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Referat - Sekten Sekten Sekten


Dieses Referat wurde vom Mitglied Kitaido veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhalte der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.



Sekten
Was ist eine Sekte?
Das Wort "Sekte" leitet sich vom lateinischen "secta" (Richtung, Richtlinie) ab. Als Sekte wird also eine Abspaltung einer vorherrschenden oder bestehenden Religionsgemeinschaft verstanden. In der frühchristlichen Zeit galten die Christen aus der Sicht der Juden als Jüdische Sekte. Das Wort "Sekte" ist ursprünglich neutral, also frei von jeder Wertung!

Im Jahr 1648 wurde bestimmt, dass außer der katholischen, evangelischen und den reformierten Kirchen keine "Religionen und Sekten" in Deutschland geduldet werden dürfen. Sie wurden jedoch zunehmend vom Staat geduldet. Seit der Auflösung der Staatskirche im Jahr 1919 ist der Begriff "Sekte" in Deutschland nicht mehr Definiert.
Gruppen die man heute als Sekte bezeichnet weisen, trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft und Lehren, fast alle die folgenden Merkmale auf:

Sie behaupten als einzige ein "Rettendes Rezept" zu haben, mit dem sie "jetzt und hier" sowohl die Probleme des Einzelnen als auch der gesamten Menschheit zu lösen in der Lage sind. Dabei fällt auf, dass die Versprechen absolut sind: z.B. "absolutes" Glück, "wahrer" Frieden, "vollkommene" Gesundheit.

Es ist immer eine Führung vorhanden, welche aus einer Person (Vereinigungskirche) oder mehreren Personen (Zeugen Jehovas) besteht. Dieser Führung ist unbedingter Gehorsam zu leisten. An ihren Entscheidungen ist keinesfalls zu zweifeln oder Kritik anzumelden.

Ein weiters Merkmal von vereinnahmenden Gruppen und Sekten ist die Indoktrination (ideologische Beeinflussung, in eine bestimmte Richtung drängen). Der Unterschied zwischen einer Gehirnwäsche und der Indoktrination ist, dass eine Indoktrination freiwillig verläuft.

Die nur zum Teil übernommene Lehre der Abstammungsreligionen werden verfälscht, einige Schriften oder zusätzliche Offenbarungen mit hoher Verbindlichkeit zugefügt.


Wo werben Sekten ihre neuen Mitglieder?
Das Missionieren auf der Straße und an der Haustür nimmt heute oft eine untergeordnete Rolle ein. Zunehmend an Bedeutung gewinnen die Unter- oder Tarnorganisationen. Eine Gruppe hat oft Dutzende von Unter- oder Tarnorganisationen hervorgebracht. Häufig distanzieren sich die Mutterorganisationen von ihren "Töchtern". Das macht das Ganze noch unüberschaubarer und problematischer.

Sekten versuchen in Schulen, Kindergärten, Nachhilfeorganisationen und durch Nachhilfelehrer an die Kinder heranzukommen. Als Beispiel kann man hier Ziel e.V. (Zentrum für individuelles und effektives Lernen) oder die Appla-School von Scientology anführen.



Welche Menschen gehen in eine Sekte?
"Wie kann man nur so dumm sein und den Scharlatanen auf den Leim kriechen". So oder ähnlich ist die Meinung der Mehrheit der Bevölkerung. Die Mehrheit der Bevölkerung ist nicht anfällig für totalitäre religiöse Heilsprinzipien. Es daher für die Meisten nur schwer zu verstehen, weshalb so viele Menschen ihr bisheriges Leben umstellen oder aufgeben und in der Isolation einer fanatischen Gruppe leben. Die Anfälligkeit für diese Gruppen hat jedoch nicht mit der Intelligenz zu tun, sondern vielmehr mit unserer Lebensweise, dem psychischen Befinden und der gesellschaftlichen Entwicklung. Es ist auch kein bestimmter Menschentyp der von einer Sekte angesprochen wird. Vielmehr sind für unterschiedliche Persönlichkeiten auch unterschiedliche Sekten interessant. Eine erfolgsorientierte Person wird eher einer Sekte angesprochen die ihm verspricht sein geistiger Potential hundertprozentig erhöht wie z.B. Scientology. Ein nach innen gewandter wird sich eher einer meditativen Guru-Bewegung anschließen z.B. Osho-Bewegung. Für ein nach außen Orientierten kommt eher eine Bewegung mit aktiven Einsatzmöglichkeiten in frage, wie z.B. missionarische Tätigkeiten und Predigeinsätze. Ein Mitglied der Scientology würde wahrscheinlich den Kontakt mit der Osho-Bewegung ablehnen und umgekehrt.



