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Referat - Magersucht//Referat Hausarbeit


Dieses Referat wurde vom Mitglied Caansu veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhalte der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.


Was ist Magersucht?
Die Anorexia nervosa ist keine organische Erkrankung, führt aber zu organischen Auswirkungen und Körperveränderungen.Diese Krankheit, die im schlimmsten Fall sogar mit dem Tod enden kann, ist mitten unter uns, gerade in den Industrieländern! Wie der Name schon sagt, handelt es sich um die Sucht, mager zu sein.
Viele haben schon einmal eine Diät angefangen und sich ein Ziel festgelegt, den sie erreichen wollten und auch erreicht haben. Spätestens dann kehren sie wieder zum normalen Essverhalten zurück. Hier werden die Unterschiede sehr deutlich. Die später Magersüchtigen hungern weiter, auch dann, wenn sie ihr Zielgewicht bereits weit unterschritten haben. Ein neues niedriges Gewicht wird definiert, der wiederum erreicht und ein neues Gewichtsziel gesetzt. Auch dann wenn das Gewicht bedrohliche Masse angenommen hat. Sie sind stolz darauf, ihr Traumgewicht erreicht zu haben, und noch stolzer, wenn sie noch weiter runter kommen. Das macht die Krankheit im Eigentlichen aus. Nach dem Motto: Immer weiter, wenn ich es bis dahin geschafft habe, schaffe ich auch noch mehr. Nicht der gesamte Körper steht im Blickfeld, sondern einzelne Körperteile wie Oberschenkel, Bauch oder Hüften. Das Körpergewicht kann von 15% bis 55% unter Idealgewicht absinken. Begleitend zu der Kalorienreduktion führen einige kalorienverbrauchendes Körpertraining durch. Das Wort "Anorexia" - Appetitlosigkeit ist irreführend. Magersüchtige sind nicht appetitlos, ganz im Gegenteil, sie leiden Hunger, auch wenn sie dies hartnäckig verleugnen. Viele Magersüchtige versuchen ihre Hungergefühle durch Kaugummikauen und Zufuhr von kalorienloser Flüssigkeiten zu vertrieben. Sie glauben, sie haben sich unter Kontrolle, während andere um sie herum schwach sind und ständig ihren Gelüsten nachgeben müssen. Für Magersüchtige ist essen was "Verbotenes, und das es zur Lebenserhaltung dient, haben sie aus den Augen verloren. Es gilt: Leistung und Anerkennung, Pflicht und Gehorsam, Ordnung und Sauberkeit, Zusammenhalt und Anpassung, Recht und Unrecht. Unzufriedenheit mit sich ist nur eine der vielen Ursachen warum immer mehr Mädchen (aber auch Jungen) an Magersucht erkranken. Angst der Gesellschaft nicht zu gefallen, zu starkes richten nach Vorbildern, die Angst, die Eltern zu enttäuschen und damit die Angst nicht mehr geliebt zu werden. Aber auch die Angst vor dem Erwachsenwerden könnte ein Grund sein!
Bei etwa 60% der Magersüchtigen kommt der Tag, an dem Sie die Kontrolle verlieren und viel essen.Sie essen mehr, als sie sich erlaubt haben und erbrechen danach willentlich. Dies ist der Anfang von Heisshungerattacken - die Magersucht hat sich zur Bulimie ausgeweitet. Nicht allen gelingt es erbrechen zu können. Deshalb nehmen einige Abführmittel ein, mit ständig steigender Dosierung. Das schlimme ist, das Magersüchtige ihre Krankheit sehr gut verstecken und überspielen können.
Magersucht ist eine Essstörung, an der mehr als 100.000 Mädchen und junge Frauen im Alter von zwölf bis 25 Jahren leiden. Männer sind nur zu fünf Prozent betroffen. Die Betroffenen halten meist eine strenge Diät oder verweigern Nahrung total. Häufig beginnt die Magersucht kurz nach dem Einsetzen der ersten Regelblutung.
KURZGESAGT:
Magersucht ist eine Seelenkrankheit, die den Körper als Ausdrucksmittel benutzt. Es gibt keinen konkreten Zeitpunkt, an dem die Krankheit ausbricht, keinen, an dem sie geheilt ist; alles geschieht in einem langwierigen Prozess, baut aufeinander auf, ist miteinander verknüpft.

