Referat - Alber Einstein
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Die ,,Einsteins" in Italien
Für die Münchner Fabrik Hermann und Jakob Einsteins waren, nach ein paar guten Jahren, schwierige Zeiten gekommen. Sie mußte 1894 aufgelöst werden. Darum zog die Familie zunächst nach Mailand, später dann weiter nach Pavia. Albert mußte bei Verwandten zurückbleiben, weil er die Schule in München abschließen sollte. Doch nach einem Streit in der Schule reiste der 15 jährige Einstein kurz entschlossen seinen Eltern nach. Zugleich trat er aus der jüdischen Religionsgemeinschaft aus, nachdem er Kants Werke gelesen hatte. Diese Zeit war sehr schwer für Albert. Er verbrachte dann ein halbes Jahr in Italien. Dort bereitete er sich auf die Aufnahmeprüfung des Polytechnikums(höhere Fachschule für Technik) im Herbst 1895 in Zürich vor. Er hatte nämlich gehört das man an dieser Universität auch ohne Abitur studieren konnte.
Einsteins Zeit in Aarau
1895 meldete sich Albert Einstein an der berühmten Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich zur Aufnahmeprüfung in der Inginieurabteilung. Er fiel aber durch, obwohl seine Leistungen in Mathematik und Physik gut waren. Es lag an den Fremdsprachen und an Botanik. Er hatte die Aufnahmeprüfung zwar nicht bestanden, er beeindruckte jedoch die Lehrer in Mathematik und Physik sehr. Vor allem Professor Heinrich Weber war so von Einstein beeindruckt, daß er ihn trotz mißlungener Aufnahmeprüfung zu seinen Vorlesungen einlud. Für Einstein war dies jedoch nicht die Lösung für sein Problem. Albin Herzog, Rektor des Züricher Polytechnikums empfahl Einstein an der fortschrittlichen Kantonsschule in Aarau die Matura zu machen. Die lockere Atmosphäre an den Schweizer Schulen gefiel Einstein sehr. Man vermutet heute, daß Einstein aus diesem Grund die Schweiz später als Heimatland wählte. Schon während seines Aaraujahres beschäftigte sich Einstein mit Fragen, die die Probleme der späteren Relativitätstheorie betrafen. Im Herbst schloß er die Schulzeit in Aarau mit dem Abitur ab. Im Oktober begann schon das Semester am Polytechnikum in Zürich, an dem sich Einstein eingeschrieben hatte, obwohl er noch immer nicht das Mindestalter erreicht hatte. Man machte eine Ausnahme mit Einstein. Auch seine Schwester Maja hatte sich entschlossen, ihre Ausbildung in Aarau zu absolvieren. Sie besuchte dort von 1898 bis 1902 das Lehrerinnenseminar. Danach studierte sie von 1906 bis 1909 Romanistik in Bern, Paris und Berlin. Über ihren Bruder Albert hat sie wohl auch den Sohn des Schuldirektors, Paul Winteler kennengelernt, den sie 1910 heiratete.
Am Polytechnikum in Zürich
Am 29. Oktober 1896 zog Einstein nach Zürich und begann am Polytechnikum ein Lehrerstudium für die Fächer Mathematik und Physik. Doch Einstein war nicht gerade einer der Musterstudenten. Während seiner Studienzeit besuchte Einstein die Vorlesungen keineswegs regelmäßig. Er hielt sich viel lieber im physikalischen Laboratorium auf. Sein Mathematiklehrer sagte, daß er in seiner Laufbahn noch nie einen solchen Faulpelz hatte. Auch sein Physiklehrer war nicht sehr von Einstein begeistert. Er gestand zwar ein, daß Einstein intelligent sei, fügte aber hinzu, daß er einen Fehler habe: Er lasse sich nichts sagen.Er hatte also kein sehr gutes Verhältnis zu seinen Professoren. Einstein beschäftigte sich nach einiger Zeit fast nur noch mit der Physik. An der Mathematik kritisierte er die Aufspaltung in so viele verschiedene Sachgebiete, die so völlig unabhängig voneinander waren. Unter seinen Studienkollegen, befand sich auch die Serbin Mileva Maric, die er 1903 heiratete.
Im Frühjahr 1900 sollte die Diplomprüfung für Mathematik und Physik abgelegt werden. Er hätte sie wohl nicht geschafft, wenn sein Freund Marcel Großmann bei den Vorlesungen nicht für ihn mitgeschrieben hätte. Einstein sagte, Großmann hätte nicht nur für ihn mitgeschrieben, er hatte das erarbeitete Material sogar für ihn ausgewertet. Einsteins Diplomzeugnis fiel gut aus. Er erreichte einen (Durch-)schnitt von 2,09. Großmann verhalf ihm später auch durch Beziehungen seines Vaters zu einer Stelle am Berner Patentamt. Die Tiefe Einsteins Freundschaft zu Großmann zeigte sich auch darin, daß Einstein seine Doktorarbeit Grossmann widmete.