Die fünf Phasen der Indoktrination ( [lat.] ideologisch Beeinflussungen )

Die Indoktrination verläuft in mehreren Stufen, die aufeinander abgestimmt sind, sich teilweise überschneiden oder ineinander übergehen.
• Anwerbung
• Einführung in die Heilslehre
• Einbinden in die Gruppe
• Entfremdung und Isolation von der Umwelt
• Festigung der Heilslehre

Die Anwerbung
Sekten sind Spezialisten im Erkennen der Schwächen und Ängste der Menschen in der modernen Welt. Sie haben die Indoktrinationsmethoden und teilweise ihre Heilslehre auf die Bedürfnisse vieler Menschen angepasst. Die psychische Beeinflussung beginnt bereits beim ersten Kontakt mit möglichen Interessenten. Die Mitglieder verfolgen von Beginn an das Ziel bei den umworbenen Personen, Sehnsüchte zu wecken. Ein Gespräch mit außenstehenden Personen ist von den Sektenanhänger nie zweckfrei, sie haben stets die versteckte Absicht neue Mitglieder zu werben. In der ersten Stufe, also der Anwerbung, scheuen sich die Mitglieder nicht, notfalls aus taktischen Gründen heraus, die eigene Heilstheorie zu verleugnen. Sie versuchen alles, um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Um die Ängste, welche durch die öffentliche Kritik hervorgerufen werden abzubauen bekommen die Interessenten teilweise fingierte oder nicht nachprüfbare Informationen.

Mit einer Überdosis an Zuwendung und Gruppensolidarität werden sie in ein bisher kaum erlebtes euphorisches Bad der Emotionen geworfen und das Selbstbewusstsein wird künstlich aufgebaut. Es wird das Bild einer großen, glücklichen Gemeinschaft vermittelt. Außenstehende sind oft hingerissen von der perfekten Harmonie.

Eine wirksame Methode ist auch das eigene Bekenntnis des Sektenanhängers, wo nach ihr eigenes Leben eine entscheidende Wende genommen hat als sie ihren Glauben angenommen hat. Da die Sektenmitglieder sehr freundlich, aufgeschlossen und hilfsbereit auftreten, sehen die Interessenten keinen Grund, ihnen zu misstrauen.


Einführung in die Heilslehre
Haben sich die Angeworbenen von den Heilsversprechungen ködern lassen und ist ihre Sehnsucht geweckt, werden sie in die Grundzüge der Heilslehre eingeführt. Bei der Einführung wird die Gefühls- und Gedankenkontrolle verstärkt. Dabei wird das Ziel verfolgt den Angeworbenen sachte an die Ideologie und den Kult heranzuführen. Die Einführung erfolgt in erster Linie durch Kurse, Seminare, Bibelstunden und Tonbänder. Am wichtigsten ist allerdings das persönliche Gespräch mit den Kultanhängern, die bei den neuen Mitgliedern bald eine Vertrauensstellung einnehmen. Die Überbetonung der Gefühlsebene gehört zur Strategie der Sekten. Die emotionale Verwirrung überlagert das kritische Bewusstsein und nimmt die Möglichkeit, die Ideologien und Heilsversprechungen zu hinterfragen. Die Lehre wird den Angeworbenen nur Häppchenweise verraten. Wenn man ihnen sofort die ganze Heilslehre offenbaren würde, würden Sie misstrauisch werden und die Praktiken und offensichtlichen Widersprüche nicht schlucken. Die neuen Anhänger sollen zwar schnell Heilserlebnisse erfahren, aber die angebliche Befreiung muss schwer erarbeitet oder erkauft werden. Das "absolute" Heil werden die Anhänger jedoch nie erreichen, denn das oberste Gebot einer Indoktrination ist, dass das Opfer das Ziel nie erreicht. Wenn das "absolute" Heil erreicht wird, wird die Gruppe als Vermittler überflüssig und verliert damit die Macht über den Anhänger.