Wie entsteht oder was führt zur Magersucht?
Es gibt verschiedene Gründe, die zu Magersucht führen können, aber mitwirkend sind dabei auch persönliche Charakteristiken.
Einige davon sind:
>>Wenig oder kein Selbstbewusstsein - fühlt man sich unsicher, zu dick oder nicht hübsch genug oder man ist einfach nicht mit sich und seinem Körper zufrieden, kann das zu Magersucht führen.
>> Die Schönheitsideale in Fernsehen, Werbung und Zeitschriften. Models und Schauspieler sind schön, schlank und hübsch. Viele junge Menschen nehmen diese als ihr Vorbild.
>> Die Kontrolle über den eigenen Körper und das eigene Leben zu haben. Es gibt einem das Gefühl etwas besonders gut zu können, den Körper unter Kontrolle zu haben.
>> Die Angst vor dem Erwachsen werden ? oft entwickelt sich Magersucht während der Pubertät, da dies eine Zeit der großen Veränderung ist: Sexuell, körperlich und emotionell.
>> Konflikte in der Familie ? z. B. Scheidung der Eltern.
>> Um Aufmerksamkeit zu bekommen, manchmal ist Magersucht so eine Art Hilferuf.
>> Bei Sportler, von denen erwartet wird, dass sie besonders schlank sind z. B. Skispringer oder Tänzerinnen besteht ein besonderes Risiko, dass sie magersüchtig werden.
Symptome von Magersüchtigen:

* Nahrungsreduktion wie bei strenger Diät oder Fasten
* Extremer Gewichtsverlust
* Eßrituale, zum Beispiel Nahrung in winzige Stücke zu schneiden
* Untergewicht
* Frieren
* Schwindel/Kreislaufstörungen
* Schwächegefühl in den Beinen
* Haarausfall
* Zahnschäden
* Behaarung am Körper
* Schuppige Haut
* Brüchige Nägel
* Durchblutungsstörungen an Händen und Füssen
* Niedriger Blutdruck
* Verlangsamter Puls
* Wassereinlagerung
* Ausfall der Menstruationsblutung
* Schlafstörungen
* Konzentrationsstörungen
* Zwangsdenken
* Zwangshandlungen
* Labilität
* Soziale Isolierung
* Depressive Verstimmung
* Eßanfälle bei Ärger, Nervosität oder Aufregung
* Mißbrauch von harntreibenden Mitteln, Appetitzüglern oder Abführmitteln
* Bei großen Gewichtsverlusten nimmt das Herz an Muskelmasse ab
* Magersucht führt langfristig zu Knochenschwund, sogenannt Osteoporose
*Extremer Gewichtsverlust
*Diäten machen ohne übergewichtig zu sein
*Verstecken des Körper, z. B. weite Pullover tragen
*wenig oder keine Nahrungsaufnahme
*Probleme vor anderen zu essen
*ungewöhnliche Essgewohnheiten: Das Essen in Farben, Zahlen einzuteilen und Essen auf dem Teller zu arrangieren
* Aussetzten der Regel oder verspätete Geschlechtsreife.

Ursachen der Essstörungen
Häufigste Ursachen:

* Kindheits- oder Familienkonflikte.
* Probleme mit dem Erwachsenwerden, bzw. bei Mädchen mit dem "Frau-Sein".
* Orientierung an übertriebenen Schlankheitsidealen.
* Mangelndes Selbstbewußtsein, familiärer Leistungs- und Erfolgsdruck.
* Sexueller Missbrauch/Vergewaltigung
* Unbewußtes Aufmerksammachen auf die eigene Person, Hilferuf nach mehr Beachtung und Liebe.
* Streben nach Selbständigkeit und Abgrenzung.
* Erhöhtes Erkrankungsrisiko, wenn in der Pubertät mit Fastenkuren und Diäten experimentiert wird und die Erfahrung gemacht wird, daß sich nach einigen Tagen des Hungerns eine Hungereuphorie einstellen kann.

