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Hilfe bei Nachbar

(537x gelesen)

Seiten: 1 2

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Beitrag von Rejouissance

06.10.2005 22:16:53

Rejouissance

Profilbild von Rejouissance ...

Themenstarter
Rejouissance hat das Thema eröffnet...

Hat vielleicht jemand schonmal Kafka - "Der Nachbar" behandelt?? Kann mir das mal jemand grob analysieren? Ich würd auch mal den Text hier posten, ihr könnt euch ihn schnell druchlesen und sagen, was euch einfällt. Aber ich versteh den Hintergrund nicht ganz. Weshalb hat er denn solche Angst, der Nachbar könne ihm was wegnehmen??
danke!













Kafka - Der Nachbar


Mein Geschäft ruht ganz auf meinen Schultern. Zwei Fräulein mit Schreibmaschinen und Geschäftsbüchern im Vorzimmer, mein Zimmer mit Schreibtisch, Kasse, Beratungstisch, Klubsessel und Telephon, das ist mein ganzer Arbeitsapparat. So einfach zu überblicken, so leicht zu führen. Ich bin ganz jung und die Geschäfte rollen vor mir her. Ich klage nicht, ich klage nicht.

Seit Neujahr hat ein junger Mann die kleine, leerstehende Nebenwohnung, die ich ungeschickterweise so lange zu mieten gezögert habe, frischweg gemietet. Auch ein Zimmer mit Vorzimmer, außerdem aber noch eine Küche. - Zimmer und Vorzimmer hätte ich wohl brauchen können - meine zwei Fräulein fühlten sich schon manchmal überlastet -, aber wozu hätte mir die Küche gedient? Dieses kleinliche Bedenken war daran schuld, daß ich mir die Wohnung habe nehmen lassen. nun sitzt dort dieser junge Mann. Harras heißt er. Was er dort eigentlich macht, weiß ich nicht. Auf der Tür steht: 'Harras, Bureau'. Ich habe Erkundigungen eingezogen, man hat mir mitgeteilt, es sei ein Geschäft ähnlich dem meinigen. Vor Kreditgewährung könne man nicht geradezu warnen, denn es handle sich doch um einen jungen, aufstrebenden Mann, dessen Sache vielleicht Zukunft habe, doch könne man zu Kredit nicht geradezu raten, denn gegenwärtig sei allem Anschein nach kein Vermögen vorhanden. Die übliche Auskunft, die man gibt, wenn man nichts weiß.

Manchmal treffe ich Harras auf der Treppe, er muss es immer außerordentlich eilig haben, er huscht förmlich an mir vorbei. Genau gesehen habe ich ihn noch gar nicht, den Büroschlüssel hat er schon vorbereitet in der Hand. Im Augenblick hat er die Tür geöffnet. Wie der **** einer Ratte ist er hineingeglitten und ich stehe wieder vor der Tafel 'Harras, Bureau', die ich schon viel öfter gelesen habe, als sie es verdient.

Die elend dünnen Wände, die den ehrlich tätigen Mann verraten, den Unehrlichen aber decken. Mein Telephon ist an der Zimmerwand angebracht, die mich von meinem Nachbar trennt. Doch hebe ich das bloß als besonders ironische Tatsache hervor. Selbst wenn es an der entgegengesetzten Wand hinge, würde man in der Nebenwohnung alles hören. Ich habe mir abgewöhnt, den Namen der Kunden beim Telephon zu nennen. Aber es gehört natürlich nicht viel Schlauheit dazu, aus charakteristischen, aber unvermeidlichen Wendungen des Gesprächs die Namen zu erraten. - Manchmal umtanze ich, die Hörmuschel am Ohr, von Unruhe gestachelt, auf den Fußspitzen den Apparat und kann es doch nicht verhüten, daß Geheimnisse preisgegeben werden.

Natürlich werden dadurch auch meine geschäftlichen Entscheidungen unsicher, mein Stimme zittrig. Was macht Harras, während ich telephoniere? Wollte ich sehr übertreiben - aber das muss man oft, um sich Klarheit zur verschaffen -, so könnte ich sagen: Harras braucht kein Telephon, er benutzt meines, er hat sein Kanapee an die Wand gerückt und horcht, ich dagegen muß zum Telephon laufen, die Wünsche des Kunden entgegennehmen, schwerwiegende Entschlüsse fassen, großangelegte Überredungen ausführen - vor allem aber während des Ganzen unwillkürlich durch die Zimmerwand Harras Bericht erstatten.

