Live-Ticker
 Community
menu Registrieren menu Mitglieder Login menu Chat menu Flirtsuche menu Forum menu Shop
 Schule & Uni
menu Referate
 Informationen
menu FAQs
 Statistik
Mitglieder397.501
Neue User42
Männer195.853
Frauen194.817
Online7
Referate12.458
SMS-User59.003
Forenbeiträge3.080.539
 Neue Mitglieder
  • Profilbild von Celinehaw

    Weiblich Celinehaw
    Alter: 18 Jahre
    Profil

  • Profilbild von MartinDD

    Maennlich MartinDD
    Alter: 27 Jahre
    Profil

  • Profilbild von cimbomlukizzz

    Weiblich cimbomlukizzz
    Alter: 15 Jahre
    Profil

  • Profilbild von tugba_skn

    Weiblich tugba_skn
    Alter: 15 Jahre
    Profil

  • Profilbild von 1905_cimbomm

    Weiblich 1905_cimbomm
    Alter: 15 Jahre
    Profil

  • Profilbild von Zedom

    Maennlich Zedom
    Alter: 18 Jahre
    Profil

  • Profilbild von Rooxd

    Maennlich Rooxd
    Alter: 18 Jahre
    Profil

  • Profilbild von anstoe16

    Weiblich anstoe16
    Alter: 17 Jahre
    Profil

  • Profilbild von Harald6543

    Maennlich Harald6543
    Alter: 30 Jahre
    Profil

  • Profilbild von loller6730

    Maennlich loller6730
    Alter: 30 Jahre
    Profil

     
Foren
Schule & Referate
Forum durchsuchen:

 
Thema:

Stilmittel

(1660x gelesen)

Seiten: 1

Du mußt dich registrieren, bevor Du einen Beitrag bzw. eine Antwort erstellen kannst.

Beitrag von Caesaria100

02.12.2005 20:32:18

Caesaria100

Caesaria100 hat kein Profilbild...

Themenstarter
Caesaria100 hat das Thema eröffnet...

Hat jemand von euch Ahnung von der Bedeutung einzelner Stilmittel?! ZUm beispiel warum benutzt Ovid das Stilmittel der Allegorie.. etc.. wäre nett wenn sich mla jemand mit kenntnissen bei mir melden würde... es geht um lateinische stilmittel

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von crazyzicke14

02.12.2005 20:33:58

crazyzicke14

crazyzicke14 hat kein Profilbild...

stilmittel sind z.B. ironie, chiasmus.....aber ich weiß nur, wie sie im lateinischen stehen , ich weiß, bin sehr nutzlos!!!!!!!!!!

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von Boring_Joint

02.12.2005 20:34:19

Boring_Joint

Profilbild von Boring_Joint ...

frag den deutschlehrer

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von nita1986

02.12.2005 20:44:28

nita1986

Profilbild von nita1986 ...

http://www.susannealbers.de/03philosophie-rhetorik.html

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von Caesaria100

03.12.2005 11:10:55

Caesaria100

Caesaria100 hat kein Profilbild...

Themenstarter
Caesaria100 hat das Thema eröffnet...

dafür schon mal danke..
aber kann mir jetzt noch wer sagen warum man bestimmte stilmittel benutzt ich mein bei der metapher weiß ich es aber der rest?!

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von Rory26

03.12.2005 11:19:41

Rory26

Rory26 hat kein Profilbild...

Also unsere Deutschlehrerin ( die eigentlich keine Ahnung hat), erzählt immer, sie sind 1. dazu da, um sich besser auszudrücken, besonders in Gedichten...also meist bildlich und 2. weil jeder Dichter/ Schreiber seinem Text den persönlichen Schliff verschaffen will und 3. oft kann man mit Anaphern etc. eine Situation besser schildern, also der Situation Spannung o.s. zu verschaffen...
Aber ob das so genau stimmt, weeß ich auch net.
Vielleicht hilfts trotzdem...

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von soleil0506

03.12.2005 13:11:35

soleil0506

Profilbild von soleil0506 ...

im lateinischen kommt es immer ganz darauf an. und zwar auf den inhalt des textes bzw seine sentenzen, die der autor noch untermauern will. sprich, er will was verstärken, herausheben und auch verschönern.
aber solange es nur ovid is, gehts ja. ich komm mit seneca nich klar. is zwar eigentlich nich so schwierig, aber ich finde seine briefe ad lucilium nich besonders berauschend. also freu dich auf die nächsten themen. *g*

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von RoseMcGowan

03.12.2005 15:44:17

RoseMcGowan

Profilbild von RoseMcGowan ...

Folgende Liste hab ich im letzten Jahr zusammen gestellt. Sind Stilmittel für deutsche Lyrik. Vielleicht hilft dir das ja weiter

Stilmittel

Alliteration (fem.): Reimform, bei der Wörter mit gleichem betonten Anlaut aufeinander folgen (Bsp.: »bei Wind und Wetter«, »Haus und Hof« . Es alliterieren (staben) alle Vokale untereinander, bei den Konsonanten bilden st, sp, sk eine Gruppe für sich.
Als Stabreim ist die (durch zusätzliche Regeln genauer bestimmte) Alliteration das Versprinzip beispielsweise der altnordischen Dichtung und die älteste Reimform des Deutschen.

Anapher (fem.): Stilfigur, wirkungssteigernde Wiederholung von Wörtern oder Wortgruppen zu Beginn mehrerer aufeinander folgender Sätze, Satzteile, Verse oder Strophen (Bsp.: »Zähle die Mandeln, / zähle, was bitter war und dich wachhielt, / zähl mich dazu«, Paul Celan). Die Wiederholung von Wörtern oder Wortgruppen am Ende mehrerer aufeinander folgender Sätze, Satzteile, Verse oder Strophen wird als Epipher bezeichnet.

Asklepiadeische Strophe (fem.): 4-zeilige Strophenform; Verszeilen 1 und 2 sind 12-silbig, Verszeile 3 ist 7-silbig, Verszeile 4 ist 8-silbig.

Akzent (mask.): Nachdrückliche Hervorhebung bzw. Betonung einer Silbe im Wort oder eines Wortes im Satz. Auf dem Wort-Akzent, d. h. der natürlichen Wortbetonung beruht das akzentuierende Versprinzip des Deutschen (und anderer germanischer Sprachen), genauer: auf der Anordnung bzw. dem (regelmäßigen oder freien) Wechsel von Hebungen und Senkungen.

Alkäische Strophe (fem.): 4-zeilige Strophenform; Verszeilen 1 und 2 sind 11-silbig, Verszeile 3 ist 9-silbig, Verszeile 4 ist 10-silbig.