Auflistung einiger Merkmale der Familiensituation:
* Korrektheit
* Ordnung
* Disziplin
* Emotionalität und Austausch von Zärtlichkeit wird sehr oft abgelehnt
* Lust und Sinnlichkeit werden ebenfalls oft abgelehnt
* Ehe der Eltern ist oft unbefriedigend
* Mütter haben oft zu Gunsten der Familie auf eigene Karriere verzichtet - desillusioniert, nach Aussen dominierend
* Vollkommenheitswunsch
* Perfektes Kind, ohne Widerrede, ...
* Väter sind oft wenig präsent

Magersucht kann man in diesen Formen sehen:
*Schönheitsideal
* Leistungsbeweis
* Kontrollmassnahme
* Ausdruck des Besonderen, Einmaligen
* Ausdruck von Macht und Stärke
* Möglichkeit sich von der Familie abzugrenzen
* Lebenssinn und -Inhalt
* Flucht von der realen Welt
* Ausdruck von Leiden
* Möglichkeit, sich zu zerstören
* etwas Vertrautes
* Suche nach Zuwendung und Liebe
* Schutz vor dem Erwachsenwerden
* Schutz vor Weiblichkeit
* Möglichkeit sich wahrzunehmen
* Ein Weg die innere Leere auszufüllen
* Unabhängigkeitsbeweis Ersatz für Freunde und Liebe

Magersucht hat nicht mehr mit dem anfänglichen Ziel zu tun, abzunehmen, um eine bessere Figur zu bekommen. Sie sind das Sichtbar werden einer schweren inneren Not; sie sind die Ausdrucksform einer Vielzahl psychischer Probleme.

Körperliche Schädigungen
Fasten, Erbrechen und der Gebrauch von harntreibenden Medikamenten oder Abführmitteln können zu einem Mangel an lebensnotwendigen Elektrolyten wie z.B. Kochsalz, Magnesium oder Kalium führen.

Gleichzeitg kommt es oft zu Verschiebungen des Säuregehaltes im Blut. Die Möglichkeiten der gesunden Niere und anderer Organe, die Elektrolytkonzentration und den Säure-Basen-Haushalt des Blutes stabil zu regulieren und auftretende Schwankungen auszugleichen werden häufig stark überfordert. Oft entsteht dann eine Kombination aus Kaliummangel und Säuremangel, die zu schweren Herzrhythmusstörungen und anderen EKG-Veränderungen führen kann. Weiterhin kommt es zu Verkrampfungen und einer schnellen Ermüdbarkeit der Muskulatur.

Eine andere wichtige Funktion der Niere ist die Ausscheidung von Abbauprodukten über den Urin, die beispielsweise im Stoffwechsel bei der Verdauung von eiweißreicher Nahrung entstehen.

In Verbindung mit einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme kann schließlich der Harnsäurespiegel ansteigen und so ebenfalls zu Nierenstörungen führen, wie sie sonst nur von der Gichterkrankung bekannt sind.


Durchblutungsstörungen mit Kältegefühlen an den Händen und Füßen sind häufig eine Folge. In extremen Fällen kann es sogar zu Erfrierungen kommen.


Besonders schwerwiegend ist der Vitamin-D-Mangel. In Verbindung mit Nierenfunktionsstörungen, veränderten Sexualhormonen und einem Calcium- oder Phosphatdefizit führt der Mangel an Vitamin D zu schwerwiegenden Störungen des Knochenstoffwechsels. Die Mineralisation der Knochengrundsubstanz wird unzureichend. Es kommt zu einer Knochenerweichung und zu einer Verminderung der Knochengrundsubstanz . Als Folge können Knochenbrüche schon nach minimalen Stürtzen auftreten.

Andere Umbauprozesse der Knochen mit Auftreibungen und Verbreitungen an den Endgliedern der Finder oder Zehen führen manchmal zu sogenannten Trommelschlegelfingern oder -zehen.

AUSWIRKUNGEN

Niedriger Puls und niedrige Körpertemperatur, Gesamtreduktion der Verbrennung von Nahrungsmitteln, Haarausfall, trockene Haut, Müdigkeit, unregelmäßige Monatsblutung, Kältegefühl, Hormonstörungen
>> Körperschemastörung
>> Trotz starker Gewichtsabnahme fühlt sich der Betroffene immer noch zu dick.
>> Veränderte Essgewohnheiten
>> Ein Magersüchtiger vermeidet kalorienreiche Nahrung.
Oft kocht er auch für andere ohne mitzuessen und wenn er isst dauern selbst kleine
>> Mahlzeiten ziemlich lange.
>> Seelische Veränderungen
>> Die Betroffenen haben panische Angst vor der Gewichtszuname
>> Gewichtsverlust
>> Viele Magersüchtige magern oft 45% ihres Gewichts ab.

