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Referat - Skulpturanalyse: Hausarbeit


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Skulpturanalyse

Auguste Rodin „Der Kuss“

1. Sachliche Angaben zum Werk:
Auguste Rodin, „Der Kuss“ (Le Baiser), 1886, Marmor, 184 x 111 x 118 cm, Paris, Musée Rodin, Skulptur

2. Erster Eindruck:
Die Skulptur macht einen sehr harmonischwen, warmen Eindruck. Alles ist im Einklang und verleiht dem Betrachter eine innere Ruhe.

3. Kurzbeschreibung:
Es handelt sich um eine Großplastik, bestehend aus zwei Figuren und dem Sockel, aus dem sie herausgearbeitet sind. Die beiden Figuren, ein Mann und eine Frau sitzen umschlungen auf dem Sockel, der, im Gegensatz zu den Figuren nur grob ausgearbeitet ist, und küssen sich leidenschaftlich. Im Vordergrund sind ihre Beine, die Seitenansicht der Oberkörper, die rechte Hand des Mannes, die auf ihrer Hüfte liegt, und der linke Arm der Frau, welcher den hals des Mannes umschlingt. Die Figuren sind nackt und vom Außenraum abgeschirmt. Die Skuptur ist mehrsnsichtig, hat jedoch eine Hauptansicht (die soeben beschriebene), und stellt die Momentaufnahme einer längeren Bewegungsabfolge dar.

4. Analyse des Inhalts und der Form:
Die Figuren sind im Einklang miteinander. Dieses Gefühl wird dem Betrachter vor allem durch die Lage der Arme der beiden Figuren verliehen. Sie bilden zwei zueinander parallele Kurven, die den Körper des jeweils anderen umfassen. Die Körper der beiden sind wie ein Korkenzieher gedreht, was viel Bewegung einbringt, und den Blick des Betrachters von unten nach oben schleust. Dabei wirkt die Figur immer leichter.
Die Figuren sind „ineinander“ gedreht, sodass ihre Gesichter größtenteils verdeckt werden. Durch die vielen runden Formen entsteht Weiche, Ruhe und Harmonie.
Das Gefühl von Ruhe entsteht außerdem durch die beeindruckend realistische Darstellungsweise der Körper, die eindeutig Schönheitsideale repräsentireren.
Dadurch, dass zwei Körper so eng umschlungen sind, entstehen ein paar Durchblicke, z.B. zwischen den Beinen der Figuren und dem Sockel, oder den beiden Oberkörpern der Figuren.
Ebenfalls auffällig ist der Sockel, aus dem die Figuren herausgearbeitet sind. Er ist viel gröber bearbeitet, als die Figuren, welche glatt geschliffen sind. Je mehr man nach unten schaut, um so gröber ist der Sockel beschlagen. Durch seine rauhe Oberfläche wirkt er wie ein Felsen, und die Menschen, als befänden sie sich draußen in der Natur. Dies wird auch durch ihre Nacktheit unterstrichen. Da sie aus dem Sockel herausgearbeitet wurden, sind die Figuren eng mit ihm verbunden. Die Figuren selbst sind allerdings auch sehr verbunden. All das könnte man wie folgt deuten: Der Sockel, der wie ein Felsen wirkt, symbolisiert die Natur, mit der die Figuren eng verbunden sind. Die Figuren haben jedoch nicht nur eine enge Bindung zur Natur, sondern auch eine gegenseitige Bindung, da auch sie eng verbunden sind. Durch die Nackheit der Figuren, erinnert die Skuptur ein wenig an Adam und Eva, vereint in der Natur, ohne andere Menschen weit und breit. Man kann auch noch weiter gehen: Der Kuss wirkt sehr leidenschaftlich, und man könnte vermuten, dass er der „erste Kuss“ zwischen diesen beiden Menschen ist. Die Natur und Adam und Eva könnten den Ursprung der Liebe symbolisieren, was eine Verbindung zu dem „ersten Kuss“, auch einer Art Ursprung, herleiten würde.
Der Sockel bietet auch einen Kontrast zu den Figuren. Sie sind sehr genau und bis ins kleinste Detail bearbeitet. Hinzu kommt, dass sie glattgeschliffen sind und sehr runde Formen haben. Der Sockel aber, ist zwar bearbeitet, jedoch nicht so detailliert und rund. Er ist teilweise sehr eckig und grob beschlagen.
Insgesamt wirkt die Skulptur unten sehr schwer, wovon man bei Mamor auch mit Sicherheit ausgehen kann, nach oben hin jedoch leicht.
Auf der Abbildung ist der Hintergrund schwarz, und nur der Marmor leuchtet in dem Licht auf. Das Licht auf der Abbildung kommt von vorne links und wirft dort, wo Körperteile und Körperteile oder Sockel sich überschneiden, dunkle Schatten über das helle Material.
Die Körper sind aktiv und der Raum passiv, da die Figuren sich vom Raum abschirmen und sich nur mit sich selbst beschäftigen. Trotzdem ziehen sie den Blick des Betrachters auf sich.
Die Skuptur ist sehr Naturgetreu, und anders als die meisten Skulpturen ihrer Zeit, hält sie, wie eine Fotografie, eine Bewegung fest.


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