Alternierende Versmaße (neutr.): Im akzentuierenden Versprinzip des Deutschen sind diejenigen Versmaße alternierend, bei denen Hebung und Senkung regelmäßig wechseln. Dies ist der Fall beim Jambus und beim Trochäus. Als steigend-alternierend bezeichnet man den Jambus, als fallend-alternierend den Trochäus.
Nicht-alternierend sind jene Versmaße, in denen 2 betonte bzw. 2 unbetonte Silben aufeinander stoßen wie beim Daktylus oder dem Anapäst.

Antithese (fem.): Stilfigur, bezeichnet die Zusammenstellung entgegengesetzter Begriffe. Vielfach wird die Antithese durch weitere rhetorische Mittel unterstützt, z. B. durch den Chiasmus oder durch Alliteration.

Assonanz (fem.): Gleichklang der Vokale in 2 oder mehreren Wörtern, vokalischer Halbreim genannt; die Assonanz steht meist am Versende.
Hauptsächlich in vokalreichen Sprachen wie dem Spanischen ist die Assonanz eine eigenständige und noch heute genutzte >Reim<-Form. Häufig tritt die Assonanz in Verbindung mit bestimmten Gattungen, z. B. der Romanze, in Erscheinung. Deutsche Dichter verwenden sie oft dann, wenn die altspanische Romanze nachgeahmt und aufgegriffen wird, also hauptsächlich in der Romantik.

Auftakt (mask.): Unbetonte Silbe(n) in einer Verszeile vor der ersten Hebung (Bsp.: »Am 'Abend, wenn die Glocken Frieden läuten«, Georg Trakl).

Akzentuierendes Versprinzip (neutr.): Silben werden nicht nach ihrer Quantität, sondern nach dem Kriterium betont/unbetont unterschieden; Silben, die im Altgriechischen und Lateinischen lang oder kurz sein können, sind im Deutschen betont oder unbetont.

Allegorie (fem.): Fassbare und veranschaulichende Übertragung eines Gedanken- oder Bildzusammenhangs in einen anderen Sinnbereich; Bsp.: Justitia mit Augenbinde, Waage und Schwert = unparteiische Gerechtigkeit.

Anapäst (mask.): Dreisilbiger antiker Versfuß; in der deutschen Nachbildung: 2 unbetonte Silben + 1 betonte Silbe (Bsp.: »Elefant«, »Anapäst« . Metrisches Schema (für jede unbetonte Silbe steht x, für jede betonte 'x): xx’x.

Apostrophe (fem.): Rhetorische Figur, bezeichnet die Abwendung des Redners oder Autors vom >Publikum< bei gleichzeitiger Anrede einer (meist abwesenden) dritten Person oder als Person gedachten Vorstellung (Bsp.: »Freude, schöner Götterfunken«, Friedrich Schiller); wird direkt Gott, eine Gottheit, eine Muse o. Ä.. angerufen, spricht man von einer Invokation. Apostrophe und Invokation, häufig in Form von Ausruf oder Frage, verlebendigen und erhöhen den Stil.

Asyndeton (neutr.): Stilfigur, Aneinanderreihung von gleichgeordneten Wörtern, Wortgruppen oder Sätzen ohne verbindende Konjunktionen. Die asyndetische Fügung wirkt entweder schlicht oder pathetisch spannungserhöhend (Bsp.: »Alles rennet, rettet, flüchtet«, Friedrich Schiller). Ihr Gegenteil ist die syndetische Fügung, d. h. die Koordination von Satzteilen oder Sätzen durch Konjunktionen - wo dieselbe Konjunktion mehrere Glieder verbindet, spricht man von einem Polysyndeton (Bsp.: »und wiegen und tanzen und singen dich ein«, Johann Wolfgang Goethe).

Ballade (fem.): Ursprünglich die Bezeichnung für ein Tanzlied mit Refrain in strophischen Dichtungen.
Seit dem 18. Jh. versteht man unter Ballade ein Gedicht, das in meist knapper, dramatischer Form ein zumeist besonderes, oft historisches, Ereignis erzählt; insofern ist die Ballade sozusagen eine Novelle in Versen.

Blankvers (mask.): Reimlose Verszeile aus 5 Jamben. Die unbetonte Silbe nach der letzten Hebung kann auch entfallen. (Bsp.: Gotthold Ephraim Lessing:
„Es eifre jeder seiner unbestochnen,
Von Vorurteilen freien Liebe nach!“)
Metrisches Schema (für jede unbetonte Silbe steht x, für jede betonte 'x):
x 'x x 'x x 'x x 'x x 'x (x)
x 'x x 'x x 'x x 'x x 'x
Der Blankvers ist aufgrund seiner Natürlichkeit, Flexibilität und Prosanähe das klassische Versmaß des Dramas.

Chiasmus (mask.): Stilfigur, bezeichnet aufeinander bezogene Worte bzw. Wortgruppen die über Kreuz bzw. spiegelbildlich stehen. (Bsp.: »Eng ist die Welt und das Gehirn ist weit«, Friedrich Schiller.)

Daktylus (mask.): Dreisilbiger antiker Versfuß; in der deutschen Nachbildung: 1 betonte Silbe + 2 unbetonte Silben (Bsp.: »Sturmwetter«, »Daktylus« . Im Altgriechischen und Lateinischen: 1 lange + 2 kurze Silben.
Metrisches Schema (für jede unbetonte Silbe steht x, für jede betonte 'x): 'x x x.

Dinggedicht (neutr.): Gedichttypus, deutlich ausgeprägt seit der 2. Hälfte des 19. Jh.s (Mörike, Meyer); ein (Kunst- )Gegenstand oder ein Lebewesen wird distanziert und objektiviert erfasst, beschrieben und dadurch letztlich nicht nur symbolisch, sondern oft auch subjektiv gedeutet. Im 20. Jh. sind v. a. die Dinggedichte Rilkes berühmt.

Distichon (neutr.): Strophe aus 2 Zeilen; bekannt ist hauptsächlich das elegische Distichon, bestehend aus einem daktylischen Hexameter und einem daktylischen Pentameter.
Metrisches Schema (für jede unbetonte Silbe steht x, für jede betonte 'x):
'x x 'x x x 'x x 'x x 'x x x 'x x
'x x 'x x x 'x || 'x x x 'x x x 'x.

Doppelter Reim (mask.): Endreime, bei denen nicht nur die letzte sondern auch die vorletzte Hebung reimt (Bsp.: »Wehn vom Meer - sehn, wie er«, Rainer Maria Rilke).

