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Referat - Rom Hausarbeit


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Geschichtlicher Überblick

Karte: Die Expansion des Römischen Reiches

Die Geschichte des Römischen Reiches lässt sich in folgende sechs Phasen gliedern, die im Verlauf dieses Artikels genauer beschrieben werden; zu Details siehe die entsprechenden Verweise im Artikel (Beispiel: Prinzipat):
Königszeit (753 v. Chr. - 510 v. Chr.)
Die Zeit der Republik
Zeit der Bürgerkriege (ab 133 v. Chr.)
Prinzipat (Römische Kaiserzeit I) (ab 27 v. Chr.)
Spätantike, in der älteren Forschung auch Dominat (Römische Kaiserzeit II) (ab 284 n. Chr)
Untergang des Reiches im Westen und Übergang zum Byzantinischen Reich im Osten (ab 395 n. Chr., bis ca. 641 noch zur Spätantike zu rechnen)


Römische Königszeit und frühe Republik

Roms Gründungsmythos: Die kapitolinische Wölfin säugt die Knaben Romulus und Remus

Der Stadtstaat Rom, der zuerst unter etruskischer Königsherrschaft stand (Königszeit), gewann in Italien zunehmend an Einfluss, nachdem er sich ca. 500 v. Chr. von der Herrschaft der Etrusker gelöst hatte. Zu dieser Zeit erfolgte ebenfalls die Umwandlung des ehemaligen Königreiches in die Römische Republik, während derer ein Senat alljährlich zwei Konsuln zur Regierung bestimmte (das Jahr 509 v. Chr. ist jedoch spätere Fiktion; wahrscheinlicher ist die Zeit um 475 v. Chr.). Als ersten, einigermaßen festen, Punkt in der römischen Geschichte kann man dabei die Niederlegung des Zwölftafelgesetzes 451 v. Chr. sehen.

Rom begann mit einer gezielten Expansion in Mittelitalien (Eroberung von Veji 396 v. Chr.), musste dabei aber auch schwere Rückschläge verkraften (v.a. der Galliersturm von 387 v. Chr., der psychologisch seine Spuren hinterlassen sollte, sowie mehrere Niederlagen gegen italische Volksstämme). Es folgen die Samnitenkriege (1. 343-341 v. Chr.; 2. 327-304 v.Chr.; 3. 298-290 v. Chr.) und der Latinerkrieg (ca. 340-338 v. Chr.). Rom etabliert schließlich ein weitverzweigtes Bündnissystem. So wurden Kolonien an strategisch wichtigen Plätzen angelegt und Bündnisse mit mehreren italischen Stämmen geschlossen, die jedoch nicht das römische Bürgerrecht erhielten.

Der Aufstieg Roms - Expansion in Italien und im Mittelmeerraum

Im 3. Jahrhundert v. Chr. setzte sich Rom gegen die Samniten und andere italische Stämme durch. Nach und nach fiel die gesamte Halbinsel an Rom (außer Oberitalien, welches erst später annektiert wurde). Im Süden verleibte sich die Republik, nachdem es gelungen war, den hellenistischen Condottiere Pyrrhos von Epiros abzuwehren, um 275 v. Chr. die dortigen griechischen Stadtstaaten ein. Mit dieser Expansion kam Rom allerdings in Konflikt mit dem bisher Rom freundlich gesonnenen Handelsrepublik Karthago (im heutigen Tunesien), was zu den Punischen Kriegen führte.

Im Ersten Punischen Krieg (264-241 v.Chr.) baute Rom eine Flotte auf, um der Seemacht Karthago entgegentreten zu können. Nach mehreren Rückschlägen und wechselhaftem Kriegsglück gelang es Rom jedoch, besonders auf Sizilien Fuß zu fassen und die karthagische Flotte mehrmals zu schlagen. Karthago verlor fast alle Besitzungen und sann daher auf Rache. Im Zweiten Punischen Krieg (218-201 v. Chr) gelang es dem genialen Strategen Hannibal beinahe, Rom in die Knie zu zwingen. Besonders die Niederlage bei Cannae (die schwerste Niederlage in der römischen Geschichte) schmerzte, doch gelang es Hannibal nicht, das Bündnissystem Roms in Italien zu zerstören. Der römische Feldherr Scipio setzte 204 v. Chr. nach Afrika über und besiegte Hannibal 202 v. Chr. bei Zama. Karthago verlor alle außerafrikanischen Besitzungen und seine Flotte. Es war als Machtfaktor endgültig ausgeschaltet, während Rom neben der neuen Provinz Hispanien auch an Einfluss gewann.

