Live-Ticker
 Community
menu Registrieren menu Mitglieder Login menu Chat menu Flirtsuche menu Forum menu Shop
 Schule & Uni
menu Referate
 Informationen
menu FAQs
 Statistik
Mitglieder397.562
Neue User16
Männer195.883
Frauen194.848
Online3
Referate12.458
SMS-User59.003
Forenbeiträge3.080.540
 Neue Mitglieder
  • Profilbild von emo23

    Maennlich emo23
    Alter: 24 Jahre
    Profil

  • Profilbild von Josef0815

    Maennlich Josef0815
    Alter: 17 Jahre
    Profil

  • Profilbild von lucsyd

    Weiblich lucsyd
    Alter: 30 Jahre
    Profil

  • Profilbild von Coolmann0815

    Maennlich Coolmann0815
    Alter: 17 Jahre
    Profil

  • Profilbild von HugoFelke

    Maennlich HugoFelke
    Alter: 47 Jahre
    Profil

  • Profilbild von Johng637

    Maennlich Johng637
    Alter: 6 Jahre
    Profil

  • Profilbild von wedkjbfesu

    Maennlich wedkjbfesu
    Alter: 30 Jahre
    Profil

  • Profilbild von HD23meganeu

    Weiblich HD23meganeu
    Alter: 49 Jahre
    Profil

  • Profilbild von besjanalani

    Weiblich besjanalani
    Alter: 16 Jahre
    Profil

  • Profilbild von Mitschels

    Maennlich Mitschels
    Alter: 30 Jahre
    Profil

     
Foren
Schule & Referate
Forum durchsuchen:

 
Thema:

Heinrich von Kleist

(1211x gelesen)

Seiten: 1

Du mußt dich registrieren, bevor Du einen Beitrag bzw. eine Antwort erstellen kannst.

Beitrag von rotessofa

14.09.2005 16:04:09

rotessofa

Profilbild von rotessofa ...

Themenstarter
rotessofa hat das Thema eröffnet...

Alsoooo..es wäre echt ganz lieb wenn mir vielleicht irgendwer hier helfen könnte?! Wir behandeln zurzeit "Das Erdbeben in Chili" von Heinrich von Kleist im Profilkurs Deutsch. Wir sollen eine Inhaltsangabe schreiben. Mein Problem ist: Soll das ganze jetzt wie eine Nacherzählung aussehen oder wie? ..Ich hab gerade überhaupt keine Ahnung. Black out. Na ja falls mir da irgendjemand helfen könnte, wär des echt gut. (Kann ja sein, dass hier jemand ist, der das schon im Deutschunterricht durchgenommen hat oder so..?!) ..na ja
Danke schon mal.. =)

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von spritkopp

14.09.2005 16:05:21

spritkopp

Profilbild von spritkopp ...

erbeben in chili?
also vom chili bekomm ich erdbeben im dünndarm

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von rotessofa

14.09.2005 16:07:16

rotessofa

Profilbild von rotessofa ...

Themenstarter
rotessofa hat das Thema eröffnet...

wie witzig..=)

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von snowboard...

14.09.2005 16:10:08

snowboard...

Profilbild von snowboarderac ...

Ein junger Spanier, Jeronimo Rugera, der in Santiago, der Hauptstadt Chilis, als Lehrer im Hause eines Edelmanns angestellt ist, hat zu dessen Tochter Donna Josephe eine tiefe Neigung gefaßt und ist daher entlassen worden. Die Tochter, die diese Neigung erwidert, wird vom Vater in ein Kloster gebracht. Die Liebenden setzen jedoch in den Gärten des Klosters ihre Beziehungen insgeheim fort, und Donna Josephe wird am Fronleichnamsfest von Mutterwehen überrascht. Wegen dieser Schändung des Klosters werden beide gefangengesetzt und Donna Josephe zum Tode verurteilt. In der Stunde ihrer Hinrichtung will der verzweifelnde Jeronimo sich gerade im Gefängnis erhängen, als ein furchtbares Erdbeben über die Stadt hereinbricht und er sich aus dem zusammenbrechenden Gefängnis in die Freiheit retten kann. Durch Trümmer und brennende Straßen eilt er auf einen Hügel außerhalb der Stadt, und nach langem Suchen findet er Josephe mit ihrem Knaben, den sie aus dem brennenden Kloster unter Lebensgefahr hat bergen können. Am nächsten Morgen tritt von Geretteten, die nicht weit von ihnen ihr Lager aufgeschlagen haben, ein ihnen bekannter junger Mann, Don Fernando, mit der Bitte an Donna Josephe heran, seinem kleinen Kinde, dessen Mutter schwer verletzt ist, ihre Brust zu reichen. Sie gewährt die Bitte gern, und die Familien setzen sich zusammen. Die Katastrophe hat die Gemüter versöhnt, alle Standesunterschiede scheinen aufgehoben, man hilft sich gegenseitig. Der größte Teil der Gesellschaft begibt sich dann zu einer Dankmesse, und Jeronimo und Josephe schließen sich an. In seiner Predigt aber kommt der Geistliche plötzlich auf die Sittenverderbnis in der Stadt zu sprechen sowie auf den Klosterskandal. Die rasch fanatisierte Menge erkennt Jeronimo und Josephe, und es kommt vor der Kirche zu wilden Kämpfen, bei denen Don Fernando Wunder an Tapferkeit verrichtet. Jeronimo und Josephe verlieren ihr Leben, doch wird ihr Knabe gerettet, und Don Fernando, dessen Kind getötet worden ist, nimmt ihn als Pflegesohn an.