Ekloge (fem.): Gedichtgattung; in der römischen Literatur ursprünglich der Name für ein »ausgewähltes« Einzelgedicht, später und bis heute bezeichnet man als Ekloge ein Schäfer- oder Hirtengedicht in der Tradition der antiken Dichter Theokrit und Vergil. Themen sind die Liebe, das sängerische Kräftemessen der Hirten sowie Leid und Freude des (imaginierten) Landlebens; formal besteht die Ekloge häufig aus den Wechselreden mehrerer Hirten bzw. Hirtinnen.
Nachdem Salomon Geßner 1756 seine höchst erfolgreichen Prosa-Eklogen unter dem Titel Idyllen veröffentlicht hat, löst das Wort Idylle vielfach den Begriff Ekloge ab. Helden der Idylle - ob in Versen oder Prosa - sind nun auch Handwerker und Bürger.

Elegie (fem.): Gedichtgattung; entweder formal bestimmt durch die Reihung sogenannter elegischer Distichen und/oder inhaltlich bestimmt z. B. als erotische Elegie (Fleming; Goethe, Römische Elegien) in der Tradition der römischen Dichtung (Tibull, Properz und Ovid) bzw. als Klagegedicht, in dem Themen zur Sprache kommen wie Trauer, Verlust, Wehmut und Sehnsucht nach dem Unerreichbaren (s. Bsp.), nach Idealen (Hölderlin).

Elision (fem.): Auslassung eines unbetonten Vokals am Wortende vor einem vokalisch beginnenden Wort, um das Zusammenstoßen zweier Vokale, den sogenannten Hiatus, zu vermeiden. Fällt im Wortinnern ein unbetonter Vokal (= Senkung) aus, so spricht man von einer Synkope.

Enjambement (neutr.): Deutsch Zeilensprung genannt, Überlaufen eines Satz- und/oder Sinngefüges von einer Verszeile in die nächste, evtl. auch über die Strophengrenze hinweg; beim Enjambement kommt es also zu einer die Verse auflockernden und verflüssigenden bzw. zu einer die einzelnen Versteile hervorhebenden Überschneidung von Vers- und Satzgrenze.

Epigramm (neutr.): Gedichtgattung von prägnanter geistvoll-zugespitzter Kürze, zu Deutsch Sinngedicht genannt; oft satirischen Inhalts. In der Antike eine kurze, erklärende Inschrift auf Gebäuden, Kunstwerken usw., häufig in Form eines Distichons.

Epipher (fem.): Stilfigur, wirkungssteigernde Wiederholung von Wörtern oder Wortgruppen am Ende mehrerer aufeinander folgender Sätze, Satzteile, Verse oder Strophen (Bsp.: »Doch alle Lust will Ewigkeit -, / - will tiefe, tiefe Ewigkeit!«, Friedrich Nietzsche).

Epitheton (neutr.): Ein einem Substantiv oder Namen zugeordnetes Adjektiv oder Partizip. Als Epitheton ornans wird es schmückend-typisierend verwendet (Bsp.: »blühende Wangen« , als individualisierendes Beiwort betont es das Unverwechselbare (»flaumenleichte Zeit«, Eduard Mörike).

Figurengedicht (neutr.): Auch Bildergedicht genanntes Gedicht, das durch Anordnung und Kombination längerer und kürzerer Verszeilen im Schrift- oder Druckbild einen Gegenstand nachbildet.

Freie Rhythmen (mask.): Reimlose Verszeilen von beliebiger Länge ohne planvoll geregelte Abfolge von Hebungen, ohne Gleichmaß der Silben oder gleichmäßige Zäsuren pro Verszeile. Freie Rhythmen kennen keine feste Strophengliederung, wenngleich Verszeilen in Gruppen gegliedert werden können.

Freie Verse (mask.): Gereimte Verszeilen von beliebiger Länge, metrisch geregelt, meist in Jamben oder Trochäen; Reimordnung und Strophengliederung sind frei.

Gattung (fem.): 1. Klassifikationsbegriff für literarische Texte. Die noch heute gültige, wenn auch nicht unumstrittene Einteilung in drei Gattungen (Gattungstrias) - Lyrik, Epik (Versepos, Roman, Novelle, Erzählung usw.) und Dramatik (Drama, Schauspiel, Komödie usw.) - kam im 18. Jh. auf und wurde im 19. Jh. verbindlich.
2. Klassifikationsbegriff für die Unterklassen der drei Hauptgattungen (Lyrik, Epik, Dramatik). Gattungen in diesem Sinn, von Goethe als »Dichtarten« bezeichnet, lassen sich durch formale und/oder inhaltliche Kriterien unterscheiden. So wird z. B. innerhalb der Hauptgattung Lyrik das Sonett durch formale Kriterien, das mittelalterliche Tagelied durch inhaltliche Kriterien definiert.

Gebrochener Reim (mask.): Endreim, bei denen eines der Reimwörter getrennt ist, der erste Teil reimt sich, der zweite Teil beginnt die neue Zeile.

Gespaltene Reime (mask.): Reimsilben verteilen sich auf zwei oder mehrere Wörter (Bsp.: »sichtbar« - »licht war«, Hermann Hesse).

Grammatischer Reim (mask.): Bezeichnung für Reimwörter, die zum selben Wortstamm gehören (Bsp.: »ein goldner Klang, / Der lieblich klang« .

Hebung (fem.): In der deutschen Metrik Bezeichnung für eine betonte Silbe im Vers (im metrischen Schema dargestellt durch einen Akzent auf dem Silbensymbol x, also: 'x). Deutsche Verse lassen sich nach der Zahl ihrer Hebungen klassifizieren bzw. spezifizieren, z. B. der Blankvers als ein (ungereimter) 5- hebiger Jambus.
Normalerweise fallen im deutschen Vers Hebung und natürlicher Wortakzent in eins. Manchmal jedoch wird die im Metrum vorgesehene Position für eine Hebung nicht eingehalten, so dass die metrische Hebung auf eine im Sinne des natürlichen Wortakzents unbetonte Silbe fällt. Der absichtliche Verstoß gegen das Schema wird schwebende Betonung genannt und ist ein Stilmittel, durch das ein Wort hervorgehoben wird. Die Missachtung des vorgegebenen Schemas ohne expressive Absicht, d. h. die Tonbeugung, ist meist ein Zeichen für dichterische Nachlässigkeit.

Hexameter (mask.): Der deutsche Hexameter ist eine Verszeile mit 6 Hebungen; er beginnt mit einer Hebung, seine Senkungen können 1- oder 2-silbig gefüllt sein; nach der 5. Hebung ist eine 2-silbige Senkung obligatorisch.

