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Referat - Der 1.Weltkrieg Hausarbeit


Dieses Referat wurde vom Mitglied Bienchen90 veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhalte der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.


Erster Weltkrieg

(1914-1918)

1. Ursachen und Anlass

Die verschiedenen Ursachen, die zur Entstehung des Ersten Weltkriegs beitrugen, sind sehr komplex und schwer zu gewichten: Vor Ausbruch des Krieges gab es gewaltige Spannungen in Europa, verursacht durch die überseeische Expansionspolitik (Imperialismus) der rivalisierenden europäischen Großmächte seit 1860, übersteigerten Nationalismus, die französischen Revanchebestrebungen durch die Niederlage von 1870/71, den englisch-deutschen Konkurrenzkampf auf dem Weltmarkt, das Wettrüsten, insbesondere den forcierten deutschen Flottenbau, das russische Streben nach den Meerengen, die panslawistische Bewegung auf dem Balkan, das komplizierte Geflecht von Bündnissen zwischen den europäischen Staaten.

Die Ermordung des österreichisch-ungarischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 durch serbische Nationalisten in Sarajevo führte schließlich als unmittelbarer Anlass zum Kriegsausbruch. Aus einem begrenzten Konflikt, der aus den ungelösten Problemen des habsburgischen Vielvölkerstaates resultierte, entwickelte sich ein globaler Krieg, in den schließlich mehr als 30 Staaten involviert waren.

2. Der Kriegsbeginn

Nachdem Österreich-Ungarn dem Königreich Serbien ein hartes, von vornherein inakzeptables Ultimatum gestellt hatte, dessen Annahme einen Eingriff in die staatliche Souveränität Serbiens bedeutet hätte, folgte am 28. Juli 1914 die Kriegserklärung Österreich-Ungarns gegen Serbien. Darauf reagierte Russland, das sich als Schutzmacht Serbiens verstand, mit einer Gesamtmobilmachung. Aus dem eng verflochtenen europäischen Bündnissystem ergaben sich nun innerhalb weniger Tage zahlreiche Kriegserklärungen. Das mit der Donaumonarchie verbündete Deutsche Reich stellte sich bedingungslos auf die Seite Österreich-Ungarns und erklärte am 1. August Russland und aus militärisch-politischen Überlegungen heraus am 3. August Frankreich den Krieg. Um die französischen Grenzbefestigungen zu umgehen, marschierten die Deutschen am 4. August 1914 in Belgien ein, woraufhin Großbritannien am 4. August an der Seite Russlands und Frankreichs in den Krieg eintrat. Schließlich standen Österreich-Ungarn und das Deutsche Reich, lediglich unterstützt von der Türkei und Bulgarien, einer globalen Allianz von insgesamt 28 Staaten gegenüber.

3. Das Jahr 1914: Offensiven an der Ost- und Westfront

Dem Schlieffen-Plan folgend, wollte die deutsche Oberste Heeresleitung zunächst an der Ostfront mit geringer Truppenpräsenz in die Defensive gehen, um mit dem größtmöglichen Aufgebot die Entscheidung im Westen herbeiführen und das französische Heer gegen die Schweiz drängen zu können. Deutsche Truppen überschritten Anfang September die Marne (Marneschlacht 6.-9. September), zogen sich aber nach britisch-französischen Gegenangriffen hinter die Aisne zurück. Damit war ein Kernstück des strategischen Konzepts gescheitert. Entlang einer Linie von der Nordsee bis zu den Alpen erstarrte die Front im Stellungskrieg.

In Ostpreußen konnten die deutschen Truppen trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit ein russisches Vordringen verhindern. Das in Galizien aufmarschierte österreichisch-ungarische Heer wurde im September von der russischen Übermacht in die Karpaten zurückgedrängt. Die deutsche Armee wollte zu Hilfe eilen, sah sich bei Warschau jedoch zum Rückzug genötigt. Im Nordwesten Frankreichs schlug auch im November eine deutsche Offensive fehl. Im Dezember begann an der Ostfront die Winterschlacht in den Karpaten. Am 2. Dezember 1914 eroberten die Österreicher Belgrad, wurden aber bald wieder zur Räumung Serbiens gezwungen.

4. Das Jahr 1915: Die Kriegserklärung Italiens

Bis zum Herbst 1915 versuchten die Alliierten vergeblich, die deutsche Westfront an der Champagne zu durchbrechen. Im Mai 1915 durchbrachen deutsche Truppen bei Gorlice-Tarnow die russische Front und gewannen Galizien und die Bukowina. Weiter wurden in einer breit angelegten deutsch-österreichischen Offensive Polen, Kurland und Litauen zu besetzt. Dann kam auch hier die Front zum Stehen. Das anfangs neutrale Italien erklärte am 23. Mai 1915 Österreich-Ungarn den Krieg und versuchte vergeblich, die österreichische Isonzofront zu durchbrechen. Die Türkei, an der Seite der Mittelmächte, kämpfte seit März 1915 an den Dardanellen gegen französische See- und Landangriffe. Im Herbst 1915 warfen die Mittelmächte Serbien nieder und erhielten so eine Landverbindung zur Türkei.

5. Das Jahr 1916: Stagnation an der Westfront

Die Materialschlachten um Verdun (Februar bis Juni) – "Hölle von Verdun" – und an der Somme (Juni bis November) prägen das Jahr 1916. Trotz gewaltiger Verluste auf beiden Seiten brachten die Schlachten keine bedeutenden Frontverschiebungen. Im Osten konnte Russland beträchtliche Geländegewinne machen. Die Rumänen erklärten Österreich-Ungarn am 27. August den Krieg, wurden dann aber aus der Walachei vertrieben und bis hinter den Sereth zurückgeworfen. Bereits der Kriegsverlauf des Jahres 1916 zeigte, dass der Krieg für Deutschland angesichts der Überlegenheit der Gegner nicht zu gewinnen sein würde. Am 12. Dezember unterbreiteten die Mittelmächte ein erstes Friedensangebo...

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