Der Sieg über Karthago im 1. und 2. Punischen Krieg sicherte die Vormachtstellung im westlichen Mittelmeer. In diese Zeit, genauer gesagt in die Zeit ab 200 v. Chr., fiel auch die Einmischung Roms in das Machtspiel der hellenistischen Großreiche. Dort waren die Großmächte nicht in der Lage gewesen, ein friedliches Zusammenleben zu erreichen. Es folgten Konflikte mit den Antigoniden, wobei Rom 200-197 v. Chr. in Griechenland intervenierte, um den makedonischen Einfluss zurück zu drängen.

Auch gegen das hellenistische Seleukidenreich führte Rom Krieg: Auf ein anderes Hilfegesuch hin kam es 192-188 v. Chr. zum Krieg gegen Antiochos III., in welchem Rom siegreich blieb. Antiochos musste auf einen Großenteil seiner Besitzungen in Kleinasien verzichten. Rom wurde damit zur de facto Vormacht im östlichen Mittelmeerraum. Versuche Makedoniens, die alte Hegemonie wieder aufzurichten, führten zum Krieg. 168 v. Chr. wurden die Makedonen endgültig besiegt und das Königreich zerschlagen, 148 v. Chr. schließlich in eine römische Provinz umgewandelt. So erging es 146 v. Chr. auch Griechenland (ab 27 v. Chr. Provinz Achaea, vorher zu Makedonien) und, nach der Zerstörung Karthagos im Dritten Punischen Krieg, der neuen römischen Provinz Africa.

Pergamon wurde durch Erbvertrag 133 v. Chr. zur römischen Provinz. So erging es auch 64/63 v. Chr. dem Restreich der Seleukiden, das nicht mehr lebensfähig war, und von Pompeius, der eine Neuordnung des Ostens vornahm, zur Provinz Syria gemacht wurde. Nur das schwächelnde Ägypten der Ptolemäer, welches zu einem römischen Protektorat wurde, behielt seine Unabhängigkeit, bevor es im Jahre 30 v. Chr. ebenfalls im Römischen Reich aufging. Doch so glänzend auch die außenpolitischen Erfolge Roms gewesen waren - im Inneren bröckelte die Republik.


Die Revolutionszeit und die Bürgerkriege

Die Republik geriet seit der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. in eine innenpolitische Krise, die schließlich in die Epoche der Bürgerkriege mündete und mit dem Untergang der bisherigen Staatsform enden sollte. Hintergrund war zunächst der Ruf nach Reformen, vor allem im Agrarbereich. So sollte die nach den Brüdern Tiberius Gracchus und Gaius Gracchus benannte Gracchische Reform die Grundbesitzverhältnisse reformieren, um den ärmeren Schichten der Bevölkerung zu Land und Brot zu verhelfen. Die Reform scheiterte am Widerstand der konservativen Senatskreise, doch blieb der Konflikt bestehen: die Popularen und Optimaten bekämpften sich gegenseitig, um ihre jeweilige Politik durchzusetzten. Auch machten sich innere Spannungen im Bündnissystem Roms bemerkbar, so dass es 91-89 v. Chr. zum so genannten Bundesgenossenkrieg kam. Am Ende wurde das römische Bürgerrecht auch den Bundesgenossen verliehen. Im Anschluss daran kam es 88 v. Chr. zur berüchtigten Vesper von Ephesus: Nach der Ermordung Zehntausender römischer Siedler zog Rom in den Krieg gegen Mithridates von Pontos und besiegte ihn nach mehrjährigen Kämpfen.

Cäsars Tod

Diesen Ereignissen folgte der Beginn des römischen Bürgerkriegs, indem sich wieder Popularen und Optimaten gegenüber standen (Marius, Cinna, Sulla). Sulla bliebt siegreich und errichtete die Diktatur, doch hatte diese Lösung keinen wirklichen Bestand, zumal Sulla bald zurücktrat und die alten Kräfte sich wieder bekämpften. Die Krise der Republik wurde durch das (erste) Triumvirat verdeutlicht: der ehrgeizige Gaius Iulius Caesar, der erfolgreiche Militär Gnaeus Pompeius Magnus und der reiche Crassus gingen ein informelles Bündnis ein, um sich in ihren jeweiligen Interessen zu unterstützen. Nach dem Tod des Crassus in einem Feldzug gegen die Parther rangen die einstigen Freunde Caesar und Pompeius um die Macht im Staat (49-46 v. Chr.), wobei sich Pompeius auf die Seite des Senats gestellt hatte. Caesar obsiegte, doch wurde durch seine Ermordung verhindert, dass sich die Republik in eine Diktatur verwandeln konnte.

Nach der Ermordung Caesars im Jahre 44 v. Chr. gelang es den Anhängern der Republik jedoch nicht, die alte republikanische Verfassung wiederherzustellen. In dem Bürgerkrieg, der nun wieder ausbrach, setzte sich schließlich Octavian, der spätere "Augustus", gegen Marcus Antonius als Sieger durch (Schlacht bei Actium 31 v. Chr.).