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von FlipFlava...

14.09.2005 16:10:31

FlipFlava...

FlipFlavaGirl hat kein Profilbild...

die scheiß novelle haben wir in der 9. durchgenommen!! ich hab das ding bis heut net gelesen! nach der 1. seite hat ich kein bock mehr!

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von rotessofa

14.09.2005 16:15:00

rotessofa

Profilbild von rotessofa ...

Themenstarter
rotessofa hat das Thema eröffnet...

danke snowboard..ähm, die hab ich auch schon gefunden aber die entspricht denn doch nicht soo ganz meinem Stil..=)

mensch is das zum kotzen ...

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von snowboard...

14.09.2005 16:17:42

snowboard...

Profilbild von snowboarderac ...

1) Einleitung:

Diese Hausarbeit soll sich mit der Novelle mit dem Titel ,,Das Erdbeben in Chili", das Heinrich von Kleist geschrieben hat, beschäftigen.
Im ersten Kapitel stelle ich die wichtigsten Stationen aus dem Leben Kleists vor. Anschließend rede ich allgemein über sein vorliegendes Werk - den Zeitpunkt seiner Entstehung, seine geschichtliche Bedeutung. Danach komme ich zur Vorstellung der Personen der Novelle. Dem schließt sich eine Zusammenfassung der Handlung an, die ich schließlich analysieren und interpretieren werde. Genauso wie die Stilmittel, die Kleist verwendet.

2) Über den Autor: Heinrich von Kleist:

Heinrich von Kleist wurde am 18.10.1777 in Frankfurt/Oder geboren, das heißt er lebte in etwa zur gleichen Zeit wie die berühmten Dichter Goethe und Schiller, die er später auch kennen lernte.
Heinrich von Kleist verlor sehr früh seinen Vater, bereits mit elf Jahren. Daher kam er 1788 in das Haus des Predigers S. Cartel und besuchte das französische Gymnasium. 1792 trat Kleist in das Potsdamer Garderegiment ein und nahm so am Rheinfeldzug 1796 teil und wurde ein Jahr später Leutnant. 1799 entschloss er sich dann diesem Dienst den Rücken zuzuwenden und stattdessen zu studieren. Er studierte Philosophie, Physik, Mathematik und Staatswissenschaft. 1804 trat er dann in den preußischen Staatsdienst ein, was zur Folge hatte, dass er 1807, nach dem Sieg Napoleons über Preußen, als Spion in spe festgenommen wurde. 1808/09 gab er in Dresden zusammen mit Adam Müller den ,,Phoebus" heraus, 1810 gaben sie die ,,Berliner Abendblätter" heraus. Heinrich von Kleist beging am 21.11.1811 zusammen mit Henriette Vogel, seiner unheilbar kranken Geliebten, am Wannsee Selbstmord. So lässt sich schließen, dass er ohne Henriette Vogel, die ohnehin kurz später hätte sterben müssen, keinen Sinn mehr in seinem Leben gesehen hat. Er hatte ansonsten nämlich kaum zwischenmenschliche Beziehungen. Außerdem hatte er schon lange mit den ausbleibenden literarischen Erfolgen zu kämpfen. ( Ein Bild von Kleist ist in den Anlagen auf Seite 11 zu finden.)
Nun möchte ich noch einige wichtige Werke Kleists anführen:



- ,,Die Familie Schroffenstein" (1801)
- ,,Der zerbrochene Krug" (1806)
- ,,Jeronimo und Josephe. Eine Szene aus dem Erdbeben zu Chili 1647" (1806) (· ,,Das Erdbeben in Chili"
- ,,Die Marquise von O..." (1807)
- ,,Robert Guiskard (1808)
- ,,Die Hermannsschlacht" (1808)
- ,,Das Käthchen von Heilbronn (1810)
- ,,Prinz Friedrich von Homburg (1811)


3) Über sein Werk ,,Das Erdbeben in Chili"

