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Referat - Die Freimaurerei - Mysterium einer Bruderschaft (Facharbeit) Hausarbeit


Dieses Referat wurde vom Mitglied Sansanvai veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhalte der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.


Inhaltsverzeichnis


1. Geschichte
1.1 Die Entstehung der Freimaurerei
1.2 Freimaurerei im Dritten Reich
1.3 Freimaurerei heute
2. Aufbau
2.1 Die Logen
2.2 Die Stufen
3. Riten und Tradition
3.1 Die Symbole
3.2 Das Brauchtum und Gedankengut
3.2.1 Die „Alten Pflichten“ und Grundgedanken
3.2.2 Die Rituale
3.2.3 Die Bekleidung und das Logenhaus
4. Freimaurerei und die Kirche
4.1 Die Katholische Kirche
4.1.1 Die päpstlichen Bullen
4.1.2 Der „Taxil-Schwindel“
4.1.3 Versuche der Annäherung im 20. Jahrhundert
4.2 Die Evangelische Kirche
5. Berühmte Freimaurer
5.1 George Washington und die Amerikanische Verfassung
5.2 Wolfgang Amadeus Mozart und die Zauberflöte
6. Fazit







Geschichte

1.1 Die Geschichte der Freimaurerei

"Die Freimaurerei ist ein öffentliches Geheimnis, das nicht verraten
und nicht erklärt werden kann. Die Freimaurer meinen, dass es erlebt werden
muss, und viele von ihnen fügen hinzu, Freimaurerei sei ein Weg und kein Ziel,
ja, das Ziel sei der Weg."

