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Referat - Kriegs- und Antikriegsliteratur; „Im Westen nichts Neues“; „Stalingrad“; Historischer Hintergrund


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Inhaltsverzeichnis





Kriegs- und Antikriegsliteratur: Allgemeines und Entwicklung 2

Literatur in der Weimarer Republik 5

Kurzportrait – Erich Maria Remarque 6

Werkbesprechung - „Im Westen nichts Neues“ 8

Plievier Theodor 13

Ausführliche Werkbesprechung - „Stalingrad“ 14

Historischer Hintergrund 23

Gedicht, Krieg von Annegret Kronenberg 25

Quellenangabe 26


Kriegs- und Antikriegsliteratur: Allgemeines und Entwicklung
Was hat Literatur mit Krieg zu tun und umgekehrt Krieg mit Literatur? Kein Zweifel, der Krieg ist ein brisantes Thema, selbst in der Literatur. In sämtlichen Dichtungsarten kommt er vor, in der Epik, in der Dramatik, in der Lyrik, in der Berichterstattung, die durchaus literarische Qualität haben kann, und in historischen Romanen.
Die Ausdrucksformen reichen vom Schlachtruf bis zur Totenklage, von der Verherrlichung des Krieges bis hin zu seiner Ächtung. Eine Palette von Gefühlen, oft gepriesen als Tugenden oder Ideale, werden dabei angesprochen: Vaterlandsliebe, Mut, Kampfgeist, Kampfeslust. Werte wie Kameradschaft, Gefolgschaftstreue und Gemeinschaftserlebnis, von dem sogar Teilhard de Chardin geschwärmt hat, werden beschworen. Manch einer sah im Krieg sogar eine religiöse Erhebung. Immerhin erschien 1917 ein Buch von O.Herpel mit dem Titel "Die Frömmigkeit der deutschen Kriegslyrik". Feindeshass spielt eine wichtige Rolle. Auch das ist charakteristisch, dass man im Krieg nicht vom Gegner, sondern in erster Linie vom emotional besetzten Feind spricht. Aber häufig machen sich auch Trauer, Sehnsucht nach der Heimat und nach Frieden breit, verbunden mit Abscheu und Ablehnung des Tötens und Mordens.
Eine Fülle von Zitaten belegt, wie unterschiedlich Dichter über den Krieg gedacht haben oder ihre Helden haben denken lassen: "Der Krieg ist der Vater aller Dinge", heißt es bei Heraklit.
"Dulce et decorum est pro patria mori!"(Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben!) ruft Horaz aus. Pindar meint dagegen: "Süß ist dem, der ihn nicht kennt, der Krieg." Zudem glaubte man in der Antike: "Wenn Waffen sprechen, schweigen die Musen." - "Im längsten Frieden spricht der Mensch nicht so viel Unsinn und Unwahrheit als im kürzesten Krieg", betonte Jean Paul in seiner Friedenspredigt 1808. Der amerikanische Senator Hiram Johnson wiederum erkannte im Jahr 1917: "Das erste Opfer eines jeden Krieges ist die Wahrheit". Bertolt Brecht hingegen gab zu bedenken: "Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin."
Die meisten Schriftsteller, die Kriege und Heldenruhm verherrlichen, waren durchaus friedliche Leute. Dagegen schuf der tapfere Soldat Miguel de Cervantes (1547-1616) den "Ritter von der traurigen Gestalt" Don Quichotte de la Mancha, der zusammen mit seinem Knappen Sancho Pansa aus dem heimatlichen Spanien in viele Länder, aus seiner Zeit ins neue Jahrhundert zog, als eine zur Gestalt gewordene lyrisch-ironische Absage an alle kriegerischen Ideale.
