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Thema:

rhetorik

(546x gelesen)

Seiten: 1 2

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Beitrag von smokyboy

06.02.2007 21:58:33

smokyboy

Profilbild von smokyboy ...

funzt der link etz?

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Beitrag von vrone

06.02.2007 21:59:21

vrone

vrone hat kein Profilbild...

Themenstarter
vrone hat das Thema eröffnet...

nö leider net... könntest du einfach die geschichte hier reinkopieren...pls =)

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von smokyboy

06.02.2007 22:01:53

smokyboy

Profilbild von smokyboy ...

Die Geschichte der Rhetorik



Die Geschichte der Rhetorik beginnt in Griechenland.

Vorformen einer noch unsystematischen Redekunst sind

besonders in den Werken der attischen Tragiker

(Aischylos, Sophokles, Euripides) zu finden,

zum Beispiel im Sophokles’ „König Ödipus“.



Besondere Bedeutung kommt in der Entwicklung der

Rhetorik jedoch die Sophistik zu: Darunter versteht

man jene intellektuelle Bewegung, die den Menschen als

„Maß aller Dinge“ ansah, den Relativismus aller Werte

predigte, an die Lehrbarkeit des Wissens glaubte und

das Recht des Stärkeren verkündete. Ihre Überzeugungen

trafen sich mit den Grundanliegen der Rhetorik, so in

der systematischen Erfassung der Kunst des Überredens

und im Interesse an materiellem Gewinn und Einfluss an

Macht. Der Sophist Gorgias aus Sizillien, der 427 v.

Chr. zum ersten Mal in Athen auftrat, war der erste

große Redelehrer. Er betonte die Notwendigkeit,

mittels der Rede die Gefühle (Affekte) des Zuhörers

anzusprechen, womit jede gewünschte Wirkung zu

erziehlen sei. Er war auch der Begründer die

rhetorischen Figurenlehre.





Mit Sokrates setzte die Gegenbewegung der Philosophie

gegen die Sophistik ein. Sokrates setzte die

Wahrheitsfindung vor die Wahrscheinlichkeit, und die

Überzeugung im dialektischen Prozess von Frage und

Antwort vor die Überredungskunst der Rhetorik. Sein

Schüler Platon führte einen lebenslangen Kampf gegen

die Rhetorik, insbesondere gegen den Gorgias-Schüler

Isokrates.



Aristoteles folgte der sophistischen Tradition, ging

aber eigene Wege. Seine drei Bücher umfassendes Werk

„Rhetorik“ ist das bedeutendsten aller existierenden

Lehrbücher der Redekunst. Er teilt u. a. in

Gerichtsrede, politische Rede und Gelegenheitsrede.

Und er befasst sich auch mit dem Auffinden der

Gliederung (dispositio) und behandelt die

Beweisführung bis hin zu den

Wahrscheinlichkeitsargumenten.



Große Attische Redner des 4. Jahrhunderts:



*) Lysias (um 400 v. Chr.), der durch seine

Schlichtheit zum Vorbild für die Attizisten wurde.

*) Demosthenes (384-322 v. Chr.): Rief mit seinen

Reden gg. Kg. Philipp II. von Makedonien zur

Verteidigung der athen. Freiheit auf.



Im Hellenismus greift die Rhetorik auf die gesamte

Literatur aus, die Stilmittel werden ausgebaut, wobei

auch die Stoiker, die u. a. das Wahrheitsmoment in der

Rede betonen, Einfluss auf die Gestaltung der Rhetorik

nehmen.

In Kleinasian hat sich der Asianismus entwickelt.

Gekennzeichnet durch zerhackten Satzbau, übertriebene

Rythmisierung, schwülstiges Pathos etc.

Später wird diese Stilform durch den Attizismus (1.

Jhdt. v. Chr.) wieder überwundes, der Stilreinheit und

schlichten Ausdruck fordert.



In Rom strömte mit der griechischen Bildung im 2.

Jahrhundert auch die griechische Rhetorik ein, sie

erfuhr aber keine schöpferische Neubildung.