Psychische Folgen
Veränderungen des Eiweißstoffwechsels können bei kohlenhydratarmer Ernährung möglicherweise die Übertragung zwischen den Nervenzellen im Gehirn und somit die Stimmung verändern. Mit zunehmender Depression verliert man immer mehr Lebensfreude und Interesse an der Umwelt. Dies führt zu einem Teufelskreis.
Gleichzeitig nimmt die Konzentrationsfähigkeit ebenso wie die allgemeine Leistungsfähigkeit und auch das Interesse an der Sexualität ab.

DIE KRANKHEIT MAGERSUCHT IN ZAHLEN

Etwa 5 Millionen Frauen und Männer in Deutschland leiden an Essstörungen, davon haben 3,7 Millionen gefährliches Untergewicht.

100 000 Menschen, insbesondere Frauen leiden demnach an Magersucht.
600 000 Frauen und Männer haben Bulimie. Die Zahl der Magersüchtigen verdreifachte sich in den letzten zehn Jahren.

Krankheit und Heilung
? 30% der Magersüchtigen sind chronisch krank
? 30% der Magersüchtigen sind nach einer Behandlung geheilt
? 30% der Magersüchtigen erfahren eine Spontanheilung
? 10% aller Magersüchtigen sterben an ihrer Magersucht

Diäterfahrungen
? 25% aller 7-10-jährigen Mädchen haben schon eine Diät gemacht
? 11% aller 11-15-jährigen Jungen haben schon eine Diät gemacht
? 95% aller Diäten funktionieren nicht.

Schönheitsideal oder Schlankheitswahn?
? 8% der 6-17-jährigen Jungen und Mädchen wiegen zu wenig
? 50% aller Mädchen unter 15 Jahren halten sich zu dick, bei Normal- oder Untergewicht.
? 90% der weiblichen Teenager wollen abnehmen.
? 66% aller 11-19-jährigen Jungen und Mädchen möchten dünner sein
? 73% der Frauen finden ein Gewicht unterhalb des Normalgewichts am attraktivsten.

Hyperaktivität
Neben der Kalorienreduktion besteht häufig ein übertriebener Bewegungsdrang mit dem Ziel abzunehmen, der durch Schwimmen, Jogging, Aerobic oder Gymnastik befriedigt wird. Dies nimmt oft mehrere Stunden pro Tag in Anspruch. Jede Ruhepause wird vermieden und der Schlaf auf ein Minimum reduziert. Das Verhalten von Magersüchtigen wird häufig als zwanghaft beschrieben. Magersüchtige versuchen die Leistungen des Vortages zu übertreffen oder zumindest an diese anzuknüpfen.

Einstellung zum Leistungsbereich
Magersüchtige sind häufig sehr leistungsorientiert und -motiviert. Sie sind in aller Regel normal bis überdurchschnittlich begabte Jugendliche mit guten Noten in der Schule. Sie verfügen auch oft über einen ausgeprägten Ordnungssinn, besondere Sauberkeit und einem gesteigerten Pflicht- und Verantwortungsbewußtsein gegenüber Eltern und Geschwistern.

Risikogruppen
Magersucht tritt bevorzugt in der Mittel- und Oberschicht bei Mädchen in der Pubertät auf. Magersüchtige besitzen oftmals einen hohen Intelligenzgrad. Frauen in der Altersspanne vom 15. bis zum 25. Lebensjahr, gelten als Risikogruppe für Magersucht. Ca. 1% dieses Alterssegments ist an Magersucht erkrankt. Nur etwa 5% der Erkrankten sind Männer. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung tritt Magersucht relativ selten auf, allerdings seit den siebziger Jahren mit steigender Tendenz.

Diagnosekriterien
? Körpergewicht von min. 15% unterhalb des Normal- bzw. des in der Wachstumsphase zu erwartenden Gewichts.
? Body-Mass-Index (BMI) bei oder unter 17,5
? Selbstherbeigeführte Gewichtsreduktion durch:
- Eingeschränkte und extrem kontrollierte Nahrungsaufnahme
- Vermeidung hochkalorischer Speisen
- Übertriebene körperliche Aktivität (Hyperaktivität)
- Selbstinduziertes Erbrechen oder Mißbrauch von Abführmitteln
? Ständiges Kreisen der Gedanken um Nahrung und Gewicht
? Starke Angst vor Gewichtszunahme
? Fehlen von Krankheitseinsicht

Im Gegensatz zu Erwachsenen gilt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre nicht der BMI, da Kinder und Jugendliche noch im Wachstum sind. Hier werden Perzentilen, sogenannte Wachstums- und Gewichtskurven verwendet, in die Alter, Gewicht und Körpergröße einfließen. Im Einzelfall sollte die Perzentile eines Kindes bei einem Arzt bestimmt und besprochen werden.

