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Thema:

muschelessen

(7392x gelesen)

Seiten: 1 2

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Beitrag von Iter

19.09.2005 14:18:38

Iter

Iter hat kein Profilbild...

Achso... die Unterlagen hab ich leider nur noch tweilweise und sehr Stichwortartig, aber mir ist ja auch noch was im Gedächtnis geblieben!

Also erstmal möchte die Autorin mit diesem Buch den "Sein" einer idealen Familie begraben. Eine ideale Familie gibt es nicht, hinter jeder Fassade stehen Schatten. Außerdem, also die Mutter kommt ja aus der DDR, wie du bestimmt schon rausgelesen hast, und die Autorin ist auch in der DDR aufgewachsen, d.h. man könnte die Vermutung anstellen, dass das Buch autobiographischen Wesens ist. Das war allerdings eine These, die wir nicht belegen konnten!

Weiterhin ist an der Wortwahl und der Erzählweise noch sehr auffällig, dass halt die Symbolik sehr ausgeprägt ist. D.h. zB das die Muscheln auf dem Tisch für die Gegenwart und Tyrannei des Vaters stehen. Oder die Geige der Mutter, die im Schrank (?) versteckt gehalten wird... das symbolisiert sozusagen das wahre Wesen der Mutter, dass sie sich sozusagen vor ihrem eigenen Mann verstecken muss. Oder aber auch das Schminken, als Maske. Die Personen sind sowieso sehr komplex, also wenn du dazu noch etwas haben möchtest?
Die Erzählweise... also die Tochter berichtet ja von sich as, also in Ich-Form und uns ist aufgefallen, dass sie durch die ganzen Kommata, die sie setzt und die ganzen Nebensätze die sie aufbaut um etwas herum redet. Sie ist eigentlich nur am schwafeln und kommt im ganzen Buch nicht einmal auf den Punkt. Als Auslöser dafür haben wir die Behandlung und Beziehung ihres vaters gegenüber ihr und den anderen Familienmitgliedern genannt. Ließ dir nochmal die Stellen durch, wo sie darüber berichtet, wie ihr Vater sich und sie immer im Wohnzimmer eingeschlossen hat und sie verprügelte... und ihren Bruder auch. Fällt dir da was auf? Sie beschreibt nie direkt, dass er sie geschlagen hätte... sie beschreibt an einer Stelle, dass sie auf jedenfall zu verhindern versucht, gegen den Schlüssel, der im Schloß der Schranktür steckt zu fallen! Sie schreibt nie ausdrücklich "mein Vater schlug mich". Die ganze Familie hat durch die Tyrannei des vaters ein Trauma erlitten und sie versucht sich mit dieser Erzählweise davor zu schützen. Sie berichtet halt sehr hektisch aber dass, was sie umschreibt, umschreibt sie kühl und ohne jedes Gefühl.

Ich muss jetzt los und schreib dir später noch mehr, ok? Ist ein tolles Buch!

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Beitrag von Iter

19.09.2005 14:20:36

Iter

Iter hat kein Profilbild...

Im ersten Abschnitt ist es nicht "Sein" sondern "Schein" entschuldige... bin zu hektisch um richtig zu schreiben!

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Beitrag von schnully

20.09.2005 13:51:02

schnully

schnully hat kein Profilbild...

Themenstarter
schnully hat das Thema eröffnet...

hey...jo das war voll nett von dir! es hat mir schon sehr geholfen, danke!

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Beitrag von Iter

23.09.2005 19:57:58

Iter

Iter hat kein Profilbild...

Ich hab einen Teil meiner Unterlagen doch noch entdeckt! Ich weiß zwar nicht, ob sie dir jetzt noch helfen, aber vielleicht sind sie ja trotzdem irgendwo von Nutzen!