Wodurch die Freimaurerei wirklich entstanden ist, kann man nicht genau feststellen. Es gibt verschiedene Theorien, wie es zu der Bruderschaft kam. Im folgenden wird die am häufigsten auftretende Theorie beschrieben.
Die Idee der Freimaurerei stammt aus dem Mittelalter. Damals gab es die so genannten Bauhütten. Sie wurden als Versammlungsorte von den Steinmetzen benutzt, da diese nicht wie andere Handwerker verpflichtet waren in eine eigene Zunft einzutreten. Die ursprünglichen ‚freien Maurer’ wurden als Künstler gesehen, die einen wertvollen Beitrag für ein größeres Ganzes leisteten und in ihren Bauhütten einen toleranten, undogmatischen, menschenfreundlichen Geist pflegten. Ob man sich in diesen Bauhütten nur zu Arbeitszwecken traf oder schon zu Beginn auch der freimaurerische Gedanke dort bewegt wurde, ist nicht klar. In diesen Hütten hatten die Maurer ihre eigene Ordnung und konnten dort so genannte eigene soziale Netze erstellen. Ein oder zwei Meister leiteten diese Bauhütten, die sich schon bald Logen nannten. Vermutlich lehnten sich die Ordnungen an die so genannten Baukollegien aus der Zeit der Römer, die damals schon in Gebäuden zusammen lebten, Bräuche ausführten und aus beruflichen Gründen teilweise zusammen lebten. Über jeden, der der Gesellschaft der Bauhütten beitreten wollte, wurde im Plenum abgestimmt und nur der, der alle Stimmen erreichte, wurde aufgenommen. Sobald diese Person Mitglied geworden war, musste sie einen Eid ablegen, in dem sie schwor, niemals etwas über das zu sagen, was in der Loge passierte. Die Logenmitglieder hatten eigene Erkennungszeichen und trugen bestimmte Kleidung. Zum Beginn der Neuzeit gab es noch nicht viele Bauhütten in Europa. Wie sich die Bauhütten nun zu den Logen der Freimaurer entwickelten ist nicht nachvollziehbar. Bemerkenswert jedoch ist, dass die Bauhütten anfingen Nicht-Steinmetze in ihre Logen aufzunehmen. Dies alles spielte sich hauptsächlich in England ab, da England schon damals das Land der Clubs und der Traditionen war. Von England breitete sich die Freimaurerei über Frankreich, Deutschland, Italien und Amerika aus. Seit Anfang des 17 Jh. hatten die Symbole, die Mystik und die Riten eine faszinierende Wirkung auf Männer, woraus das Ziel der Freiheit, Gleichheit und der Brüderlichkeit entstand. Dies sollte durch feste Organisationsformen erreicht werden. Von diesem Zeitpunkt an, geht es den Freimaurer nicht mehr um ein bestimmtes Handwerk, sondern um das menschliche Denken, Streben und Schaffen.
1726 wurde die erste Freimaurerloge in Frankreich gegründet. Acht Jahre später, 1734, wurde in Amerika eine Loge eröffnet und 1737 wurde in Hamburg die „La société des acceptés macons libres de la ville de Hambourg“ (Deutsch: Absalom zu den drei Nesseln) gegründet. Der Name entstand nach der damaligen Modesprache Französisch. Von Anfang an hatte der deutsche Staat ein Misstrauen gegen die Freimaurer. Vor allem die Reden über Freiheit wurden mit misstrauischen Blicken von der damaligen Regierung betrachtet. Der erste berühmte deutsche Freimaurer war Friedrich der Große ( geb. 24.01.1712 in Berlin, gest. 17.08.1786 in Potsdam). Schon als er als Junge von den Logen in England erfuhr, begann er sich für die Freimaurerei zu interessieren und wollte, als er 1736 von der Loge in Hamburg erfuhr, unbedingt Mitglied werden. Er nahm Kontakt zu zwei Englischen Adligen auf, die er vermutlich durch seinen Vater Friedrich Wilhelms I. kannte. Diese wiederum nahmen Kontakt zu der deutschen Loge auf und vereinbarten ein geheimes Treffen mit Friedrich, da sein Vater sich von Anfang an gegen die Freimaurerei ausgesprochen hatte. In der Nacht vom 14.08 auf den 15.08.1738 schaffte Friedrich es, sich heimlich in Braunschweig mit 4 Freimaurern aus Hamburg zu treffen. Er wurde in die Loge aufgenommen, und als dies bekannt wurde, verbreiteten sich die Logen in Deutschland, vor allem nachdem er 1740 König in Preußen wurde.
Die deutsche Freimaurerei unterschied sich von Anfang an stark von der englischen Freimaurerei. Während sich in Deutschland erst langsam mehrer Logen bildeten, wurde 1813 in England schon “The United Grand Lodge Of Ancient Free And Accepted Masons Of England“ gegründet. Sie diente dazu alle Logen eines Staates in einer Großloge zu vereinen.
Vor allem die stabile innenpolitische Lage des Inselreichs begünstigte die Freimaurerei. Sie konnte keine Machenschaften in Politik haben und daher musste der Staat nicht, wie in anderen Ländern, die Befürchtung haben, dass die Gefahr eines Umsturzes besteht. Im Gegenteil. Die Freimaurer in England wurden in die Gesellschaft integriert. Die Wahlen wurden öffentlich in Zeitungen, ab dem 21. Jhd. sogar im Fernsehen gezeigt und wurden immer populärer. Sogar von der britischen Kirche gab es wohlwollende Kritik. Mittlerweile kann man davon ausgehen, dass selbst Mitglieder der Königsfamilie, sowie Pastoren in England zu den Freimaurern gehören und die Freimaurerei dort quasi als eine Gewerkschaft angesehen wird. In Frankreich wurde 1789 die Parole der Freimaurer zur Parole eines ganzen Volkes. „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Allerdings hatte die Freimaurerei ansonsten nichts mit der französischen Revolution zu tun.
Dennoch wurde sie als wichtig angesehen, so zum Beispiel von Gotthold Ephraim Lessing, der erklärte:
„Die Freimaurerei ist nichts Willkürliches, nichts Entbehrliches, sondern
ein Notwendiges, das in des Wesen des Menschen und der bürgerlichen
Gesellschaft gegründet ist.“

1.2 Freimaurer im dritten Reich

Die Nationalsozialisten waren die schärfsten Gegner der Freimaurer. Sie bezeichneten sie als „künstliche Juden“ und veröffentlichten sogar Bücher, in denen stand, dass Freimaurerei „gegen die Rassenlehre“ sei. Alfred Rosenberg, Chefredakteur des von Adolf Hitlers herausgegebenen „Völkischen Beobachters“, stellte viele Behauptungen gegenüber den Freimaurern auf. Zum einen erklärte er, dass die Logen gegen die deutsche Politik arbeiten würden , da sie auch Kontakte zu Französischen und anderen ausländischen Logen haben. Da die deutsche Freimaurerlogen, die Französischen in Schutz nahmen behauptete Rosenberg, sie würden das Land verraten. Auch das geheime Rituale ausgeübt wurden, galt als Grund für den „Verrat an das Volk“.
Aus den eben genannten Behauptungen zieht Rosenberg folgende Schlussfolgerung:


„Deshalb darf kein Maurer der N.S.D.A.P. angehören und umgekehrt.[...]
Die deutsche Freiheitsbewegung (N.S.D.A.P.)hat der Freimaurerei den
Kampf angesagt und Gegensätze dürfen nicht überkleistert, sondern müssen
bis zur Entscheidung durchgekämpft werden.“




Dieser „Kampf“ wurde 1933 vorangetrieben, in dem die Nationalsozialisten damit begannen die Freimaurerlogen aufzulösen. Am 17.08.1935 wurden schließlich die letzten Logen aufgelöst und der damalige Reichsinnenminister Dr. Wilhelm Frick sprach das endgültige Verbot der Freimaurerlogen in Deutschland aus. Außerdem wurde das Vermögen sämtlicher Logen beschlagnahmt. Dabei bezog sich Frick vor allem auf die „Verordnung zum Schutz von Volk und Staat“ (vom 28.03.1933) und das „Einziehen von Volks- und Staatsfeindlichen Vermögen“ (vom 14.07.1933). Schon im Jahr 1933 schufen Nazis Gesetze zur „Herstellung der Berufsbeamtentums“, dass Freimaurer nicht im öffentlichen Dienst zuließ. 1933 wurden 62 Freimaurer von Nazis ermordet, 238 wurden aus Deutschland vertrieben und 53 wurden In Konzentrationslager gebracht. 377 Freimaurer wurden aus ihren Ämtern und Berufen entlassen und 44 nahmen aktiv am Widerstand gegen das Regime teil. Viele Freimaurer jedoch schlossen sich aus Angst den Nationalsozialisten an.

1.3 Die Freimaurerei heute

Heute treten die Freimaurer nur noch in der Öffentlichkeit auf, um die Bevölkerung auf hilfsbedürftige Menschen in Deutschland und Ost-Europa aufmerksam zu machen. Die karitative Arbeit steht an erster Stelle und soll dazu dienen die Ideale der Freimaurerei – Humanität, Toleranz und Bruderschaft – zu fördern und in den Köpfen der Mitmenschen zu verankern. Das Freimaurerische Hilfswerk (FHW) hilft in Krisengebieten auf der ganzen Welt. Durch die Zugehörigkeit zu den „Vereinigten Großlogen von Deutschland“ besitzt das FHW eine große Mitgliederzahl, die dem Hilfswerk eine regelmäßige finanzielle Unterstützung der Projekte in Katastrophengebieten zukommen lässt.
Dadurch können Projekte über einen längeren Zeitraum unterstützt und zu einem Abschluss gebracht werden. Insgesamt werden jährlich 10.000 Menschen mit Geld- und Sachspenden auf dem Weg zu einem einfacheren und angenehmeren Leben unterstützt.
In Hamburg-Eppendorf errichtete die Zinnendorfstiftung ein Wohnhaus, in dem 21 schwerstpflegebedürftige Menschen von zum Teil ehrenamtlichen Helfern versorgt werden. Jedem Bewohner soll eine möglichst harmonische Atmosphäre geschaffen werden, damit sich der Heilungsprozess eventuell verbessert oder nicht weiter verschlechtert. Für Angehörige wurden Gästeräume errichtet, sodass der Kontakt zur eigenen Familie und zur Außenwelt nicht abbricht.
Die St. Johannis Bruderhilfe, ins Leben berufen von Arno Belasus, sammelt hauptsächlich Sachmittel des alltäglichen Lebens, um diese nach Ost-Europa weiterzuleiten. Es entstanden in den vergangenen Jahren vor allem Gemeinschaftsküchen und Arztpraxen.
1998 erhielt die St. Johannis Bruderhilfe einen Preis für die „Humanitäre Hilfe in Ost-Europa“ der Robert-Bosch-Stiftung .
Auch in Amerika leiten Freimaurerlogen Pflegeheime und engagieren sich in sozialen, wie auch in politischen Bereichen.


