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Referat - Alexander der Große


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Alexander der Große, als makedonischer König Alexander III. (griech. Αλέξανδρος o Τρίτος o Μακεδών, Aléxandros ho Trítos ho Makedón, persisch Iskander) (* zwischen 20. Juli und 30. Juli 356 v. Chr. in Pella; † 10. Juni 323 v. Chr. in Babylon), war ein makedonischer König. Er dehnte die Grenzen des griechischen (makedonischen) Reiches, das sein Vater Philipp II. aus den Kleinstaaten Makedoniens und einigen zerfallenden Stadtstaaten Griechenlands errichtet hatte, durch den Alexanderzug nach Persien und Ägypten und bis an den indischen Subkontinent aus.

Mit seinem Regierungsantritt wird auch der Beginn eines neuen Zeitalters verbunden, das des Hellenismus.

Leben
Die frühen Jahre (356–323 v. Chr.)

Alexander wurde im Jahre 356 v. Chr. als Sohn Philipps II., des Königs von Makedonien, und dessen Frau Olympias geboren. Viele Einzelheiten seiner Biographie, vor allem aber seiner Kindheit, wurden später überhöht und zur Legende. So erzählt Plutarch, dass Alexanders wahrer Vater der Göttervater Zeus gewesen sei; ebenso berichtet er, dass Olympias und Philipp Träume gehabt hätten, die ihnen der Seher Aristander so deutete, dass ihnen die Geburt eines Löwen bevorstehe. Die Mutter Olympias' stamme außerdem direkt von Achilles ab. Nach einer (vermutlich ebenfalls teilweise legendären) Erzählung des Plutarch soll Alexander in jungen Jahren sein Pferd Bucephalos, das ihn später bis nach Indien begleiten sollte, gezähmt haben, obwohl niemand sonst es bändigen konnte. Daraufhin habe Philipp zu ihm gesagt: Geh, mein Sohn, suche dir ein eigenes Königreich, das deiner würdig ist. Makedonien ist nicht groß genug für dich.

Abseits der Legenden ist wenig über Alexanders Kindheit bekannt. Makedonien war ein Staat nördlich des klassischen Griechenlands. Makedonien wurde von vielen Persönlichkeiten des klassischen Griechenlands als barbarisches Land bezeichnet. Philipp II. holte den Philosophen Aristoteles in die makedonische Hauptstadt Pella, damit er Alexander und die Gleichaltrigen in Philosophie, Kunst und Mathematik unterrichten konnte.

Sein Vater Philipp hatte das vorher eher unbedeutende Makedonien zur stärksten Militärmacht der damaligen Zeit gemacht. Er hatte Thessalien und Thrakien erobert und alle griechischen Stadtstaaten mit Ausnahme Spartas in ein Bündnis unter seiner Führung gezwungen. Schon in diesen Kriegszügen war Alexander beteiligt, etwa in der Schlacht von Chaironeia (338 v. Chr.), in der die griechischen Städte unter Führung Athens unterworfen und versklavt wurden. Die makedonische Phalanx erwies sich dabei als ein wichtiges Element für den militärischen Erfolg, zentral war jedoch die Rolle der Reiterei.

Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn war keineswegs frei von Konflikten, gerade in Hinsicht auf die Liebschaften des Vaters. 337 v. Chr. ließ sich Philipp von Olympias scheiden. Da er befürchtete, aus der Thronfolge ausgeschlossen zu werden, floh Alexander mit seiner Mutter über Epirus nach Illyrien. Obwohl seine Thronfolge weiterhin unsicher war, kehrte er jedoch bald darauf nach Pella zurück. Kurz vor seiner Ermordung heiratete Philipp die Nichte seines Generals Attalos.

Philipp wurde 336 v. Chr. während der Hochzeit seiner Tochter ermordet. Die Hintergründe seiner Ermordung und inwieweit Olympias und Alexander darin verwickelt waren, sind weitgehend unbekannt.

Regierungsübernahme und Sicherung der Macht (336–335 v. Chr.)

Im Jahre 336 v. Chr. folgte der zwanzigjährige Alexander seinem Vater auf den Thron. Dass es keinen nennenswerten Widerstand gab, ist offenbar Antipater zu verdanken, der das Heer dazu bewegte, Alexander als König anzuerkennen. Schon in den ersten Tagen ließ er Mitglieder des Hofstaats exekutieren, die das Gerücht streuten, Alexander habe etwas mit der Ermordung seines Vaters zu tun gehabt. Als nächstes wandte er sich seinem Erzfeind Attalos zu, der sich auf der Flucht befand, jedoch von seinem Verwandten (Stiefvater) Parmenion getötet wurde. Sowohl Antipater als auch Parmenion standen wegen ihrer Taten lange in Alexanders besonderer Gunst.

