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Referat - Essstörungen-Der Einfluss der Gesellschaft auf das Essverhalten des Menschen Hausarbeit


Dieses Referat wurde vom Mitglied murmelchen89 veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhalte der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.


Inhaltsverzeichnis
 
1. Einleitung
 
2. Formen von gestörtem Essverhalten
 
2.1      Bulimia Nervosa
                        2.1.1   Beschreibung des Krankheitsbildes
 
2.2      Binge Eating Disorder
                        2.2.1   Beschreibung des Krankheitsbildes
 
2.3      Anorexie Nervosa
           2.3.1   Beschreibung des Krankheitsbildes
 
3. Folgen
 
3.1      Körperliche Folgeerscheinungen
 
3.2      Seelische Folgeerscheinungen
 
4. Auslösende Faktoren einer Essstörung
 
4.1      Familiäre Faktoren
 
4.2      Individuelle / biologische Faktoren
 
4.3      Medien und Gesellschaft
 
5. Mögliche Behandlungsformen
5.1      Psychoanalyse
5.2      Einzel- oder Gruppentherapie
5.3      Verhaltenstherapien
5.4      Familientherapie
 
6. Schlussbetrachtung
7. Anhang
8. Literaturverzeichnis
9. Erklärung
1. Einleitung
 
Wenn wir Nahrung zu uns nehmen, befriedigen wir ein alltägliches und selbstverständliches Grundbedürfnis, welchem alle Menschen folgen müssen, da es lebensnotwendig ist. Zwar essen wir in erster Linie, um unserem Körper die nötige Energie zu liefern, jedoch befriedigt es auch andere wichtige, unter anderem  kommunikative, gesellschaftliche oder psychologische Bedürfnisse. Es ist ein Ritual, mit dem viele Traditionen und Sitten verbunden werden, welche sich in  den verschiedenen  Kulturen und Religionen wiederum  unterscheiden. Heute aber, in der modernen Gesellschaft, sind viele dieser Traditionen verloren gegangen. Das betrifft vor allem unser Essverhalten. Es wird zunehmend ungesund und unregelmäßig gegessen, was Störungen des Essverhaltens in erheblichem Ausmaß begünstigt.
Essstörungen sind Erkrankungen, die es vermutlich schon immer gegeben hat. Die Magersucht (Anorexie Nervosa) wurde in England und Frankreich gegen Ende des 19. Jahrhunderts nahezu zeitgleich beschrieben. Essstörungen kommen mit zunehmender Häufigkeit fast ausschließlich in der westlichen Welt vor. Genaue Angaben gibt es dazu nicht, denn die Dunkelziffer ist sicherlich hoch. Angesichts dessen sollten wir uns fragen, ob die Gesellschaft einen Einfluss auf das Essverhalten und insbesondere Essstörungen des Menschen hat.  
 
 
2. Formen von gestörtem Essverhalten
 
Gestörtes Essverhalten beginnt mit einer übermäßigen gedanklichen Beschäftigung des Menschen mit dem Thema Ernährung. Alle anderen Dinge des Lebens werden für den Essgestörten nebensächlich. Entgegen des „normalen“ Essverhaltens, bei dem auf ein Hungersignal mit Nahrungs-aufnahme reagiert wird, ist es Essgestörten nicht möglich, diese Signale zu berücksichtigen. Stattdessen überessen sich die Erkrankten oder hungern.
Essstörungen sind seelisch-körperliche Erkrankungen, die ohne rechtzeitige und fachgerechte Behandlung  erfahrungsgemäß enorme körperliche Schädigungen nach sich ziehen. Zudem haben sie Auswirkungen auf die Psyche (die Betroffenen haben eine gestörte Wahrnehmung ihres eigenen Körpers und fühlen sich zu dick) und die zwischenmenschlichen Beziehungen der Betroffenen, da diese versuchen die Krankheit zu verbergen. 
Auf den folgenden Seiten werden die häufigsten Essstörungen dargestellt.
 