Hymne (fem.): Preis-, Lob- und Festgesang, oft religiösen Inhalts. Die Hymne eignet sich - wie auch die Ode - vorzüglich zum Lobpreis Gottes und der Götter, von realen Personen, Umständen und Örtlichkeiten (s. Bsp.) und zur dichterischen Erkundung von personifizierten Idealen (z. B. Freiheit). Bedeutende Hymnendichtung stammt u. a. von Novalis (Hymnen an die Nacht), Hölderlin, Trakl und George.

Hyperbel (fem.): Stilmittel, Steigerung durch extreme Übertreibung (Bsp.: »eine Ewigkeit warten« .

Identischer Reim (mask.): Reim, der mit demselben Wort gebildet wird.

Inversion (fem.): Rhetorisches Mittel zur Bedeutungssteigerung durch Umkehrung der üblichen Wortstellung (Bsp.: »Röslein rot« .

Jambus (mask.): 2-silbiger antiker Versfuß, in der deutschen Nachbildung: 1 unbetonte Silbe + 1 betonte Silbe (Bsp.: »Gesang« . Im Altgriechischen und Lateinischen: 1 kurze Silbe + 1 lange Silbe.
Metrisches Schema (für jede unbetonte Silbe steht x, für jede betonte 'x): x 'x.

Kadenz (fem.): Beim akzentuierenden Versprinzip der Schluss einer Verszeile ab der letzten Hebung. In der neuhochdeutschen Metrik wird zwischen 2 Kadenzen unterschieden.
Die männliche Kadenz bzw. stumpfe Kadenz ist 1-silbig, d. h. die Verszeile endet auf einer Hebung. Bsp.: »Mut«, »Gans«.
Die weibliche Kadenz oder klingende Kadenz ist (im Neuhochdeutschen) 2-silbig, d. h. die Verszeile endet auf einer Senkung. Bsp.: »Lieder«, »Sehnsucht«.

Kanzonenstrophe (fem.): Auch Stollenstrophe genannt, wichtigste Strophenform des mittelalterlichen Minnesangs, aus der provenzalischen Trobadordichtung übernommen. Die Kanzonenstrophe besteht aus 2 verschieden strukturierten Teilen: Aufgesang und Abgesang. Der Aufgesang setzt sich zusammen aus 2 metrisch-formal (und musikalisch) gleichgebauten Stollen, die durch Reim verbunden sind. Der Abgesang ist in der Regel länger als ein Stollen bzw. gleich lang und besteht zumeist aus der freien Kombination einzelner Versperioden.

Knittelvers (mask.): Heute wertneutrale Bezeichnung für paarweise gereimte Verse mit 4 Hebungen. Der freie Knittelvers hat Füllungsfreiheit, d. h. er ist frei, was die Zahl der Senkungen zwischen den Hebungen betrifft. Der strenge Knittelvers besteht immer aus 8 oder 9 Silben, hat also 4 oder 5 Senkungen, deren Position in der Forschung umstritten ist.

kontrastative Wirkung (fem.): Gegensatzpaare

Langzeile (fem.): Verszeile aus zwei Kurzzeilen von unterschiedlicher Silben- und Hebungszahl bzw. mit unterschiedlicher Kadenz. Die 1. Kurzzeile wird Anvers, die 2. Kurzzeile Abvers genannt.

Litotes (fem.): Stilmittel, bezeichnet einen superlativischen Begriff durch die Verneinung oder Abschwächung seines Gegenteils (Bsp.: »nicht unbekannt« .

Locus amoenus (mask.): Ideale und fiktive Landschaft zusammengesetzt aus den stets gleichen >Requisiten< (Quelle, Hain). Bekannt seit der Antike, ist der Locus amoenus v. a. in der Literatur des Mittelalters und des 17. Jh.s (Schäferdichtung) der stereotype und idyllische Ort der Liebe und des Gesanges. (In der geistlichen Dichtung des Barock wird der Lustort zum christlichen Paradiesgarten umgedeutet.)

Lyrisches Ich (neutr.): 1910 von der Dichterin Margarete Susman geprägter Begriff, der in Opposition zum »Ich im real empirischen Sinne« steht. Von ihr als (symbolische) »Form« gedeutet, hat das lyrische Ich seither zahlreiche Neudefinitionen erfahren. Heute wird der Begriff im Rahmen von Gedichtinterpretationen meist wertneutral verwendet und bezeichnet die Sprecherinstanz im Text im Gegensatz zu dessen Autor.

Männlicher Reim (mask.): 1-silbiger, mit Hebung endender Reim, wird auch als stumpfer Reim bezeichnet. Die Bezeichnung männlicher Reim stammt aus der französischen Metrik bzw. aus der französischen Sprache, in der vielfach 1- silbige Formen maskulin (fils), 2-silbige hingegen feminin sind (fille).

Metapher (fem.): Verwendung eines oder mehrerer Wörter nicht in eigentlicher, sondern übertragener Bedeutung; das eigentlich gemeinte Wort wird durch ein anderes aus einem anderen Vorstellungsbereich ersetzt, wobei beiden eine sachliche oder gedankliche Ähnlichkeit bzw. Bildstruktur gemeinsam ist. Die Übertragung erfolgt: von einem Lebewesen auf ein anderes (Bsp.: »Rabenvater« , vom Leblosen auf Lebloses (Bsp.: »Flussbett« , vom Belebten auf Lebloses und umgekehrt (Bsp.: »Holzkopf« , vom Konkreten auf Geistiges (Bsp.: »glühende Liebe« und umgekehrt. In ihrer einfachsten Form kann die Metapher als verkürzter Vergleich, d. h. als Vergleich ohne Vergleichspartikel, verstanden werden (Bsp.: »das Gold ihrer Haare« = ihr Haar ist wie Gold), das beiden Bereichen Gemeinsame (Tertium comparationis) ist zumeist eindeutig zu bestimmen (im Bsp. ist die goldene Farbe Haaren wie Gold gemeinsam).
Die sogenannte absolute Metapher kommt ohne Tertium comperationis und konkrete Anschauung bzw. Anschaulichkeit aus, sie wirkt >dunkel< und vieldeutig (Bsp.: »herzschriftgekrümelte Sichtinsel«, Paul Celan), weswegen sie besonders im Manierismus, Surrealismus und in der modernen hermetischen Lyrik häufig verwendet wird.
Anders als die konventionelle oder verblasste Metapher (Bsp.: »Tischbein« kann die dichterische Metapher als sprachliches Bild die (lyrische) Rede verzieren und erhöhen, v. a. aber zeigt, beschwört oder stiftet sie
(Sinn-)Zusammenhänge hinter den Dingen oder aber die Widersprüche in diesen.