Im 18.Jahrhundert bekannten sich viele Aufklärer zu den Ideen von Diderot und Kant, zu ihren Vorstellungen vom ewigen Frieden und glaubten, dass es möglich sei, eine friedliche Entwicklung der aufgeklärten Menschheit zu verwirklichen. Doch im 19.Jahrhundert, im Zeitalter der Nationalkriege und der neu entstehenden Nationalstaaten, wuchsen militante nationalistische Ideologien, blühten kriegerische Mythen und Legenden auf, die in quasi-wissenschaftlichen Traktaten, philosophischen und sogar theologischen Schriften, in bildenden Künsten, in Prosa und Reimen den Krieg verherrlichten, als eine von Gott befohlene Prüfung, oder als Bestrafung der Menschen deuteten. "Das Jahrhundert ist im Sturm geschieden,/Und das neue öffnet sich mit Mord." So mahnte Friedrich Schiller 1801, als Napoleon noch Erster Konsul war.
Lew Tolstoi, der in seinen letzten Werken Gewaltlosigkeit und Nächstenliebe als oberste Gebote eines Urchristentums predigte, schrieb in den Jahren 1864 bis 1869 sein geschichtsphilosophisches, in der Zeit Napoleons spielende Monumentalwerk "Krieg und Frieden", in dem das kollektive Handeln einer ganzen Nation mit den Schicksalen zahlreicher Individuen verflochten ist. Wir sehen das Panorama der Schlachten, des Einfalls der Großen Armee in Russland und seines schauerlichen Rückzugs von Moskau. Der Dichter zeigt aber auch die friedlichen Vorgänge daheim.
Die Romane "Die Waffen nieder!" von Bertha von Suttner und "Debakel" von Emil Zola sind weitere literarische "Früchte" der Kriege des 19.Jahrhunderts.
Mit seinem antimilitaristischen Kriegsroman "Im Westen nichts Neues" bekannte sich Erich Maria Remarque zu der Generation, die vom Krieg zerstört worden war, auch wenn sie seinen Granaten entkommen war. Der Roman wurde sofort Gegenstand erbitterter politischer Auseinandersetzungen. Für die einen war der Roman die nüchterne, ehrliche Beschreibung des Kriegswahnsinns, für die anderen ein bewusstes Anti-Kriegsbuch, eine Beleidigung der Frontsoldaten.
Stellvertretend für den Pazifismus in der Nachkriegszeit sei hier auf Kurt Tucholsky hingewiesen. Er schrieb in der "Weltbühne" Artikel gegen Militarismus, Chauvinismus und reaktionäres Spießertum, durchweg in polemischer Zuspitzung, wobei er sich nicht selten der Rollenprosa im Berliner Jargon bediente. Im Ersten Weltkrieg war er bis August 1916 im Stellungskrieg an der nördlichen Ostfront eingesetzt gewesen und hatte das Glück gehabt, während des gesamten Krieges niemals eine Waffe gegen den "Feind" erheben zu müssen. Die Briefe, die er aus dem Krieg nach Hause schickte, klingen bitter, spöttisch bis zynisch.
Grundsätzlich anders als die Schriftsteller mit dem Ersten Weltkrieg setzten sich die neuen, jüngeren Autoren mit dem Zweiten Weltkrieg auseinander, allen voran Wolfgang Borchert mit seinem Theaterstück: "Draußen vor der Tür".
Die Kriege in Vietnam, am Golf und im ehemaligen Jugoslawien verstärkten erneut die Auseinandersetzung von Schriftstellern mit Krieg und Frieden. In den späten sechziger und siebziger Jahren trieb der Vietnamkrieg viele von ihnen auf die Straße und veranlasste sie zu mancherlei Aktionen. Erich Fried avancierte 1966 mit seinen Vietnam-Gedichten zum Paradebeispiel für politische Literatur. Doch die eigentliche Antikriegsliteratur entstand in Amerika. Repräsentativ hierfür sind Joseph Hellers "Catch 22" und Kurt Vonneguts "Schlachthof".
Zahlreiche amerikanische Künstler und Intellektuelle - unter ihnen abermals Norman Mailer - haben der Irak-Politik von George Bush eine deutliche Absage erteilt. Auch in der Bundesrepublik haben sich Schriftsteller und führende Intellektuelle in die Irak-Debatte eingemischt, nachdem Günter Grass der USA und ihren Verbündeten, unerschrocken wie eh und je, "Heuchelei"und "Hybris" angesichts eines "gewollten Krieges" im Irak vorgeworfen hat.