Erzählweise

In der von uns behandelten Erzählung „das Muschelessen“ benutzt die Autorin ausschließlich die Ich-Form als Erzählform. Es wird jedoch nicht klar, ob diese autobiographisch oder fiktional ist, da die Personen in der Erzählung keine Namen tragen. Jedoch lässt sich aus der Biographie der Autorin Birgit Vanderbeke eine Parallele schließen, da sie wie die von ihr beschriebene Familie auch in der DDR lebte. Gegen die autobiographische Form spricht allerdings der Verweis in dem Buch, der darauf hinweist, dass jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen zufällig und nicht von der Autorin beabsichtigt ist. Die Autorin hat ein Personales Erzählverhalten gewählt, da die Tochter, die einzige erzählende Person ist. Alles was geschieht stammt aus ihren Erinnerungen und dem was tatsächlich bei diesem Muschelessen gesagt wird. Die Erzählhaltung des Charakters der Tochter ist zwar kritisch jedoch auch oft neutral. Das die Erzählerin in dieser Erzählung eine der Hauptfiguren ist und eine begrenzte Sicht hat, kennt sie nur die Gedanken und Gefühle die sie selbst betreffen.


Die Charakterisierung der Tochter

Die namenlose Ich-Erzählerin in „Das Muschelessen“ ist die Tochter der Familie. Sie teilt dem Leser mit, was an jenem Abend dieses Muschelessen in ihrer Familie ausgelöst hat. Im Verlauf der Erzählung löst sich die Befangenheit gegenüber der Mutter aber vor allem die Angst gegenüber ihrem Vater. So erzählt sie auf Seite 103 Zeile 13 bis 26 : (...)„Im Grunde ist ein Missverständnis in einer richtigen Familie so gut wie ausgeschlossen, deshalb ist auch das Aufsässige an meiner Frage, warum müssen die Abonnementkonzerte eigentlich aufhören, vollkommen unmissverständlich gewesen, meine Mutter hat gesagt, das ist Blasphemie, und wir haben uns sehr gewundert, dass nicht sofort ein Blitz aus dem Himmel gekommen ist und mich erschlagen hat, mein Bruder hat dann gesagt, sieh mal an, er ist auch nur ein Mensch, und wir sind alle ziemlich erlöst gewesen, weil wir das vorher noch nie in betracht gezogen hatten, aber weder ist ein Blitz eingeschlagen, noch ist mein Vater erschienen, wir haben weiter am Tisch gesessen und uns verschworen gefühlt,“ (...)

Über das Äußere Erscheinungsbild der Tochter wird nur an drei Stellen der Erzählung gesprochen : einmal auf der Seite 69 Zeile 5 bis Seite 70 Zeile 4 wo sie von dem Tag ihrer Geburt berichtet : (...) „Meine Mutter hat an dem Abend gesagt, dass mein Vater von Anfang an gleich nicht das geringste Verständnis für meine unhübsche Art gehabt hat; als er mich zum erstenmal gesehen hat, soll er entsetzt ausgerufen haben, das ist ja ein Affe, und sich die Haare gerauft haben, weil dieses hässliche Wesen keinesfalls seine Tochter hat sein können, geschweige denn sein Sohn, wie es sich doch gehört hätte, ich bin bei meiner Geburt schon sehr hässlich gewesen, meine Mutter hat gesagt, das hätte sie gar nicht gestört; (...) dass ich von Kopf bis Fuß voller Haare gewesen bin, ich habe überall schwarze Haare gehabt, auch das Gesicht soll affenartig behaart gewesen sein und der ganze Leib bis hinab zu den Zehen, ich bin von so abstoßender Hässlichkeit bei meiner Geburt gewesen, dass meinen Vater mein Anblick gleich abgestoßen hat, meine Mutter hat mich gleich ausnehmend lieb gehabt, hat sie immer erzählt, und es ist ihr auch später erst aufgefallen, dass ich ausgesehen habe wie ein schwarzer Affe, die Haare sind mir nach ein paar Tagen ausgegangen, und danach habe ich ausgesehen wie alle anderen Säuglinge auch, da ist es aber zu spät gewesen, weil mein Vater bereits einen sehr ungünstigen Eindruck von mir gehabt hat,“ (...) Und an einer anderen Stelle spricht sie über den Haarschnitt den sie als Kind immer tragen musste Seite Zeile bis Seite Zeile. Weiterhin benennt sie auf der Seite ... die Kleidung, die sie trägt als Ladenhüter, die auch die Mutter und der Bruder tragen. Ansonsten lässt sich vermuten, dass auch das Aussehen (wie der Charakter) mehr nach dem Vater schlägt als nach der Mutter.