Vielleicht wartet er gar nicht das Ende des Gesprächs ab, sondern erhebt sich nach der Gesprächsstelle, die ihn über den Fall genügend aufgeklärt hat, huscht nach seiner Gewohnheit durch die Stadt und, ehe ich die Hörmuschel aufgehängt habe, ist er vielleicht schon daran, mir entgegenzuarbeiten.










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Beitrag von Rejouissance

06.10.2005 22:18:29

Rejouissance

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Themenstarter
Rejouissance hat das Thema eröffnet...

** = sch.wanz (also das das zensiert wird, echt!! es gibt nicht nur die eine bedeutung!! )

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Beitrag von sternenhi...

06.10.2005 22:19:12

sternenhi...

sternenhimmel hat kein Profilbild...

ja wir haben den text behandelt..aber ich weiß nicht mehr was wir darüber gesagt haben..und ich hab keine lust die unterlagen rauszusuchen und das alles abzutippen ^^

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Beitrag von Rejouissance

06.10.2005 22:20:04

Rejouissance

Profilbild von Rejouissance ...

Themenstarter
Rejouissance hat das Thema eröffnet...

schade.
fällt dir gar nix mehr ein?? trotzdem danke.

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Beitrag von sternenhi...

06.10.2005 22:21:51

sternenhi...

sternenhimmel hat kein Profilbild...

ach doch die tiermetaphorik ist auffällig und ach warte ich guck ma nach den stichpunkten die wir gemacht haben

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Beitrag von X.Deluxe

06.10.2005 22:25:56

X.Deluxe

Profilbild von X.Deluxe ...

sind nicht alle sachen von kafka etwas...abgedreht? also dieses schizophrene verhalten kann man sicherlich auf die gesellchaft übertragen....hintergrundinfos zum autor und zeitl. eingrenzung lassen sicherlich leicht rückschlüsse zu.

fakt ist: er hat sein eigenes revier, sein sauber "sortiertes" geschäft und plötzlich kommt unruhe ins spiel durch einen fremdling - der nicht nur platz beansprucht sondern dazu auch noch konkurrenz darstellt.

in unsrer heutigen zeit könnte man das auf die haltung von deutschen gegenüber ausländern interpretieren..s.chau mal ob du ein zeitpassendes äuivalent findest.

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Beitrag von sternenhi...

06.10.2005 22:30:17

sternenhi...

sternenhimmel hat kein Profilbild...

also...

die fassade der selbstsicherheit des geschäftmannes wird durch ein alltägliches ereignis zerstört
durch die personale erzählperspektive wird die eigenartümige fremdartige welt des geschäftmannes vermittelt
ein prozess der verunsicherung findet durch den nachbarn statt
und die unfähigkeit des geschäftmannes zu kommunizieren führt zur isulation und einer verzerrten wahrnehmung der wirklichkeit(was sich an hand der tiermetaphorik verdeutlichen lässt)
der geschäftsmann ist nicht in der lage bindungen einzugehen
die entfremdung äussert sich in neurotischen störungen

ich hoffe das hilft dir..

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Beitrag von sternenhi...

06.10.2005 22:33:41

sternenhi...

sternenhimmel hat kein Profilbild...

der hintergrund für den in der erzählung dargestellten ökonomischen konkurrenzkamp ist in der historisch-gesellschaftlichen wirklichkeit prags zu beginn dieses jahrhunderts zu sehen. als mitarbeiter einer großen versicherung,kannte und erkannte kafka die unmenschlichen strukturen der damaligen arbeitswelt.

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Beitrag von Rejouissance

06.10.2005 22:35:09

Rejouissance

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Themenstarter
Rejouissance hat das Thema eröffnet...

vielen dank euch beiden! echt! hat mir schon weitergeholfen!
wenn noch mehr was wissen, wäre das natürlich gut, ansonsten muss mir das wohl reichen...

DANKE

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Beitrag von sternenhi...

06.10.2005 22:36:11

sternenhi...

sternenhimmel hat kein Profilbild...

mein letzter satz soll heißen : [..]kannte und erlebte kafka[..]

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Beitrag von Rejouissance

06.10.2005 22:39:28

Rejouissance

Profilbild von Rejouissance ...

Themenstarter
Rejouissance hat das Thema eröffnet...

super. vielen dank für deine mühe!!!
gemeint ist 20.jahrhundert, oder?
und inwiefern unmenschliche strukturen der damaligen arbeitswelt (nur noch mal zur kurzen berdeutlichung bitte *liebguck*)?

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