INFO

Magersüchtige sind von ihrem äußeren Erscheinungsbild auffallend dünn. Sie sind hoch sensibel für die Bedürfnisse anderer und können sich verbal gut mit Freunden, Bekannten und Verwandten auseinander setzen. Der Zugang zu ihrer eigenen Gefühlswelt ist ihnen jedoch sehr schwer möglich. Daher ist es auch für nahe stehende Personen schwer, sie emotional zu erreichen und zu stützen.

Typisch für Magersucht (Anorexie; Anorexia nervosa):

* Fehlender Kontakt zum Körper und dessen Bedürfnissen.
* Der Körper wird als Feind erlebt und bekämpft.
* Ständiges Wiegen und sich zu dick fühlen.
* Der Kopf kontrolliert und steuert.
* Kontrolle vermittelt das Gefühl, autonom und selbständig zu sein.
* Manchmal übertriebene Sparsamkeit und extremer Reinlichkeitssinn, Ablehnung jeglicher lustbetonter Betätigung, eine ausgesprochen spartanische Lebensweise.
* Rückzugsverhalten.
* Schwarzweißdenken und depressive Verstimmungen.
* Ritualisiertes Essverhalten.
* Extrem langsames Essen, extrem heiß oder kalt essen.
* Verzehr von Baby- oder Kindernahrung, breiige Kost.
* Bevorzugung von kalorienarmen Nahrungsmitteln und Getränken, meist sehr einseitige Nahrungsauswahl.
* Essen vortäuschen, kauen und ausspucken.
* Kochen, backen, Rezepte sammeln und andere zum Essen animieren.
* Vieles im Stehen machen.
* Sich Kälte aussetzen.
* Exzessiv Sport treiben.
* Tragen von schweren Taschen/Rucksäcken.
* Die Betroffenen verweigern sich über lange Zeit, sich ihre Krankheit einzugestehen.

Mögliche diagnostische Hinweise:

* Gewichtsverlust von 20% innerhalb kurzer Zeit (ca. 3-4 Monate) z.B. 12 kg bei ursprünglichen 60 kg und einer Größe von 1,70 m.
* Der Gewichtsverlust ist selbst herbeigeführt durch streng kontrollierte und eingeschränkte Nahrungsaufnahme, übertriebene körperliche Aktivitäten, selbst induziertes Erbrechen oder Abführen (anfallsartig).
* Ständiges, übertriebenes gedankliches Kreisen um Nahrung und Körperschema.
* Extreme Angst vor Gewichtszunahme.
* Körperschemastörung (der eigene Körper wird immer als fett wahrgenommen, auch wenn schon deutliches Untergewicht besteht).
* Perfektionismus.
* Hyperaktivität.
* Fehlende Krankheitseinsicht.
* Ausbleiben der Monatsblutung.

Die körperlichen Folgeschäden sind z.B. das Absinken des Stoffwechsels, des Pulses, des Blutdrucks und der Körpertemperatur. Das führt zu Müdigkeit, Frieren und Verstopfung. Trockene Haut und brüchige Haare zeigen die hormonellen Veränderungen an, die sich auch im Ausbleiben der Menstruation und im Extremfall auch in einer Veränderung der Körperbehaarung äußern.

Bei einer Erkrankungsdauer über mehrere Jahre kann es als Folge der hormonellen Veränderung auch zu Osteoporose kommen (Verringerung der Knochendichte).

Bei Einnahme der Pille zur Schwangerschaftsverhütung tritt die Menstruation weiterhin ein. In diesem Fall kann trotz auftretender Menstruation eine Magersucht vorliegen.

Die seelischen Folgen sind z.B. der ständige zwanghafte Vergleich mit anderen Menschen, ein starkes Kontrollbedürfnis, Schuldgefühle, wenn etwas schmeckt, Angst vor eigenen Bedürfnissen, Selbsthass, Geiz, zwanghaftes Verhalten (Waschen/Putzen), sozialer Rückzug, depressive Verstimmungen, manchmal auch selbstverletzendes Verhalten.