2. Aufbau

2.1 Die Logen

Die Zusammenschlüsse von Freimaurern werden als Logen bezeichnet. Für eine jede Loge gibt es besondere Voraussetzungen, damit sie bestehen kann und offiziell anerkannt wird. Jede Loge muss mindestens aus sieben Mitgliedern, sogenannten Brüdern bestehen. In die Loge dürfen nur Männer eintreten. Logen, die von Frauen gegründet werden, dürfen zwar bestehen, werden aber nicht als offiziell geltende Freimaurerlogen anerkannt. Eine Loge gilt als offiziell, wenn sie nach den „Alten Pflichten“ handelt und von der Großloge des Landes anerkannt wird.
An der Spitze einer jeden Loge steht der Logenmeister, der von den Brüdern, auf einige Jahre, je nach Loge unterschiedlich, gewählt wird. Er entscheidet und dirigiert wichtige Fragen und Probleme der Loge. Jeder Bruder darf aber auch eigene Vorschläge und Ideen vorbringen.
Ein Zusammenschluss von drei bis vier Logen ergibt gemeinsam eine Großloge. Jede Großloge agiert autonom, ist also von anderen Großlogen unabhängig. Das Oberhaupt einer solchen Großloge trägt den Titel „Ordensmeister“. Alle Ordensmeister treffen sich regulär einmal im Jahr, um über aktuelle Probleme oder andere wichtige Angelegenheiten die Freimaurerei betreffend, zu beraten. Die Ordenmeister werden von den Logenmeistern auf drei Jahre gewählt.
Als Repräsentanten des Landes, sowie als nationale Vorbilder und Berater, gibt es oftmals eine offizielle Vereinigung zu einer Großloge in einem Land. So existiert in Deutschland zum Beispiel die „Vereinigte Großloge von Deutschland – Bruderschaft der Freimaurer“. Diese Vereinigung besteht aus der „Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland“, die aus 223 Unterlogen besteht, der „American-Canadian Grand Lodge“ mit 43 Logen, der „Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland“ bestehend aus 77 Unterlogen, der „Grand Lodge of British Freemasons in Germany“, 14 Logen und der „Großen National- Mutterloge ´An den drei Weltkugeln´“, die aus 24 Unterlogen zusammengesetzt ist.

2.2 Stufen

Ein Bruder durchläuft in seiner Laufbahn als Freimaurer drei sogenannte Erkenntnisstufen. Wie viele andere freimaurerische Bezeichnungen sind auch diese angelehnt an die früheren Bauhütten und ihre Handwerker. Man bezeichnet sie als „Lehrling, Geselle und Meister“. Als Lehrling, die erste Stufe, bezeichnet man die Männer, die gerade erst Freimaurer geworden sind und am Anfang ihrer Laufbahn stehen. Die Hauptaufgabe des Lehrlings ist es, an sich selbst zu arbeiten. Das bedeutet, dass er versuchen muss, sein Benehmen und sein allgemeines Auftreten zu verbessern. Im Gegensatz dazu arbeitet der Geselle, die zweite Stufe, für und an der Gemeinschaft, da es ein Ziel der Freimaurer ist, eine perfekte Gemeinschaftsform zu kreieren, in der jeder einzelne frei und gerecht leben kann. Die Arbeit an solchen Plänen und die Umsetzung sind Aufgaben der Gesellen. Über die Arbeit des Meisters wird ausgesagt, dass er nach Volleindung streben soll. Das bedeutet, er soll versuchen sich selbst zu perfektionieren und sich in der Gesellschaft reibungslos zu integrieren. Er versucht als funktionierendes Glied in der Gemeinschaft zu agieren und somit die anderen anzuspornen ebenfalls nach Perfektion zu streben. Die Freimaurer bringen die Aufgaben wie folgt auf den Punkt: „ Der Lehrling schaue in sich, der Geselle schaue um sich, der Meister schaue über sich.“
Nachdem ein Bruder die Basis, die drei Erkenntnisstufen erfolgreich absolviert hat, hat ein er die Möglichkeit weitere Meisterstufen aufzusteigen. Man kann bis in den zehnten Meistergrad aufsteigen. Es gibt in besonderen Fällen auch einen elften Grad, den sogenannten. Ritter-Grad.


