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Thema:

Interpretation

(233x gelesen)

Seiten: 1

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Beitrag von tsgmlennox

27.09.2006 15:08:01

tsgmlennox

tsgmlennox hat kein Profilbild...

Themenstarter
tsgmlennox hat das Thema eröffnet...

Wir müssen in Deutsch das Gedicht "Die Städter" von Alfred Wolfenstein interpretieren. Kommt nich so richtig voran, ist schwer (Expressionismus). Habt ihr das schon mal interpretiert?
Vielleicht könnt ihr mir mit ein paar guten Ansätzen helfen?

Danke für eure Mühe

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Beitrag von Luder2k

27.09.2006 15:09:43

Luder2k

Profilbild von Luder2k ...

Interpretationen kann ich ganz gut aber kenne das Gedicht nich sry :/

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Beitrag von Haye

27.09.2006 15:13:51

Haye

Profilbild von Haye ...

hier das gedicht

Alfred Wolfenstein 1888-1945

1 Dicht wie die Löcher eines Siebes stehn
2 Fenster beieinander, drängend fassen
3 Häuser sich so dicht an, daß die Straßen
4 Grau geschwollen wie Gewürgte stehn.

5 Ineinander dicht hineingehakt
6 Sitzen in den Trams1 die zwei Fassaden
7 Leute, ihre nahen Blicke baden
8 Ineinander, ohne Scheu befragt.

9 Unsre Wände sind so dünn wie Haut,
10 Daß ein jeder teilnimmt, wenn ich weine.
11 Unser Flüstern, Denken … wird Gegröhle …

12 – Und wie still in dick verschlossner Höhle
13 Ganz unangerührt und ungeschaut
14 Steht ein jeder fern und fühlt: alleine

Anmerkungen:
1 Altmodisches Wort für Straßenbahn.

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Beitrag von Haye

27.09.2006 15:17:00

Haye

Profilbild von Haye ...

und hier die interpretation


Das expressionistische Gedicht „Städter“ (1914) von Alfred Wolfenstein behandelt das Thema Großstadt-Anonymität und -Einsamkeit. Als Gedichtform ist in diesem Werk dass Sonett1 gewählt, verfasst in einem umarmenden Reim (abba).

Im dem ersten der beiden Quartette beginnt der Sprecher zu beschreiben, wie eng die Fenster der Häuser beeinander gereiht sieht (Z.1f). Wolfenstein versucht in seiner ersten Strophe das Gefühl von Enge zu erzeugen. Emphatisiert2 wird das ganze durch den umarmenden Reim, den ständigen Enjambements3, die Tempo in den Lesefluss bringen und damit zusätzliche Hektik, Flucht und Panik vermitteln, sowie über eine Alliteration4 (Z.4: „Grau geschwollen wie Gewürgte“). Die Fenster und Häuser werden durch dass gegenseitige „anfassen“ personifiziert; der Schluss liegt also nahe, dass nicht nur die Häuser eng beeinander stehen, sondern sich auch die Menschen beengt fühlen. Die permamente Anhäufung von Enjambements im gesamten Gedicht wird auch als „Hakenstil“ bezeichnet.

Im zweiten Abschnitt des Werks wird das Innenleben einer „Trams“ (Straßenbahn) geschildert. Anders als in der ersten Strophe, findet hier eine „Depersonifizierung“5 statt. Zwei Menschen sitzen in der Straßenbahn und werden als „Fassaden“ bezeichnet. (Z.5f). Fassaden – das impliziert Oberflächlichkeit und Gefühlskälte zwischen den Menschen. Auf metaphorische Weise berichtet das lyrische Ich, wie sich die Menschen gegenseitig beäugen (Z.7: „ihre nahen Blicke baden Ineinander, ohne Scheu befragt“). Der siebte Vers kann so aufgefasst werden, dass die Menschen mit ihren Augen orientierungslos nach Wärme und Kommunikation suchen, aber sie nicht zu finden scheinen.