Einstein auf Arbeitsuche
(Folie: Der junge Einstein) Nach seinem Abschluß bewarb er sich für eine Assistentenstelle am Polytechnikum. Er bekam die Stelle jedoch nicht. Obwohl er immer sehr bescheiden lebte tauchten nun doch finanzielle Probleme auf. In seiner Studienzeit bekam er jeden Monat 100 Franken von seiner Tante aus Genua zugeschickt. Doch nach seinem Abschluß blieb dieses Geld aus. Sie erwartete nun, daß er sich selber helfe. Daraufhin nahm er vom Mai 1901 bis Januar 1902 verschiedene Aushilfsarbeiten an.
Schweizer Staatsbürger
Am 21. Februar 1901 erhielt Einstein die Schweizer Staatsangehörigkeit. Er mußte dann, wie alle Schweizer den Militärdienst antreten. Doch Einstein war aufgrund der ärztlichen Untersuchung dienstuntauglich. Er hatte, Plattfüsse.
Neuanfang in Bern
Mit Hilfe von Vater und Sohn Grossman erhielt er am 16. Juni 1902 die Stelle eines technischen Experten 3. Klasse am Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum. Einstein machte seine Arbeit gut. Darum wurde er nach nur kurzer Zeit zum technischen Experte 2. Klasse befördet. Bei seinen neuen Arbeitskollegen war er bekannt dafür, daß kaum auf seine Äußerlichkeiten schaute und sich sehr schlecht kleidete. In Bern schuf Einstein die Grundlagen für seine Relativitätstheorie.
Einstein, der Familienmensch
(Bild: Das Hochzeitsfoto) Mileva Maric und Albert Einstein beschlossen zu heiraten. Im Jahr 1902 kam die Tochter "Lieserl" zur Welt, noch bevor es zur Heirat kam. Am 10. Oktober 1902 starb Einsteins Vater Hermann im Alter von 55 Jahren in Mailand. Einstein war sehr erschüttert. Er bezeichnete den Tod seines Vaters als die schwerste Erschütterung seines Lebens. Im Januar 1903 heiratete das Paar gegen die Einwende ihrer Familien, und besonders Einsteins Mutter war gegen eine Eheschließung. 1902 beendete er eine wichtige wissenschaftliche Arbeit. Sie wurde wie alle seine Werke in den Annalen der Physik veröffentlicht. Am 14. Mai 1904 wurde der erste Sohn Hans Albert geboren, der später ebenfalls in Zürich an der ETH studierte.
Die Relativitätstheorie
Während seiner Berner Zeit entwickelte Einstein die Relativitätstheorie. Neben der Physik hatte Einstein noch eine andere Leidenschaft: Geigenspielen. Eine damalige Bekannte schilderte ihn folgendermaßen: "Er ist ein großer Musikliebhaber und leidenschaftlicher Geiger, doch Kritik hört er nicht gern." Am 15. Januar bekam Einstein den philosophischen Doktorgrad an der Universität Zürich. Außerdem war er an der Universität in Bern tätig. Dort hielt er im Wintersemester eine Vorlesung über die "Theorie der Strahlung" vor vier Zuhörern, im folgenden Sommersemester vor einem Hörer. Daran kann man erkennen, daß Einstein nicht gerade der beliebteste war.
Einsteins erster Vortrag
Im September 1909 hielt Einstein zum ersten Mal einen Vortrag auf der Jahresversammlung der Naturforscher und Ärzte in Salzburg. Der erst dreißigjährige referierte über "Das Wesen und die Konstitution der Strahlung" und erklärte seine berühmte Gleichung E = m c². Dabei zeigte er auf, daß zu jeder Energie auch eine Masse gehört. Kurz nach seiner Rückkehr wurde er Professor an der Universität Zürich.
Einstein in Prag
Zwei Schüler der Deutschen Universität in Prag setzten sich für Einstein ein, so daß er um 1911 an der Universität begann Vorlesungen zu halten. Damals gehörte Tschechien noch zu Österreich-Ungarn, so daß der Kaiser zu bestimmen hatte wer an den Universitäten seine Vorlesungen hielt. Zuerst war der Kaiser gegen die Berufung Einsteins, da Einstein jüdischer Abstammung war. Doch dann willigte er unt...
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