Literatur in der Weimarer Republik

Zu Beginn der 20er Jahre verlor der literarische Expressionismus der Kriegs- und Vorkriegszeit an Bedeutung. Um eine breite Öffentlichkeit anzusprechen, wählten die Literaten eine allgemeinverständliche Sprache und wirklichkeitsnahe Darstellungen. Der von den bildenden und angewandten Künsten mit Unterstützung von Industrie und Handel propagierte Terminus Neue Sachlichkeit trat ins Zentrum der Aufmerksamkeit.
Der besondere Stellenwert der Literatur in der Weimarer Republik mit einer großen Vielfalt an Stilrichtungen lag in der Überzeugungskraft, mit der das Verhältnis von Individuum und Masse, Individualerfahrung und Massenkultur künstlerisch durchdrungen wurde. Der von den Expressionisten vernachlässigte Roman wurde wieder zur bevorzugten Gattung. Die Ereignisse des Ersten Weltkriegs veranlassten Ernst Jüngers ("In Stahlgewittern", 1920) Ludwig Renn ("Krieg", 1928) oder Erich Maria Remarque ("Im Westen nicht Neues", 1929) ebenso zur Verwendung der epischen Großform wie Thomas Mann ("Der Zauberberg", 1924), Hermann Hesse ("Der Steppenwolf", 1927) oder Robert Musil. Beeinflusst von der Vielschichtigkeit des Alltagslebens feierte der Zeitroman ab Mitte der 20er Jahre den Durchbruch und erschloss der Literatur mit der Welt der Angestellten oder des Großstadtlebens mit Verelendung und Arbeitslosigkeit ganz neue Bereiche.
1926, genau 230 Jahre nach ihrer Gründung, erlaubte die Preußische Akademie der Künste auch Schriftstellern und Schriftstellerinnen den Zutritt. Mit der Schaffung der Sektion für Dichtkunst wurde endlich eine öffentliche Repräsentanz der deutschen Literatur gefördert. Der literarische Aufschwung der Weimarer Republik blieb jedoch bis in die 60er Jahre ein reines Elitephänomen. Die kulturelle Blüte spielte sich vorwiegend in einer schmalen Schicht von Künstlern, Mäzenen, Kunstkritikern und dem wohlhabenden Bildungsbürgertum ab.

Kurzportrait – Erich Maria Remarque
Erich Paul Remarque wurde am 22. Juni 1898 als Kind des Buchbinders Peter Franz Remarque und Anna Maria Remarque (geborene Stallknecht) in Osnabrück geboren. Er nannte sich erst seit 1924 Erich Maria Remarque, den Vornamenszusatz "Maria" verwendete er bereits ab November 1922.
Nach Abschluss der Volksschule (1904 bis 1912) besuchte er das katholische Lehrerseminar. Er wurde 1916 nach einem Notexamen als Soldat eingezogen und kam im Juni 1917 an die Westfront, wo er bereits Ende Juli durch mehrere Granatsplitter an Hals, Arm und Bein verletzt wurde. Obwohl manche ihn mit der Hauptgestalt Paul Bäumer aus seinem berühmtesten Werk "Im Westen nichts Neues", der sich als freiwilliger Soldat bei der deutschen Armee meldete, vergleichen, hatte sich Remarque nicht freiwillig als Soldat gemeldet. Das Kriegsende 1918 erlebte er im Lazarett in Duisburg. Nach dem Krieg setzte er die Lehrerausbildung fort und arbeitete ab dem 1. August 1919 als Volksschullehrer in Lohne (in der Grafschaft Bentheim), ab Mai 1920 in Klein Berßen (Emsland) und ab August 1920 in Nahne, das seit 1972 zu Osnabrück gehört. Mit dem Wunsch nach einer Beurlaubung vom Schuldienst endete diese Episode bereits am 20. November 1920 wieder. Sein Erstlingswerk, der Jugendroman „Die Traumbude“ war ein Misserfolg. Remarque schlug sich u. a. als Agent für Grabsteine und Organist im „Irrenhaus“ durch. Schließlich war er Zeitungsredakteur, u. a. bei der „Osnabrücker Tages-Zeitung“, der „Echo-Continental“ (Werkszeitung des gleichnamigen Reifenherstellers), Hannover (1922) und der „Sport im Bild“, Berlin 1924. Bereits im Jahr 1921 ist die gelegentliche Verwendung des Künstlernamens belegt. Während seiner Zeit in Hannover wurden von Remarque etwa 100 kürzere Prosatexte in diversen Tages- und Wochenzeitungen veröffentlicht.
1938 wurde er schließlich ausgebürgert und lebte offiziell ab 1939 in den USA. Hier traf er auf weitere deutsche Emigranten, wie Lion Feuchtwanger, Bertolt Brecht, Artjom Dmitriev und die Schauspielerin und Nazigegnerin Marlene Dietrich. Im amerikanischen Exil schrieb er einen Roman, der 1941 in London unter dem Titel „Flotsam“ (Strandgut) auf Englisch und in Stockholm unter dem Titel „Liebe Deinen Nächsten“ auf Deutsch erschien. Einige Jahre später (1947) erlangte er die amerikanische Staatsbürgerschaft. Ab 1948 lebte er abwechselnd in den USA und im schweizerischen Porto Ronco. In Ascona begegneten sich Herbert Zangs, Marlene Dietrich und Remarque im damals angesagten Cafe Verbano.
Remarque war in erster (14. Oktober 1925 - 4. Januar 1930) und zweiter Ehe (22. Januar 1938 bis 20. Mai 1957) mit der Tänzerin Jutta Ilse Zambona (25. August 1901 - 25. Juni 1975) verheiratet. Zwischenzeitlich hatte er Affären mit Marlene Dietrich, Greta Garbo und anderen. Am 25. Februar 1958 heiratete er die Schauspielerin Paulette Goddard, die frühere Ehefrau Charlie Chaplins, mit der er bis zu seinem Tod in seiner Wahlheimat Tessin lebte.
Er starb am 25. September 1970 in Locarno, nachdem er in den Jahren zuvor bereits mehrere Herzanfälle erlitten hatte, an Aortenaneurysma, einer besonderen Komplikation der Arteriosklerose. Remarque wurde auf dem Friedhof von Ronco sopra Ascona beigesetzt.

