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Referat - Romeo und Julia


Dieses Referat wurde vom Mitglied BrunoBanani veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhalte der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.


Sergej Prokofjew
 
‘Romeo und Julia’
 
 
Die Epoche:
 
Sergej Prokofjew ist ein Komponist der Epoche der ‘neuen Musik’, die etwa von 1910 - 1953 geht.
Eines der besonderen Stilmerkmale dieser Musik ist z.B. die Entwicklung von der klassischen Harmonik, von der man immer weiter abweicht, zur Hervorhebung einzelner Akkorde, welche von einigen Komponisten (C. Debussy) nur noch nach klanglichen Werten aneinandergereiht werden. Diese ‘parallele Akkordik’ wurde bis dahin noch kaum angewandt.
Auch wird das Klangbild der neuen Stücke aufgefüllt durch Orgelpunkte, liegende Stimmen oder Mixturenklänge (die Melodietöne werden klanglich durch Kopplung mit anderen, parallelen Tönen erweitert). Diese Methode wendete Prokofjew z.B. in seinen ‘Visions fugitives’ an.
Weitere wichtige Begriffe dieser Zeit sind der ‘organale Klangstil’ (mittelalterliche Kirchentonarten und gotische Mehrstimmigkeit werden verbunden) und die ‘Polytonalität’ (zwei Flächen verschiedener Tonalität werden gegeneinander gestellt).
Auch gewinnt der Begriff ‘Dissonanz’ an Bedeutung, durch den die neue Harmonik ebenfalls weitgehend bestimmt wird, wobei sie aber nicht als Mißklang, sondern eher als Spannungsklang verstanden wird und so manche dissonanten Klänge im Laufe der Zeit als konsonant empfunden werden.
In der Tonalität greift man vor allem auf frühere Tonsysteme, wie die Pentatonik (halbtonlose Fünftonleiter), die Kirchentonarten und die Tonleiter der Folklore zurück.
Während Komponisten wie z.B. A. Schönberg auch die ‘Zwölftontechnik’ (Dodekaphonie) in ihren Kompositionen anwenden, in der zwölf Töne nur aufeinander bezogen werden, bleibt Prokofjew dieser Technik fern und befaßt sich eher mit der ‘erweiterten Tonalität’, die darauf beruht, daß sich das Stück immer noch auf einen bestimmten Zentralton bezieht.
Doch all diese neuen Methoden macheen die Melodik ziemlich schwer zugänglich. Dadurch, daß die Melodik instrumentalisiert wird und somit aufgelöst, klingt sie zwar oft reiner, aber verliert die gewohnte Einfühlung auch dadurch, daß die Harmonik nicht mehr als Gerüst der Melodie dient, sondern nur noch das Ergebnis der rhythmischen und melodischen Kräfte ist.
Diese Rhythmik verdeutlicht das damals vorhandene Lebensgefühl: Elemente des Jazz, der Exotik, der Folklore und der Motorik (‘Maschinenrhythmus’) werden darin verarbeitet.
Um die monotone Metrik zu verhindern, verzichtet man auf Takteinteilung und verwendet häufige Taktwechsel oder vieldeutige Taktarten.
Ebenso wird die Polyphonie (Mehrstimmigkeit) wieder vielfach verarbeitet.
Die wichtigsten Klangstile dieser Zeit sind also
- zum ersten der ‘vollchromatische’ Klangstil des Zwölftons und der seriellen Musik, beruhend auf die Spätromantik. Seine Besonderheit sind die angespannten Intervallschritte und die Dissonanzen,
- zweitens der ‘neoklassizistische’ Klangstil (von Prokofjew hauptsächlich verwendet), der als Versuch durch einen Rückgriff auf historische Schichten, eine Einheit von Klassizismus und Moderne herzustellen, zu bezeichnen ist. (Klassizismus = Wiederbelebung und Fortführung von Formen und Stilelementen aus anderen Epochen, als typisch für den russischen Klassizismus galten vor allem seine lyrischen und dramatischen Qualitäten),
- drittens das ‘organale’ Klangbild des Mittelalters.
 
 
 
 
 
 
Die moderne Musikbühne:
 
Durch den ersten Weltkrieg war die bisherige Form des Musik- und Bühnengeschehen, welche vor allem durch das Bürgertum bestimmt war, erschüttert worden und es wurde nach einer neuen Form der Oper gesucht, was erstmals Komponisten wie Mussorgsky und Debussy gelang.
Doch es gab sehr viele, unterschiedliche Arten und Versuche dieser Neuordnung, dazu gehörten die Dreiminuten-Opern und Kabaretts, bestehend aus nur einem Akt (Miniaturoper).
Eine weitere neue Bühnenform war das ‘szenarische Oratorium’, welches biblisch-religiöse Themen mit d...


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