Metonymie (fem.): Ersetzung des eigentlich gemeinten Wortes durch ein anderes, das in einer realen Beziehung zu diesem steht (Bsp.: »ein Glas trinken« ; oft stehen die beiden Begriffe im Verhältnis von Ursache (Urheber) und Wirkung (Werk) (Bsp.: »Goethe lesen« bzw. Wirkung (Werk) und Ursache (Urheber) (Bsp.: »die Bibel sagt« . Die Metonymie als Mittel der uneigentlichen Rede unterscheidet sich - mit fließenden Übergängen - von der Synekdoche dadurch, dass sie nicht innerhalb desselben Begriffsfelds zu bleiben braucht, von der Metapher dadurch, dass sie nicht in eine andere Bildebene springt.

Metrik (fem.): Lehre von den strukturbildenden Prinzipien der Verssprache. Die Metrik beschreibt u. a. folgende klanglich-rhythmischen Gegenstände systematisch und historisch und deutet ihre Wirkung im Rahmen des jeweiligen Versprinzips (im Deutschen das akzentuierende Versprinzip): Versfüße als metrische Grundeinheiten, Reimformen sowie Strophen- und Gedichtformen.
Als Hilfsdisziplin der Metrik wird heute die Prosodie verstanden, die Lehre von denjenigen Elementen einer Sprache, welche die Struktur von Versen bestimmen: Silbendauer (z. B. im Altgriechischen und Lateinischen), Silbenqualität (betont und unbetont in den germanischen Sprachen) und Wortgrenze.

Metrum (neutr.): Auch Versmaß; vorgeprägtes Schema, regelt die Silbenfolge einer Verszeile im Rahmen des in der jeweiligen Sprache gültigen Versprinzips, z. B. auf der Grundlage der Silbendauer - im Altgriechischen und Lateinischen -, der Silbenzahl - in den romanischen Sprachen - oder - wie im Deutschen, Englischen u. a. germanischen Sprachen - auf der Grundlage des Wort-Akzents, d. h. betonter/unbetonter Silben.
Ein metrisches Schema ist die abstrakte Darstellung eines bestimmten Metrums, für jede unbetonte Silbe wird ein x geschrieben, für jede betonte ein x mit Akzent darüber (hier: 'x), fakultative Silben stehen in Klammern. So sieht z. B. das metrische Schema des Alexandriners folgendermaßen aus: x 'x x 'x x 'x || x 'x x 'x x 'x (x).
Das Eigenleben und die >Musik< der Verssprache beruhen nicht zuletzt auf dem spannungsvollen Wechsel-Spiel zwischen dem abstrakten Metrum und seiner konkreten Erfüllung, d. h. dem individuellen Rhythmus der Verse, der u. a. durch sinnbezogenes Lesen entsteht, wobei Akzente gesetzt und Zäsuren gemacht werden.

Ode (fem.): In der deutschen Literatur seit Klopstock eine zumeist reimlose, feierliche, emphatisch- enthusiastische Dichtung, deren Strophenform vielfach auf antike, meist 4-zeilige Strophen-Vorbilder zurückgeht (Bsp.: alkäische Strophe). Wie bei der Hymne soll durch Inversion, hohen Stil und assoziative Verknüpfung der Teile der Eindruck emotionaler Spannung erhöht werden. Die Ode eignet sich - wie auch die Hymne - vorzüglich zum Lobpreis Gottes und der Götter, von realen Personen, Umständen und Örtlichkeiten und zur dichterischen Erkundung von personifizierten Idealen (z. B. Freiheit).

Onomatopoeie (fem.): Lautmalende Wörter oder Wortneubildungen (Bsp.: »zischen«, »bauz«, »rasseln« .

Oxymoron (neutr.): Stilfigur, bezeichnet die Verbindung zweier sich im wörtlichen Sinn widersprechender bzw. ausschließender Begriffe (Bsp.: »traurigfroh«, Friedrich Hölderlin - »ein sehr redendes Stillschweigen«, Jean Paul).

Paradoxon (neutr.): Widerspruch

Pentameter (mask.): Der deutsche Pentameter ist eine Verszeile mit 6 Hebungen; er beginnt mit einer Hebung, seine Senkungen können 1- oder 2-silbig gefüllt sein; die Senkung hinter der 3. Hebung entfällt stets. Wie bei der Nachahmung aller antiken Versmaße sind die Längen und Kürzen der griechischen Silben durch betonte und unbetonte Silben ersetzt (solche, die im Altgriechischen bzw. Lateinischen kurz oder lang sein können, sind im Deutschen wahlweise betont oder unbetont). Spondeen erscheinen meist als Trochäen.

Personifikation (fem.): Rhetorische Figur, bei der abstrakte Begriffe, Kollektiva, Naturerscheinungen, Dinge usw. als menschliche Gestalten dargestellt bzw. vermenschlicht werden.

Quartett (neutr.): Bezeichnung für die beiden 4-zeiligen Strophen im Sonett. Die Quartette im strengen Sonett sind durch Reime miteinander verbunden (Reimschema: abba - abba oder auch abab - abab), ebenso die Terzette (Reimschema häufig: cde - cde oder cdc - dcd; andere Reimkombinationen sind möglich). - Im deutschen Sonett des 20. Jh.s reimen allerdings die Quartette vielfach nur in sich, z. B. abba - cddc oder abab - cdcd.
Im Sonett, dessen äußere Form im Idealfall der inneren Struktur entspricht, bilden die Quartette ein spannungsvolles Gegenüber: Der These im 1. Quartett folgt im 2. Quartett die Antithese.

Refrain (mask.): Deutsch Kehrreim genannt; regelmäßig und an bestimmten Stellen wiederkehrende Laut- oder Wortgruppen bzw. Verszeilen in strophischen Dichtungen.
Der Refrain steht meist am Ende einer (jeden) Strophe; beim festen Refrain wird der wiederkehrende Wortlaut jeweils unverändert wiederholt, beim flüssigen Refrain wird er der jeweiligen Strophe angepasst.
Der Refrain leitet sich aus dem Wechselgesang von Vorsänger und Chor her und ist besonders häufig in Volks-, Kinder- und Tanzliedern, sowie in Liedtexten (Chanson, Schlager, Popsong).