Wie kann Magersucht behandelt werden?
Die Krankheit hat sowohl körperliche als auch seelische Symptome, wodurch die Behandlung beide Gebiete abdecken muss. Aus diesem Grund sollte nicht nur ein Arzt befragt, sondern gegebenenfalls auch ein Psychologe bzw. ein Psychotherapeut zu Rate gezogen werden. Heilung ist ein schwieriger Prozess, der mehrere Monate oder auch Jahre dauern kann. Gut ist es wenn der Heilungsprozess durch Selbsthilfegruppen, Familie und Freunde unterstützt wird. Das Ziel der Therapie ist es, z. B. dem Menschen bei folgendem zu helfen:

>> Entwicklung normaler Essgewohnheiten
>> Wiederherstellung und Einhaltung eines normalen Körpergewichtes
>> Die Stärkung der eigenen Fähigkeiten mit Problemen umzugehen
>> Eine oder mehrere gegenseitige Freundschaften mit passenden Menschen
>> Das überwinden der ungesunden Einstellung gegenüber dem eigenen Körper, dem eigenen Selbst und Beziehungen
>> Bei Frauen ein wieder regelmäßiger Zyklus
>> Aktivitäten, die Spaß machen und nichts mit Essen, Gewicht oder Aussehen zu tun haben
>> Gruppentherapie und Familientherapie

Normalerweise muss der Betroffene keine Medikamente einnehmen, außer es kommt zu körperlichen Komplikationen (z. B. Kaliummangel, Magen-Darmträgheit). In Fällen mit ausgeprägter Depression werden jedoch vom Arzt Antidepressiva verschrieben.

Welche Komplikationen können entstehen?
Die Magersucht kann zu einer chronischen Krankheit werden
Es treten Müdigkeit und Konzentrationsschwäche auf
Das psychische Gleichgewicht geht verloren und Missmut, Depressionen und Selbstmordgedanken können auftreten.
Das Sterberisiko ist durch Selbstmord oder Unterernährung erhöht.
Permanenter Hungerzustand löst Osteoporose ( Verminderung von Knochensubstanz ) und Schäden an Herz, Leber, Niere und Gehirn aus. Bei Jugendlichen setzt eine Wachstumshemmung ein.

SELBSTHILFE FÜR BETROFFENE & ANGEHÖRIGE
Selbsthilfe ist eine Möglichkeit, individuelle Probleme aus eigener Kraft bzw. gemeinsame Probleme mit Hilfe der Kraft einer Gruppe zu bearbeiten.

Was ist Selbsthilfe?
Einerseits bezieht sich Selbsthilfe auf primäre Lebenskreise und Leistungsbereiche des privaten und familialen Alltags. Andererseits versteht man darunter auch ein Gegenkonzept zu professionell organisierter Fremdhilfe in Form von Problemlösungs- und Problembearbeitungsfähigkeit. Selbsthilfe bedeutet jedoch nicht nur, sich selbst zu helfen, sondern auch das Zurückgreifen auf soziale Einheiten, die im Alltag von Bedeutung sind, wie z.B. Familie, Freundeskreis, Nachbarschaft, Arbeitskollegen, etc. Diese "kleinen sozialen Netze" sind als typische alltägliche (Selbst-) Hilfeformen zu verstehen.


Selbsthilfegruppen
Das sind freiwillige, mehr oder weniger feste Zusammenschlüsse von Menschen, die gemeinsam physische, psychische und soziale Probleme bewältigen, von denen sie selber unmittelbar oder als Angehöriger mittelbar betroffen sind. Die Merkmale aller Selbsthilfegruppen sind Selbstbetroffenheit und Handeln in eigener Sache.
Nicht alle Mitglieder müssen zwingend an der gleichen Form von süchtigem Eßverhalten leiden. Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe ist kostenlos.

Mitglieder von Selbsthilfegruppen
Die Mitglieder benötigen keine besonderen Kenntnisse, um an einer Selbsthilfegruppe teilzunehmen. Es gibt meist nur wenige Regeln, die zu beachten sind. Die wichtigste lautet: Alles was in der Gruppe besprochen wird, bleibt auch dort. Es darf nicht nach außen getragen werden. Jeder ist in der Gruppe selbst dafür verantwortlich, seine Probleme in die Gruppe einzubringen und kann die Gruppe nicht verantwortlich machen, wenn er dies versäumt. Es gibt offene und geschlossene Gruppen. An offenen Gruppen kann jeder teilnehmen, geschlossene Gruppen haben eine beschränkte Teilnehmerzahl (meist 7-12 Personen). Die Gruppe trifft sich i.d.R. einmal pro Woche für 2-3 Stunden. In der Gruppe sind alle gleichberechtigt und haben das gleiche Anliegen: ihr eigenes Problem zu bewältigen.