3. Riten und Tradition

3.1 Symbole

Die Symbole der Freimaurer sind vielfältig und schwer zu erfassen. Die meisten Symbole können von Außenstehenden nicht gedeutet werden, da sie oftmals etwas über die Lehre oder Rituale der Freimaurerei aussagen. Im Leben der Freimaurer aber, stellen sie eine große Rolle dar. So etwa die wohl bekanntesten Symbole, der Zirkel und das Winkelmaß. Wie vieles andere wurzeln auch diese beiden Symbole in der Zeit der Bauhütten. Heutzutage sind der Zirkel und das Winkelmaß allerdings nicht mehr für Bauarbeiten gedacht, sondern sie stehen als Symbol für die Arbeit an sich selbst. Ein Antwort auf die Frage, welches die vornehmste Arbeit eines Freimaurers sei, lautet: „ Seine Gedanken und Werte zu richten und seine Handlungen abzumessen. Er misst sein selbst mit dem Senkblei und der Wasserwaage, mit Winkelmaß und Zirkel.“ An dieser Aussage wird die Verwendung von Symbolen im freimaurerischen Sprachfeld deutlich. Das Winkelmaß und der Zirkel sind metaphorisch eingesetzt, um die Arbeit an sich selbst zu verbildlichen. So werden viele weitere Symbole eingesetzt wie etwa, der Totenkopf und das Stundenglas, welche die Vergänglichkeit symbolisieren und den Freimaurer auffordern, seine Lebenszeit sinnvoll auszunutzen. Andere oft angetroffene Symbole sind zum Beispiel: das Pentagramm, die Kelle, das Dreieck, das Gottesauge im Dreieck, der Hammer und viele mehr. Wie bereits erwähnt bleibt die Bedeutung vieler dieser Symbole allerdings ungeklärt.


3.2 Brauchtum und Gedankengut
3.2.1 Die „ Alten Pflichten “ und Grundgedanken

Jeder Freimaurer und jede Loge hat sich an die Verfassung der Freimaurerei zu halten und einen bestimmten Grundgedanken zu verfolgen. Dieser Grundgedanke stützt sich auf die vier Eigenschaften: Vorsichtigkeit, Verschwiegenheit, Mäßigkeit, Barmherzigkeit.
Die „Alten Pflichten“ sind Schriften, die bereits 1723 zu einem Konstitutionsbuch zusammengefasst wurden, welche das noch heute gültige Grundgesetzt der Bruderschaft beinhaltet. Die „Alten Pflichten“ rufen zu Toleranz und Achtung gegenüber anderen Lebewesen auf. Außerdem beinhalten sie den Appell dem „Sittengesetz“ zu gehorchen. Das „Sittengesetz“ besagt, dass man alles tun solle um Leben zu erhalten, zu fördern und zu schützen, und alles vermeiden solle, was Leben vernichtet, einschränkt oder verunstaltet. Die Freimaurer sprechen sich also gegen jede Art von Gewalt und Zerstörung aus, und haben nur die Idee von der Veränderung zum Guten. Ein weiterer wichtiger Gedanke der Freimaurerei ist der Glaube an die Gleichheit. So zählen in einer Loge weder Religion noch Titel; man legt diese vor Eintritt in den Orden ab. Ganz ohne religiöse Grundlagen kann die Freimaurerei aber auch nicht bestehen. So gibt es eine Auswahl an heiligen Büchern, die die Freimaurer anerkennen und auf die sie feierliche Schwüre abhalten. Es gibt sieben Bücher, die offiziell akzeptiert werden:
1. Die Bibel
2. Die Veden, die heiligen Schriften der Hinduisten
3. Der Kanon der heiligen Schriften der Buddhisten in Ceylon und Hinterindien
4. Der Koran
5. Der Tao-Teh-King, die grundlegende Schrift des Taoismus
6. Der Kanon der Lehren des chinesischen Philosophen Konfuzius
7. Das Zendaresta, die heiligen Bücher der Parsen mit den Lehren Zoroasters, dem Schöpfergott der Parsen