Werkbesprechung - „Im Westen nichts Neues“

In Erich Remarques Antikriegsroman "Im Westen nichts Neues" werden tagebuchartig die Erlebnisse Paul Bäumers in den Kriegsjahren 1916-1918 geschildert. Paul Bäumer besucht die Oberprima eines Gymnasiums. Auf Drängen seines Klassenlehrers Kantorek meldet sich der gesamte Jahrgang zu den Kriegsfreiwilligen. An der Front trifft Paul den Mann, der während der kommenden Kriegszeit sein bester Freund werden soll: Stanislaus Katczinsky (Kat), einen einfachen Mann Anfang vierzig. Er hat aufgrund seiner Erfahrung einiges zu melden und wird auch anerkannt. Ebenfalls in der gleichen Kompanie dienen der Schlosser Tjaden, Haie Westhus, ein Torfstecher und Detering, ein Bauer.
Kemmerich, ein Kamerad aus Pauls Klasse, ist der zweite, den es "erwischt". Er erleidet einen Oberschenkeldurchschuss. Deshalb wird ihm das Bein amputiert. Man sieht, dass er bald sterben muss. Müller denkt trotz all der Trauer an Kemmerichs Stiefel. Paul besticht einen Sanitäter mit Zigaretten, um ihn zu bewegen, dass er Kemmerich Morphium gibt. Am nächsten Tag stirb Kemmerich.
Die Kompanie macht sich auf den Rückzug zu den Baracken. Als sie während des Marschs wieder beschossen werden, sucht die Gruppe Deckung auf einem alten Friedhof. Paul legt sich unter einen Sarg. Einige Zeit nach ihrer "Heimkunft" erreicht sie die Nachricht, dass Himmelstoß an ihren Frontabschnitt gekommen sei. Sie wissen alle, außer Kat, der ja eine Familie hat, nicht, was sie mit sich anfangen sollten. Die Stimmung ist angespannt. Man hört allerlei Gerüchte, dass auf der anderen Seite ununterbrochen Nachschub anrollt und eine große Offensive geplant sei. In der Nacht werden die Unterstände mit schwerer Artillerie beschossen
Eines Vormittags sehen die Soldaten mitten in Angst, Leid, zwischen Bombentrichtern und Toten einen Hoffnungsschimmer: Zwei Schmetterling fliegen inmitten des ganzen Elends und lassen sich auf einem Totenschädel nieder. Die 2. Kompanie bekommt immer wieder Verstärkung, um die Verluste auszugleichen, meist junge Rekruten, die beim nächsten Angriff niedergeschossen werden. Paul, Kat, Kropp und andere erfahrene Veteranen versuchen, den jungen Kerlen ihre Erfahrung und Kenntnisse weiterzugeben. Meist jedoch ohne Erfolg.
Die Soldaten sind auch in diesem ganzen Leid Männer geblieben. Als Leer, Tjaden, Paul und Albert baden, sehen sie am anderen Ufer 3 junge Französinnen. Sie verabreden mit ihnen, dass sie des Nachts zu ihnen mit Brot herüberkommen. Weil es nur 3 Frauen sind, machen Paul, Leer und Albert ihren Kameraden Tjaden so betrunken, dass er die Frauen vergisst. Darauf nehmen die 3 Männer etliche Speisen und schwimmen über den Fluss zum anderen Ufer, wo die Frauen warten. Die Französinnen geben den Dreien trockene Kleider und bitten sie ins Haus. Die Frauen sind über die Lebensmittel hoch erfreut und nach ein wenig sinnlosem "Geplapper" werden sie intim. Nach diesem Abenteuer verabschieden sich die Männer und verschwinden wieder in ihre Quartiere. Paul bekommt Heimaturlaub mit einem abschließenden Abstecher ins Heidelager. Auf der Bahnfahrt werden, als er die vertraute Umgebung erblickt, alte Erinnerungen wach. Seine Mutter bricht, als er kommt, in Freudentränen aus. Sie opfert für ihn ihre letzten Leckerbissen, die sie sich vom Mund