Sinn von Selbsthilfegruppen
? Verständnis finden, da die anderen Gruppenmitglieder ähnliche Erfahrungen gemacht haben
? Isolation und Heimlichkeit werden durchbrochen
? Das regelmäßige "Arbeiten an sich selbst" stärkt das Selbstwertgefühl
? Selbstbestimmung, da in der Gruppe jeder für sich selbst verantwortlich ist
? Süchtiges Eßverhalten ist in der Gruppe ein ungeeignetes Kommunikationsmittel, andere Ausdrucksweisen müssen gefunden werden
? Ausflüchte und Lügen sind in der Gegenwart von Betroffenen schwer

Selbsthilfe für Angehörige
Angehörige, wie Partner, Eltern oder Freunde, können ihre Ängste, Zweifel und Fragen in Selbsthilfegruppen für Angehörige besprechen. Angehörige sind oft verunsichert oder fühlen sich schuldig. Sie wissen meist nicht, wie sie sich verhalten sollen. Sie können sich hier Rat und Unterstützung in den jeweiligen Gruppen holen.

Therapieformen
Die hier aufgeführten Therapieformen sollen einen Einblick in die verschiedenen therapeutischen Ansätze geben.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Die Grundannahme basiert auf der Annahmen, daß die psychogene Essstörung eine Folge unbewusster Konflikte ist. Diese können zur Zeit auf der seelischen Ebene nicht gelöst werden. Die Lebensgeschichte der Betroffenen spielt bei dieser Therapieart eine grosse Rolle. Konfliktbereiche können z. B. sein: Unabhängigkeits-Abhängigkeitskonflikte, Leistungs- und Kontrollansprüche, starkes Harmoniebedürfnis und Vermeidung jeglicher Auseinandersetzungen Unbewusst haben sich Beziehungsmuster gebildet, die in der Psychotherapie benannt werden. Anschliessend können neue Beziehungsmuster entwickelt werden. Das Essen, welches als Ersatzfunktion diente kann somit von den seelischen Problemem befreit werden.

Verhaltenstherapie
Die Verhaltenstherapie umfasst alle therapeutischen Verfahren, die auf eine Veränderung des Verhaltens abzielen. Diese Therapie basiert auf der Annahme, dass verschiedene bewusste und unbewusste Motive an der Entstehung der Essstsrung beteiligt sind. Die Erwartungen anderer haben einen sehr hohen Stellenwert. Die Angst vor der Gewichtszunahme verselbständigt sich im Laufe der Zeit und gewinnt eine Eigendynamik sowie körperlich als auch seelisch. Betroffene haben Angst die Kontrolle über sich zu verlieren. Die Ängste sollen durch eine Kombination von Einzeltherapie und Gruppentherapie überwunden werden. Der Begriff Verhalten beinhaltet alle Reaktionen, wie Handlungen, Gedanken und Gefühle, die durch das Lernen beeinflusst werden können. Hilfreich ist es, wenn Familienmitglieder und Freunde miteinbezogen werden können.

Systemische Therapie
Die systemische Therapie wird häufig bei jüngeren Magersüchtigen eingesetzt, die noch im familiären Umfeld wohnen. Dabei soll die Familie darauf hingewiesen werden, wie sie auf das gestörte Essverhalten der Patientin reagiert. In diesem Zusammenhang kann es hilfreich sein, wenn der Therapeut an Mahlzeiten in der Familie teilnimmt. Manchmal beschäftigen die Familienmitglieder sich so stark mit der Anorexie, dass sie sich um andere Probleme nicht mehr kümmern können oder wollen. Die Betroffene erhält auf diese Weise die ungeteilte Aufmerksamkeit, und die Familienmitglieder müssen sich nicht mit sich und ihren eigenen Konflikten beschäftigen. Wird diese Reaktionsweise, die zu der Aufrechterhaltung der Störung beitragen kann, unterbrochen, tritt häufig eine Besserung ein. Gerade die Eltern erleben es meist als sehr erleichternd, wenn sie im Umgang mit der Erkrankung ihres Kindes von einem Therapeuten unterstützt werden....

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