Einbindung in die Gruppe
Um die Anhänger einzubinden, haben die meisten Gruppen Mischformen gebildet. Die besonders stark ideologisierten Mitglieder engagieren sich als Vollzeit-Mitglieder, die übrigen wirken als Sympathisanten oder assoziierte Mitglieder in ihrer Freizeit mit. Die 3.Stufe ist der heikelste Schritt der Indoktrination, denn nun werden die Sektenmitglieder mit dem Sektenalttag konfrontiert, also der Missionstätigkeit, der Geldbeschaffung und den Ritualen. Sie müssen allmählich die Anforderungen der Gruppe erfüllen. Wer die Erwartungen nicht erfüllt, also den Ernst der Lage nicht erkannt hat und damit das Gruppenziel gefährdet, muss mit Sanktionen oder moralischen Druckmitteln, Liebesentzug und Ausgrenzung rechnen. Als Ausgleich bietet die Gruppe das Gefühl der Geborgenheit.

Wer andere von ihrem Kult oder Glauben überzeugen will, muss die Gedankengänge übernehmen und beginnt nach kurzer Zeit, sich mit dem Kult zu identifizieren. Besonders wirkungsvoll ist die Indoktrination deshalb beim Missionieren. Viele Gruppen binden deshalb ihre neuen Mitglieder schon früh in die Werbe- und Expansionstätigkeit ein. Die Mitglieder denken, dass sie zur ausgewählten Elite gehören, die die Menschheit zur Erlösung führen.


Entfremdung von der Umwelt und Isolation
Sekten versuchen zwar schon in der 2. und 3. Phase der Indoktrination die neuen Anhänger von der Umwelt zu entfremden, aber die Isolation beginnt erst nach der Einbindung in die Gruppe. Die Isolation verfolgt den Zweck, die Mitglieder von sämtlichen unerwünschten Einflüssen der Außenwelt abzuschirmen. In erster Linie wollen die Gruppen die neuen Mitglieder von ihren Angehörigen und Freunden isolieren, da von den Bezugspersonen die größte Gefahr ausgeht. Deshalb verfrachten einige Gruppen ihre Mitglieder ins Ausland z.B. die Mun-Sekte
(Vereinigungskirche ) und die Kinder Gottes.

In dieser Phase werden die bisherigen Lebenserfahrungen schlecht gemacht. Wenn sich die neuen Mitglieder nicht ständig als Sünder fühlen wollen, müssen sie ihr früheres Leben verdrängen und damit die Sektenidentität verstärken. Die hohe, Arbeitsbelastung (Zeugen Jehovas ca. 16-17 Stunden /Woche) ist das einfachste und unverdächtigste Mittel zur Isolation. Die Mitglieder werden angetrieben, ihre Missionsziele so rasch wie möglich umzusetzen, weil sie die einzigen sind, die den Untergang, den Satan aufhalten oder das Reich Gottes auf Erden vorbereiten können.

Ihr wahres Gesicht zeigen Sekten auch, wenn es um die Wahl des Lebenspartners geht. Gelingt es den Sekten nicht, den Partner in die Bewegung hineinzulocken, weil er kritisch gesinnt ist, versucht die Sekte mit moralischen Druckmitteln diese zu trennen z.B. Neuapostolische Kirche, Zeugen Jehovas.

Bei Scientology wird sogar eine Art von Lügendetektor, eingesetzt um zu erfahren, ob kritische Personen sich im Umfeld aufhalten.

Die meisten Sekten benutzen auch die Sprache zur Indoktrination. Viele Sekten haben eine eigene Sprache entwickelt. Durch sie werden den Mitglieder vermittelt, dass sie in eine spirituelle, mystische, religiöse Sphäre vorstoßen.


Festigung der Heilslehre
Nach der Einbindung in die Gruppe wird die Indoktrination unvermindert fortgesetzt. In dieser Phase der Indoktrination geht es darum, die Bewusstseinskontrolle und die Abhängigkeit zu verstärken. Die endlose Wiederholung der Rituale und die permanente Überforderung sollen verhindern, dass sich die ursprüngliche Identität wieder einnistet, da sich diese nicht auslöschen, sondern nur überdecken lässt. Die größte Gefahr für Sekten sind die Erinnerungen an die Jugend, Familie, die erste Verliebtheit, da sie kaum zerstörbare Brücken zur verdrängten Identität sind. Deshalb werden alle Erlebnisse aus der Vergangenheit abgewertet oder als sinnlos und sündig bezeichnet. Mit der Umwertung aller Werte wollen sie die emotionale Verbindung zur Vergangenheit unterbinden, da diese für sie die größte Gefahr für sie ist. Das Ziel der Indoktrination ist erreicht, wenn sich das neue Mitglied nur mit Scham an seine Vergangenheit erinnert.