Reim (mask.): Gleichklang von Wörtern ab dem letzten betonten Vokal, seit dem 17. Jh. (Opitz) bezeichnet das Wort Reim den Endreim, also den Reim am Ende einer Verszeile.
Im Reimschema wird die (End-)Reimfolge - meist durch Kleinbuchstaben - schematisch dargestellt. Die häufigsten Reimschemata in der deutschen Lyrik sind:

- Kreuzreim (abab . . .),

(Bsp. Joseph von Eichendorff

Frühe

Im Osten graut's, der Nebel fällt,
Wer weiß, wie bald sich's rühret!
Doch schwer im Schlaf noch ruht die Welt,
Von allem nichts verspüret.

- Paarreim (aabb . . .),

(Bsp. Johann Wolfgang Goethe

Mignon

Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
Im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht,
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
Möcht ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn.

- Schweifreim (aabccb . . .),

(Bsp. Oskar Loerke

Die Sonne, schräg vom schwarzen Berg zerschnitten,
Licht meiner Sinnwelt auch, von Welt inmitten
Gespalten, halb verfinstert, bald bezwungen -

In Felsen und Erden übergegangen:
Heute benetzt sie die Schläfen nur noch den langen
Reglosen Tannen der Niederungen.

- Umarmender Reim (abba . . .),

(Bsp. Jakob van Hoddis

Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,
In allen Lüften hallt es wie Geschrei,
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei
Und an den Küsten - liest man - steigt die Flut.

- Verschränkter Reim (abc[d] abc[d] . . .),

(Bsp. Friedrich Rückert

Wozu, o Mond, mit deinem Strahlenschimmer
Hat dich ein Gott in Lüften aufgehangen,
Als daß die Lieb in deinem Licht soll wallen?
Die Liebe wallt in deinem Lichte nimmer,
Der Docht in deiner Lamp ist ausgegangen,
Und deine Scherben laß vom Himmel fallen.

- Als männlichen bzw. stumpfen Reim bezeichnet man den 1- silbigen, mit Hebung endenden Reim, als weiblichen bzw. klingenden Reim den 2-silbigen, mit Senkung endenden.
Durch seine Stellung innerhalb einer Verszeile definiert ist der Binnenreim (Bsp.: »Sie blüht und glüht und leuchtet«, Heinrich Heine); durch die Besonderheit der reimenden Elemente zeichnen sich aus: Alliteration und Assonanz.

- Der unreine Reim, auch Halbreim genannt, weist nur unvollkommene Übereinstimmung auf zwischen den Vokalen oder Konsonanten in den Reimsilben (Bsp.: »flieht« - »blüht«, »Menschen« - »Wünschen« ; mancher scheinbar unreine Reim ist in der Mundart des Verfassers rein (Bsp.: »Ach neige / Du Schmerzensreiche«, Johann Wolfgang Goethe).

- Der Augenreim ist, anders als der lediglich orthographisch unreine Reim (Bsp.: »Geld« - »Welt« , im Schriftbild rein, nicht aber in der Aussprache (Bsp.: »Loge« - »Woge« .

Reiner Reim (mask.): Reim, bei dem Vokale oder Konsonanten in den Reimsilben vollkommen übereinstimmen (Bsp.: »Raub« - »Staub«, »Matten« - »Schatten« .

Rhythmus (mask.): In der neueren Verstheorie und im akzentuierenden Versprinzip des Deutschen (Silben werden nach dem Kriterium betont/unbetont unterschieden) wird der Rhythmus meist verstanden als die konkrete Erfüllung des Metrums. Rhythmus entsteht u. a. durch sinnbezogenes Lesen, das Akzente setzt und Zäsuren macht. Daher können Gedichte und Verszeilen mit gleichem Metrum - in Bsp. 1 und 2 also 4-hebige Trochäen - einen unterschiedlichen Rhythmus aufweisen. (In Bsp. 1 und 2 sind die Hebungen des Metrums durch ' markiert, rhythmische Akzente durch Unterstreichung gekennzeichnet.)
Das Eigenleben und die >Musik< der Verssprache beruht nicht zuletzt auf dem spannungsvollen Wechselspiel zwischen dem abstrakten Metrum und seiner konkreten Erfüllung im individuellen Rhythmus.

Rollenlyrik (fem.): Bezeichnung für Gedichte, in denen der Verfasser offensichtlich eine Figur in Ich-Form sprechen lässt, meist kommt ein Typus der Zeit zu Wort. Rollenlyrik ist häufig durch einen entsprechenden Titel als solche gekennzeichnet, oft auch durch die Selbstcharakteristik des Sprechers bzw. der Sprecherin.
Rollenlyrik ist seit der Antike bekannt. Charakteristisch ist sie für den mittelalterlichen Minnesang, vielfach auch für das Barock (in der sogenannten Schäferdichtung) und die 1. Hälfte des 18. Jh.s.

Rührender Reim (mask.): Reim, bei dem phonetisch Vokale und Konsonanten in den Reimwörtern übereinstimmen, die aber eine unterschiedliche Bedeutung haben (Bsp.: »Wirt« - »wird«; »heute« - »Häute« . Gilt im Dt. als fehlerhaft, in der frz. Sprache aber bevorzugt (rime riche: reicher Vers).

Senkung (fem.): In der deutschen Metrik Bezeichnung für eine unbetonte Silbe im Vers (im metrischen Schema dargestellt durch ein akzentloses Silbensymbol, also: x).
Klassifiziert bzw. spezifiziert werden deutsche Verse meist nach der Zahl ihrer Hebungen.

Sonett (neutr.): Gedichtform aus 14 meist gleichlangen Verszeilen, die sich in 2 Quartette zu jeweils 4 Verszeilen und 2 Terzette zu je 3 Verszeilen gliedert. Die Quartette im strengen Sonett sind durch Reime miteinander verbunden (Reimschema: abba - abba oder auch abab - abab), ebenso die Terzette (Reimschema häufig: cde - cde oder cdc - dcd; andere Reimkombinationen sind möglich). - Im deutschen Sonett des 20. Jh.s reimen allerdings die Quartette vielfach nur in sich, z. B. abba - cddc oder abab - cdcd.
Der äußeren Form des Sonetts entspricht im Idealfall die innere Struktur: auf die spannungsvolle Gegenüberstellung von 1. Quartett (These) und 2. Quartett (Antithese) folgt in den Terzetten die Synthese.

Spondeus (mask.): 2-silbiger antiker Versfuß. Die deutsche Nachbildung des altgriechischen und lateinischen Spondeus ist problematisch, da für dessen 2 lange Silben im akzentuierenden Versprinzip des Deutschen (Silben werden nach dem Kriterium betont/unbetont unterschieden) 2 Hebungen stehen müssten, was selten gelingt (Bsp.: »Sturmnacht« . So steht für den antiken Spondeus im Deutschen meist ein Trochäus.
Metrisches Schema (für jede betonte Silbe steht 'x): 'x 'x.