,,Das Erdbeben in Chili" ist eines der ersten Werke Kleists. Auf jeden Fall das Erste, dass zu seinen Lebzeiten veröffentlicht wurde. Es handelt sich dabei um eine Novelle - und eine Novelle hat nach Goethes Definition eine ,,unerhörte Begebenheit" zum Inhalt (Kapitel 5). Diese 1806 verfasste Novelle wurde erstmals 1807 unter dem Titel ,,Jeronimo und Josephe. Eine Szene aus dem Erdbeben zu Chili 1647" in ,,Cottas Morgenblatt für gebildete Stände" veröffentlicht. 1810 wurde es dann unter seinem heutigen Titel selbstständig gedruckt.
Nun zum geschichtlichen Hintergrund der Lektüre: Das Erdbeben, von dem in dieser Novelle Kleists die Rede ist, soll nicht das Erdbeben, das 1647 tatsächlich in Chili statt gefunden hat, sein, sondern das Erdbeben, das 1755 in Lissabon zu einer Katastrophe führte. Zwar gibt der erste Satz der Erzählung vor, es handle sich um das Erdbeben von 1647, doch das lässt sich ausschließen, da man sich 1647 kaum um eine mittlere Katastrophe außerhalb Europas interessiert hätte und da diese vielleicht den Tod von tausend Menschen zur Folge hatte, in der aber nicht ,,viele tausend Menschen ihren Untergang fanden", wie Kleist vorgibt. Das trifft auf das Erdbeben von Lissabon zu. Zwar ist Kleist auch hier kein Zeitzeuge, jedoch wurde selbst Jahrzehnte nach dieser Naturkatastrophe über das ,,Warum" des Geschehenen diskutiert. Denn das Erdbeben hatte nicht nur viele Menschenleben auf dem Gewissen, es erweckte erneut den Wunsch zur Beantwortung der Theodizee-Frage in den Menschen. Hierbei fragen sich die Menschen, was auch heute noch nach Katastrophen zu beobachten ist, warum der gütige und allmächtige Gott soviel Übel auf der Welt zulässt. Eine berechtigte Frage. Die Menschen fanden immer die Antwort, dass Gott das Übel zur Bestrafung über die Menschen gebracht hat. Letztendlich waren die Menschen als selbst Schuld an ihrem Schicksal. Dabei brachte man das Sittenverderbnis von Sodom und Gomorra als Beispiel - denn hier bestrafte ja Gott die Menschen für ihr sittenwidriges Verhalten. In der Novelle ,,Das Erdbeben in Chili" zeigt Kleist seine Haltung zur Theodizee - Frage, also auch sein Verständnis von Gott. Aber darauf komme ich abschließend in Kapitel 8 zu sprechen. Nun möchte ich die wichtigsten Personen der Novelle vorstellen.

4) Personen:


Um den Inhalt der Handlung besser wiedergegeben zu können möchte ich zuerst die Personen und ihre Beziehungen untereinander vorstellen:
Die klaren Hauptpersonen stellen Jeronimo Rugera und Donna Josephe dar. Die Beiden führen eine Liebesbeziehung, was auf den ersten Blick der wichtigste Bestandteil der Handlung ist. Jeronimo ist ein junger Spanier, der in Chili im Haus der Josephe von deren Vater Don Henrico Asteron als Lehrer arbeitet.
Eine weitere wichtige Person, die am Ende der Novelle eine bedeutende Rolle zukommt ist Philipp, der Sohn Jeronimos und Josephes. Eine große Bedeutung kommt auch einer Familie zu, die mit der Josephes befreundet ist. Sie besteht aus: Don Fernando, seiner Ehefrau Donna Elvire und dem Sohn der beiden namens Juan. Zu dieser Familie gehören außerdem auch die Eltern von Donna Elvire: Don Pedro und Donna Elisabeth.
Des weiteren sind Nonnen, Novizen, eine Äbtissin und natürlich die Allgemeinheit, das heißt die Einwohner der Hauptstadt Chilis, also St. Jagos, Personen des Stückes. Nun komme ich zum Inhalt der Novelle:

5) Inhalt der Novelle:

An dieser Stelle möchte ich eine Inhaltszusammenfassung vornehmen:
Zunächst einmal besteht die Novelle aus drei Teilen: Dem Anfang, bestehend aus einer Einleitung und zwei Rückblenden, dem Mittelteil und dem Schlussteil.
Wie es für Kleist typisch ist, beginnt die Erzählung mit einem langen Satz, der eine Situation beschreibt, die mitten im Stück handelt. In diesem Fall beginnt das Buch mit dem Erdbeben. Jeronimo Rugera, der junge spanische Lehrer, sitzt im Gefängnis, gerade im Begriff, Selbstmord zu begehen. Im Folgenden kommt es zum ersten Rückblick, in dem der Autor beschreibt, wie es zu dieser Situation kommen konnte. Jeronimo hat als Lehrer im Hause der Asterons gearbeitet und die Tochter des Hauses namens Josephe unterrichtet. Dabei kamen sich die beiden näher und verliebten sich. Als dies der Vater Josphes, Don Henrico Asteron, ein Edelmann, von seinem Sohn, dem Bruder Josephes, erfuhr, entließ er den spanischen Lehrer und schickte seine Tochter in ein Kloster, um seinem Ruf keinen Schaden zuzufügen. Doch das Liebespaar schaffte es auch, sich im Kloster zu treffen. Das stellte sich heraus, als Josephe schließlich schwanger war und mit Mutterwehen im Kloster zusammenbrach - und das ausgerechnet an Fronleichnam, an dem die Menschwerdung Gottes gefeiert wird (darauf gehe ich im Kapitel 7 ein). Zur Bestrafung warf man Jeronimo ins Gefängnis und Josephe, die in der Zwischenzeit das gemeinsame Kind, ein Junge namens Philipp, zur Welt gebracht hatte, sollte verbrannt werden. Trotz dem Protest der Familie Josephes und einer Äbtissin, die Josephe sehr mochte, konnte dieses Schicksal nicht abgewendet werden - jedoch verwandelte der Vizekönig den vorgesehenen Feuertod in eine Enthauptung - fraglich, ob das so viel besser ist. In der Zeit vor der Vollstreckung dieser Strafe sitzt Jeronimo verzweifelt im Gefängnis und die Einwohner St. Jagos sind schon voller Vorfreude auf das ,,besondere Ereignis". Nun, nachdem Jeronimo die Glocken gehört hat, die darauf hinweisen, dass es nun zur Enthauptung Josephes auf dem Richtplatz kommen wird, entschließt sich Jeronimo, der zufällig einen Strick in seiner Zelle hat, zum Selbstmord. Doch dazu kommt es nicht, weil nun das Erdbeben das Blatt wendet. Somit kann man das Erdbeben als 1. Wendepunkt sehen, der die Erzählung überhaupt notwendig macht. Hier, mit dem Erdbeben, endet nun der erste Rückblick. Jeronimo gelingt nun die Flucht aus dem Gefängnis, als durch das Zusammenprallen verschiedener Häuser ein Loch in seiner Zelle entsteht, die Flucht. Er flüchtet sich bis zu den Toren der Stadt, nachdem er durch das Elend, das nun auf den Straßen St. Jagos herrscht, gerannt ist. Nun bleibt die Frage offen, was mit seiner Josephe passiert ist. Zunächst bekommt er die Auskunft, Josephe sei hingerichtet worden, was ihn natürlich zur Verzweiflung bringt. Nun scheint ihm Gott, dem er zuvor für seine gelungene Flucht gedankt hatte, ein ,,fürchterliches Wesen" (S.54, Z. 30) zu sein. Doch einige Zeit später entdeckt er Josephe mit dem gemeinsamen Sohn Philipp an einer Wasserquelle. Nun sind die beiden überglücklich und der Leser erfährt die Geschichte Josephes, die sie Jeronimo nun erzählt - die zweite Rückblende: Als es zur Hinrichtung auf dem Richtplatze kommen sollte zitterte die Erde durch das Erdbeben. Die Menge, die so begierig auf die Bestrafung Josephes gewartet hatte, rannte nun voller Angst davon. Diese Gelegenheit nutzte Josephe zur Flucht. Auch sie flüchtete bis zu den Toren der Stadt. Doch dann musste sie an ihren Sohn Philipp denken, den man im Kloster aufgenommen hatte. Schnellen Fußes ging sie zum Kloster, das bereits brannte. Dort sah sie die Nonnen und die Äbtissin vor dem Kloster stehend. Josephe ließ sich nicht aufhalten, rannte in das Kloster, um ihr Kind zu retten, was ihr auch gelingen sollte. Sich und ihr Baby aus dem Kloster gerettet, musste sie mit ansehen, wie die Nonnen und die Äbtissin von einem brennenden Stück Holz erschlagen wurden. Anschließend rettete sich Josephe wiederum an die Tore der Stadt, wo sie schließlich ihren Jeronimo fand. Nun geht es weiter mit der gemeinsamen Geschichte der beiden - das ist der Mittelteil der Novelle, in der Kleist seinen Schreibstil ändert, aber dazu komme ich in Kapitel 