In der Erzählung beschreibt sich die volljährige Tochter selbst als mutig und intelligent. Sie ist gut in der Schule, besitzt logisches Denkvermögen, ist musisch talentiert und naturwissenschaftlich begabt. Sie vereint eigentlich alle Eigenschaften in sich, die der Vater sich für den Sohn erhofft hätte. Jedoch besitzt sie keine der Eigenschaften, die sich der Vater für ein Mädchen erhoffte. Das Verständnis vom Vater hatte sie sich allerdings bereits verscherzt, bevor ihre Eigenschaften erkennbar waren, indem sie, wie vorhin genannt, mit affenartiger Behaarung auf die Welt kam.

Da die Tochter früher nicht viel Taschengeld bekam gab sie Nachhilfeunterricht und ging dann von dem verdienten Geld in Kaffeehäuser und las ein Buch und rauchte oder sie ging ins Kino um einen Film zu sehen. Dies tat sie heimlich da ihr Vater nichts davon hielt. Sie mag das „Nichts tun“, wie es bei ihrer Großmutter immer geheißen hat. Man kann interpretieren, dass sie gerne aus ihrem bis ins kleinste Detail durchstrukturierte und vom tyrannischen Vater beherrschte Leben entflieht und sich einer anderen Welt hingibt, zumal sie auch angibt, Zuhause sehr viel zu lesen.

Sie mag es nicht, wenn ihre Mutter, wie so oft, am Klavier sitzt, Kompositionen von Schubert spielt, weint und sich für alles die Schuld gibt. Es lässt sich vermuten, dass sie diese Szenerie fast schon mit Wut auf die Weinerlichkeit ihrer Mutter betrachtet, da die Mutter wirklich die Einzige ist, die die familiäre Situation ändern könnte. Die Mutter muss Halt und Schutz für ihre Kinder bieten und sich für sie einsetzen, auch wenn das bedeuten würde, sich gegen den Patriarchen aufzulehnen anstatt in Selbstmitleid zu versinken.

Wie auch die Mutter und der Bruder mag die Tochter keine Muscheln.

Einmal am Tag muss sie mindestens und maximal eine Stunde das Klavierspielen üben, wie vom Vater angeordnet. Nicht länger und nicht kürzer als eine Stunde. Sie bekommt auch Klavierstunden. Wenn der Vater auf Dienstreise ist, spielt sie gerne so oft und so lange Klavier, wie sie möchte ohne vom Vater eingeschränkt oder gezwungen zu werden.

Der wichtigste Aspekt der zu dem Charakter der Tochter, und zu allen drei anderen Charakteren auch, zu sagen ist, ist allerdings die Tatsache, dass die vermeintlichen Erziehungsmethoden des Vaters, auch gegenüber seiner Frau bei allen Personen nicht nur körperliche Verletzungen, sondern auch tiefe seelische Schäden hinterlassen haben.


Der Konflikt zwischen Vater und Tochter

In der Erzählung wird der Charakter der Tochter einmal von ihr selbst als Ich-Erzählerin beschrieben und dann gibt es da noch die Beschreibung die vom Vater kommt, der seine Tochter als uncharmantes Wesen beschreibt und sich zutiefst über ihre Verstocktheit und Gefühlskälte ärgert. Jedoch kann man aus einzelnen Beobachtungen schließen, dass der Vater unrecht hat.

Schon seit dem Tag ihrer Geburt ist die Tochter die reinste Enttäuschung für ihren Vater. Der Vater wollte ohnehin lieber einen Jungen aber hinzu kam auch noch, dass die Tochter sehr hässlich und von Kopf bis Fuß stark behaart gewesen ist, welches der Vater nicht mit seinen Vorstellungen von einem „idealen“ Mädchen vereinbaren konnte. Er ekelte sich regelrecht vor ihr. Seine Vorstellungen von einem „richtigen“ Mädchen waren Kleidchen, ein niedliches lächeln und vor allen Dingen ein Baby, das weder brüllt, noch spuckt.