In der Kaiserzeit schwindet mit dem Verlust der

politischen Auseinandersetzungen auch die Bedeutung

der Redekunst für das öffentliche Leben. Die Rhetorik

entwickelte sich immer mehr zum Bildungsfach des

Schulbetriebs, andererseits entwickelte sich ein

regelrechtes Viruosentum professioneller Redekünstler,

die einen neuen Typus, genannt Deklamation (Reden über

historische Themen oder fingierte Rechtsfälle) vor dem

interessierten Publikum vortrugen. Das letzte große

Lehrbuch in dieser Zeit ist das „Institutio oratoria“.



Im Mittelalter war die Rhetorik eines der

Grundelemente des „Sieben freien Künste“, desn

sogenannten TRIVIUMS, das noch Grammatik und Dialektik

umfasste.



Der Aufbau:



Die Rede ist ein Stück Prosa, das ein konkretes

persönliches, juridisches, gesellschaftliches oder

politisches Problem zum Anlass nimmt, um den

Zuschauern den Standpunkt des Autors klar zu machen

und sie, womöglich auch zu überzeugen.

Anders als heute war es in der Antike nicht üblich,

Reden vor ihrem mündlichen Vortrag bereits schriftlich

verteilen lassen oder sie von einem Manuskript

abzulesen. Die anthike Rede war der unmittelbare

Ausdruck einer lebendigen Auseinandersetzung mit der

politischen Wirklichkeit.



Die schriftliche Fassung einer Rede war entweder

überhaupt nur zum Lesen bestimmt (z.B. „actio secunda“

von Cicero) oder sie war die Neubearbeitung einer

tatsächlich gehaltenen mündlichen Fassung.



In der klassischen Rhetorik werden drei Arten von

Reden unterschieden:



ð „genus iudicale“ (Gerichtsrede): Es gab Anklage- und

Verteitigungsreden. Oft waren mehere Ankläger und

Verteitiger an einem Fall beteiligt. Die Verteidigung

waren weit angesehener als die Anklage, und Cicero

wollte lieber Verteitiger sein als Ankläger. Aufbau

der Gerichtsrede:

- Einleitung (exordium): Rechtfertigung der

persönlichen Beteiligung

- (narratio, divisio): Erzählung der Hergangs,

Gliederungs des Sachverhalts.

- argumentatio/confirmatio/refutatio: Beweisführung

- peroratio: Schlusswort (meist pathetisch, mit der

Bitte um Milde bzw. Strenge der Richter



ð „genus deliberativum“ (Abwägungsrede, polit. Rede):

Ein politisches Problem wird nach verschiedenen

Richtungen hin untersucht und die Meinung des Redners

kundgetan.



ð „genus demonstrativum“ (Hinweisrede,

Gelgegenheitsrede): Z.B eine Dankesrede an einem

festlichen Anlass. (z.B. Ciceros Rede „Pro Marcello“

an Caesar.





Aufgaben und Arbeit des Redners





Inventio: Auffinden der Gesichtspunkte, die

Stoffsammlung. Dazu gehört das Auffinden der passenden

Topik (loci communes), d.h. die Gliederung der

Argumente nach Begriffen, die der Erörterung dienen.

Dispositio: Stoffgliederung nach wesentlichen und

weniger wichtigen Teilen, nach Haupt- und

Unterpunkten. Heute wird sie Disposition oder kurz

Dispo genannt.

Elocutio: stilistische Formulierung war für das

Endprodukt, die fertige Rede, von besonderer

Bedeutung. Es gab 3 Stilarten:

- genus subtile (schlichte Stil) in der narratio

- genus medium (mittlere Stil) in der argumentatio

- genus grande (erhabene Stil) in der peroratio



Memoria: Das Memorieren, das Auswendiglernen der

Reden. Die Gedächtnisleistung war so groß, dass auch

auf unerwartete Reaktionen eingegangen werden konnte.

Actio: der eigentliche Vortrag. Dabei spielten Gestik

und Mimik eine bedeutende Rolle, die vorher genau

einstudiert wurden.