6). Nun wird zunächst die Landschaft des Tales vor der Hauptstadt Chilis beschrieben. Hier ist wohl ein Vergleich mit dem Garten Eden, also dem Paradies aus der Bibel, möglich. Im Folgenden legen sich die beiden auch noch unter einen Granatapfelbaum. So geht es dann weiter, im Glück, bis sie Don Fernando, einem Freund der Familie Asteron, begegnen und dieser Josephe bittet seinem Sohn Juan Milch zu geben, da Juans Mutter Donna Elvire zu verletzt dazu sei. Dieser Bitte gibt Josephe natürlich nach. Anschließend genießen Josephe und Jeronimo die Freundlichkeit der bekannten Familie; sie werden geradezu in diese Familie aufgenommen, als wäre Jeronimo nie im Gefängnis gesessen und Josephe nie zur Enthauptung verurteilt worden. Überhaupt scheint das ,,Unglück alles, was ihm entronnen war, zu einer Familie" gemacht zu haben (S. 61, Z. 5).Daher wollen Josephe und Jeronimo nun auch nicht mehr in die Heimat Jeronimos, also Spanien, flüchten, wie sie zuvor geplant hatten, sondern weiterhin in Chili leben. Nun hören die Leute vor den Toren der Stadt, dass eine Messe in der Dominikanerkirche der Stadt gehalten werden soll. Voller Glück entschließen sich Jeronimo und Josephe an dieser Messe teilzunehmen, wie auch der Rest der Gesellschaft, in der sie sich zuvor so wohl gefühlt hatten. Nur Donna Elisabeth scheint eine Vorahnung zu haben, wie das Ganze enden wird, sie wird zitiert: ,,sie wisse nicht, welch eine unglückliche Ahndung ihr sei.." (S.63, Z. 6/7). Nun beginnt, als die Gesellschaft um Don Fernando in der Dominikanerkirche St. Jagos angekommen ist, der tragische Schlussteil. Denn hier kommt es zum 2. Wendepunkt der Geschichte, der das bisher so Positive ins Negative umkehrt.
Zunächst ist in der Dominikanerkirche alles in bester Ordnung. Die Kirche ist so voll wie nie, alle Menschen sind Gott dankbar das Erdbeben überlebt zu haben. Am allerglücklichsten sind natürlich Jeronimo und Josephe. In der Predigt, die nun von einem der ältesten Chorherren gehalten wird, wird das Erdbeben als Bestrafung Gottes gesehen - so wie Gott in der Bibel Sodom und Gomorra vernichtet hat. Das Erdbeben wird gewissermaßen auch mit dem Weltgericht gleichgesetzt, denn ,,das Weltgericht kann entsetzlicher nicht sein" (S.64, Z. 30). Es wird zumindest als Vorbote der Apokalypse interpretiert. Nun danken sie Gott, für seine Gnade, dass sie trotz ihrer Fehler nicht völlig vernichtet worden sind. Gegen Ende der Predigt erwähnt der Chorherr, die Liebe Jeronimos und Josephens, die im Klostergarten der Karmeliterinnen gelebt wurde, und gibt ihr letztendlich die Schuld am ,,Zorn Gottes", der schließlich im Erdbeben seinen Ausbruch fand. Als das die Gesellschaft um Don Fernando mitbekommt, wollen sie schnell gehen, die Dominikanerkirche verlassen. Doch dann wird Josephe erkannt, die Menge will sie ,,steinigen". Sie können sich gerade noch auf den Vorplatz des Domes retten. Doch die aufgebrachte Menschenmenge folgt ihnen. Nun wird Donna Constanze, die zur Gesellschaft um Don Fernando gehört, und die im Massaker für Josephe gehalten wird, ermordet. Jeronimo wird von seinem eigenen Vater verraten, was wiederum eine höhere Bedeutung hat, wie ich im Kapitel 7 erklären werde. Nun sind also Donna Constanze und Jeronimo tot, Josephe könnte fliehen und so das Ganze überleben. Doch sie wirft sich freiwillig in die Menschenmenge, was ihren Tod bedeutet. Nur ihren Sohn Philipp will sie retten, gibt ihn als zweites Kind Don Fernandos aus, als sie sagt: ,,...leben Sie wohl, Don Fernando mit den Kindern!" (S. 67, Z. 34). Das glaubt die Menschenmenge allerdings nicht, ihre ,,Mordlust" ist noch nicht befriedigt. Ein Mann namens Meister Pedrillo, ein Schuhmacher, der bereits Josephe auf dem Gewissen hat, geht nun auf Don Fernando, der sowohl Juan als auch Philipp auf dem Arm hält, los. Dieser verteidigt sich mit einem Schwert. Doch schließlich führt der Kampf zum Tod Juans - also überlebt das ,,sündige Kind". Dieses wird letztendlich von Donna Elvire und Don Fernando anstelle von ihrem eigenen Sohn Juan angenommen. Die Novelle endet mit dem rätselhaften Satz: ,,...und wenn Don Fernando Philippen mit Juan verglich, und wie er beide erworben hatte, so war es ihm fast, als müsst er sich freuen" (S. 69, Z.3).