Noch 336 ließ sich Alexander in Korinth die Gefolgschaft der griechischen Städte versichern. Die Völker in Thrakien und Illyrien versuchten jedoch, die Situation zu nutzen und die makedonische Herrschaft abzuwerfen. Alexander zog 335 v. Chr. mit 15.000 Mann nach Norden ins heutige Bulgarien und Rumänien, überquerte die Donau und warf die thrakische Revolte nieder. Anschließend verfuhr er ebenso mit den Illyrern.

Während Alexander im Norden kämpfte, beschlossen die Griechen im Süden, dass dies der Zeitpunkt sei, sich von Makedonien zu befreien. Ihr Wortführer war Demosthenes, der die Griechen davon zu überzeugen versuchte, dass Alexander in Illyrien gefallen und Makedonien herrscherlos sei. Als erste erhoben sich die Einwohner Thebens und vertrieben die makedonischen Besatzungssoldaten aus der Stadt.

Alexander reagierte augenblicklich und marschierte direkt von seinem Illyrienfeldzug südwärts nach Theben. Die Phalanx seines Generals Perdikkas eroberte die Stadt, wo Alexander zur Bestrafung sämtliche Gebäude mit Ausnahme der Tempel und des Wohnhauses des Dichters Pindar zerstören ließ. Sechstausend Einwohner wurden getötet, die übrigen 30.000 in die Sklaverei verkauft. Die Stadt Theben existierte nicht mehr und sollte erst zwanzig Jahre später wieder aufgebaut werden, aber nie mehr zur alten Bedeutung zurückfinden.

Abgeschreckt von Alexanders Strafgericht brachen die anderen Städte Griechenlands ihre Revolte ab und ergaben sich. In Korinth ließ sich Alexander von neuem ihre Gefolgschaft versichern und verschonte sie daraufhin, da er sie als Verbündete in seinem Persienfeldzug brauchte.

Beginn des Persienfeldzugs (334–333 v. Chr.)

Das Perserreich war zu Alexanders Zeit die größte Territorialmacht der Erde. Die Perserkönige hatten in den zurückliegenden Jahrhunderten Palästina, Mesopotamien, Ägypten und Anatolien erobert und mehrere Versuche unternommen, Griechenland zu unterwerfen (siehe Perserkriege). Als sich Alexander 334 v. Chr. dem Perserreich zuwandte, wurde dies von Dareios III. aus dem Haus der Achämeniden beherrscht. Schon Alexanders Vater Philipp hatte Pläne für einen Angriff auf die Perser geschmiedet. Eine Armee unter Parmenion war bereits über den Hellespont nach Asien gegangen, wurde von den Persern aber zurückgeschlagen. Alexander überschritt den Hellespont im Mai 334 mit einer Armee aus etwa 35.000 Makedoniern und Griechen, um in die Kämpfe einzugreifen.

In der Schlacht am Granikos kam es zur ersten Begegnung mit den persischen Streitkräften unter dem Söldnerführer Memnon, der von Rhodos stammte. Durch den Sieg war die Befreiung der Städte Ioniens möglich geworden, was Alexander als Motivation für seinen Feldzug genannt hatte. Nach dem Sieg ernannte Alexander jedoch Statthalter für die Gebiete und zeigte damit, dass er die Städte nicht befreien, sondern als makedonisches Territorium erobern wollte.

In Lydien zog Alexander kampflos in Sardes ein. Er weihte den örtlichen Tempel dem Zeus und nutzte die Reichtümer der Stadt, um seine Männer zu bezahlen. Dann zog er weiter nach Milet, der größten Stadt an der Westküste Kleinasiens. Der hiesige Satrap kapitulierte als einziger nicht, da ihm die Ankunft einer persischen Hilfsflotte aus 400 Schiffen versprochen worden war. Da auch Alexander von dieser Flotte gehört hatte, wies er Nikanor an, einen Bruder Parmenions, mit 160 Schiffen die Einfahrt zur Bucht von Milet zu versperren. Hiernach gelang ihm die Einnahme Milets.