Manipulation & Information:



Schon in der antiken Rhetorik hatte man zwischen

Information und Manipulation als Grundfunktion der

Rede unterschieden. Es ist die Aufgabe des Redners,

bestimmte Informationen auszuwählen, zusammenzusetzen

und in eine entsprechende Form zu kleiden. Durch diese

Art seiner Darstellung soll es ihm gelingen, seine

Zuhörer zu manipulieren.



Stilmittel:



Alliteration und Assonanz: Nebeneindanerstellung von

Wörtern mit gleichen Anfangsbuchstaben

mango me metu liberabis



Anápher: Wortwiederholung am Beginn

aufeinanderfolgender Satzglieder und Sätze.

Nihil ... nihil .... nihil



Ántithese: Gegensatz, der durch zwei einander

widersprechender Einzelwörter, Wortgruppen, Satzteile

oder Sätze ausgedrückt wird

Privatus ...hos consules



Hendiadyóin: „Eins durch zwei“. Zwei eine Einheit

bildende Begriffe drücken verschiedenen Aspekte

derselben Vorstellung aus:

Furorem ac tela



Hyperbel: Übertreibung



Ironie: Umkehrung eines Begriffs ins Gegenteil

Nos autem fortes viri (wir aber die tapferen Männer)



Oxýmoron: Die Verbindung zweier scheinbar

widersprechender Begriffe zu einer Einheit

tacita loquitur



Ellipse: Auslassung eines Wortes, meist einer

Zeitform:

Quid tandem te impedit? Mosne maiorum?



Geminatio: Wortverdoppelung

Fuit, fuit ...



Pars pro toto: Ein Teil eines Begriffs wird für den

ganzen gesetzt

tecta urbis



2.refarat
Thema 2:

Seminare über Rhetorik, Argumentation und Präsentation stehen hoch im Kurs. Wie wichtig ist es Ihrer Meinung nach, sich in der heutigen Gesellschaft überzeugend ausdrücken zu können?





Schon in der Antike wurden durch mitreißende Ansprachen Siege errungen. Dichtung, aber auch Ausdruck und Formulierkunst wurde geübt und sehr geschätzt. Doch ist in der heutigen Zeit Rhetorik noch brauchbar und zeitgemäß? Ist die Lehre vom Reden nicht altmodisch im Hinblick auf die vielfältigen technischen Errungenschaften? Anscheinend nicht, da Seminare, Workshops und Kurse über die Themen Rhetorik, Argumentation und Präsentation boomen. Doch woran liegt das, daß diese alten Lehren sich nach wie vor so starken Zuspruchs erfreuen?



In der heutigen technisierten Welt könnte man meinen, daß die Kommunikationsfähigkeit der Menschen immer mehr abnimmt. Jeder zieht sich vor seinen Computer zurück, nicht zuletzt wegen der neuen Arbeitsweise Teleworking. Die Menschen vereinsamen und sind zusehends unfähiger, sich zwischenmenschlich auszudrücken und mitzuteilen.

Durch die Konzentration auf die Technik tritt der Mensch in den Hintergrund. Es sind wirtschaftliche Kennzahlen interessant, technische Koeffizienten, aber nicht das Charisma oder die Überzeugungskraft eines Firmenchefs.

Doch auf den zweiten Blick ist dem nicht so. Sicherlich hat sich die Umwelt sehr geändert. Doch durch die heutigen Möglichkeiten wird die Kommunikation gefördert, und darum sind auch Fähigkeiten wie Rhetorik oder Präsentation nach wie vor wichtig. Gerade dadurch, daß der Mensch durch die Technik in den Hintergrund tritt, ist die Art wie er auftritt und sich verständigt wichtig. Denn es ist ja letztlich der Mensch, der die Technologie für andere entwickelt, aber auch anpreist, vermarktet und erklärt.

Denkt man an das neue Medium Internet, so bemerkt man, daß eine gute Aufmachung und eine interessante Präsentation wichtig sind für das Verständnis und weiteres Interesse. Aber wenn ein Problem auftritt, dann muß immer noch der Webmaster mit guten Erklärungen und Tips herhalten. Der boomende Sektor im Internet sind Chat-Foren, Rollenspiele und Newsgroups. Also geht es doch nicht darum, allein am PC zu hängen, sondern die Menschen wollen sich austauschen.