2.1 Bulimia Nervosa       
 
2.1.1 Beschreibung des Krankheitsbildes
 
Bulimie ( griech. „Ochsenhunger“) welche auch als Ess-Brech-Sucht bekannt ist, ist eine Essstörung, die durch den ständigen Wechsel von Fressanfällen und Versuchen der Gewichtsreduzierung geprägt wird.
Typisch für diese Fressattacken ist der Verlust der Selbstkontrolle, der die Betroffenen beträchtliche Mengen an Lebensmitteln vertilgen lässt. In einem bestimmten Zeitraum (z.B. innerhalb von 2 Stunden), wird eine bestimmte Menge Nahrung verzehrt, wobei diese Menge erheblich größer ist als die Menge, die die meisten Menschen in dem selben Zeitraum unter den selben Bedingungen essen würden. Die Betroffenen verspüren währenddessen das Gefühl, die Kontrolle über ihr Essverhalten zu verlieren. Ihnen ist es weder möglich mit dem Essen aufhören zu können, noch Kontrolle über die Art (vor allem sehr kalorienreiche Lebensmittel) und Menge zu haben.
Nach dem Verzehr dieser extrem hohen Menge an Kalorien überfällt die Bulimiker eine krankhafte Angst vor einer möglichen Gewichtszunahme. Aus diesem Grund wird das Essen hinterher absichtlich erbrochen oder es werden andere Maßnahmen ergriffen (Missbrauch von harntreibenden Mitteln oder Abführmitteln, Fasten, übermäßige körperliche Betätigung), um die Gewichtszunahme zu verhindern. Diese Verhaltensweisen versuchen die Erkrankten vor ihren Mitmenschen zu verheimlichen, da sie sich verständlicherweise dafür schämen. Da sie gemeinsame Mahlzeiten mit anderen Menschen vermeiden bzw. scheinbar „normal“ essen, bleiben Bulimiker häufig lange Zeit unerkannt.
Die Betroffenen können unter-, normal- oder übergewichtig sein. Die beschriebenen „Fressattacken“ und das Kompensationsverhalten kommen mindestens drei Monate lang wenigstens zweimal pro Woche vor. Die Figur und vor allem das Körpergewicht haben bei den Betroffenen erheblichen Einfluss auf die Selbstachtung.
 
2.2 Binge Eating Disorder
 
2.2.1 Beschreibung des Krankheitsbildes
Es handelt sich hierbei um eine ziemlich neue Krankheitsbezeichnung; als eigenständige Diagnose gibt es diese Krankheit erst seit 1994 in den USA. Das Wort „to binge“ kommt ursprünglich aus dem Amerikanischen und heißt ins deutsche übersetzt soviel wie „einen Fressanfall erleben“ oder „einen Fressanfall haben“. Für die Bezeichnung Binge Eating Disorder (BED) gibt es keinen passenden deutschen Ausdruck, am besten lässt sie sich wohl mit „Essattacken-Störung“ übersetzen.
Das bedeutende Merkmal der Binge Eating Störung ist das mehrfache Auftreten von Heißhungerattacken (durchschnittlich über 6 Monate hinweg mindestens zweimal pro Woche), obwohl kein körperlicher Hunger empfunden wird. Bei diesen unkontrollierbaren Attacken wird wesentlich schneller und in größeren Mengen gegessen als üblich, bis der Betroffene sich letztendlich unangenehm voll fühlt. Diese Essanfälle werden vor dem Umfeld verheimlicht und häufig beschreiben Betroffene danach Gefühle von Ekel, Scham, Schuld und Depressionen.
Unbewusst wollen Betroffene dieser Störung ihre Gefühle mit Essen unterdrücken. Essen sowie der Gedanke daran dient als Ersatz für Beziehungen und andere Aktivitäten in der Freizeit.
Im Gegensatz zur Bulimie sind die beschriebenen „Fressattacken“ aber nicht mit der regelmäßigen Anwendung von Kompensationsverhalten verbunden. Aus diesem Grund leiden die Betroffenen häufig an Übergewicht (Body Mass Index von 25-30) oder Adipositas (BMI>30). In ihren Essgewohnheiten unterscheiden sie  sich dennoch vom „typischen“ Übergewichtigen dadurch, dass sie „nur“ mehr oder weniger häufig Fressanfälle haben, während sich übergewichtige Menschen ständig überessen.
Eine in den USA durchgeführte Studie zeigte, dass ca. 2% der Bevölkerung von BED betroffen sind. Bei Frauen ist das Auftreten dieser Störung etwa um 1,5-mal wahrscheinlicher als bei Männern.
2.3 Anorexie Nervosa
 