abgespart hat. Paul sieht all die bekannten Dinge, die er mit Kindheit und Jugenderinnerung verbindet. Trotzdem ist sein Zuhause nicht mehr dasselbe. Er ist ein anderer geworden, die Heimat erscheint ihm unwirklich. Paul erfährt, dass seine Mutter Krebs hat. Am Nachmittag macht er sich auf zum Bezirkskommando, um sich dort anzumelden. Als er gedankenversunken an einem Major vorbeigeht, ohne ihn zu grüßen, wird er erstmal von ihm heftig gerügt. Nach diesem Erlebnis zieht er lieber seinen Zivilanzug an und geht in die nächste Kneipe. Doch auch dort hat er keine Ruhe. Sämtliche Bekannte fragen ihn nach dem Krieg und seinen Erlebnissen an der Front. Er hat jedoch Angst, diese in Worte zu fassen, weil er fürchtet, dann von ihnen überrollt zu werden. Ihm hängen diese ganzen Leute zum Hals heraus, die ihm auf die Schulterklopfen und Sprüche reißen über den "ach so tollen Krieg". Paul zieht sich deshalb in sein Zimmer zurück und denkt an die Kameraden, die auch jetzt, wo er erst mal in Sicherheit ist, täglich ihr Leben aufs Spiel setzen. Er verbringt die meiste Zeit zu Hause, wo er in alter Erinnerung schwelgt und immer wieder die Sachen, die ihm einmal etwas bedeuteten (wie zum Beispiel seine Büchersammlung), ansieht.
Eines Tages geht er zu seinem ehemaligen Klassenkameraden Mittelstaedt in die Kaserne, wo dieser ihm erzählt, dass ihr alter Klassenlehrer Kantorek als Landsturmmann eingezogen worden ist. Mittelstaedt schikaniert diesen, wo er nur kann und rächt sich somit für die Schulzeit und das Verderben, in das Kantorek alle mit seiner Kriegsverherrlichung geschickt hat. Paul geht schließlich zu Kemmerichs Mutter, die total verzweifelt ist über den Tod ihres Sohnes. Sie fragt ihn, wie er gestorben sei. Paul lügt und erzählt ihr, dass es kurz und schmerzlos gewesen sie. Nach seinem Urlaub macht Paul vier Wochen Dienst an den Baracken im Heidelager. Neben den Baracken befindet sich ein zweites Lager, in dem russische Kriegsgefangene untergebracht sind. Den Russen dort geht es noch viel schlechter als den Deutschen. Abends schleichen sie sich aus dem Lager und durchwühlen die Mülltonnen nach etwas Essbarem. Die Kriegsgefangenen tun Paul leid. Er begreift die Sinnlosigkeit des Krieges, als er diese armen Menschen sieht. Die Nationen könnten Freunde sein und müssen nur wegen irgendeines blödsinnigen Befehls aufeinander schießen. Als Pauls Vater und seine Schwester ihn im Lager besuchen kommen, erfährt er, dass seine Mutter ins Krankenhaus gekommen ist und es nicht mehr verlassen wird.
Paul kommt wieder zurück an die Front. Überall hört er schlechte Nachrichten. Dann findet er endlich zu seiner Kompanie und trifft auch seine alten Kameraden Kat, Kropp und Tjaden. Im Lager herrscht große Aufregung. Der Kaiser soll persönlich zu einer Parade kommen, heißt es. Alle Soldaten werden neu ausgestattet, und es wird sehr auf Hygiene geachtet.
