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Referat - Kunst im Mittelalter (Belegarbeit)


Dieses Referat wurde vom Mitglied DieBibi veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhalte der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.


Kunst im Mittelalter
Das frühe Mittelalter
 
In Europa umfasst das frühe Mittelalter die Zeit bis zum Anfang des Hochmittelalters um 1050 und wird zuweilen auch als das „finstere“ Mittelalter beschrieben. Die tausend Jahre von 450 bis 1450 waren eine Phase allmählicher Verquickung von Einflüssen der griechisch-römischen Tradition, des Christentum und der byzantinischen Kunst sowie der expandierenden Kulturen der Kelten und Germanen
im Norden. „Finster“ im Sinne von künstlicher unproduktiv war sie keineswegs, sondern eher eine Zeit der Entwicklung und Umgestaltung innerhalb des christlichen Lagers. Im frühen Mittelalter entstehen die Vorraussetzungen für die wissenschaftlichen und technischen Neuerungen der Zukunft wie beispielsweise der Erfindung der Druckerkunst.
Durch das gesamte Mittelalter blieb Malerei die bevorzugte Methode der religiösen Unterweisung, war doch zu jener Zeit der größte Teil der Bevölkerung Analphabeten. Selbst in ärmlichen Kirchenbauten waren dieWände mit oft eindrucksvollen, leuchtendbunten biblischen Erzählungen geschmückt.
 
Byzantinische Kunst (540 - 8 Jh. )
 
Aus der christlichen Kunst hat sich im 5. Jahrhundert die byzantinische Kunst heraus gebildet. Die Künstler wandten sich vom griechisch-römischen Vorbild ab und entwickelten einen völlig neuartigen Stil. Sie nimmt eine vor allem christlich geprägte Tradition auf, die sich durch das Mittelalter bis in die Zeit der Renaissance fortsetzt. Die gleichermaßen subtile wie direkte Ausrichtung auf den Betrachter kennzeichnet auch die frühchristlichen Mosaiken. Zum Beispiel die entstanden Mosaik im Jahre 526 bis 547 in der Kirche San Vitale in Ravenna, der Hauptstadt des durch die Byzantiner von den Goten befreiten Gebietes. Diese Mosaiken zeigen eine Reife der Stilkonventionen, die prägend für die gesamte byzantinische Kunst werden sollte. Der Künstler ,der dieses Bildnis von Kaiser Justinian mit seinem Gefolge schuf, will damit das prächtige, herrschaftliche Erscheinungsbild eines byzantinischen Kaisers aus der Mitte des 6. Jahrhunderts dar stellen.  Im 8. und 9. Jahrhundert entflammte in der byzantinischen Welt ein heftiger Disput um den Gebrauch von gemalten oder plastischen Bildern für religiöse Zwecke. Jede Form von Verbildlichung menschlicher Personen konnte als Verstoß gegen das alttestamentarische Verbot der Verehrung von „Bildnissen“ ausgelegt werden. 730 verbot Kaiser Leo III. per Dekret alle Abbildungen Christi, der Jungfrau sowie sämtlicher Heiligen und Engel in Menschengestalt. In den folgenden hundert Jahren blieb die religiöse Kunst auf  nichtmenschliche Motive wie Blätter oder abstrakte  Muster beschränkt. Dies führte zur Abwanderung byzantinischer Künstler nach Westen. Als das Dekret 843 aufgehoben wurde und die Darstellung des Menschen  im sakralen Bereich wieder erlaubt war, kam es über die  notwendige Kontaktaufnahme zu westlichen Künstlern zu einer neuerlichen Beeinflussung durch Formen und illusionistische Merkmale der klassischen Antike. Das Apsismosaik im Dom zu Monreale in Sizilien ist ein in seinen westlichen Zügen byzantinisches Werk.
 
Karolingische Kunst (750 - 900)
 
Karolingische Renaissance knüpft an die frühchristlich-römische Vergangenheit an. Dabei handelte es sich dem Wesen nach um eine Bildungsreform, die sich unter Alkuin von York (um 730 - 804) das Ziel gesetzt hatte, das Römische Reich zu erneuern und die Gesellschaft von ihren geistigen Grundlagen her neu zu formen. Das Wiederanknüpfen an die römische Reichsidee bildete unter Karl dem Großen das geistesgeschichtliche Fundament des europäischen Mittelalters.
Karl der Große gab mehrere Reihen kunstvoll illuminierter Evangelien in lateinischer Sprache in Auftrag. Dazu entsandte er Künstler nach Ravenna, wo sie die frühchristlichen und byzantinischen Wandmalereien und Mosaiken studieren konnten. Möglicherweise beschäftigte er auch griechische Künstler. In diesen illuminierten Handschriften wird byzantinischer Einfluss zusammen mit Elementen frühchristlicher, angelsächsischer und germanischer Kunst erkennbar. Die diversen Gestaltungsformen fließen im karolingischen Stil zusammen, die in der Miniatur aus dem Goldenen Harley-Evangeliar zum Ausdruck kommt. Geschaffen im Auftrag Karls des Großen, geht der heutige Name auf den Sammler Lord Harley zurück. Matthäus schreibt sein Evangelium in einem Ambiente, dessen symmetrische Ausgewogenheit durch leichte Unsicherheiten in der Perspektive nicht beeinträchtigt wird.
Abgesehen von einigen wenigen, bruchstückhaft erhaltenen Wandbildern beschränkt sich die überlieferte karolingische Malerei auf Buchillustrationen. Mit der Buchherstellung befasste Mönche malen in Anlehnung an spätantike und byzantinische Vorlagen tiefenräumlich. Ein erregter, zügiger Rhythmus, der bisweilen die Umrisslinie in fasrige Striche auflöst, vereint die Bildgegenstände . In lebhaften Handlungsschilderungen sind Personen zu rhythmisch-bewegten Gruppen zusammengeschlossen . Germanische und keltische Überlieferungen äußern sich in kraftvollen Linienornamenten, verschlungenen Tierleibern und ineinander verschränkten Dämonen . Flechtband-Ornamente können Figuren umschließen, die dem antiken Formenschatz entnommen sind. Initialen sind gelegentlich in seitenfüllenden Linien-Ornamenten gestaltet.
 