2.3.1 Beschreibung des Krankheitsbildes
 
Anorexie Nervosa, die lateinische Bezeichnung für Magersucht, verfehlt die wahre Bedeutung der Krankheit, denn übersetzt bedeutet dieser Ausdruck „nervöser Appetitverlust“. Magersüchtige haben durchaus Appetit, jedoch unterdrücken sie diesen zwanghaft.
Die Betroffenen halten strikte Diäten bzw. verweigern gänzlich die Nahrungsaufnahme. Sie setzen sich ständig mit dem Thema „Ernährung“ und „Abnehmen“ auseinander und machen diese zu ihrem Lebensinhalt. Der eigene Körper wird als Feind angesehen, den es zu bekämpfen bzw. unter Kontrolle zu bringen gilt. Ihren Hunger verleugnen Magersüchtige und versuchen diesen zu unterdrücken, indem sie kalorienarme Flüssigkeit zu sich nehmen oder beispielsweise zuckerfreien Kaugummi kauen. Mahlzeiten mit anderen Men-schen werden vermieden, da der Anblick von Essen bei Magersüchtigen unangenehme Gefühle verursacht. Wenn Familienmitglieder sie erfolgreich dazu gebracht haben, zu essen, nehmen Magersüchtige danach Abführmittel ein oder treiben übermäßigen Sport, um einer Gewichtszunahme entgegen-zuwirken.
Im Verlauf der Krankheit spitzt sich diese extreme Diät zu, sodass sie über mehrere Wochen und Monate kaum Nahrung zu sich nehmen und sich vollkommen in ihren Wahn hineinsteigern. Jedes verlorene Gramm wird als Erfolgserlebnis angesehen, wobei ein konstantes Gewicht für Magersüchtige eine wahre Katastrophe darstellt. Je mehr Gewicht die Magersüchtigen bereits verloren haben, desto beängstigender ist der Gedanke an eine mögliche Gewichtszunahme. Selbst wenn ihre Körper bereits stark abgemagert sind, empfinden sich Magersüchtige noch als zu dick.
Betroffene wollen dadurch, dass sie ihren Körper „unter Kontrolle“ haben, Stärke und Unabhängigkeit beweisen, welche ihnen in anderen Lebensbereichen fehlt. Viele haben Angst vor dem Erwachsenwerden und vor den körperlichen Veränderungen, die es mit sich bringt.
In Deutschland sind etwa 80.000 Menschen von der Magersucht betroffen, wobei nur 6% davon männlich sind.
3.1 Körperliche Folgeerscheinungen
 
Die Folgen von Essstörungen für den Körper sind je nach Art der Störung sehr unterschiedlich. Das hängt davon ab, ob die jeweilige Störung mit Über- oder Untergewicht verbunden ist und wie stark dieses jeweils ausgeprägt ist. Außerdem zählen auch Folgen der typischen Verhaltensweisen, welche im Verlauf der Essstörung auftreten, wie z.B. Erbrechen und Missbrauch von Abführmitteln.
 
Störungen der Hunger- und Sättigungsregulation:
Mit der Dauer der Essstörung nehmen diese zu; es gibt keinen normalen Rhythmus mehr für diese Empfindungen. Selbst nach großen Mahlzeiten können Hungergefühle erlebt werden, umgekehrt aber auch nach kleinen Mahlzeiten extreme Sättigungsgefühle auftreten, unter anderem weil sich bei stetiger Unterernährung der Magen verkleinert.
 
Störungen des Hormonhaushalts und Aussetzen der Regelblutung(Amenorrhö):
Veränderungen im Hormonhaushalt treten schon nach einer geringen Gewichtsabnahme ein und können zu einem unregelmäßigen Zyklus führen. Die Menstruation bleibt aus, da nicht mehr genügend weibliche Hormone produziert werden können. Der Körper arbeitet  bei konstanter Abnahme des Körpergewichts sozusagen nur noch auf Sparflamme, sodass keine Schwangerschaft mehr eintreten kann. Bei anhaltenden Essstörungen kann man außerdem ein verfrühtes Einsetzen der Merkmale der Wechseljahre beobachten, wobei 20% der Magersüchtigen ihre Empfängnisfähigkeit gänzlich verlieren.
 