Was sind Jugendsekten?
Seit ca. 15 Jahren häufen sich schockierend Nachrichten über die Tätigkeit der so genannten Jugendsekten. Besonders die Tragödie der "Tempel-des-Volkes"-Sekte in Jonestown/Guayana, wo über 900 Anhänger auf Befehl des Führers Jim Jones mit ihm zusammen Selbstmord verübten, erregte Aufsehen.
Diese Gruppen genießen z. T. unter dem irreführenden Titel "Kirche", das Privileg der Gemeinnützigkeit; vielfach verstanden sie es sogar, öffentliche Gelder zu kassieren. Tatsächlich sind sie eine Gefahr nicht nur für einzelne und deren Familien, sondern für unser ganzes Lebensgefüge.
Arten:

Children of God/Kinder Gottes (COG)
Vereinigungskirche e.V.
Scientology - Kirche
Internationale Gesellschaft für Krishna-Bewusstsein
Transzendentale Meditation
Divine United Organization
Ananda Marga

Es geht dabei nicht um Sekten im üblichen Sinn, sondern um Jugendsekten die mit der Kirche und dem Christentum nichts gemeinsam haben. Lediglich die Vereinigungskirche verwendet einen gewissen biblischen Wortschatz und die Kinder Gottes haben die Bibel im Handgepäck


Herkunft und Grund zur Sektenhingabe
Alle Gruppen kommen aus den USA oder von da aus zu uns in die Großstädte und besonders in die Universitätsstädte. Sie werben die 18 - 26-jährigen. Der Grund ist zerbrochene Liebe und Freundschaft, Probleme zu Hause, Leistungs- und Entscheidungsängste, die Sinnlosigkeit des Daseins und der Mangel an Idealen.
Der "Sektenführer" (keine Frauen) sind ein bis zwei Generationen älter = neue Vaterfigur.
Er wird als "Gott" verehrt, er fordert totalen Gehorsam, kontrolliert Denken, Tun und Sexualität seiner Anhänger. Sie sind nur von ihrem Führer abhängig, nirgendwo sozial- oder krankenversichert und erbetteln Millionen für den Luxus ihrer Führer. Zweifelnde werden durch massiven Druck vom Abspringen gehindert und Kranke als Ballast mitleidslos abgestoßen. Alle Jugendsekten glauben an eine hervorstehende Weltkatastrophe. Wer an den Führer glaubt, hat Zukunft.


Wie? Welche Methoden
Alle Sekten führen Persönlichkeitsänderung, "Gehirnwäsche" total, Schlafentzug, schlechte Ernährung, häufiges Fasten, Armut und völlige Isolation von Familie, der bisherigen Umgebung durch. 1978 gab es ca. 150 000 junge Deutsche Sektenanhänger meist aus gutem Elternhaus.


Die Kinder Gottes – „Children of God“ (COG)
Uhrsprung und Logo
Die ,,Kinder Gottes" wurden 1968 in den USA von David Berg in Kalifornien gegründet. Berg nahm bald danach den Beinamen (,,Mose" oder ,,Vater Mo", + 1994) an, da er mit seinen Anhängern zu einem Marsch durch die Wüste aufgebrochen war. Links das Logo der Sekte.
Lehre
Auf der Bibel fußend, nach dem Endschicksal des einzelnen Menschen und der Welt orientiert mit dem ,,Propheten Mo" (Mose David) im Zentrum (inzwischen verstorben). Seine Schriften (Mo - Briefe) haben einen ähnlichen Rang wie die Bibel. Bei den ,,Kindern Gottes" gibt es keinen Streit oder Hass und neue Mitglieder werden herzlichst begrüßt. Mit der Aufnahme in diese Sekte ist man verpflichtet, sein bisheriges Leben aufzugeben und seinen gesamten Besitz der Sekte zu überschreiben. Der Tagesablauf innerhalb der Sekte ist ohne Pausen geregelt. Dadurch wird verhindert, Kontakte zu Eltern oder Freunden aufzunehmen. Die Hauptaufgabe der Sektenmitglieder besteht darin, ihre Broschüren, die so genannten Mo - Briefe zu verkaufen und andere Leute ,,zu bekehren". Für diese Briefe gibt es verschiedene Geheimhaltungsstufen (für die Öffentlichkeit - nur für Mitglieder - nur für leitende Führungskader). Die Welt lebt nach ihrer Auffassung in der Endzeit. Die Wiederkunft des Herrn (= Weltuntergang) wurde für 1993 erwartet, allerdings spielt dieses Datum heute keine Rolle mehr. Die ,,Familie" versteht sich als ,,Gottes neue Nation", die nach der Wiederkunft Christi mit ,,eisernem Stab" als ,,Gottes Supermann-Agenten" über die Gottlosen herrschen soll. Bis dahin sollen die Anhänger aus dem ,,verdammungswürdigen kommerziellen System" der bestehenden Gesellschaft und ,,dem gräulichen Kirchensystem" aussteigen und dennoch soviel wie möglich im System ,,schmarotzen".