Ottonische Kunst (950 - 1050)
 
Ottonische Kunst, der Frühromanik angehörende deutsche Kunst von 950 - 1050 unter der Regierungszeit der Ottonen, der Könige und Kaiser der sächsischen  Dynastie, und der ersten Salier. Die Epoche wurde früher auch als Ottonik bezeichnet. Sie bildet die erste Stufe der romanischen Kunst Deutschlands. Die Künstler rückten von der Karl des Großen üblichen spätantiken Tradition ab, und es begann die eigentliche deutsche Kunst mit Sachsen als Mittelpunkt.
Einer der bedeutendsten Malschulen der Ottonischen Malerei war die Reichenauer Schule in den Klöstern der Insel Reichenau am Bodensee. Hier entstanden Fresko-Malereien in den Kirchen.Neben der „Kunst am Bau“, der Fresko-Malerei in den Kirchen, wurde in den Skriptorien der Reichenauer Klöster die Buchmalerei gepflegt, meist für Illustrationen zu biblischen Texten. Die Malweise ist sehr von der byzantinischen Malerei geprägt; die Figuren stehen meist raumlos vor Goldgrund; naturalistische Landschaften und Perspektive spielen keine Rolle. Eines der bedeutendsten Werke der Reichenauer Buchmalerei ist das Perikopenbuch Heinrichs II., das um 1007 auf der Reichenau entstanden ist. Es ist mit 10 Zierseiten, 184 Textinitialien und 28 ganzseitigen Bildern ausgestattet. Die Ottonische Buchmalerei gehört zu den glanzvollen Perioden abendländlicher Malerei und wird durch eine Wiederanknüpfung an die Karolingische Kunst und durch sie an die spätantike Tradition, sowie durch die Öffnung nach Byzanz durch die Heirat Ottos II. mit der Kaisernichte Theophanu (972) gekennzeichnet.
 
Das Hochmittelalter
 
Romanik (1050 - 1130)
 
Die Romanische Kunst entstand in West- und Mitteleuropa ab Beginn des 11. Jahrhunderts bis zum Aufkommen der Gotik. Der Begriff „romanisch“ stammt aus dem Französischen und ist eine philologische Begriffsschöpfung des frühen 19. Jahrhunderts.
In der Malerei gibt es zu dieser Zeit hauptsächlich Wandbilder, Tafelgemälde, Buchminiaturen, kirchliche Wandmalerei (Fresken) und Mosaiken. Die Namen der Künstler sind kaum bekannt, unterschieden sich aber im persönlichen Stil. Die Kunst steht ganz im Dienste der christlichen Religion, beinhaltet also christliche Themen. Der thronende Christus wird als Herrscher der Welt, meist als Apsisbild dargestellt. Häufig umgibt ihn die Mandorla. Die Personen haben meist längliche Gesichter, klare Umrisse, große Augen, ineinanderübergehende Brauen und Nasen. Individuelle Züge lassen sich noch nicht erkennen. Der Hindergrund ist einfach. Die Farbigkeit ist nicht naturalistisch. Purpur, Scharlachrot und Gold symbolisieren höchste Würde. Ein Beispiel dafür ist Christus Pantokrator. Auf dem Bild „Verkündung an die Hirten“ wird vor dem himmlischen Goldhintergrund ein Engel dargestellt. So stellte man sie sich zu dieser Zeit im Abendland vor: mit Flügeln. Bemerkenswert ist in diesem Bild auch die Betonung der Aktion: das Kleid des Engels weht, der Hirte ist schon im weggehen begriffen. Damit unterscheidet man sich vom öströmischen, byzantinischen Stil, der starren Abbilder.
Evangelisten werden Verkünder. Im „Der Evangelist Lukas“ ist der Evangelist Lukas nicht, wie im karolingischen Stil, ein Schreiber, sondern er thront, wie sonst nur Christus, in einer Gloriole. Sein Symbol, der geflügelte Stier, beschützt ihn; die dreifingrigen Strahlen, Zeichen der Dreifaltigkeit, inspirieren ihn. Er empfängt das Wort Gottes mit weit aufgerissenen Augen.
Typische Form des Bildes ist die Buchillustration, auch Illumination genannt, als ganzseitige Darstellungen oder als Schmuck von Anfangsbuchstaben (Initialen). Dabei stellt das Ornament die Einheit inder Vielfalt und die Vielfalt in der Einheit der göttlichen Harmonie dar. De Stil ist formelhaft, flächig und die Formen werden vielfach mit Linien umrahmt. Der Bildinhalt (Heilige und Bibelszenen) wird nicht naturalistisch abgebildet, sondern zeichenhaft formuliert. Die Buchmalerei hat einen ihrer Höhepunkte im 11./12. Jahrhundert: ganzseitige Miniaturen in Evangeliaren, Bibelhandschriften und Psalteryen.
 
Gotik
 
Die Gotik ist die eigenständigste Stilepoche in der europäischen Kunstgeschichte seit der Antike. Sie entstand in Frankreich (Île-de-France), von hier aus verbreitete sie sich über ganz Europa und dauerte von etwa 1130 bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts an. Hat ihren Namen von Vasari...


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