3.2.2 Rituale

Rituale sind eines der wichtigsten und gleichsam eines der geheimsten Dinge der Freimaurerei. Die Freimaurer selbst rechtfertigen die Heimlichkeit um die Rituale damit, dass sie ein Erlebnis bleiben sollen und nicht jeder alles im vorhinein darüber nachlesen können soll. Die Rituale sollen ihre geheimnisvolle Ausstrahlung behalten. Deshalb müssen die meisten Rituale auswendig gelernt und mündlich überliefert werden, damit sie nicht niedergeschrieben werden müssen.
Die Treffen und Ausführungen der Rituale werden von den Brüdern als „Arbeit“ bezeichnet. Der Saal, in welchem sich die Gruppe trifft, heißt „Tempel“.
Das Aufnahmeritual ist eines der sagenumwogensten Rituale. Teil dieses Aufnahmerituals ist die „ Kugelung“. Durch die „Kugelung“ wird entscheiden, ob ein Anwärter, auch Suchender genannt, in die Loge aufgenommen wird oder nicht. Jeder Bruder bekommt eine weiße und eine schwarze Kugel. Gleichzeitig werfen alle eine der beiden Kugeln in die Mitte des Saals. Sind alle Kugeln in der Mitte des Saales weiß, so ist der Anwärter aufgenommen. Ist auch nur eine schwarze Kugel dabei, muss der Bruder, der die schwarze Kugel geworfen hat, vortreten und seine Entscheidung erklären. Danach wird entschieden, ob die Zweifel berechtigt sind oder nicht und ob der Bruder aufgenommen wird oder zurückgestellt. Er muss dann ein Jahr warten, bevor er erneut versuchen darf einzutreten. Bei mehreren schwarzen Kugeln wird der Anwärter für immer verwiesen. Ist der Suchende aufgenommen, bekommt er zwei Paar weiße Handschuhe. Ein Paar ist für ihn bestimmt und symbolisiert, die Reinheit, die seine Hände und seine Gesinnung haben sollen. Das zweite Paar sind Frauenhandschuhe, die für eine nahe stehende Frau des Aufgenommenen bestimmt sind. Die Frauenhandschuhe sind als Zeichen der Achtung vor den Frauen gedacht, welche, wie bereits erwähnt, nicht in den Freimaurerorden eintreten dürfen. Die Freimaurer wollen sich so von misogynen Einstellungen distanzieren.
Ein weiteres bedeutendes Ritual ist die „Meistererhebung“. Sie läuft in etwa so ab: Der zu Erhebende liegt auf einem mit Tränen verzierten Teppich, auf den ein Sarg aufgezeichnet ist, bevor er mit einem Tuch bedeckt wird. Die Brüder im Saal zeigen dann mit einem Schwert auf den zu Erhebenden. Danach könnte ein Spruch folgen. Nachdem der Kandidat symbolisch den Tod erlitten hat, richtet ihn ein Großmeister auf, indem er ihn Fuß an Fuß und Knie an Knie aufrichtet. Dann folgt eine Umarmung und das „Meisterwort“, eine Art Spruch. Am Ende einer jeden „Tempelarbeit“, also einer Durchführung eines Rituals oder etwas ähnlichem, reichen sich die Brüder, als Zeichen ihrer weltweiten Verbundenheit, die Hände.

3.2.3 Die Bekleidung und das Logenhaus

Über die Kleidung der Freimaurer gibt es viele verschiedene Quellen, da sie je nach Loge und Land variieren. Was ein Freimaurer jedoch immer trägt, ist der sogenannte „Maurerschurz“, eine Schürze, früher aus weißen Lammfell, die mit verschiedenen freimaurerischen Symbolen reich verziert ist. Genauso die weißen Handschuhe, die ein Freimaurer bei jeder „Arbeit“ tragen muss.
Auch die Anordnung der Möbel im „Tempel“ ist fest vorgegeben. So besteht ein Logenraum immer aus einem länglichen Viereck, dessen Wände meist in blau gehalten sind. Der Stuhl des Meisters steht erhöht im Osten, vor ihm liegt das Buch der heiligen Gesetzte, eines der zuvor erwähnten sieben Bücher. Daneben liegen Zirkel und Winkelmaß. Die Sitzreihen der Brüder erstrecken sich im Norden und Süden des Saals. In der Mitte des Raumes liegt der „Arbeitsteppich“. In früheren Zeiten wurde noch mit Kreide auf den Boden gemalt, heute jedoch nutzt man eine Art Wachstuch als Teppich, das man bemalen und wieder reinigen kann. Drei Säulen, die an drei Ecken des Teppichs herum platziert sind, repräsentieren die Tugenden „Weisheit, Stärke und Schönheit“.
Eine weitere räumliche Besonderheit ist die „Kammer des stillen Nachdenkens“, auch „Dunkle Kammer“ genannt. Dies ist ein Raum, in den ein Suchender vor seinem Eintritt in die Loge zur Vorbereitung gebracht wird. Im Raum befinden sich nur ein Tisch und ein Stuhl. Auf dem Tisch stehen die Symbole der Vergänglichkeit: ein Totenkopf und eine Sanduhr. Der Raum soll den Suchenden zur Ruhe bringen und ihn dazu bringen sein bisheriges Leben zu überdenken.



4. Die Kirche und die Freimaurerei

4.1 Die Katholische Kirche
4.1.1 Die päpstlichen Bullen

Seit der offiziellen Gründung des Freimaurerordens 1723, entstanden Konflikte mit der Katholischen Kirche, die vor allem durch die Veröffentlichung von päpstlichen Bullen ausgelöst wurden.
Papst Clemens XII war der Erste, der eine Schrift gegen die Freimaurerei verfasste. Er verbannte alle Freimaurer in seiner 1738 veröffentlichten Bulle der Katholisc...


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