Werbung
Die ,,Kinder Gottes" betrieben Öffentlichkeitsarbeit mit Schriften, die sie gegen Spenden verteilten. Diese Broschüren sind poppig aufgemacht und enthalten viele Cartoons. Seit 1978 existiert eine Weisung zum Untertauchen, um staatsanwaltliche und polizeiliche Maßnahmen
gegen die Gruppe zu erschweren. Auch Bergs Aufenthaltsort ist nur wenigen Eingeweihten bekannt. Man weiß nur, dass er mit mehreren wesentlich jüngeren Frauen zusammenlebt. Häufig durch das Verteilen von farbigen DIN-A-4-Postern im Hollywood-Stil mit christlichen Themen. Die Frauen meist mit langem, offenem Haar und tiefem Ausschnitt dargestellt. Im Text auf der Rückseite der Poster wird das Thema ,,Liebe" sehr betont. Als Adresse ist meist ein Postschließfach angegeben. Eine berüchtigte Methode besteht im ,,Flirthy Fishing" (Mission durch [befohlene] Prostitution), wobei Männer durch sexuelle Kontakte geworben werden sollen. Es ist allgemein ein starker sexueller Grundzug vorhanden, in letzter Zeit durch die AIDS-Gefährdung und öffentliche Kritik vermutlich (zumindest nach außen hin) etwas gemindert. Bei Werbeveranstaltungen werden in der Regel weder ,,Mo" David noch das Flirthy Fishing erwähnt. Seit etwa 1994 wird in einer Art ,,Schmusekurs" versucht, in einzelne Kirchgemeinden einzudringen. ,,Missionare" der ,,Familie" bieten sich mitunter Pfarrgemeinden an, um Jugend- oder Sozialarbeit zu übernehmen. Der Gruppenhintergrund, aus dem sie kommen, wird dabei gezielt verschwiegen.
Sonstige Merkmale
Nomadenhafter Lebensstil mit wenigen festen Adressen; Starke Einbeziehung von Kindern in die Werbung; Promiskuität in der Gruppe; Große Kinderzahl; Starke Ablehnung des ,,Systems" (Regierung, Schule, Kirchen, Schulmedizin); Leben in autoritär geführten Wohngemeinschaften; Abgabe des privaten Eigentums; Selbstverständnis als ,,Familie".


Unter - und Tarnorganisationen, sonstige Namen
• Bisherige (inzwischen abgelegte) Namen: Kinder Gottes, Familie der Liebe, Heaven′s Love (in Russland: ,,Semja")
• Heaven′s Magic, International Music With Meaning
• Familien in der Mission
• neuerdings: UCMG: Unabhängige christliche Missio-nars-Gemeinschaft
• Die Familie


Verbreitung
Weltweit ca. 14 000 Mitglieder in 70 Staaten der Erde, davon 6500 Erwachsene und 7500 Kinder, heute vermutlich mehr. Niederlassungen der Sekte werden von ihr in der Regel geheim gehalten. Die einzige Ausnahme bildet eine Adresse in Zürich, von wo aus zumindest ein Großteil der Öffentlichkeitsarbeit läuft. In Dresden existiert eine Gruppe, die auch im weiteren Umfeld aktiv ist.



Die Vereinigungskirche e. V.

