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Referat - Die Krankheit Morbus Bechterew Hausarbeit


Dieses Referat wurde vom Mitglied Nuessle veröffenlicht. Pausenhof.de ist für die Inhalte der Veröffentlichungen der Mitglieder nicht verantwortlich.



Morbus Bechterew

1. Definition der Krankheit

Morbus Bechterew wird in Fachkreisen als Spondylitis ankylosans bezeichnet (spondylos = Wirbel, Wirbelsäule; die Endung –itis weißt auf eine Entzündung hin; ankylosans = versteifend).
Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung; das Immunsystem wendet sich statt gegen Eindringlinge wie Bakterien oder Viren gegen körpereigene Strukturen. Außerdem gehört die Krankheit zu den entzündlich - rheumatischen Erkrankungen, welche langsam fortschreitet und vor allem die Wirbelsäule betrifft. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch eine zunehmende Bewegungseinschränkung und Krümmung der Wirbelsäule. Manchmal führt die Erkrankung dazu, dass einzelne oder mehrere Gelenke vollständig steif werden. Des Weiteren kann es zu Entzündungen der Regenbogenhaut des Auges und selten auch anderer Organe kommen.
Schätzungen zufolge sind etwa 1,9 Prozent der deutschen Bevölkerung betroffen. Die ersten Symptome treten meist im jungen Erwachsenenalter (20- 25 Jahre) auf.

2. Symptome und Krankheitsverlauf

Im Frühstadium sind die Symptome oft unspezifisch, es vergehen oft Jahre bis die Diagnose gestellt wird. Die Krankheit beginnt mit tiefsitzenden Rückenschmerzen, die über mindestens drei Monate anhalten. Ausgehend von den Kreuzdarmbeingelenken strahlen die Beschwerden in das Gesäß und beide Oberschenkel. Beim Husten und Niesen nimmt der Schmerz zu. Manche Patienten klagen auch über Schmerzen im Brustkorb. Auch kommt es vor, dass Patienten sich im Frühstadium müde und elend fühlen und eventuell an Gewicht verlieren. Weitere Frühzeichen sind gelegentliche Hüft-, Knie-, und Schulterschmerzen und allgemeine Stimmungsschwankungen.
Der Verlauf der Krankheit erfolgt zumeist in Schüben. Nach Monaten oder Jahren verändern sich Körperhaltung und Körperbewegung. Die untere Wirbelsäule (Lendenwirbelsäule) flacht sich ab und die Brustwirbelsäule krümmt sich zunehmend, somit bildet sich ein Buckel. Der Hals streckt sich und die Hüft- und Kniegelenke beugen sich zum Ausgleich.
Auch weitere Veränderungen, wie zum Beispiel eine Eingeschränktheit des Blickfeldes beim Geradeausblicken, große Gelenke (Hüftgelenk, Kniegelenk, Schultergelenk) sind von einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung befallen oder eine Entzündung der Schlagader ist möglich.
Der Krankheitsverlauf reicht von leichter Steifheit bin hin zur kompletten Verschmelzung der Wirbel. Die schwerwiegendste Komplikation der Erkrankung ist ein Knochenbruch innerhalb der Wirbelsäule. Die Knochen sind porös und können somit schon bei einem leichten Trauma brechen. Wenn die Wirbelsäule bricht, besteht große Gefahr eine Verletzung des Rückenmarks zu erleiden.

3. Ursachen

Die Ursache von Morbus Bechterew ist bis heute unbekannt. Es handelt sich nicht um eine Erbkrankheit im klassischen Sinn, aber Menschen mit einer bestimmten genetischen Veranlagung haben ein höheres Risiko an Morbus Bechterew zu erkranken. So weist die Tatsache, dass 95 Prozent aller Morbus Bechterew-Patienten das HLA-B27-Eiweiß auf den Oberflächen ihrer Zellen tragen, darauf hin, dass diese Erbanlage die Entstehung der Krankheit begünstigen kann. Als zusätzliche Auslöser werden von Ärzten und Wissenschaftlern Infektionen im Harnwege- oder Darmbereich diskutiert. So könnte es sein, dass sich eine Immunreaktion, die ursprünglich gegen bakterielle oder virale Eindringlinge gerichtet war, bei einem Zusammenkommen von verschiedenen Faktoren gegen körpereigene Strukturen wendet.

4. Prozesse und Mechanismen

Die Ursachen von Morbus Bechterew bleiben weiterhin im Dunkeln. Die Prozesse und Mechanismen, die die Entzündung in den Gelenken in Gang halten, sind jedoch schon weitgehend erforscht. Eine wichtige Rolle spielen die Zytokine. Zytokine...


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