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Referat - Die Rolle des Internationalen Währungsfonds in der Ostasien- und Argentinien-Krise
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Referat - Die Rolle des Internationalen Währungsfonds in der Ostasien- und Argentinien-Krise


Dieses Referat wurde vom Mitglied nikeairmax veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhalte der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.


1.) Einleitung:

Im Internet las ich, dass Wirtschaftskrisen in Argentinien und Ostasien durch den Internationalen Währungsfonds hervorgerufen wurden. In diesem Referat möchte ich näher darauf eingehen und diese These hinterfragen.

Zunächst möchte ich die IWF kurz vorstellen.
Anschließend werde ich auf die Wirtschaftskrisen eingehen, wobei die Rolle des Internationalen Währungsfonds hervorgehoben werden soll. Dabei werde ich auch auf die Problematik der Handlung des Internationalen Währungsfonds eingehen und die Auswirkungen auf die betroffenen Staaten schildern.
Zum Schluss möchte ich persönlich Stellung zum IWF beziehen.


2.) Hauptteil:


Der Internationale Währungsfonds (IWF)

Der Internationale Währungsfonds ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die unabhängig von ihr ist und mit ihr aufgrund vertraglicher Bindungen zusammenarbeitet. Er ist eine Schwesterorganisation der Weltbank-Gruppe.

Der IWF setzt sich für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems ein. Zu seinen Aufgaben gehören: Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Kreditvergabe, Überwachung der Geldpolitik, Technische Hilfe.

Ursprünglich war der IWF so ausgelegt, dass die Mitgliedsstaaten bei Vorhandensein entsprechender Voraussetzungen (z.B. Zahlungsbilanzprobleme) automatisch das Recht hatten, IWF-Kredite zu erhalten. Nach dem Korea-Krieg kollabierten die Preise für Rohstoffe jedoch, was zu entsprechenden Zahlungsbilanzkrisen in einzelnen Mitgliedsstaaten führte. Zu dieser Zeit wurde die Konditionalität eingeführt, d.h. die entsprechenden Staaten hatten nicht mehr das Recht auf IWF-Kredite, vielmehr wurden sie abhängig gemacht von der Erfüllung bestimmter Bedingungen, zum Beispiel Kürzung der Staatsausgaben, niedrige Inflation, Steigerung des Exports, sowie die Liberalisierung des Bankenwesens. Weiterhin kann der Staat auch Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen vorlegen, zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw.

Auch die Unterteilung des Kreditbezugs in einzelne Phasen wurde eingeführt. Jede einzelne Phase wurde von der Erfüllung von Bedingungen abhängig gemacht, die während der vorherigen Phase erfüllt werden mussten.
Dies führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die "letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte" angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale Wirtschaftspolitik als sehr unpopulär angesehen wurde.


Ostasienkrise

Mit Ostasienkrise wird die Finanz- und Wirtschaftskrise Ostasiens der Jahre 1997 und 1998 bezeichnet. Sie begann im Juli 1997 in Thailand und griff auf mehrere asiatische Staaten über, insbesondere auf viele der Tigerstaaten.

Eine starke positive wirtschaftliche Entwicklung im ostasiatischen Raum zog zunächst viele ausländische Investoren an, die an ein dauerhaftes Wachstum glaubten. Als sich aber die Erwartungen nicht bestätigten, wurden regelrechte Panikverkäufe ausgeführt.

Der Internationale Währungsfonds zahlte ab Ende 1997 über 115 Milliarden US-Dollar, um die Region zu stabilisieren - mit geringem Erfolg. Der IWF zwang mittels der Konditionalität die betroffenen Länder, den Leitzins sehr stark anzuheben, um den Fall der Wechselkurse zu stoppen oder abzubremsen. Das hatte aber der realen wirtschaftlichen Entwicklung sehr stark geschadet. Durch diese wirtschaftspolitische Fehlentscheidung fielen die Preise und Aktien ins Bodenlose, sodass innerhalb kürzester Zeit das zuvor investierte Kapital weg war. Durch den massiven Verfall der Währungen und Aktienkurse stieg die Auslandsverschuldung für die betroffenen Länder enorm an. Dies wiederum ließ die Zahlungsunfähigkeiten in die Höhe schnellen, erst bei den Unternehmen, dann bei den Banken, von denen z.B. in Korea fast die Hälfte geschlossen werden mussten.

Das Bruttosozialprodukt ist im Jahr 1998 in den vier am schwersten betroffenen Schwellenländern Ostasiens (Südkorea, Indonesien, Malaysia, Thailand) im Durchschnitt um 8,5 Prozent geschrumpft. Im Zuge dieser heftigen Rezession hat sich die Arbeitslosigkeit etwa verdreifacht, was angesichts der mangelhaften sozialen Sicherungssysteme in diesen Ländern zu massenhafter Verelendung geführt hat.


Argentinien-Krise
Die ökonomischen Probleme in Argentinien begannen mit der Hyperinflation (monatliche Inflationsrate ab 50%; hier: dreistelliger Prozentsatz) in den 80er Jahren. Um die Inflation einzudämmen, wurde die argentinische Währung an den Dollar gekoppelt, die der IWF unterstützte. Man hatte einen Rückgang der inflationären Entwicklung erwartet.
Die Dollarbindung hat zwar die Inflation gemindert, aber kein nachhaltiges Wachstum hervorgerufen. Es blieb eine ein- bis zwei...


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