Was ist das?
Die Vereinigungskirche e. V., auch Mun- oder Moonsekte genannt, wurde zu Beginn der 60er Jahre von Sun Myung Mun gegründet, der gleichzeitig auch der ,,Guru" ist. Das ,,Familienoberhaupt" in Deutschland ist Reverend Werner. 1964 wurde die VK (so lautet die Abkürzung) in das Vereinsregister als ,,Gesellschaft zur Vereinigung des Weltchristentums" eingetragen und nach den Gemeinnützigkeitsverordnungen von 1953 anerkannt. Seine Anhänger glauben an eine Endzeit und wollen das Reich Gottes auf Erden so wie das Paradies errichten. Außerdem versprechen sie, mit ihrem Leben gegen Satan zu kämpfen. Sie geben alles auf, um mit den übrigen ,,Geschwistern" in einer Gemeinschaft zu leben (• ,,Das Leben der Mitglieder").
Die Vereinigungskirche versucht wirtschaftlichen sowie politischen Einfluss zu nehmen. Die Persönlichkeitsrechte aller Mitglieder werden missachtet (•,,Das Leben der Mitglieder"). Diejenigen, die austreten, werden stark bedroht und schaffen den Absprung meist nur durch Mithilfe der Eltern oder Verwandten.


Verbreitung
Der Beginn der Auslandsmission ist 1958 (Japan, USA), in der Bundesrepublik Deutschland 1964 als Verein ,,Gesellschaft zur Vereinigung des Weltchristentums" (GVW). Schwerpunkte sind Südkorea, Japan, die USA, Lateinamerika und Westeuropa. Dabei sind die Mitgliederzahlen mit ca. 22 000 in Korea erstaunlich niedrig. Größeren Erfolg hatte die Bewegung in Japan, den USA und Lateinamerika. Weltweit wird die Anhängerschaft mit 2 000 000 angegeben; Beobachter rechnen mit höchstens 200 000 Mitgliedern. In Deutschland ist nur mit ca. 300-500 Vollmitgliedern zu rechnen. Für Österreich werden ca. 450 Mitglieder angegeben. Dabei erreicht die Bewegung mit ihren zahlreichen Organisationen mehrere Millionen Sympathisanten. Wirtschaftliche und publizistische Aktivitäten eröffnen erhebliche Wirkungsmöglichkeiten (,,Muss Imperium").


Der Gründer und Guru
Über das genaue Geburtsdatum Muss wird lediglich spekuliert. Die einen Quellen behaupten, er habe am 25. Februar 1920, die anderen er habe am 6. Januar 1920 das Licht der Welt erblickt. Er wurde in jedem Fall als fünftes von acht Kindern im nordwestlichen Korea geboren. 1930 treten seine Eltern zum Christentum über. Seine entscheidende Offenbarung erlebt er mit 16 Jahren am Ostersonntag auf einem Berg, in der Jesus ihm (angeblich) mitteilte, dass er, Sun Myung Mun, das vor 2000 Jahren unvollendete Werk durch eine Eheschließung vollenden solle, um die Welt vom satanistischen Kommunismus befreien. Danach soll er einen neunjährigen inneren Kampf mit zwischen Satan und Gott durchlitten haben.

Mit 18 Jahren beginnt er sein Studium in Elektrotechnik in Tokio. 1946 (mit 26 Jahren) tritt er in den geheimnisvollen israelischen Orden ein. In einem ,,Göttlichen Prinzip" verfasst er seine Erkenntnisse. Ein Jahr darauf am 11.8.1947 wird er wegen Missionstätigkeit bzw. dem Vorwurf der Bigamie1 verhaftet und zu fünf Jahren Arbeitslager verurteilt. Er flieht jedoch aus dem Norden nach Südkorea, wo er 1950 in Pusan dann seine Gemeinschaft gründet, wo er zunächst als Medium für die Geisterwelt fundiert, später Vatermedium und dann zum Gegenstand seiner eigenen Offenbarungen wird (,,Vater"). Er predigt 1951 über die neue Wahrheit auch in der Öffentlichkeit. Am 1. Mai 1954 gründet er die ,,Holy Spirit Association for the Unification of World Christianity" (Gesellschaft zur Vereinigung des Weltchristentums). Er wird wieder, diesmal wegen Freiheitsberaubung und sexueller Nötigung, angeklagt. Als er 1960 die Schülerin Hak Ja Han in seiner 4. Ehe heiratet, ist er inzwischen schon als ,,zweiter Messias" bekannt. Mit der ,,Hochzeit des Lammes" (• ,,Die Lehre der VK") wird die von Gott gewollte Ehe verwirklicht. Die Kinder der ,,Eltern des Universums" seien sündlos. 1965 bricht er zur zehnmonatigen Tour durch 40 Länder auf.