Aber auch in den Unternehmen weht ein neuer Wind. Es wird immer wichtiger, sich mit starker Persönlichkeit und Image zu präsentieren. Gute Kennzahlen ja - aber einen guten Namen oder Slogan benötigt man genauso. Im Geschäftsleben werden nach wie vor durch Gesprächstaktiken und Diskussionsfähigkeit Siege errungen, auch wenn heute die Diskussionen mittels Video-Konferenz-Technologie stattfinden und die Kontakte mit Handy oder e-mail geknüpft werden. Wenn der Mensch sich nicht auszudrücken weiß, ist er auch mit allen neuen Technologien verloren.

Techniker und Wissenschaftler, die ihre Idee nicht entsprechend vermarkten und Kontakte knüpfen können, haben keine Zukunft.

Auf dem großen Gebiet der Rhetorik und Präsentation hat sich auch viel geändert. Ohne Flip-Chart, Power-point-Präsentationen, mittels PC hergestellte und mit Bildmaterial angereicherten Overheadfolien, Video oder PC- Animationen läuft keine moderne und gute Präsentation mehr ab. Es ist wichtig, die neuen Technologien einzubinden und zu wissen, wie man sie richtig verwendet. Zu warnen ist vor einer Übertechnisierung, denn nach wie vor ist es der Mensch, der mit den richtigen Gesten und der Wortwahl, aber auch dem gezielten Einsatz der Hilfsmittel, seine Hörerschaft mitreißt.

Gerade in der Arbeitswelt kommen die neuen Entwicklungen am technischen Sektor zu tragen, und deshalb hat sich viel geändert. Ein Mensch, der nicht mit dem PC umgehen kann, hat vielerorts keine Chance. Doch trotz der Computerisierung und Technisierung der Arbeitsplätze, ist Teamwork die produktivste Form der Zusammenarbeit. Darum fördern auch viele Firmen die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter auf diesem Gebiet. Auch für das gute Firmenklima und Arbeitsklima ist das Wissen um den richtigen Umgang mit den Mitmenschen wichtig. Früher waren spezielle Fachkenntnisse gefragt, aber dies unterstützt heute der Computer, jegliche Information ist auch im Internet zu finden. Fachkenntnisse sind nach wie vor wichtig, doch der typische ´´Fach****´´ ist nicht mehr gefragt. Schon beim Vorstellungsgespräch ist es viel wichtiger, wie man sich präsentiert, wie man mit Problemen umgeht. Die ganze Erscheinung und Selbstsicherheit werden bewertet. Auch später, wenn man dann eingestellt ist, sind vor allem ganzheitliches Denken, Emotionale Intelligenz und der richtige Umgang mit Arbeitskollegen, Vorgesetzten oder Untergebenen wichtig.

Darum denken immer mehr Menschen um. Sie belegen Kurse der Themenbereiche Feedback nehmen/geben, Emotionale Intelligenz, Verhandlungstechnik, erfolgreiches Präsentieren, Mitarbeitermotivation...



Ich bin der Meinung, daß gerade in der heutigen Zeit, Techniken wie oben angeführt, immens wichtig sind. Die Gesellschaft verändert sich in Richtung Kommunikationsgesellschaft. Und deshalb sind kommunikative Fähigkeiten sehr gefragt. Durch die Möglichkeiten der neuen Technologien, hat der Mensch mehr Möglichkeiten, doch diese muß er auch sinnvoll einbinden. Darum ist es immer noch oder wieder wichtig sich in Richtung Rhetorik weiterzubilden. Es werden immer die Sprache und unsere Gesten sein, die uns in Kontakt mit der Umwelt bringen. Ich glaube, daran wird sich in nächster Zeit nichts ändern, sehr wohl aber in den Mitteln und Möglichkeiten der Kontaktaufnahme.

oder: gehe zu www.fundus.org und gib rhetorik ein bei der suche

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