Das Kommen des Kaisers wird für viele zur Enttäuschung. Er ist keine so imposante Erscheinung, wie sie gedacht hatten. Nach der Parade müssen die neuen Uniformen wieder abgegeben werden. Auf dem Weg zur Front kommt die Kompanie durch einen Wald, in dem Minen eingeschlagen sind. Überall liegen Tote und Teile von ihnen herum. Paul meldet sich zu einer Patrouille, um die gegnerischen Stellungen auszuspionieren. Während seiner Mission verliert er zwischen den Fronten die Orientierung. Zu allem Übel starten die Franzosen auch noch eine Offensive. Paul sucht in einem Bombentrichter Deckung, als die ersten Feinde kommen. Paul stellt sich tot. Sie springen über ihn hinweg. Die Franzosen können jedoch nicht durchbrechen und flüchten zurück in ihre Stellungen. Auf der Suche nach Deckung springt ein Franzose zu Paul in den Trichter. Paul sticht den Feind ohne zu überlegen nieder. Allerdings lebt der andere noch. Paul bringt es nicht übers Herz ihn zu töten. Es ist das erste Mal, dass er sieht, was für ein Leid er doch angerichtet hat. Er beginnt den Feind als Menschen zu sehen und bekommt ihm und seiner Familie gegenüber Schuldgefühle. Paul versucht dem Mann das bisschen Leben, das ihm noch bleibt, so angenehm wie möglich zu machen. Das Artilleriefeuer liegt immer noch zwischen den Gräben, so dass Paul im Trichter ausharren muss. Ihn plagen immer mehr Schuldgefühle. Er notiert sich den Namen des Mannes aus dem Soldbuch. Aber jetzt kennt er den Namen seines Opfers.
Paul, Kat, Albert, Tjaden, Müller, Leer und Detering müssen ein Dorf bewachen, das geräumt worden ist. Aus dem Proviantamt holen sie sich Lebensmittel, die sie dann zu einem herrlichen Festmahl zubereiten. Am nächsten Tag packen sie sich noch ein paar Delikatessen aus dem Proviantamt zusammen und ziehen ab. Unterwegs wird der Munitionstransport auf dem sie mitfahren, beschossen. Albert wird am Knie getroffen und Pauls Bein wird verletzt. Die beiden stützen sich gegenseitig und retten sich zunächst in den Unterstand. Dort nimmt sie ein Sanitätswagen mit ins nächste Lazarett. Paul besticht den Sanitätsfeldwebel, um mit Albert in dasselbe Abteil des Lazarettzuges zu kommen. Albert hat Fieber und ist deshalb nicht mehr transportfähig. Um nicht von seinem Kameraden getrennt zu werden, simuliert auch Paul erhöhte Temperatur. Beide werden an der nächsten Station ausgeladen und zu einem katholischen Krankenhaus gebracht.
Viele Verletzte, die anfangs im Zimmer von Paul lagen, sterben und machen so die Betten für neue Kriegsgeschädigte frei. Alberts Bein wird amputiert und der Stumpf heilt gut. Paul kann sogar wieder gehen. Nach einem kurzen Erholungsurlaub zu Hause, wird Paul wieder an die Front gerufen, Detering desertiert, wird auf der Flucht gefasst und vom Kriegsgericht zum Tode verurteilt. Auch Müller stirbt während eines Gefechts unter großen Schmerzen.
Nun bekommt Paul die Stiefel, die einstmals Kemmerich gehörten. Als Reserve kommen nur noch junge Rekruten, die noch keine Ahnung vom Krieg haben. Der Kriegssommer 1918 ist für Paul der blutigste überhaupt. Während Kat Essen holt, wird er am Schienbein getroffen. Er kann nicht mehr allein laufen. Deshalb trägt ihn Paul zu nächsten Sanitätsstation. Unterwegs wird Kat von einem umherfliegenden Granatsplitter tödlich getroffen und lebt nicht mehr, als Paul mit ihm an der Station ankommt. Im Spätsommer sind Gerüchte über einen Waffenstillstand im Umlauf. Paul erlebt diesen nicht mehr. Er stirbt "im Oktober 1918, an einem Tag, der so ruhig und still war an der Front, dass der Heeresbericht sich nur auf einen Satz beschränkte, “im Westen sei nichts Neues zu melden." (Die guten Schnürstiefel Kemmerichs wird nun Tjaden bekommen haben, und wer weiß, wer noch.)