Muns Ziele
Mun hat das Ziel, eine weltweite Theokratie2 zu erschaffen. Er will die Welt erobern und unterwerfen. ,,Angenommen, wir hätten 500 Söhne und Töchter in jeder Stadt, dann kontrollierten wir die Regierung. Wir müssen eine einwandfrei funktionierende Theorie zur Weltregierung aufbauen" Er schenkte der südkoreanischen Regierung das Kulturprogramm ,,Little Angels", führte eine intensive Verbindung zum koreanischen Geheimdienst (KCIA), bot der CDU Wahlhilfe an und machte sich zum Freund Nixons. Seit Mitte der 90er Jahre liegt der Schwerpunkt der Missionstätigkeit in der ehemaligen Sowjetunion.


Das Symbol
Die Kreise
Der Kreis im Zentrum des roten Emblems soll Gott, Wahrheit, Leben und Licht symbolisieren. Diese vier Elemente strahlen vom Ursprung hinaus in den ganzen Kosmos in 12 Richtungen. Die Zahl zwölf soll auf die 12 Typen des menschlichen Charakters hindeuten. Geschichtlich war die Zahl 12 außerdem wichtig in Gottes Vorsehung, so hatte z. B. Jesus 12 Jünger.
Die Bedeutung des Symbols ist somit, dass Wahrheit in 12 Wegen verbreitet werden kann. Rev. Moon hat auch angedeutet, dass die Struktur des Himmelreiches nach diesem Muster errichtet werden wird, d.h. durch 12 Stämme und 12 Charaktertypen. Der äußere Kreis repräsentiert die Harmonie des Gebens und Empfangens, die gleichzeitig auch das Prinzip des Kosmos darstellt.

Das Quadrat
Das Quadrat symbolisiert das Vier-Positionen-Fundament.

Gebrauch des Symbols
Es gibt drei verschiedene Verwendungen für das Symbol der Vereinigungskirche:

Als Ornament
Seit der Segnung der 777 Paare ist dieses Symbol auf den Segnungsringen. Es kann auch auf Schmuckstücken wie z. B. Halsketten und Krawattennadeln getragen werden.

Auf gedrucktem Material
Auf gedrucktem Material darf das Symbol nur mit Genehmigung der jeweiligen Kirchenleitung verwendet werden.

Bei ,,passenden Gelegenheiten"
Jede Kirchenorganisation (lokal, landesweit, national, etc.) soll dieses Symbol bei passenden Gelegenheiten verwenden: Im Gebetsraum, am Kircheneingang oder an Ankündigungstafeln.


Die Arbeit der VK-Mitglieder
Die hauptsächliche Arbeit der Mitglieder besteht in den ersten Jahren aus Fundraising und Witnessing.
Beim Fundraising versuchen die Moonies soviel Geld wie möglich zu beschaffen, durch Verkauf von Billigprodukten, Bildern, Ginseng- Tee, Blumen oder Strohpuppen (alles von VK-eigenen Firmen), oder einfach durch Betteln. In Ländern mit vielen Mitgliedern, fahren diese zum Fundraising in Gruppen durchs Land.
Beim Witnessing werden die Moonies auf die Straße oder an die Universitäten geschickt, um für Muss Lehre Zeugnis abzulegen, ohne dabei jedoch zu sagen, dass die von der Vereinigungskirche kommen. Ziel dieser Arbeit ist das Anwerben neuer Mitglieder.
Um es zur ,,Vollkommenheit" zu bringen, müssen die Moonies ca. dreieinhalb Jahre
Fundraising und dreieinhalb Jahre Witnessing machen.
Meistens werden diese Arbeiten von CARP- Leuten verrichtet.