6) Der Schreibstil Kleists :

In diesem Kapitel werde ich das Werk Kleists auf Stilmittel hin untersuchen, die Kleist in großzügiger Form verwendet.
Zunächst einmal lässt sich die Aussage machen, dass ,,Das Erdbeben in Chili" im Ton einer Berichterstattung geschrieben ist. Nur die wichtigsten Dinge werden beschrieben, auf Details wird verzichtet. Das gilt jedenfalls für Anfang und Ende der Novelle. Im Mittelteil erlaubt sich Kleist ,,Ruhepausen", um Details beschreiben zu können: ,,Indessen war die schönste Nacht herabgestiegen, voll wundermilden Duftes, so silberglänzend still, wie nur ein Dichter davon träumen mag." (S.57, Z.28).
Der Autor beschreibt hier selbst die scheinbar unwichtigsten Details wie den ,,wundermilden Duft", als wären sie von Bedeutung. Damit will Kleist wohl die Stimmung Jeronimos und Josephes ausdrücken, nachdem sie nach der Katastrophe zueinander gefunden haben. Auch lässt sich die Aussage, dass alles war, wie nur ,,ein Dichter davon träumen mag", als Hinweis, dass es sich dabei nur um einen Schein handelt, verstehen.
Nun möchte ich auch ein Beispiel für die Hektik, mit der Kleist am Anfang und am Ende erzählt, anführen, gleich den Einleitungssatz: ,,in St. Jago, der Hauptstadt des Königreichs Chili, stand gerade in dem Augenblicke der großen Erderschütterung vom Jahre 1647, bei welcher viele tausend Menschen ihren Untergang fanden, ein junger, auf ein Verbrechen angeklagter Spanier, namens Jeronimo Rugera, an einem Pfeiler des Gefängnisses, in welches man ihn eingesperrt hatte, und wollte sich erhenken." (S.51, Z. 1-8). In diesem Satz wird eine Unmenge an Informationen an den Leser gebracht. Das erzeugt das Gefühl, als wolle der Autor darüber hinwegeilen, die Informationen, die sich der Leser ohnehin nicht beim einmaligen Lesen einprägen kann, scheinen von geringer Bedeutung zu sein - sie werden schließlich vom Autor nicht betont.
Am Ende der Novelle - das schließlich zur Ermordung Jeronimos und Josephes führt - herrscht ohnehin ein wirres Durcheinander, die Kleist mit seinem ,,hektischen" Schreibstil noch zusätzlich unterstreicht: ,,Doch kaum waren sie auf den von Menschen gleichfalls erfüllten Vorplatz derselben getreten, als eine Stimme aus dem rasenden Haufen, der sie verfolgt hatte, rief: dies ist Jeronimo Rugera, ihr Brüder, denn ich bin sein eigener Vater! Und ihn an Donna Constanzesns Seite mit einem ungeheuren Keulenschlage zu Boden streckte. Jesus Maria! Rief Donna Constanze, und floh zu ihrem Schwager; doch: Klostermetze! erscholl es schon, mit einem zweiten Keulenschlage, von der andern Seite, der sie leblos neben Jeronimo niederwarf." (S.67, Z.15-24). Hier wird raffiniert die Dramatik der Szenerie gesteigert.
Dies beherrscht im Groben den Schreibstil Heinrich von Kleists in all seinen Werken, wie auch beispielsweise in der Novelle ,,Die Marquise von O...".
Ein weiteres Stilmittel, das Kleist in seinem vorliegenden Werk häufig verwendet, sind die als-ob -Phrasen. Mit ihnen gibt Kleist eine Vorschau auf das, was im weiteren Erzählungsverlauf kommen wird, denn steht in einem Satz ,,als ob..." so wird deutlich, dass das im Folgenden Beschriebene keineswegs der Realität entspricht, wie sich im weiteren Handlungsverlauf herausstellen wird, sondern, dass es sich um einen subjektiv empfundenen Schein handelt. Auch hier möchte ich ein Beispiel anführen: ,,.....sah man Menschen von allen Ständen durcheinander liegen, Fürsten und Bettler, Matronen und Bäuerinnen, Staatsbeamte und Tagelöhner, Klosterherren und Klosterfrauen: einander bemitleiden, sich wechselseitig Hülfe reichen, von dem, was sie zur Erhaltung ihres Lebens gerettet haben mochten, freudig mitteilen, als ob das allgemeine Unglück alles, was ihm entronnen war, zu einer Familie gemacht hatte." (S. 60, Z. 35 ff). Hier wird bereits angedeutet, dass sich diese Empfindung, dass alle Menschen gleich und zu einer Familie geworden sind, später als Schein entpuppen wird, der so von den Protagonisten, sprich Jeronimo und Josephe, wahrgenommen wurde. Denn dieser Schein wird später tatsächlich aufgelöst, als Jeronimo - sogar von seinem leiblichen Vater, also von einem wirklichen Familienangehörigen - verraten und dadurch schließlich ermordet wird.
Außerdem lässt sich bemerken, dass Kleist oft auf eine distanzierte, ironische oder sarkastische Weise schreibt. Distanziert zum Beispiel, als er die grausamsten Szenerien bis ins kleinste Detail beschreibt: ,,Sie wollte der Äbtissin , welche die Hände über ihr Haupt zusammenschlug, eben in die Arme sinken, als diese, mit fast allen ihren Klosterfrauen, von einem herabfallenden Giebel des Hauses, auf eine schmähliche Art erschlagen ward. Josephe bebte bei diesem Anblicke zurück; sie drückte der Äbtissin flüchtig die Augen zu, und floh, ganz von Schrecken erfüllt, den teuern Knaben, den ihr der Himmel wieder geschenkt hatte, dem Verderben zu entreißen". (S.56, Z.17). Ebenso sind manche Textstellen ironisch gemeint: ,,(...) und die frommen Töchter der Stadt luden ihre Freundinnen ein, um dem Schauspiele, das der göttlichen Rache gegeben wurde, an ihrer schwesterlichen Seite beizuwohnen." (S.52, Z.13). Hier ist der Ausdruck für die geplante Hinrichtung Josephes - göttliche Rache - das ironische Element. Damit möchte Kleist dem Leser verdeutlichen, dass es sich dabei eben nicht um göttliche Rache handelt, sondern vielmehr um das Verlangen der Menschen ein Verhalten, das nicht ihren Vorstellungen entspricht, zu bestrafen. Auch wirkt die Betonung dessen, dass es sich um besonders fromme Menschen handelt, die ,,Blutrache" fordern, überspitzt.
Zusammenfassend lässt sich über den Schreibstil Kleists sagen: Kleist verwendet gerne sehr lange, komplexe Sätze, die den Leser herausfordern den Zusammenhang zu verstehen. Dieser Schreibstil ist nicht nur in dieser Novelle zu bemerken, sondern überhaupt in all seinen Werken.

