Die gesetzlichen Krankenkassen verbuchten Ende 2011 einen Fehlbetrag von 1,2 Milliarden Euro und dafür verantwortlich sind säumige Beitragszahler. Im August letzten Jahres seien schon Rückstände von 1 Milliarde Euro bei 638.000 Versicherten festgestellt worden. Zu den betroffenen Versichertenkonten zählten 108.000 Versicherte, die vor ein paar Jahren nach der Einführung der Versicherungspflicht wieder zurück in die GKV kamen.
Laut dem GKV-Spitzenverband hatten 530.000 weitere Beitragskonten und dabei zum Großteil von freiwillig Versicherten wie Selbstständigen einen Rückstand aufgewiesen. Bei den privaten Krankenkassen beläuft sich die Finanzlücke durch Nichtzahler auf über 500 Millionen Euro. Nach einem Bericht der Zeitung "Die Welt" verzeichneten die PKV mit Stand Ende September insgesamt 144.000 Mitglieder mit offenen Beitragszahlungen.
Die Krankenkassenbeiträge der GKV werden seit Januar 2009 durch den staatlichen Gesundheitsfonds einmal jährlich festgelegt und bedeutet dass die gesetzlichen Krankenkassen die Finanzhohheit über ihre Beitragszahlungen verloren haben.