Mitgliederwerbung
Neue Mitglieder werden meistens in belebten Straßen, Zentren und vor Universitäten geworben. Durch Fragen wie ,,Haben Sie einen Moment Zeit?" oder ,,Kennen Sie den Sinn des Lebens?" werden junge Menschen geschickt in Gespräche mit VK- Mitgliedern verwickelt. Anschließend erhalten die Angesprochenen eine Einladung in eine Wohngemeinschaft, wo sie herzlich und freundlich empfangen werden. In diesen WGs herrscht eine warme, respektvolle und liebevolle Atmosphäre, die junge Menschen besonders anspricht. Interessierte werden zu einem Wochenendseminar eingeladen, wo die Lehren der VK ,,Stufe um Stufe" vermittelt werden.
Viele sind von der Liebe, die einem entgegen gebracht werden, angetan und fühlen sich in der friedlichen Atmosphäre wohl, so dass sie sich dazu entschließen, an weiteren Kursen teilzunehmen.





Der Alltag der VK-Mitglieder
Die Mitglieder der VK führen ein streng geregeltes Leben. Ordentlichkeit, Disziplin und bedingungsloser Gehorsam stehen an oberster Stelle. Zweifel und Widerstand werden unterdrückt. Die Munies müssen vor allem Wiedergutmachung für die Sünden ihrer Vorfahren leisten. Das bedeutet, dass die Mitglieder eine enorme Stundenanzahl an Arbeit zu verrichten haben, (z. B. Witnessing und Fundraising). Der sonstige Tagesablauf ist genau festgelegt (• Abbildung 3, Seite 9) Außerdem gibt es bestimmte Bedingungen, z. B. einmal pro Woche zu fasten, was bedeutet, dass man sich genau 24 Stunden nur von ungesüßtem Kaffee, Tee und Wasser ernährt. Jeden Sonntag sprechen die Mitglieder das ,,Gelöbnis" (• ,,Das ,Gelöbnis` der Munies").
Besonders neue Mitglieder werden keinen Moment alleine gelassen. Immer ist jemand in der Nähe. VK- Mitglieder leben sehr isoliert von der Welt, es gibt kein TV, kein Radio, keine Zeitung; Post und Telefonate werden kontrolliert. Außerdem kommt man ausschließlich mit gleichgesinnten in Kontakt. Vier- bis sechsstündige Vorträge über die


Göttlichen Prinzipien stehen regelmäßig auf der Tagesordnung. Diese Vorträge sind sehr ermüdend, da sie sprachlich schwer verständlich sind, und sich Redewendungen regelmäßig wiederholen. Dabei aufkommende Fragen werden mit den GP beantwortet, quälende Zweifel abgetan, indem auf spätere Einweisung hingewiesen wird.


Die Mitglieder leiden häufig unter Schlafmangel (Schlaf gilt als teuflisch, da man in der Zeit nicht für Gott arbeiten kann und seine Zeit verschwendet) und unzureichender Ernährung. Hinzu kommt die körperliche Anstrengung durch z. B. Sport oder lange und beschwerliche Wanderungen. Mitglieder erleben so ein Wechselbad der Gefühle durch Spaß, Anspannung, Furcht, Hoffnung, Zweifel, Hunger und Müdigkeit. Viele reagieren auf den plötzlichen Programmwechsel negativ, z. B. mit Kreislaufstörungen und Krankheitsanfälligkeit. Wenn man mal langsamer arbeitet oder einem die Kontrolle zuviel wird, gilt das als Zeichen eines satanischen Angriffes gegen Gott und ,,Familie". Das betroffene Mitglied muss von nun an seinen Gedanken und Impulsen misstrauen. Zwar darf es nicht an Der Kirche zweifeln, wohl aber an sich selbst, denn nur bei ihm liegt die Schuld. Wer jedoch trotzdem an der Lehre der VK zweifelt, wird ein Werkzeug Satans.


Scientology

Scientology-Gebäude mit Banner in Los AngelesScientology (deutsch: die Lehre vom Wissen) ist eine sich selbst als Religion charakterisierende Organisation. Für Deutschland hat das Bundesarbeitsgericht am 22. März 1995 (Aktenzeichen: 5 AZB 21/94) festgestellt, dass Scientology der Status einer Religionsgemeinschaft nicht zukommt.

Scientology wurde in den 1950ern in den USA von L. Ron Hubbard gegründet. Nach dessen Tod übernahm David Miscavige den Vorsitz. Derzeit ist Heber Jentzsch "Präsident", aber David Miscavige, der als einziger den Rang des "Captain" hat und im Religious Technology Center (der die vielfältigen Marken- und Urheberrechte von Scientology verwaltet) den Vorsitz hat, ist die einflussreichste Person innerhalb der Scientology-Organisation. Anfang der 1970er Jahre begann Scientology ihre Tätigkeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im deuts...


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