7) Analyse & Interpretation:

Nun komme ich zur Analyse des Werkes von Kleist. Dabei fällt auf, dass Kleist oft biblische Motive verwendet, sie auch manchmal verkehrt. Des weiteren verwendet Kleist sehr gerne Symbole.
Das erste biblische Motiv ist das Erdbeben, das mit der Apokalypse, also dem Weltgericht, in Analogie gesetzt wird, denn ,, das Weltgericht kann nicht entsetzlicher sein" (S.64, Z.30), wie der Chorherr am Ende der Erzählung in seiner Predigt feststellt. Genauso lässt sich das Erdbeben, das bereits im Titel der Novelle in Erscheinung tritt, als gesellschaftliche Katastrophe sehen. Die Menschen zweifeln durch das Erdbeben plötzlich an dem Sinn ihrer Existenz, verstehen nicht, warum Gott solch ein Übel auf der Welt zulassen kann (· Theodizee - Frage). Außerdem fällt auf, dass unsere Hauptdarsteller Jeronimo, Josephe und Philipp wie die ,,heilige Familie" bestehend aus Maria, Josef und Jesus beschrieben werden. Es lässt sich die (beinahe) Namensgleichheit zwischen Josephe und Josef, dem ,,Vater" Jesu, bemerken. Dadurch setzt der Leser Josephe mit Maria gleich. Josephe, die mit Maria, der Gottesmutter, in Verbindung gebracht werden soll, ist somit unschuldig - wie die Jungfrau Maria an ihrer Schwangerschaft. Hier möchte Kleist also im Speziellen darauf aufmerksam machen, dass Jeronimo und Josephe unschuldig sind, sie sind ja nur ,,die Liebenden". Später, als sich das Liebespaar nach dem Erdbeben wieder trifft ruft Jeronimo: ,,O Mutter Gottes, du Heilige!" (S.55, Z.33). Natürlich ist dieser Satz Jeronimos auf Erzählebene lediglich als Ausruf zu sehen, interpretiert man das aber, kommt man sicherlich zum oben genannten Ergebnis. Genauso ist wohl der Ausruf Donna Constanzes im Schlussteil der Novelle ,,Jesus Maria" zu sehen. Hierbei wird allerdings nicht nur Josephe mit Maria in Verbindung gesetzt, sondern auch Philipp mit Jesus. Aber dazu komme ich am Ende dieses Kapitels.
Auffällig ist auch der Geburtstag Philipps, des Kindes der Hauptpersonen, den Kleist wählt. Es ist ausgerechnet Fronleichnam, der Tag, an dem man die Menschwerdung Jesu feiert. So kommt es einem fast so vor, als wäre Philipp das heilige Kind: ,,Es war am Fronleichnamsfeste, und die feierliche Prozession der Nonnen, welchen die Novizen folgten, nahm eben ihren Anfang, als die unglückliche Josephe, bei dem Anklange der Glocken, in Mutterwehen auf den Stufen der Kathedrale niedersank." (.51, Z.22). Man kann auch den Namen des Sohnes von Jeronimo und Josephe deuten: Philipp. Kleist könnte ihn nach der Stadt Philippi benannt haben, in der, wie in der Bibel beschrieben, Ähnliches, wie in der Novelle, passiert sein soll: Paulus und Silas waren im Gefängnis in Philppi eingesperrt, dann setzte ein Erdbeben ein, wodurch die Beiden aus dem Gefängnis flüchten konnten (Apostelgeschichte).
Weiter lässt sich das ,,Niedersinken" Josephes unter Mutterwehen auf ,,den Stufen der Kathedrale" interpretieren. Dabei soll wohl auf die ,,sündige" Zeugung des Kindes im Klostergarten hingewiesen werden. Wie Josephe dadurch ihren Ruf ,,beschmutzt" hat, bekommt nun ihr Novizengewand beim ,,Niedersinken" Flecken.
Doch viel später im Handlungsverlauf, nach dem Erdbeben, reinigt Josephe ihr Kind in den Fluten einer Quelle, ist ,,(...) beschäftig, ein Kind in seinen Fluten (...den Fluten der Quelle) zu reinigen." (S. 55, Z.30). Hier wird das Kind also symbolisch von seiner ,,sündigen" Zeugung rein gewaschen.
Ein weitere biblische Parallele setzt Kleist, als er das Tal vor der Stadt St. Jago, in dem sich die Überlebenden befinden, mit dem Tal von Eden vergleicht, denn es war ,,als ob es das Tal von Eden gewesen wäre" (S. 57, Z.21).
Auch der Granatapfelbaum hat eine bildliche Bedeutung: In der christlichen Tradition steht er als Motiv für die Mariensymbolik, was wiederum deutlich macht, dass Kleist Josephe mit Maria, der Gottesmutter, in Analogie setzt. Ebenso steht der Granatapfelbaum allerdings in der griechischen Mythologie für den Tod, was man auch als Vorschau auf das tragische Ende deuten könnte.
Am Schluss der Novelle kommt es zum herbsten Vergleich mit der Bibel - hier verkehrt Kleist allerdings die Bedeutung dramatisch:
Wie bereits in der Zusammenfassung erwähnt wird Jeronimo von seinem Vater nach der Predigt in der Dominikanerkirche verraten, denn dieser sagt: ,,dies ist Jeronimo Rugera, ihr Bürger, denn ich bin sein eigener Vater!" (S.67,Z.18). Dabei steht in der Erzählung Jeronimo für Jesus und dessen Vater für Gott. Hier wird also der Kreuzigungstod Jesu angesprochen, den Gott der Vater nicht verhindert hat. Er hat seinen Sohn geopfert - für die Menschheit. Das heißt für einen ,,guten Zweck". Nicht, weil Gott Jesus ins Verderben stürzen wollte. Damit spricht Kleist wohl die seiner Annahme nach falsche Einstellung der damaligen Menschen an, dass das Erdbeben in Lissabon im Jahre 1755 - wie auch andere Katastrophen zu dieser Zeit - als Bestrafung Gottes zu verstehen ist. Dieses Verständnis versucht Kleist zu zerstören, indem er das Beispiel der Kreuzigung Jesu anführt. Jesus war ja nach der Bibel sündenfrei und hätte eine solche Bestrafung sicherlich nicht verdient. Also kann man davon ausgehen, dass Katastrophen von Gott zugelassen oder auch gewollt sind und, dass sie aus der Ferne betrachtet sicherlich einen höheren Sinn haben.

