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Referat - Behinterte in Afrika


Dieses Referat wurde vom Mitglied janni_87 veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhalte der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.


Lichtblicke für blinde Kinder und Jugendliche im Tschad
             
 
 
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass in der Hauptstadt N’Djaména rund 1.500 Blinde und Erblindete leben. Ein Drittel davon sind Kinder und Jugendliche. Die meisten leben vom Betteln. Schule und Ausbildung bleiben für viele ein Traum, denn der Staat bietet keine Unterstützung. Deshalb haben kirchlich Einrichtungen eine wichtige Funktion für Behinderte.
Immer noch ist ein grossteil der Bevölkerung im Tschad der Meinung, dass ein behindertes Kind zunächst vom traditionellen Heiler behandelt werden muss. Rituelle Bräuche werden angewandt - die Eltern mit eingeschlossen, in der Hoffnung, das Kind zu heilen. „Wird das Kind nicht ‚gesund’, wird es zu Hause versteckt. Es wird ausgeschlossen von jeglicher Gesundheitsfürsorge und Förderung.“, so Magloire Maka, Direktor des Ausbildungszentrums C.R.J.A.. Man vermutet in einem behinderten Kind etwas Böses. Oder es wird den Eltern unterstellt, eine alte Geschichte nicht bereinigt zu haben. Zur Strafe wird dann ein behindertes Kind geboren. So kann eine ganze Familie von der Gesellschaft ausgeschlossen werden.
 
Ein Projekt von der Organisation ‚ Brot für die Welt ’ unterstützt blinde Kinder und Jugendliche im Tschad. Sie sorgen dafür, dass sie zunächst die Vorschule besuchen und die Blindenschrift lernen. Danach werden sie in staatliche Schulen integriert. Nachmittags gehen die blinden Schüler und Schülerinnen wieder zurück ins Zentrum, in dem sie unter der Woche auch wohnen. Das Wochenende verbringen sie bei ihren Familien oder Freunden in N’Djaména. Im Moment werden 56 Kinder und Jugendliche bei C.R.J.A. betreut. Sie gehen zur Vorschule oder bereits zur Schule, bzw. absolvieren im Zentrum Leclerc eine Ausbildung.
Das Zentrum übernimmt die Kosten und hat das Know-how, um Lehrkräfte im Umgang mir blinden Kindern zu schulen. Diese Lehrkräfte unterstützen die Kinder im Zentrum bei den Hausaufgaben und sie sorgen gemeinsam mit dem Team im Zentrum für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Dabei spielen Musik und Theater eine wichtige Rolle.
Doch nicht jedes blinde Kind schaff6 einen Grundschulabschluss. „Manche Jugendliche kommen erst im Alter von 13 oder 15 Jahren zu uns, ohne jemals eine Schule von innen ‚gesehen’ zu haben“ , schreibt M. Maka. Auch diese Blinden bekommen eine Chance: Im Zentrum Leclerc gibt es eine Korbflechterei. Holzschnitzereien und Schreibmaschinenkurse sind ebenfalls begehrte Angebote. Und einige blinde Frauen lassen sich sogar zu Friseurin ausbilden.
Bilanz aus dem Schuljahr 2000/2001 :
 
Das Schuljahr 2000/2001 hat im Oktober 2000 begonnen und ging bis September 2001. 48 blinde Schüler und Schülerinnen waren in diesem Schuljahr aufgenommen worden, davon haben :
 
-         7 Kinder die Vorschule besucht,
-         26 Kinder wurden in die Regelschule integriert: 7 in die Grundschule und 19 in weiterführende Schulen,
-         11 Jugendliche waren im Bereich Korbflächterei tätig,
-         4 Schülerinnen im Bereich Stricken.
 
 
Am Ende des Schuljahres konnten drei der sieben Vorschüler und Vorschülerinnen in die Grundschule für das nächste Schuljahr angemeldet werden.
Alle 26 Schüler aus dem Schuljahr 2000/2001 haben ihre Prüfungen bestanden und besuchen bereits die nächst höhere Klasse.
Im Bereich Korbflechterei sind drei Schüler mit ihrer Ausbildung fertig. Trotzdem werden sie noch ein paar Monate im Zentrum bleiben, um ihre Abschlussprüfung zu machen. Danach gehen sie zurück in ihre Familien.
Vier Schülerinnen im Bereich Stricken haben ihre Ausbildung abgeschlossen.
Danach haben sie in einem Sozialzentrum ein Praktikum absolviert. Jetzt brauchen sie Unterstützung um auf eigenen Füßen stehen zu können.
 
Im neuen Schuljahr 2001...


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