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(233x gelesen)

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Beitrag von Waldffe

14.09.2005 19:41:02

Waldffe

Profilbild von Waldffe ...

Themenstarter
Waldffe hat das Thema eröffnet...

Brauche dringend die Interpretation von "Die Beiden" von Hugo von Hoffmannsthal.Wäre echt cool,wenn mir jemand helfen könnte!Danke schon mal im Vorraus

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von AGPNS19

14.09.2005 19:45:14

AGPNS19

Profilbild von AGPNS19 ...

da gibts sone tolle erfindung die heißt internet.. u da findet man alles sowas nur so als kleinen tip am rande

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Beitrag von pitililu

14.09.2005 19:50:38

pitililu

pitililu hat kein Profilbild...

is mir irgendwie sowas von egal

langsam soltet ihr doch mal begreifen das euch hier in den seltesten fäöllen einer eine schreibt

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Beitrag von Turbonegr...

14.09.2005 19:52:52

Turbonegr...

TurbonegroMissy hat kein Profilbild...

Hier ist die Interpretation:


Die Beiden
Hugo von Hofmannsthal

Gedichtform

Dieses Gedicht wurde in der Form eines Sonetts geschrieben. Sie besteht aus
zwei Vierzeiler und zwei Dreizeiler, die jedoch in diesem Gedicht zu einer
ganzen Strophe mit 6 Zeilen zusammengefügt wurden.
Jede der drei Strophen bildet einen ganzen Satz mit einem Schlusspunkt am
Ende der Strophe. Man könnte aber auch jede Zeile als einen Satz für sich
betrachten, sofern die für einen Satz benötigten Satzglieder (Subjekt,
Prädikat, evtl. Objekte) beinhaltet sind. Nur bei vier Verse ist dies nicht
der Fall: die zwei letzten Verse der zweiten Strophe können nicht einzeln
als einen Satz dastehen, da dies keinen Sinn ergeben würde. Also bilden sie
zusammen einen Satz. Diese Fusion beider Verse zu einem Satz nennt man
,Enjambement'. Dies kommt wieder bei den zwei ersten Verse der dritten
Strophe vor.

Reimfolge / Reimformen

In diesem Gedicht hat jede Strophe ihre eigene Reimfolge. Die erste Strophe
wurde im Paarreim geschrieben [a a b b], die zweite Strophe im umarmenden
Reim [a b b a]. Bei der dritten Strophe bilden die zwei ersten Verse mit den
zwei letzten einen Kreuzreim [a b a b], die zwei mittleren einen Paarreim [c
c].
Die a-Verse haben eine männliche Endung, d.h., sie enden mit stumpfe,
einsilbige Reime, z.B. Hand - Rand, Hand - stand, Hand - fand.
Die Meisten b-Verse (mit Ausnahme der ersten Strophe) haben eine weibliche
oder klingende, zweisilbige Endung des Reims, z.B. Pferde - Gebärde,
sollte - rollte.
Die c-Verse haben ebenfalls eine männliche Endung: schwer - sehr.
Was man in diesem Gedicht sehr gut erkennen kann, sind verschiedene
Wortwiederholungen. Z.B. enden alle ersten Verse jeder Strophe mit dem Wort
,Hand'. Außerdem kommt dieses Wort noch einmal vor, bei Vers 4 der dritten
Strophe. Dieses Wortstellungsspiel entstand nicht zufällig, denn das Wort
,Hand' spielt eine wichtige Rolle in diesem Gedicht. Auch die Wörter
,leicht' und ,Becher' kommen je 3 mal vor, denn auch diese haben eine
wichtige Bedeutung. Und im Gegensatz zum 3-maligen ,leicht' erscheint in der
dritten Strophe ein ,allzu schwer' .

Versmass

Mit Ausnahme des dritten Verses in der zweiten Strophe besteht jede Zeile
aus 4-füssige Jamben (jambische Vierheber). Ein Jambus besteht aus einer
kurzen und einer langen Silbe. Beim dritten Vers der zweiten Strophe fehlt
die letzte lange Silbe, somit endet diesen Vers mit einer kurzen Silbe.

Tempus / Personen

Das Gedicht wurde im Imperfekt geschrieben. Es spielt sich in der
Vergangenheit ab. Dies erkennt man an einzelne inhaltliche Merkmale, z.B.:
,,Er ritt auf einem jungen Pferde", vielleicht war das ein Ritter oder ein
Edelmann. Heutzutage gibt es die nicht mehr. Man könnte annehmen, das Ganze
geschehe auf dem Hof, was auch ein Merkmal für die Epoche sein könnte.
Die Personen sind insofern undefiniert, da sie alle in der dritten Person
Singular beschrieben werden: man spricht von eine ,,sie", ein ,,er" und ein
,,es" (das Pferd). Die beide Hauptdarsteller werden durch ihre Hände
vorgestellt.

Inhalt

,,Sie" trägt den Becher selbstbewusst und mit Sicherheit, sie weiß genau was
sie will und auch was passieren wird. Sie hat keine Angst und ist unbesorgt.
Mit dem Satz ,,Ihr Kinn und Mund glich seinem Rand", wird eine Anspielung
auf den runden Becherrand gemacht, welcher mit ihrem Gesicht verglichen
wird. Dies ist wieder ein Merkmal für die Epoche, in der sich das Gedicht
abspielt, denn im Mittelalter galt ein rundes Frauengesicht als
Schönheitssymbol (dies kann man gut an mittelalterliche Malereien erkennen).
,,Er" hat feste Hände, ist ein männlicher, harter Typ und beherrscht sein
Pferd.
In der dritten Strophe treffen sie sich, und als er ,,den leichten Becher
aus ihrer Hand nehmen sollte", bebten sie, weil sie so ineinander verliebt
waren, dass der Becher auf dem Boden endete, ,,und dunkler Wein am Boden
rollte". Das ,allzu schwer' im Gegensatz zum dreimaligen ,leicht' bedeutet,
dass beide vorher so sicher waren über das, was sie tun wollten, dass in dem
Moment, in dem sie sich sehen, alles Andere unwichtig erscheint, und das
eigentliche Vorhaben gar nicht mehr interessiert, so dass ein einfaches
Übergeben eines Bechers große Schwierigkeiten bereitet. Sie stehen wie
hypnotisiert da, und passen gar nicht auf das auf, was sie machen, so dass,
wenn sie sich die Hände nicht treffen und der Becher auf den Boden fällt,
die wahre Liebe, die durch das Übergeben des Bechers vollzogen sein sollte,
einen Bruch erlebt.

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Beitrag von pitililu

14.09.2005 19:53:23

pitililu

pitililu hat kein Profilbild...

wow O_O
jetzt bin ich nicht nur überrascht sondenr auch beeindruckt

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von Turbonegr...

14.09.2005 19:56:29

Turbonegr...

TurbonegroMissy hat kein Profilbild...

pourquoi ??

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