Herz- und Kreislaufstörungen
Im Verlauf einer Unterernährung kommt es häufig zum Absinken des Blutdrucks (unter 100mmHg), und die Herzaktivität wird langsamer wodurch Schwindel-erscheinungen auftreten. Man hat Pulswerte von bis zu unter 30 Schlägen pro Minute gemessen, was lebensbedrohlich ist und gleichzeitig die häufigste Todesursache ist. Durch Kalium- und Säuremangel entstehen schwere Herzrhythmusstörungen.
Bei stark untergewichtigen Essgestörten schrumpft der Herzmuskel, wodurch ein Missverhältnis zwischen Muskelanteilen und Größe der Herzklappen entsteht. Das Herz ist nicht mehr fähig unter Belastung zu arbeiten, was zu einem plötzlichen Herztod führen kann.
Durch die Mangelerscheinungen, welche durch die Fehlernährung ausgelöst werden, verschiebt sich der Säuregehalt im Blut. Die Funktionen der gesunden Niere und anderer Organe, die Elektrolytkonzentration und den Säure-Basen-Haushalt des Blutes dauerhaft regeln und auftretende Schwankungen auszugleichen, werden häufig stark überfordert.
 
Nierenschäden und Flüssigkeitseinlagerungen (Ödeme)
Eine wichtige Funktion der Niere ist die Ausscheidung von Giftstoffen, welche z.B. bei der Verdauung von proteinhaltiger Nahrung entstehen und über den Urin abgebaut werden. Andauernder Elektrolytmangel schädigt das Gewebe der Niere. Nach einiger Zeit kommt es zu einer zunehmenden Beeinträchtigung der Nierenfunktion. Um den Elektrolytmangel zu kompensieren, kommt es zu Wassereinlagerungen im Unterhautgewebe, welche im Herzbeutel und im Bauchraum lebensbedrohlich ist.  Treten diese Symptome in Verbindung mit einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr auf, kann schließlich der Harnsäurespiegel ansteigen und so ebenfalls zu Nierenstörungen führen, wie sie sonst nur von Gichterkrankungen bekannt sind.
 
Wachstumsstörungen
Beginnt die Essstörung in der Pubertät, treten Wachstumsstörungen auf. Der Körper mitsamt seinen Organen kann sich nicht wie üblich entwickeln, sondern wird durch die Mangelernährung gehemmt. Es folgen Knochenerweichungen (Osteomalazie) und eine Verminderung der Knochengrundsubstanz (Osteoporose) aufgrund eines Mangels an Vitamin D und Kalzium. Knochenbrüche können dann schon nach minimalen Stürzen auftreten.
Magen- und Darmbeschwerden
Durch die stark reduzierte bzw. einseitige (extrem kalorienreiche) Ernährung kommt es zu Verstopfungen (Darmträgheit), weshalb die Erkrankten nach kurzer Zeit „gezwungen“ sind Abführmittel zu nehmen.
Durch den Missbrauch von Abführmitteln kommt es zwangsläufig zu weiteren Störungen des Stoffwechsels, die sogar Lähmungen nach sich ziehen können, da lebenswichtige Mineralien und Elektrolyte mit abgeführt werden.
Abführmittel verstärken die vorhandene Darmträgheit und sind in hohen Dosen lebensgefährlich. Bei Bulimiekranken kommt es zu starken Magenschmerzen und in extremen Fällen zu einem Durchriss der Magenwand, da dieser sich durch die zu großen Nahrungsmengen überdehnt.  Weiterhin leiden die Betroffenen unter Blähungen und sind sehr anfällig für alle Magen- und Darmerkrankungen.
 
Speiseröhre, Rachen und Mundraum
Nach dem Erbrechen bei Bulimiekranken kommt es aufgrund der Magensäure häufig zu Sodbrennen und Entzündungen der Speiseröhre.
Aufgrund des selbst herbeigeführten Erbrechens kommt es zu Verletzungen der Wangenschleimhaut. Die Magensäure greift den Zahnschmelz an und verursacht somit Karies und Zahnausfall. Die Speicheldrüsen, insbesondere die Ohrspeicheldrüsen, vergrößern sich erheblich.
 
Haut, Haare und Nägel
Bei vielen Magersüchtigen verliert die Haut an Elastizität und wird trocken und schuppig. Zum Teil verfärbt sich die Haut an Händen und Füßen bläulich, was auf die schlechte Durchblutung zurückzuführen ist.
Die Nägel werden brüchig, rissig und spröde. Die Haare werden glanzlos und fallen aus. Diese Symptome lassen sich auf das Austrocknen durch zuwenig Flüssigkeitszufuhr und die Mangelernährung (vor allem der Mangel an Vitamin B, Eisen oder Zink) zurückführen.
 
Frieren
Viele Magersüchtige leiden mit zunehmendem Gewichtsverlust unter ständigem Frieren. Dieses wird durch eine Störung der Temperaturregulation verursacht. Die Körpertemperatur ist häufig niedriger als bei anderen Menschen und kann sich nur langsam an die Temperatur der Umgebung gewöhnen.
Dieses Anzeichen hängt mit der Kreislaufstörung zusammen; es ist eine „Energiesparmaßnahme“ des menschlichen Organismus.
 
