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Referat - Unfallversicherung Hausarbeit


Dieses Referat wurde vom Mitglied queeny_100 veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhalte der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.


Die Unfallversicherung
 Entstehung:
 
Im deutschen Sozialsystem kommen drei Prinzipien zur Geltung:
 das Fürsorgeprinzip etwa in der Sozialhilfe oder beim Wohngeld
 das Versorgungsprinzip bei der Vergütung der Staatsbediensteten, bei Kindergeld oder der Kriegsopfer- bzw. Vertriebenenversorgung
 das Versicherungsprinzip.
Deren Grundstein legte Kaiser Wilhelm I. am 19. November 1881, als er Regeln zum  Aufbau einer Arbeiterversicherung unter anderem gegen Unfall verkündigte. Diese sogenannte Kaiserliche Botschaft setzte der damalige Reichskanzler Otto von Bismarck um und es wurde am 9. Juli 1884 das Unfallversicherungsgesetz vom 6. Juli verkündete.
Ein bedeutender Meilenstein der Geschichte der gesetzlichen Unfallversicherung ist das Siebte Buch des Sozialgesetzbuches, das am 1. Januar 1997 in Kraft getreten ist. Das SGB VII ersetzt somit die Vorschriften des seit  123 Jahren geltenden Dritten Buches der Reichsverordnung.
Dieses Gesetz hat trotz seiner zahlreichen Änderungen in seinen wesentlichen Bestandteilen des:
 Schutzes der Versicherten und seiner Familie vor den Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
 Beitragsfinanzierung durch Umlageverfahren allein durch die Unternehmer und die damit verbundene Ablösung der Unternehmerhaftung
 der ganzheitlichen Ansätze zur Prävention, Rehabilitation und Entschädigung aus einer Hand bis heute Gültigkeit.
 
 Kennzeichen der gesetzlichen Unfallversicherung:
 
 Haftungsprinzip: Geschieht dem Arbeitnehmer ein Unfall bzw. erleidet er eine Berufskrankheit, deckt der Arbeitgeber dieses Risiko ab.
 
 Soziales Schutzprinzip: Der Arbeitnehmer hat auch Ansprüche auf Leistungen, wenn den
Arbeitgeber keine Schuld trifft, z. B. ein Wegeunfall.
Aufgrund des Haftungsprinzips, zahlt nicht die versicherte Person, sondern der Arbeitgeber die Beiträge, da dies eine Haftpflichtversicherung für Ihn ist.
Aufgaben der Unfallversicherung  (nach Maßgabe der Vorschriften des SGB VII)
 mit allen geeigneten Mitteln Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten ( Prävention)
 nach Eintritt von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Versicherten mit allen geeigneten Mitteln wiederherzustellen und sie oder ihre Hinterbliebenen durch Geldleistungen zu entschädigen (Rehabilitation, Entschädigung)
Versicherter Personenkreis:
 
Der Versicherungsschutz besteht:
 
 ohne Rücksicht auf Alter, Geschlecht, Familienstand, Nationalität oder Einkommen
 bei einer ständigen, aber auch bei einer vorübergehenden Beschäftigung.
Der Versicherungsschutz ist selbst dann gewährleistet, wenn der Betrieb vom Unternehmer noch nicht bei der Berufsgenossenschaft angemeldet wurde oder wenn der Unternehmer keine Beiträge an die gesetzliche Unfallversicherung gezahlt hat.
Auch folgende Personengruppen sind gesetzlich unfallversichert:
 Personen, die zeitlich begrenzt im Ausland tätig sind
 Personen in der Rehabilitation
 Personen, die im Interesse der Allgemeinheit tätig sind, wie zum Beispiel Mitarbeiter in Hilfsorganisationen, Lebensretter, Blutspender, Zeugen, Schöffen
 Kinder in Kindergärten, Schüler und Studierende in Schulen und Hochschulen sowie Personen in der beruflichen Aus- und Fortbildung
 Personen beim Selbsthilfebau
 Personen, die in der Landwirtschaft arbeiten (selbständig oder als abhängig Beschäftigte)
 Auch Unternehmer können sich bei der Berufsgenossenschaft freiwillig versichern. In einigen Branchen sind sie durch Gesetz oder Satzung pflichtversichert.
 