Zusammenfassendes Urteil (“Leseempfehlung”)
Ich finde das Buch sehr interessant, und würde es auf jeden Fall weiterempfehlen, weil es sehr spannend geschrieben ist und die Erlebnisse des Paul Bäumers und seinen Kameraden ziemlich packend und mitreißend geschildert ist. Remarque stellt die Thematik realitätsnah dar. Wie bereits erwähnt, ist auch die Sprache, in Bezug auf die Thematik angemessen. Nicht umsonst wird “Im Westen nichts Neues” als das beste Antikriegsbuch betitelt.


Plievier Theodor
* 12.02.1892 Berlin
† 12.03.1955 Avegno (Schweiz)

P. entstammte einer Weddinger Arbeiterfamilie. Er wuchs in der Wiesenstraße 29 auf, wo er mit mehreren Geschwistern in sehr beengten Verhältnissen lebte. 1909 brach er eine Lehre als Stukkateur ab und begab sich auf Wanderschaft durch Europa. Er fuhr als Matrose nach Australien und Südamerika, diente bei der Kriegsmarine auf dem Hilfskreuzer „Wolf“ und beteiligte sich 1918 aktiv am Matrosenaufstand in Wilhelmshaven.
Ab Ende 1920 lebte P. als freier Schriftsteller, Übersetzer und Redner wieder in Berlin. Er wohnte zunächst in der Zionskirchstraße, ab 1925 in der Köllnischen Straße 6 (Fischerinsel) in Mitte und danach in der Landsberger Straße 32. P. trat dem 1928 gegründeten Bund proleta- risch-revolutionärer Schriftsteller bei. Sein Erstlingswerk „Des Kaisers Kulis. Roman der deutschen Kriegsflotte“ (1930) wurde in 18 Sprachen übersetzt. In seinem zweiten Tatsachenroman „Der Kaiser ging, die Generäle blieben“, der 1932 erschien, schilderte er das letztliche Scheitern der Novemberrevolution 1918.
Ab 1933 nannte er sich Plievier und ging kurz nach dem Reichstagsbrand in die Tschechoslowakei. Zuvor hatte er bereits einige Wochen illegal in der Sodener Straße in Wilmersdorf gelebt, da er wegen seiner politischen Auffassungen vom NS-Regime verfolgt wurde. 1933 wurden seine Bücher öffentlich verbrannt, und ein Jahr später nahm man ihm die deutsche Staatsbürgerschaft. Aus der Tschechoslowakei emigrierte P. über Frankreich und Schweden in die Sowjetunion.
1945 kehrte er mit der Roten Armee nach Deutschland zurück und wurde Verlagsleiter in Weimar und Vorsitzen- der des Kulturbundes in Thüringen. Sein Roman „Stalin- grad“ (1945) wurde eine Anklage gegen den Krieg und erreichte eine millionenfache Auflage. 1947 ging er nach Wallhausen am Bodensee. Seine Romane „Moskau“ 1952 und „Berlin“ 1954 sind durch die Abkehr von kommunisti- schen Positionen geprägt.
Am Standort seines Geburtshauses, Wiesenstraße 29, erinnert eine Gedenktafel an P., die Theodor-Plievier- Schule und die Spandauer Plievierstraße tragen seinen Namen.
Bücher:
1930 Des Kaisers Kulis. Roman der deutschen Kriegsflotte
1945 Stalingrad
1946 Im letzten Winkel der Erde
1947 Eine deutsche Novelle
1947 Das gefrorene Herz. Erzählungen
1952 Moskau
1954 Berlin

Ausfüh...


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