Muskelschwäche
Durch die fehlende Energiezufuhr (Kohlenhydrate) werden die Muskeln unterversorgt und bilden sich zurück.  Essgestörte bekommen zunehmend Schwierigkeiten bei körperlichen Betätigungen, da ihre Muskulatur schnell ermüdet ist. Weiterhin kommt es zu Verkrampfungen der Muskeln.
 
3.2 Seelische Folgeerscheinungen
 
Essstörungen haben auch seelische Auswirkungen auf den Menschen und sind mit anderen seelischen Erkrankungen verbunden.
Durch den Mangel an Kohlenhydraten wird die Übertragung zwischen den einzelnen Nervenzellen im Gehirn erschwert, was Auswirkungen auf die emotionale Verfassung des Betroffenen hat. Sie fühlen sich antriebslos, haben kaum Interesse an ihrer Umwelt und ihren Beziehungen zu anderen Menschen.  Essgestörte haben Angst vor jeglichem Scheitern und zweifeln an sich selbst. Sie sind häufig reizbar, aggressiv und neigen zu Labilität. Ab einem bestimmten Zeitpunkt ist die Magersucht fester Bestandteil der Persönlichkeit des Erkrankten.
Es kommt zur Abnahme der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, sowie einer Abnahme der Libido.
Aufgrund der Depressionen ist die Selbstmordrate bei Magersüchtigen extrem hoch (zweithäufigste Todesursache bei Magersüchtigen).
 
4. Auslösende Faktoren einer Essstörung
 
Die nun folgenden Faktoren tragen maßgeblich zur Entwicklung einer Essstörung bei, bzw. begünstigen diesen in erheblichem Maße.
 
4.1. Familiäre Faktoren
 
Essgestörte stammen in den meisten Fällen aus Familien, die von Außenstehenden sehr häufig als glückliche Familie wahrgenommen werden. Einige Familien wirken sogar auf ihr Umfeld wie eine „Bilderbuchfamilie“. Eine Betroffene beschreibt dieses Gefühl folgendermaßen: „Bei uns zu Hause wurde niemals gestritten. Das hätte den Familienfrieden gestört. Aber unsere Stimmung war alles andere als gelöst und heiter, sie war fast immer gespannt und bedrückend. Jedes Wort wurde auf die Goldwaage gelegt, Kritik nie offen ausgesprochen. Diskussionen im Kreis der Familie fanden niemals statt. In meiner Familie passierte fast alles hinter dem Rücken dessen, der gerade nicht anwesend war. Man erfuhr niemals genau, was wer im Einzelnen wusste. Gefühle wurden bei uns nicht gezeigt- höchstens Angst und Enttäuschung. Eigentlich gab es überhaupt keine Gemeinschaft.“[1]
Ihr Lebensstil wird geprägt durch Pflichtbewusstsein, Leistungsorientierung und Ordnung. Die Normen der Gesellschaft werden besonders groß geschrieben.
Vernunft wird hoch bewertet, Emotionalität hingegen eher abgewertet. Konflikte werden nicht zur Sprache gebracht. Durch dieses fehlende Gemeinschafts-gefühl fehlt dem Heranwachsenden an emotionaler Stabilität und er ist anfälliger für Essstörungen.
 
4.2 Individuelle / biologische Faktoren
 
Mögliche Ursachen für eine Essstörung können sehr individuell sein.  Minderwertigkeitskomplexe können diese auslösen, da die Betroffenen sich für dick halten bzw. für nicht hübsch genug. Sie sind unzufrieden mit sich und der Meinung sie seien weniger wert als andere Menschen. Um sich ihrem Umfeld zu beweisen, beginnen Essgestörte zu hungern, um Kontrolle über den eigenen Körper zu demonstrieren. Oft lässt sich das aber auch als eine Art Hilferuf nach mehr Anerkennung, Zuwendung und Geborgenheit verstehen.
Ein weiterer Auslöser ist die Angst vor dem Erwachsenwerden, denn häufig beginnen die Essstörungen in der Pubertät. Die Betroffenen wollen unbewusst ihre Entwicklung durch das Hungern anhalten und fühlen sich hilflos gegenüber ihrer Lebensprobleme. Sie sind der Ansicht mit dem Erwachsenwerden...


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