohlenhydrate und Fette zur Energiebereitstellung zu verbrennen. Deshalb wird jetzt die anaerobe Ausdauer dominant. Der Energiebedarf übersteigt die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit, und der Organismus geht eine Sauerstoffschuld ein.
Das Maß der anaeroben Kapazität ( Leistungsfähigkeit ) ist das Sauerstoffdefizit: Je größer die Sauerstoffschuld ist, die einge...


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