Stabreim (mask.): Ist eine (durch zusätzliche Regeln genauer bestimmte) Alliteration beispielsweise der altnordischen Dichtung und die älteste Reimform des Deutschen (so ist z. B. das althochdeutsche Epos Heliand stabgereimt); der Stabreim wird bereits im 9./10. Jh. vom Endreim verdrängt. Als Klangmittel hat sich der Stabreim sowie die Alliteration jedoch erhalten (Bsp.: »Winterstürme wichen dem Wonnemond«, Richard Wagner; »in Licht und Luft zerrinnen mir Lieb und Leid«, Friedrich Hölderlin).

Stil (mask.): Im Bereich der Literatur die Gesamtheit aller grammatischen, rhetorischen Eigenarten und Besonderheiten der Bildlichkeit in der Äußerung eines Einzelnen (Personal-Stil), einer bestimmten Zeit (Epochen-Stil), eines Werks usw. - Bei einer Stilanalyse ist sinnvollerweise u. a. darauf zu achten, 1. welche Stilzüge in 2. welchen Verbindungen mit 3. welcher Häufigkeit zu 4. welchem Zweck aus den gesamten bzw. aktuellen Möglichkeiten einer Sprache bzw. Literatur gewählt wurden. Für jede Stilanalyse gilt: Stil als Eigenart ist nur im Vergleich bezeichnend.
Als Stilfiguren oder rhetorische Figuren werden diejenigen sprachlichen Kunstmittel bezeichnet, die im System der (antiken) Rhetorik klassifiziert und benannt sind.

Stollen (mask.): Teil der Kanzonen- oder Stollenstrophe, der wichtigsten Strophenform des mittelalterlichen Minnesangs. Die Kanzonenstrophe besteht aus 2 verschieden strukturierten Teilen: Aufgesang und Abgesang. Der Aufgesang setzt sich zusammen aus 2 metrisch-formal (und musikalisch) gleichgebauten Teilen, den Stollen, die durch Reim verbunden sind. Der dem Aufgesang folgende Abgesang ist in der Regel länger als ein Stollen bzw. gleich lang und besteht zumeist aus der freien Kombination einzelner Versperioden.

Strophe (fem.): Eine Einheit von Verszeilen. Metrum und Reimschema aller Strophen eines Gedichts sind meist gleich. Als Teil eines Gedichts sind Strophen im Druck durch Abstände voneinander getrennt.
Die Strophe als Verseinheit ist ursprünglich auf die Wiederholung der zu den Worten gehörenden Melodie zurückzuführen.

Synästhesie (fem.): Koppelung bzw. Vermischung verschiedener Sinneswahrnehmungen (Gehörs-, Gesichts-, Tast- und Geruchsempfindung). (Im Bsp. vermischen sich z. B. in Vers 3 optische und akustische, in Vers 7/8 taktile, optische und akustische Sinneseindrücke.)
(Bsp.) Clemens Brentano

[Abendständchen]

Hör', es klagt die Flöte wieder,
Und die kühlen Brunnen rauschen.

Golden wehn die Töne nieder,
Stille, stille, laß uns lauschen!

Holdes Bitten, mild Verlangen,
Wie es süß zum Herzen spricht!

Durch die Nacht, die mich umfangen,
Blickt zu mir der Töne Licht.

Synekdoche (fem.): Umschreibung eines umfassenden Begriffs durch einen engeren Begriff oder umgekehrt; genannt wird also statt der Art die Gattung und umgekehrt (Bsp.: »Brot« für »Nahrung« , statt des Teils das Ganze und umgekehrt (pars pro toto) (Bsp.: »in den Federn liegen« , statt der Einzahl die Mehrzahl und umgekehrt (Bsp.: »der Engländer liebt sein Heim« , das Ausgangsmaterial statt des Endprodukts (Bsp.: »Bronze« für »Bronzefigur« .

Synkope (fem.): Auslassung eines unbetonten Vokals im Wortinnern (Bsp.: »gnäd'ger Gott« .

Terzett (neutr.): Bezeichnung für die beiden 3-zeiligen Strophen im Sonett. Die Terzette sind durch Reime miteinander verbunden; das Reimschema ist variabel: cdc - dcd, cde - cde oder cdc - dcd; andere Reimkombinationen sind möglich.
Im Sonett, dessen äußere Form im Idealfall der inneren Struktur entspricht, folgen die Terzette als Synthese dem spannungsvollen Gegenüber der Quartette (1. Quartett: These, 2. Quartett: Antithese).

Terzine (fem.): Italienische Strophenform, bestehend aus drei Zeilen. Die einzelnen Strophen sind durch einen übergreifenden Reim miteinander verkettet (aba bcb cdc usw.). Ein Einzelvers am Schluss nimmt üblicherweise den mittleren Reim der letzten Strophen auf, damit kein freier Reim übrig bleibt (. . . xyx yzy z). Der Kettenreim der Terzine bindet einerseits die einzelnen Strophen, die oft auch syntaktisch miteinander verbunden sind, aneinander, hebt aber anderseits deren Selbstständigkeit auf.

Topos (mask.; Pl.: Topoi): Aus der Tradition stammendes literarisches Denk- bzw. Darstellungsklischee. Mit den Topoi, dem »Vorratsmagazin« im »antiken Lehrgebäude der Rhetorik« (Ernst Robert Curtius), d. h. den vorgeprägten Formeln, stereotypen Bildern und Motiven usw. beschäftigt sich die Topik. (Bsp.: »Verkehrte Welt«; Zeitklage, d. h. der Gegensatz zwischen guter alter Zeit und schlimmer Gegenwart.)

Trochäus (mask.): 2-silbiger antiker Versfuß; in der deutschen Nachbildung: 1 betonte Silbe + 1 unbetonte Silbe (Bsp.: »Sonne« . Im Altgriechischen und Lateinischen: 1 lange Silbe + 1 kurze Silbe.
Metrisches Schema (für jede unbetonte Silbe steht x, für jede betonte 'x): 'x x.

Tropen (mask.; Sg.: Tropus): In der Rhetorik die Gesamtheit der verschiedenen bildlichen Ausdrucksweisen. Traditionell werden die uneigentlichen und konventionalisierten Wörter und Wendungen in 10 Gruppen mit diversen Untergruppen unterteilt. Nach dem Grad der Begriffsverscheibung wird unterschieden zwischen Grenzverschiebungs-Tropen und Sprung-Tropen.
Bei den Grenzverschiebungs-Tropen wie z. B. der Periphrase (= Umschreibung, Bsp.: »Gerstensaft« für Bier) besteht zwischen Gesagtem und Gemeintem ein sachlicher Zusammenhang.
Bei den Sprung-Tropen >springt< der Wortsinn des Gemeinten in eine anderer Vorstellungs- oder Bildebene, so z. B. bei der Metapher.