Träger:
 
Im Gegensatz zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung ist die gesetzliche Unfallversicherung für die Versicherten beitragsfrei. Die Kosten für den umfassenden Versicherungsschutz der Prävention, Rehabilitation und Entschädigung tragen die Arbeitgeber.
 Im Bereich der Öffentlichen Hand tragen der Bund, die Länder und Gemeinden die Kosten.
Die unter staatlicher Aufsicht stehenden Berufsgenossenschaften sind Körperschaften des öffentlichen Rechts und haben das Recht, sich selbst zu verwalten. Sie haben sich zu zwei Dachverbänden, dem Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und dem Bundesverband der Unfallkassen, zusammengeschlossen, die per 1. Juli 2007 zum Verband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung fusionieren werden.
Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung sind im SGB VII aufgelistet
Dies sind noch im Einzelnen:
 die Gewerblichen Berufsgenossenschaften
 die Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften
 die Unfall- und Feuerwehrunfallkassen mit mehr als 30 Unfallversicherungsträgern wie: die Unfallkasse des Bundes, der Eisenbahn, der Post und Telekom, der Länder, der Feuerwehr, Gemeindeunfallversicherungsverbände und Unfallkassen der Gemeinden und die gemeinsamen Unfallkassen für den Landes- und den kommunalen Bereich.
 
 Leistungen:
 
Die gesetzliche Unfallversicherung hat die Aufgabe, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten, bei Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit wieder herzustellen und die Versicherten oder ihre Hinterbliebenen durch Geldleistungen zu entschädigen.
 
1. Heilbehandlung und Leistungen zur medizinischen Rehabilitation
 Erstversorgung, ärztliche und zahnärztliche Behandlung einschließlich Versorgung mit Zahnersatz
 Versorgung mit Arznei-, Verband- und Heilmitteln (einschließlich Krankengymnastik, Bewegungs-, Sprach- und Beschäftigungstherapie)
 Versorgung mit Hilfsmitteln (insbesondere Körperersatzstücke, orthopädische und andere Hilfsmittel einschließlich der notwendigen Änderung, Instandsetzung und Ersatzbeschaffung sowie der Ausbildung im Gebrauch)
 häusliche Krankenpflege
 Belastungserprobung und Arbeitstherapie
 
2.Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
 Beratung, Trainingsmaßnahmen und Mobilitätshilfen
 Zuschüsse an Arbeitgeber
 Aus- und Fortbildung, Umschulung
 
3. Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft, insbesondere Hilfen
 zum Erwerb praktischer Kenntnisse und Fähigkeiten
 zur Verständigung mit der Umwelt
 bei Beschaffung, Erhalt und Ausstattung einer behindertengerechten Wohnung
 zum selbstbestimmten Leben in betreuten Wohnmöglichkeiten
 zur Teilhabe am kulturellen und gemeinschaftlichen Leben
 
4.Ergänzende Leistungen
 ärztlich verordneter Rehabilitationssport in Gruppen unter ärztlicher Aufsicht
 Reisekosten (auch für Familienheimfahrten) zur Durchführung der Leistungen
 Betriebs- und Haushaltshilfe
 Kinderbetreuungskosten
 Kraftfahrzeughilfe
 Wohnungshilfe
 
5.Leistungen bei Pflegebedürftigkeit
 Gewährung von Pflegegeld
 auf Antrag Stellung einer Pflegekraft (Hauspflege)
 Unterhalt und Pflege in einer geeigneten Einrichtung (Heimpflege)
 