Die frühe und hohe Kaiserzeit (Prinzipat)

Nero im Circus

Octavian zielte wie Caesar auf eine Alleinherrschaft. Doch anders als Caesar versuchte Octavian dieses Ziel nicht durch das Mittel der außerordentlichen Diktatur zu erreichen. Octavian ließ vielmehr die alte republikanische Verfassung formal in Kraft und sicherte seine Position durch die Übernahme verschiedener Ämter, vor allem durch die Übernahme eines mehrjährigen Kommandos über wichtige Legionen. Den alten senatorischen Adel konnte Octavian zu einer Anerkennung seiner Herrschaft bewegen. Der Senat sah in Octavian keinen König, sondern den "Ersten Bürger des Staates" (Princeps). Die von Octavian begründete Verfassung, die sich in wesentlichen Punkten von der alten republikanischen Verfassung unterscheidet, nennt man deshalb auch Prinzipat. Octavian selbst erhielt im Jahre 27 v. Chr. vom Senat den Titel "Augustus" (der Erhabene).

Das Imperium Romanum beherrschte zu diesem Zeitpunkt bereits den gesamten Mittelmeerraum. Auch der Westen und Süden Germaniens gehörte zum römischen Reich, die Expansion nach Nordosten, die unter Augustus eingeleitet worden war, wurde aber durch die Varusschlacht im Jahre 9 gestoppt. Augustus Adoptivsohn und Nachfolger Tiberius beschränkte sich auf weitgehend defensive Maßnahmen. Unter Claudius wurde jedoch Britannien dem Reich hinzugefügt, später folgte noch Thrakien, das aber schon vorher ein von Rom abhängiger Klientelstaat gewesen war.

Mit dem Tod des unfähigen und wahnsinnigen Nero endete 68 das julisch-claudische Haus. Dessen Nachfolge traten nach den Wirrungen des Vierkaiserjahres die insgesamt erfolgreich regierenden Flavier an, wobei Vespasian im Jahre 70 einen Aufstand in Judäa durch seinen Sohn und späteren Nachfolger Titus niederschlagen ließ. Nach Titus´ nur kurzer Regierungszeit trat sein Bruder Domitian seine Nachfolge an. 96 brachte ihn eine Hofintrige zu Fall und es kam zu einer Krisenzeit, welche jedoch unter den so genannten Adoptivkaisern überwunden werden konnte.

Die Zeit der Adoptivkaiser, die mit Nerva begann, wird allgemein als die Glanzzeit des Imperiums verstanden, sowohl kulturell als auch in Bezug auf die Machtstellung Roms. Seine größte Ausdehnung hatte das Römische Reich denn auch unter Kaiser Trajan im Jahre 117 erreicht, wobei Trajan, der als erster Kaiser aus den Provinzen stammte, als optimus princeps gefeiert wurde, als "bester Kaiser". Das Imperium erstreckte sich nun von Schottland bis Nubien in Nord-Süd Richtung und von Portugal bis nach Mesopotamien in West-Ost Ausrichtung. Unter dem gebildeten Hadrian, der die östlichen Eroberungen Trajans aufgab, kommt es zu einer inneren Konsolidierung des Reiches und zu einer kulturellen Blüte.

Römische Provinzen 117 n.Chr.

Um die Mitte des 2. Jahrhunderts schien das Imperium auf seinem Höhepunkt angelangt zu sein, doch traten unter Marcus Aurelius bereits die ersten Probleme auf (Kämpfe mit Germanen, besonders den Markomannen, und im Osten Kämpfe mit den Parthern). Das Reich kam in den folgenden Jahrzehnten nicht zur Ruhe. Von außen wurde es bedrängt, während im Inneren sich Zerfallserscheinungen bemerkbar machten. Nach dem Tod Marc Aurels, der allerdings gerade im Bereich der nördlichen Grenze nur vorläufige Erfolge verbuchen konnte, kam es zu einer Reihe von Krisenereignissen, zudem sein Sohn Commodus nicht in der Lage war, dem Reich Sicherheit zu geben.

Im 3. Jahrhundert konnten die Severer anscheinend die Lage stabilisieren, doch kam es vor allem an der Ostgrenze zu schweren Kämpfen mit dem Neupersischen Reich der Sassaniden, die sich Rom als gewachsen erwiesen und den römischen Heeren eine ganze Reihe von Niederlagen bereiten sollten. Es folgte nach dem eher unrühmlichen Ende der Severer die Zeit der Soldatenkaisern, die der Lage allmählich Herr wurden und die Abspaltungen einzelner Provinzen (besonders Galliens) rückgängig machen konnten. 272 wurde Palmyra unterworfen, welches Teile der östlichen Provinzen Roms infolge der Krisenzeit des Imperiu...

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