Seine Frustration lässt er oft an ihr aus. Er schlägt, beschimpft und erniedrigt sowohl sie, als auch ihren Bruder. So beschreibt die Tochter auf Seite 72 bis Seite 73 der Erzählung eine Situation aus ihrer frühsten Kindheit : (...) „Meine Mutter ist am Wochenende nur damit beschäftigt gewesen, meinen aufgebrachten Vater zu beschwichtigen, der aber besonders nachts nicht zu trösten und zu beschwichtigen gewesen ist, weil er bei dem Gebrüll nicht hat einschlafen können; er ist so aufgebracht über sein teuflisches Kind, diesen Satansbraten, gewesen, dass er mich einmal genommen und gegen die Wand geworfen hat; mein Vater hat dazu später gesagt, und dann war es erst mal still; und ich habe gefragt, und dann, aber meine Eltern haben sich nicht mehr erinnern können, was dann gewesen ist, ich habe sogar gehinkt wie der Teufel leibhaftig und immer ein Bein nachgezogen, sobald ich laufen konnte, weil mein Hüftknochen falsch zusammengewachsen war, was natürlich kein Mensch hat ahnen und feststellen können bei einem Kleinkind, das noch nicht laufen kann.“

Als sie jedoch volljährig wurde (kurz nach dem Tod ihrer Großmutter väterlicherseits) verprügelte der Vater sie nicht mehr, wenn sie seiner Meinung nach irgendetwas falsch gemacht hatte, sondern sprach einfach solange nicht mehr mit ihr (Mutter und Bruder durften auch nicht mit ihr reden), bis sie sich entschuldigt hatte. Dies hat sie meistens nur auf bitten der Mutter hin getan. Manchmal auch überhaupt nicht.

Neben den körperlichen Schäden fügt der Vater seiner Tochter aus verheerende seelische Schäden zu und formt somit auch ihren Charakter. Er bezeichnet sie immer wieder als Affe (wegen der Haare, die sie als Säugling auf ihrem Körper hatte) und wiederholt auch oft dass sie, so hässlich und uncharmant wie sie sei, nie einem Mann gefallen würde. Das schockierendste, allerdings, was der Vater nicht nur über seine Tochter, sondern auch über seinen Sohn sagt, wird auf der Seite 68 der Erzählung ausgesprochen, auf der es heißt : (...) „Es ist unser dauerndes, ihm das Leben verderbendes Dasein gewesen, das meinem Vater am Ende jegliches Verständnis ausgetrieben hat, wie er auch manchmal gesagt hat, ich wünschte, ihr wäret nicht auf der Welt, hat er einmal gesagt und erklärt, dass er zutiefst bereute, zuerst versehentlich mich und hernach planmäßig meinen Bruder gezeugt zu haben, was er für einen Irrtum gehalten hat, einen verhängnisvollen, wenn er sich angeschaut hat, was dabei herausgekommen ist,“ (...)

Die Tochter verstellt sich vorm Vater, wie die Mutter und der Sohn auch.
Sie wirkt dickfällig und abgeklärt. In sofern stimmt die das Bild das der Vater von der Tochter hat, jedoch stimmt dieses Bild nicht für die wirkliche Person der Tochter. Der Vater kennt seine eigene Familie nicht.
Die Tochter scheint sehr wohl Gefühle zu haben, jedoch hat sie im Laufe der Zeit gelernt, diese nicht nach Außen zu tragen. Sie verletzten die Dinge, die ihr Vater ihr und ihrer Familie antut doch sehr. Ein wichtiger Hinweis dafür, findet sich in der Erzählweise.


Und hier hab ich noch unser Hand-Out...
Da steht das Wichtigste nochmal drauf!

http://de.geocities.com/dasmuschelessen/handout.jpg

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Beitrag von Iter

23.09.2005 19:59:00

Iter

Iter hat kein Profilbild...

Und ich bin sogar zu blöd zum Verlinken!

de.geocities.com/dasmuschelessen/handout.jpg

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