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Thema:

interpretaion??

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Beitrag von Sweathony

18.12.2006 20:56:15

Sweathony

Profilbild von Sweathony ...

Themenstarter
Sweathony hat das Thema eröffnet...

huhu hat jemand die Gedichtinterpretation von friedrich nietzsche "vereinsamt"???

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Beitrag von lailar

18.12.2006 21:08:48

lailar

Profilbild von lailar ...

Einsamkeit – ein Zustand, den ich nur all zu gern aus meinem Leben streichen würde. Es gibt zwar Momente, in denen ich gern einmal allein für mich bin, aber der Unterschied zwischen allein und einsam sein ist sehr groß. Es ist, als würde man unbemerkt und vollkommen bewegungslos in einer hektischen Menschenmasse stehen und trotzdem nur Beobachter und nicht Teil des Schauspiels sein, das um einen herum abläuft.

Dieses Thema greift auch Friedrich Nietzsche in seinem Gedicht „Vereinsamt“ auf, welches von dem Kontrast zwischen Ruhe und Bewegung dominiert wird.

Schon durch den Titel wird in mir eine bedrückte Stimmung geweckt und das allein stehende Wort „Vereinsamt“ ruft die Vorstellung eines Prozesses der Vereinsamung hervor, der sich in dem Gedicht reflektiert.

So beschreibt das lyrische Ich in der ersten Strophe, wie „Die Krähen schrein“ (Z.1) und „schwirren Flugs zur Stadt“ (Z.2) ziehen. Dabei bewirken die als „Begleiter der Einsamen“ geltenden Krähen einen Eindruck der Bewegung, der durch den Zeilensprung vom ersten zum zweiten Vers und den gleichmäßigen Jambus noch unterstützt wird.

Mit der Lautmalerei „schrein“ (Z.1) und „schwirren“ (Z.2) stellt sich in mir die Vorstellung eines sehr lauten Vorganges ein, der vom lyrischen Ich, das nur zwischen den Zeilen spürbar ist, beobachtet wird. Es scheint, als würden die Krähen so schnell wie nur möglich in die Stadt fliehen wollen, um dem bevorstehenden Winter, der im dritten Vers durch die Botschaft „Bald wird es schnein“ (Z.3) angekündigt wird, zu entkommen. Das ist wohl auch dem lyrischen Sprecher aufgefallen, denn es hat der Anschein, als beglückwünsche er am Ende der ersten Strophe all diejenigen, die jetzt, da der Winter bald Einzug halten wird, noch Heimat haben. Das Wort „Heimat“ (Z.4) steht dabei für das lyrische Ich für Wärme und Geborgenheit und kann somit mit der „Stadt“ (Z.2) gleichgesetzt werden, die anscheinend dasselbe für die Krähen symbolisiert.

Diese beiden Begriffe bewirken einen Kontrast zum lyrischen Subjekt, welches ich mir einsam und als die ganze Situation beobachtend vorstelle, als ob es auf einem Berg stünde und auf die Stadt, die so vielen Menschen und Tieren ein zu Hause bietet, herabsähe. Dass die „Heimat“ (Z.4) eine große Bedeutung für den lyrischen Sprecher hat, wird weiterhin durch den Gedankenstrich und das Ausrufezeichen deutlich, welche den Begriff vom restlichen Gedicht abtrennen und ihm so zweifellos eine Sonderstellung verleihen.

Das lyrische Subjekt, das bisher, wie bereits erwähnt, nur zwischen den Zeilen bemerkbar war, kommt in der zweiten Strophe durch das Personalpronomen „du“ (Z.5) zum Ausdruck, was den Eindruck eines Selbstgespräches unterstreicht. Der fünfte Vers wird, genauso wie der dritte, durch ein Temporaladverb eingeleitet. Diesem folgt die Alliteration „stehst […] starr“ (Z.5), welche eine gewisse Ruhe impliziert, die im Kontrast zu der Bewegung der Krähen steht. Diese Ruhe wird durch die Äußerung „schaust rückwärts“ (Z.6) erweitert und bewirkt in mir das Gefühl der Erinnerung des lyrische Ichs an bessere, aber leider auch vergangene Zeiten.