Vergleich (mask.): Stilmittel, das die Anschaulichkeit bzw. Besonderheit eines Dings, einer Vorstellung usw. dadurch erhöht bzw. betont, dass diesem bzw. dieser ein analoges >Gegenbild< gegenübergestellt wird, wobei es zwischen beiden ein ausgesprochenes oder unausgesprochenes Gemeinsames (Tertium comparationis) gibt. >Bild< und >Gegenbild< sind durch Vergleichswörter - z. B. durch >wie<, >gleich<, >als< - verbunden (Bsp.: »Haare wie Feuer« . Wird der Vergleich weiter ausgeführt, spricht man von einem Gleichnis.

Vers (mask.): Zumeist Bezeichnung für eine einzelne Gedichtzeile, oft abgekürzt: V.
Ein Vers-, d. h. Zeilenende ist vielfach durch einen Reim markiert, stets aber durch eine typographisch Pause, im Druck >dargestellt< als leerer Raum. Die >Unterbrechung< des Texts durch die Gliederung in Verse - entweder mitten im Satz oder am Satzende - ist ein wesentliches Merkmal des Gedichts. Denn die Anordnung in Verse bedeutet nicht, wie man besonders modernen Gedichten meist zu Unrecht vorwirft, dass man einen Text lediglich in willkürliche Abschnitte teilt und als Verszeilen untereinander stellt, vielmehr entsteht dadurch ein Prinzip, das die relative Selbständigkeit von Sätzen, Satzteilen oder Wörtern betont und sie zugleich in ein Spannungsverhältnis zu den vorangegangenen und folgenden bringt. Die Anordnung eines Textes in Versen bringt also den normalen horizontalen Lesefluss in ein reizvolles Konkurrenzverhältnis zum lyrischen Prinzip der vertikalen Lektüre.
Aus dem Bereich der Liturgie kommt die Verwendung des Begriffs Vers im Sinne von Strophe.

Versfuß (mask.): Durch Anzahl und Abfolge sowie Dauer oder Gewicht definierte Folge von Silben, kleinste Einheit des Metrums. Wichtigster Versfuß des Deutschen ist der Jambus.

Versmaß (neutr.): Auch Metrum; vorgeprägtes Schema, regelt die Silbenfolge einer Verszeile im Rahmen des in der jeweiligen Sprache gültigen Versprinzips, z. B. auf der Grundlage der Silbendauer - im Altgriechischen und Lateinischen -, der Silbenzahl - in den romanischen Sprachen - oder - wie im Deutschen, Englischen u. a. germanischen Sprachen - auf der Grundlage des Wort-Akzents, d. h. betonter/unbetonter Silben.

Versprinzipien (neutr.): Im Deutschen und anderen germanischen Sprachen, die einen starken Wort-Akzent haben, beruht das Prinzip der gebundenen Rede, d. h. der Verssprache, auf dem (regelmäßigen oder freien) Wechsel bzw. der Anordnung von Akzenten, d. h. von Hebungen und Senkungen. Das metrische Schema veranschaulicht dies abstrahierend: bei Gedichten, denen ein akzentuierendes Versprinzip zugrunde liegt, schreibt man für jede Silbe ein x und setzt über die betonten Silben einen Akzent: 'x.
x 'x x 'x x 'x x 'x x 'x x
x 'x x 'x x 'x x 'x x 'x
x 'x x 'x x 'x x 'x x 'x x
x 'x x 'x x 'x x 'x.

Waise (fem.): Reimlose Zeile innerhalb einer gereimten Strophe (im Reimschema notiert: w). Die Bezeichnung stammt aus der Terminologie der Meistersinger, diesen Dichter-Handwerkern des 15. und 16. Jh.s. Zwei Waisen, die in verschiedenen Strophen miteinander reimen, werden als Körner bezeichnet, die Form des Reims als Kornreim.

Weiblicher Reim (mask.): 2-silbiger, mit Senkung endender Reim, wird auch als klingender Reim bezeichnet. Die Bezeichnung weiblicher Reim stammt aus der französischen Metrik bzw. aus der französischen Sprache, in der vielfach 2-silbige Formen feminin (Bsp.: fille), 1-silbige hingegen maskulin sind (Bsp.: fils).
Zäsur (fem.): Ein durch ein Wortende markierter Einschnitt in Syntax und/oder Metrum innerhalb der Verszeile.
Bestimmte antike und neuzeitliche Metren sind u. a. durch die Anzahl bzw. den Ort der Zäsur(en) definiert. So zeichnet sich der Alexandriner durch eine obligatorische Zäsur nach der 3. Hebung aus.
Metrisches Schema (für jede unbetonte Silbe steht x, für jede betonte 'x, die Zäsur ist durch || markiert):
x 'x x 'x x 'x || x 'x x 'x x 'x.

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von ferara

03.12.2005 15:52:47

ferara

ferara hat kein Profilbild...

nochmehr haste nicht...???

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von nancy_boy

03.12.2005 15:56:27

nancy_boy

nancy_boy hat kein Profilbild...

du überlegst dir die kernaussage des textes und des entsprechendes abschnitts in dem das wort steht und ob sich das mit den praktischen eigenschaften des stilmittels deckt, dann analysiert du am besten die metrik und überlegst ob die wortstellung durch die metrik evtl. zwnaghaft bedingt sein könnte

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von Caesaria100

03.12.2005 17:08:41

Caesaria100

Caesaria100 hat kein Profilbild...

Themenstarter
Caesaria100 hat das Thema eröffnet...

danke erst mla für alles

Nancy_boy was meinst du damit? Ich hab sowas noch nie gemacht mit Stilmitteln in Latein und schreib nächste woche darüber Vorabi.. Ich mein was was ist das kann ich bis dahin lernen aber was bringt es mir das eine Adynaton etwas UNmögliches beschreibt`!

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Seiten: 1

Du mußt dich registrieren, bevor Du einen Beitrag bzw. eine Antwort erstellen kannst.

Weitere interessante Beiträge aus dem Forum:
Französische Stilmittel
stilmittel in ovids met. x 40.48
Deutrschklausur?! Stilmittel...?


Dein Live Messenger LiveMessenger

Diese Funktion ist nur für Mitglieder verfügbar.

Anmelden | Login

Keine neue Nachricht
Jetzt Gratis bei Pausenhof.de registrieren...

7 Mitglieder online