6.Geldleistungen
 Verletztengeld während der Arbeitsunfähigkeit
 Übergangsgeld während der Dauer berufsfördernder Leistungen
 Versichertenrente
 Hinterbliebenenleistungen (Sterbegeld, Überführungskosten, Witwen- und Waisenrenten)
 
Die private Unfallversicherung
 Entstehung:
 
Um 1900 verstanden die bisher bestehenden Gesellschaften es, das Publikum über die mit dem wachsendem Verkehr häufig zunehmenden Unfallmöglichkeiten aufzuklären und ihre Bedingungen an die individuellen Bedürfnisse anzupassen. Hierdurch erlebte die Unfallversicherung einen Aufschwung, der alsbald eine verschärfte Wettbewerbssituation zur folge hatte.
Die war Anlass zur Gründung des Verbandes der in Deutschland arbeitenden Unfallversicherungsgesellschaften ?zur Vertretung, Wahrung und Förderung aller gemeinsamen Interessen des Unfall- und Haftpflichtwesens der beteiligten Gesellschaften.? Diese Verbandsgründung war Voraussetzung für die Entwicklung allgemeiner Versicherungsbedingungen für die private Unfallversicherung, die am 14. Juni 1904 vom Aufsichtsamt genehmigt wurden.
 
 Versicherter Personenkreis:
 
Eine private Unfallversicherung sichert die sich selbst versicherte Person gegen die wirtschaftlichen Folgen von Unfällen aller Art ab. Grundsätzlich sollten sich Selbständige, Unternehmer, Freiberufler, Hausarbeitende und Rentner freiwillig versichern, da sie nicht über die gesetzliche Unfallversicherung versichert sind. Der Versicherungsschutz gilt für Unfälle weltweit und rund um die Uhr.
Zwar sind Arbeiter und Angestellte automatisch Mitglied in der gesetzlichen Unfallversicherung,
die vom Arbeitgeber finanziert wird. Doch viele verlassen sich fälschlicherweise auf diesen
Schutz ? ohne zu wissen, dass die gesetzliche Unfallversicherung nur dann greift, wenn sich der
Unfall während des Jobs oder auf direktem Weg zwischen Wohnung und Arbeitsplatz ereignet.
Wer zu Hause oder in der Freizeit stürzt, ist also auf keinen Fall versichert ? dabei geschieht dort
fast jeder zweite Unfall.
 
Träger:
 
Private Unfallversicherungen kann man als Einzelversicherung oder als Familienunfallversicherung abschließen. Unternehmen können Gruppenunfall-Versicherungen für Ihre Arbeitnehmer abschließen.
Die private Unfallversicherung kann individuell nach den persönlichen Bedürfnissen jedes Einzelnen ausgestaltet werden. Ob als Unfallrente oder als einmalige Kapitalleistung. Die private Unfallversicherung verfügt über ein ganzes Bündel von Leistungsarten, die je nach Bedarf vereinbart werden können.
 
Die Leistungsarten:
 
Die private Unfallversicherung zahlt unabhängig von sonstigen Leistungen, die der Versicherte etwa aus Haftpflicht-, Berufsunfähigkeits-, Kranken- oder gesetzlicher Unfallversicherung bezieht.
Der Schutz tritt schon bei kleinsten dauerhaften Beeinträchtigungen in Kraft. Ob der Verunglückte seinen Beruf ausüben kann oder nicht, spielt keine Rolle. Die Höhe der Leistung richtet sich nach der vereinbarten Versicherungssumme und der dauerhaften Einschränkung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit.
 
 Invaliditätsleistung
Kernstück der Unfallversicherung ist die Invaliditätsleistung
Unter Invalidität versteht man eine dauerhafte Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit.
Die private Unfallversicherung zahlt
? wenn eine solche Invalidität innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eintritt;
? ein Arzt sie spätestens nach drei weiteren Monaten feststellt;
? und der Versicherte seinen Anspruch spätestens 15 Monate nach dem Unfall gegenüber der
Versicherung geltend macht.
D...

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