Dass diese Erinnerung dem lyrischen Subjekt anscheinend nicht ausreicht, wird mit der Interjektion „ach!“ (Z.6) verdeutlicht. Diesem Ausruf ist eine Klage zu entnehmen, die durch die folgende Ellipse „wie lange schon!“ (Z.6) fortgesetzt wird. Betrachte ich mir diese beiden Ausrufe gemeinsam, erscheint es mir, als wäre dem lyrischen Sprecher die Zeit des Erinnerns schon etwas zu lange. Dieser Eindruck wird durch die sich anschließende rhetorische Frage „Was bist du Narr vor Winters in die Welt entflohn?“ (Z.7/8) noch verstärkt. Es scheint, als würde sich das lyrische Subjekt in einem inneren Monolog selbst kritisieren.

Darüber hinaus wird mit dem Vergleich „Die Welt – ein Tor“ (Z.9) in der dritten Strophe in mir die Vorstellung geweckt, dass das lyrische Ich anfangs dachte, dass die Welt ein Paradies sei und ihm somit ein Tor zu einer besseren Zeit öffnen würde. Es musste jedoch schnell feststellen, dass sie nur „zu tausend Wüsten stumm und kalt“ (Z.10) ist. Dieser rasche Umbruch wird durch den Zeilensprung von Vers neun zu zehn noch unterstrichen. Mit der Hyperbel „tausend“ (Z.10) scheint Nietzsche eine grenzenlose Weite zu kreieren, die allerdings „stumm und kalt“ (Z.10) ist und somit ein Gefühl der Leblosigkeit, Leere und Einsamkeit hervorruft. Dieses Gefühl entstand, meiner Meinung nach, als das lyrische Ich etwas verlor, worauf durch die Äußerung „Wer das verlor, was du verlorst“ (Z.11/12) genauer eingegangen wird. Dieser Verlust ist wohl so groß gewesen, dass es für den lyrischen Sprecher seither nichts mehr gab, was ihn hätte halten können und auch nichts, was ihn in Zukunft halten wird, denn er bemerkt „Wer das verlor, was du verlorst, macht nirgends halt“ (Z.11/12), wobei der Begriff „nirgends“ (Z.12) sehr allumfassend wirkt und wiederum den Eindruck der Bewegung hervorruft.

Im Kontrast dazu steht die Ruhe der ersten Verse der vierten Strophe, in denen das lyrische Subjekt sagt: „Nun stehst du bleich“ (Z.13), was einen Parallelismus zu de im fünften Vers auftretenden Wortgruppe „Nun stehst du starr“ (Z.5) bildet. Die Nutzung des Wortes „bleich“ (Z.13) bewirkt in mir einen unweigerlichen Bezug zur Kälte und Ohnmacht, der das lyrische Ich ausgesetzt ist. Die folgende Aussage „zur Winter-Wanderschaft verflucht“ (Z.14) impliziert den Zwang, dem der lyrische Sprecher unterlegen ist. Die Alliteration „Winter-Wanderschaft“ (Z.14) greift dabei das Motiv der Bewegung wieder auf. Dieses Motiv wird in den zwei folgenden Versen fortgesetzt. Die am Anfang der vierten Strophe bleich dastehende Person wird im 15. Vers mit dem „Rauche“ (Z.15) verglichen. Die sich anschließende Beobachtung, „Der stets nach kältern Himmeln sucht“ (Z.16), vermittelt ein Gefühl der Halt- und Rastlosigkeit, als könne der Rauch nirgends einen Ort finden, an dem er bleiben kann oder will. Somit kann man den Rauch mit dem lyrischen Sprecher gleichsetzten – man kann ihn zwar sehen, aber niemals halten. Deshalb ist er zu einer ewigen „Wanderschaft verflucht“ (Z.14).