Damit sind die beiden Quartetten abgeschlossen. Häufig folgt in Sonetten eine Zäsur6 zwischen den Quartetten und Terzetten. Ein deutlicher Einschnitt zwischen den beiden Teilen ist aber nicht zu erkennen, man kann allerdings feststellen, dass der Sprecher mit einer (Ich-)Reflexion beginnt, in der er beschreibt, welche Wirkung die Großstadt auf das lyrische Ich und seine Menschen entfaltet. Die Menschen sind so eng aneinander gedrängt und die Wände so dünn, dass er Sprecher feststellen muss, dass es keine wirkliche Privatsphäre gibt (Z.9ff). Alle Menschen nehmen, aufgrund der Nähe zueinander und den durchlässigen Häuserwänden, (ungewollt) teil an den Emotionen des anderen. Wolfenstein stellt hier einen Vergleich an, indem er schreibt, dass die Wände dünn wie Haut seien (Z.9).

Die letzte Strophe stellt nun einen Scheinwiderspruch, einen Antagonisten zur dritten Strophe dar. Hier schwenkt der Autor dazu über, die Unterkünfte der Stadtmenschen als „dick verschlossene Höhlen“ zu bezeichnen, in der die Menschen stumm hausen (Z.12). Paradox7 scheint auf den ersten flüchtigen Blick zu sein, dass zuvor die Trennwände der Behausungen mit Haut verglichen wurde (Z.9), hier jedoch schreibt Wolfenstein von dicken Höhlen (Z.12). Auch Vers 13 und 14 haben „Gegenspielerverse“, denen sie antithetisch gegenüberstehen: In Vers 10 und 11 musste das lyrische Ich noch konstatieren, dass es keine Intimsphäre gibt. In der letzten Strophe jedoch heißt es, dass das Individuum alleine sei, „unangerührt und ungeschaut“ (Z.13f).
Diese Antithesen7 lassen sich widerspruchsfrei auflösen, wenn wir die Beziehung der Menschen in zwei Ebenen aufteilen: Einmal der Enge, die dem Individuum jegliche Rückzugsräume nimmt (Z.10: „Dass ein jeder teilnimmt, wenn ich weine“), und dann wiederum die Anonymität, das Desinteresse, die gestörte Kommunikation und die fehlende Wärme zwischen den Menschen (Z.13f: „Ganz unangerührt und unangeschaut Steht ein jeder fern und fühlt: alleine“).

Alfred Wolfenstein stellt ein düsteres Bild des Großstadtlebens am Anfang der Jahrhundertwende dar. Wir müssen uns den historischen Hintergrund der zeitgenössischen Expressionisten vergegenwärtigen: Am Anfang des 20.Jahrhunderts fand eine große Industrialisierungs- und Urbanisierungswelle statt. Neue Erfindungen wie die Eisenbahn waren für viele Menschen zunächst befremdlich und die Städte waren der schnellen Verstädterung nicht immer gewachsen; die Bildung von Ghettos, Notunterkünften und Wohnblöcken für Sozialschwache dürften alltäglich gewesen sein.
Wolfenstein stellt in seinem Gedicht eine Kritik am Großstadtleben heraus. Kritikpunkte sind die Anonymität und Einsamkeit, die Enge, die Kommunikationsfeindlichkeit und der Untergang des Individuums in der „Masse“.

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Beitrag von Haye

27.09.2006 15:17:51

Haye

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Quelle:
www.antikoerperchen.de/material/9/gedichtinterpretation-alfred-wolfenstein-staedter-expressionismus.html

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Beitrag von tsgmlennox

27.09.2006 16:06:03

tsgmlennox

tsgmlennox hat kein Profilbild...

Themenstarter
tsgmlennox hat das Thema eröffnet...

danke danke...werd es nicht übernehmen. aber es ist hilfreich eine gute interpretaiton alsgrundlage zu haben

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Beitrag von Haye

27.09.2006 16:07:44

Haye

Profilbild von Haye ...

stimmt hab ich auch immer gemacht, die arbeit wurde später für mich einfach, da alle gedichten über expressionismus fast identisch sind.

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