Die Perser, die immer noch unter dem Befehl Memnons standen, sammelten sich nun in Halikarnassos, der Hauptstadt Kariens, und bereiteten die Stadt auf eine Belagerung vor. Die Kämpfe waren für Alexander sehr verlustreich. Zwischenzeitlich handelte er sogar einen Waffenstillstand aus, um die makedonischen Gefangenen zu bergen - etwas, was er nie zuvor getan hatte und nie wieder tun sollte. Als er letztlich die Mauern durchbrach, entkam Memnon mit dem Großteil seiner Soldaten auf Schiffen aus der fallenden Stadt. Indem Alexander der karischen Satrapentochter Ada die Herrschaft über Halikarnassos versprach, sicherte er sich das Bündnis mit dem Volk Kariens. Hier zeigte Alexander erstmals seine Taktik, Großzügigkeit gegenüber besiegten Völkern walten zu lassen, um sie nicht gegen die Griechen aufzubringen.

Das ursprüngliche Ziel des Persienfeldzugs, die Eroberung der Westküste, war hiermit geschafft. Dennoch beschloss Alexander, die Expedition fortzusetzen. Entlang der Küsten Lykiens und Pamphyliens traf die makedonisch-griechische Streitmacht auf keinerlei nennenswerten Widerstand. Eine Stadt nach der anderen ergab sich kampflos. Alexander ernannte seinen Freund Nearchos zum Statthalter von Lykien und Pamphylien.

Im Winter 334/333 v. Chr. eroberte Alexander das anatolische Binnenland. Er stieß vom Süden vor, sein General Parmenion von Sardes im Westen. Die beiden Armeen trafen sich in Gordion, der Hauptstadt der persischen Satrapie Phrygien. Hier soll Alexander der Große der Legende nach den Gordischen Knoten mit seinem Schwert durchschlagen haben, über den ein Orakel prophezeit hatte, nur derjenige, der diesen Knoten löse, könne die Herrschaft über Asien erringen.

Die Makedonier und Griechen blieben einige Zeit in Gordion, um Nachschub an Männern und die Einfuhr der Ernte abzuwarten. Während dieser Zeit starb im August 333 der persische Befehlshaber Memnon durch Krankheit. Zu seinem Nachfolger wurde Pharnabazos ernannt, und da sich die Perser bereits wieder formierten, brach Alexander erneut auf. In Gordion ließ er seinen General Antigonos als Statthalter Phrygiens zurück, dem er die Aufgabe übertrug, den Norden Anatoliens zu unterwerfen und die Nachschubwege zu sichern.

Durch Kappadokien marschierte Alexanders Heer nach Kilikien. Dort nahm er nach einem kurzen Gefecht die Hauptstadt Tarsos ein, wo er bis zum Oktober blieb.

Die Schlacht bei Issos (333 v. Chr.)

In Tarsos erfuhr Alexander, dass Dareios die Bedrohung endlich ernst genug nahm, um selbst ein Heer aus dem persischen Kernland nach Westen zu führen. Plutarch zufolge war dieses persische Heer 600.000 Mann stark - eine Angabe, die stark übertrieben sein dürfte. Dareios gelang es, Alexanders Armee im Norden zu umgehen und Issos zu besetzen, wodurch er die Nachschubwege blockierte. In der Schlacht bei Issos trafen die Armeen aufeinander und bekämpften sich, bis Dareios aufgrund der großen Verluste der Perser vom Schlachtfeld floh. Die Makedonier beklagten 450 Tote und 4000 Verwundete. Unbekannt sind die persischen Verluste, sie dürften aber weit höher gewesen sein.

Nach der Schlacht verfolgte Parmenion den fliehenden Perserkönig bis nach Damaskus. Dort überraschte er die Stadt, nahm sie ein und erbeutete ihren Reichtum. Auf 7000 Lasttieren brachte er Gold und Silber westwärts nach Issos, um es an Alexanders Männer zu verteilen.

Zu den Gefangenen, die in die Hände der Makedonier fielen, gehörten die Mutter des Dareios, seine Frau Statira, ein fünfjähriger Sohn und zwei Töchter. Alexander behandelte sie mit Respekt. Außerdem wurde Barsine gefangengenommen, die Witwe des Memnon. Es kam zu einer Liebesaffäre zwischen Alexander und Barsine, aus der später ein Sohn hervorgehen sollte, der Herakles genannt wurde.

Nach der Schlacht gründete Alexander die erste Stadt in Asien, die er nach sich benannte: Alexandria, das heutige Iskenderun. Hier siedelte er die 4000 Verwundeten der Schlacht an.

Dareios sandte Alexander einen Boten, der ihm alle Länder westlich des Euphrat im Austausch für die Geiseln und ein Ende des Feldzuges versprach. Nachdem sie von diesem Angebot erfahren hatten, soll Parmenion gesagt haben: "Wäre ich Alexander, würde ich akzeptieren." Alexander habe geantwortet: "Das würde ich auch, wäre ich Parmenion."

Die Eroberung Palästinas (333–332 v. Chr.)

Nach der Schlacht bei Issos blie...


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