Das so fortgesetzte Motiv der Bewegung wird auch in der fünften Strophe wieder verwendet. Durch den Imperativ „Flieg, Vogel, schnarr dein Lied im Wüstenvogel-Ton! -“ (Z.17/18) wird eine Änderung des Tones bewirkt. War dieser bisher eher hart und kalt, auf Grund der Nutzung von zum Beispiel kurzen Konsonanten, wie in „Stadt“ (Z.2) oder „Heimat hat“ (Z.4), scheint er sich in diesen zwei Versen zu einer vorübergehend gespannten Stimmung zu wandeln, die durch helle Vokale, wie in „Flieg“ (Z.17) oder „Lied“ (Z.18) hervorgerufen wird. Dieser Eindruck wird durch den Zeilensprung von Vers 17 zu 18 noch verstärkt. Der 19. und 20. Vers hingegen wirken eher befehlend und die Härte und Kälte kommen, unterstützt durch das Ausrufezeichen am Ende des 20. Verses, wieder zum Ausdruck. Es scheint mir, als würde das lyrische Ich sich selbst ermahnen, sein „blutend Herz in Eis und Hohn!“ (Z.20) zu verstecken.

Durch diese Metapher wird in mir die Vorstellung des erstarrten Schmerzes des lyrischen Subjekts geweckt. Die so beschriebene Starre bildet wieder einen Kontrast zu der Bewegung, die durch das Fliegen und Schnarren des Vogels verdeutlicht wird. Weiterhin scheint der Vogel die Möglichkeit zu haben, seine Meinung herauszuschnarren, was dem lyrischen Sprecher nicht gegeben ist. Er ist vielmehr dazu gezwungen sein Innerstes zu verstecken. Der im 18. Vers erwähnte „Wüstenvogel“ (Z.18) wirkt auf mich als Symbol für das lyrische Ich. Dabei verkörpert die Wüste die Einsamkeit und Leblosigkeit, die im Inneren des lyrischen Subjektes herrscht und der Vogel die Rastlosigkeit und Bewegung, der es ausgesetzt ist. Somit entsteht ein Kontrast innerhalb des Wortes.

Die durch den Begriff „Versteck“ (Z.19) implizierte Ruhe wird in der sechsten Strophe wieder durchbrochen, in der mit der Aussage „Die Krähen schrein und ziehen schwirren Flugs zur Stadt“ (Z.21/22) wiederum ein Gefühl der Haltlosigkeit zum Ausdruck kommt, das durch den Zeilensprung von Vers 21 zu 22 noch unterstrichen wird. Das sich anschließende Temporaladverb „Bald“ (Z.23) leitet die folgende Botschaft des anstehenden Winters ein. Bis zu diesem Punkt unterscheidet die ersten drei Verse der sechsten Strophe nichts von denen der ersten Strophe. Es scheint, als baue Nietzsche einen Rahmen innerhalb des Gedichtes. Dieser Eindruck wird allerdings durch den letzten Vers getrübt, in dem das lyrische Ich ausruft: „Wehe dem, der keine Heimat hat!“ (Z.24). Während in der ersten Strophe noch ein Fünkchen Hoffnung auf Wärme und Geborgenheit mitschwingt, wirkt die letzte Strophe durch den Klagelaut „Wehe dem“ (Z.24) eher verzweifelt. Es hat den Anschein, als hätte der lyrische Sprecher letztendlich erkannt, dass er tatsächlich „Vereinsamt“ ist.

Damit wird dieses sechsstrophige Gedicht beendet. Nachwirkend ist mir jedoch der verwendete Kreuzreim im Gedächtnis geblieben, der dem Gedicht durch seine feste, „unerschütterliche“ Struktur Halt bietet, damit aber auch eine Art Rahmen kreiert, in den das lyrische Ich hineingedrückt zu werden scheint. Somit wird in mir eine schwermütige Stimmung hervorgerufen, die sich äquivalent zu der des lyrischen Subjektes verhält.

Es sieht also so aus, als würde auch für den lyrischen Sprecher eine Situation entstehen, in der er regungslos in einer bewegten Menge steht, die in Nietzsches Werk durch die Krähen verkörpert wird und uns täglich durch den Alltag begleitet.

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Beitrag von careline

18.12.2006 21:12:21

careline

careline hat kein Profilbild...

http://www.lesekost.de/gedicht/HHLG04.htm

http://www.school-scout.de/Vereinsamt_Nietzsche.cfm

http://www.bloghof.net/norberto42/archive/2006/03/03/y1qqih2d514k.htm

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