8) Kleists Verständnis von Gott:

Kleist, der wie bereits angedeutet, mit dieser Novelle die Annahme, Gott wolle die Menschen mit Naturkatastrophen, Krankheiten oder anderem irdischen Übel bestrafen, war von aufklärerischem Gedankengut geprägt.
Er sah Gott, falls er dessen Existenz überhaupt zustimmen konnte, als unerfassbar. Das heißt, er hielt Gott für ein für den Menschen unverständliches Wesen. Damit konnte der den ,,guten Schöpfergott" der Bibel mit dem Übel auf der Welt in Vereinbarkeit bringen. Er meinte also, dass selbst die scheinbar schlimmsten Katastrophen einen Sinn haben müssten - denn sonst hätte Gott sie schließlich nicht zugelassen. So schrieb er in einem Brief an einen Freund 1806: ,,Es (Gott) kann kein böser Geist sein, der an der Spitze der Welt steht; es ist bloß ein unbegriffener."
Dies war nur ein Versuch den guten allmächtigen Gott mit dem Ursprung allen Übels auf der Welt in Einklang zu bringen, das heißt, ein Versuch der Klärung der Theodizee - Frage im 18. Jahrhundert.
Andere Berühmtheiten, die, allgemein gefasster, über den Sinn des Lebens philosophierten, waren Leibniz (,,Essais de théodicée sur la Bonté de Dieu, la liberté de l′homme et l′origine du mal" und Popes (,,An essay on Man" , der zu dem Schluss kam, dass alles, was ist richtig ist ( ,,whatever is, is right" .
Kleist war wohl (wie sich aus der vorliegenden Novelle herauslesen lässt) eher der Meinung, dass man gar nicht erst versuchen sollte das Handeln Gottes zu verstehen, wie man es zu Kleists Lebzeiten oft versuchte. Zu diesem Schluss komme ich, da Kleist auch die Interpretation seines Werkes ,,Das Erdbeben in Chili" (· Gott) für den Leser (· Mensch) sehr schwierig macht.

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von snowboard...

14.09.2005 16:18:05

snowboard...

Profilbild von snowboarderac ...

Besser???

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Beitrag von rotessofa

15.09.2005 14:34:10

rotessofa

Profilbild von rotessofa ...

Themenstarter
rotessofa hat das Thema eröffnet...

das is lieb..gedacht.=)..na egal..ich krieg das schon irgendwie hin..

Profil | Livenachricht | SMS senden | Gästebuch | Nachricht | Bildergalerie


Seiten: 1

Du mußt dich registrieren, bevor Du einen Beitrag bzw. eine Antwort erstellen kannst.

Weitere interessante Beiträge aus dem Forum:
Heinrich Böll
Michael Kohlhaas - Heinrich von Kleist
heinrich böll
Heinrich Böll: Wo warst du Adam?
wer kennt die kurzgeschichte von heinrich böll?


Dein Live Messenger LiveMessenger

Diese Funktion ist nur für Mitglieder verfügbar.

Anmelden | Login

Keine neue Nachricht
Jetzt Gratis bei Pausenhof.de registrieren...

3 Mitglieder online