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Thema:

Heinrich Böll

(409x gelesen)

Seiten: 1

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Beitrag von Mr_Cherry

08.03.2006 18:41:35

Mr_Cherry

Profilbild von Mr_Cherry ...

Themenstarter
Mr_Cherry hat das Thema eröffnet...

Hallo zusammen,
Wir schreiben demnächst eine Klausur über eine unbestimmte Kurzgeschichte von Heinrich Böll.
Nun bin ich schon seit einiger Zeit im Internet auf der Suche nach diversen Kurzgeschichten dieses Autors, kann aber absolut nichts brauchbares finden! :(
Weiß einer von euch eine sinnvolle Seite oder nen Link zu verschiedenen Kurzgeschichten Bölls´ ?
danke für die Hilfe im Voraus
mfg
Cherry

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Beitrag von hanswurst...

08.03.2006 18:43:51

hanswurst...

Profilbild von hanswurst0815 ...

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Beitrag von Sayina

08.03.2006 18:46:31

Sayina

Profilbild von Sayina ...

ich kenn nur das gedicht inventur..

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Beitrag von schnupfel

08.03.2006 18:48:55

schnupfel

schnupfel hat kein Profilbild...

"mein teures bein"
hab im übrigen die analyse von hier...:

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Beitrag von care4you

08.03.2006 18:49:13

care4you

Profilbild von care4you ...

http://www.leixoletti.de/interpretationen/wanderer.htm

weiß nich ob dir das was hilft aber was anderes find ich auch net

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Beitrag von Turbonegr...

08.03.2006 18:50:40

Turbonegr...

TurbonegroMissy hat kein Profilbild...

Ich hab jetzt keine Kurzgeschichten gefunden , nur schon fertige Interpretationen ^^ Aber du kannst ja mal schaun ob du die Geschichte noch findest. Den Namen hast du ja dann schon :

„Wanderer, kommst du nach Spanien“ ist eine Kurzgeschichte von Heinrich Böll (Erstveröffentlichung 1950). (vgl.S.211)
In dieser Erzählung geht es darum, dass ein junger verwundeter Soldat in eine Schule (ein humanistisches Gymnasium), die als Lazarett umfunktioniert worden ist, getragen wird. Der junge Soldat wird vorbei an Bildern und Büsten von berühmten Menschen (aus der Antike, deutsche Herrscher etc.) in den Zeichensaal der Schule getragen, der jetzt der Operationssaal ist. Als er einen Blick an die Tafel wirft, erkennt er seine eigene Handschrift mit dem unvollendeten Satz: „Wanderer kommst du nach Spa…“ wieder. Nach mehreren Hinweisen wird dem Soldaten klar, dass er sich in seiner Schule, die er acht Jahre lang besucht hatte und erst vor drei Monaten verlassen hat, befinden muss. Erst jetzt, als der Arzt ihm eine Spritze gibt, fällt ihm auf , dass er schwer verwundet ist. Ihm fehlen beide Arme und ein Bein. Die Erzählung endet damit, dass der Soldat seinen ehemaligen Hausmeister Birgeler, jetzt Feuerwehrmann, um ein Glas Milch bittet.
Der junge verwundete Soldat ist in dieser Geschichte die Hauptfigur, der Ich-Erzähler der die Geschichte erzählt. Der Name des Soldaten wird nicht erwähnt, dass liegt vielleicht daran das diese Person für den Leser anonym sein soll und kein individuelles Schicksal darstellen soll, sondern allgemein auf jeden bezogen werden kann.
Diese Erzählung ist 1950 veröffentlicht worden und spielt somit Ende des 2. Weltkrieges.
Die Geschichte hat keine richtige Einleitung, man ist sofort im Geschehen und weiß nicht, wie die Verletzungen des Soldaten zustande gekommen sind. Man wird sofort in das Geschehen hineinversetzt: „Als der Wagen hielt, brummte der Motor noch eine Weile; draußen...“(Vgl.S.45). Auch der Schluss bleibt offen und es wird nicht verraten, ob der Soldat stirbt oder nicht. Der Ort des Geschehens ist in und vor dem humanistischem Gymnasium „Friedrich der Große“. Der junge Soldat beschreibt sehr ausführlich seine Umgebung und Gedanken. Er beschreibt sehr genau seine ehemalige Schule, außerdem beschreibt er gut, welche Fragen ihn in dieser Situation beschäftigen (Ort?, Verletzungen? etc.). Es erscheint mir, als ob der junge Soldat seinen Lebensweg rückwärts durchläuft, denn er kommt zurück in die Schule und fühlt sich später wie ein Embryo (vgl.S.54/55: „…sah mich selbst…wie ein außergewöhnlich subtiler Embryo“). Dadurch, dass die Schule nun als Lazarett fungiert, bekommt sie eine ganz andere Bedeutung. Die Hauptperson ist in ihrem Handeln sehr passiv (bedingt auch durch die Verletzungen), der Wille anderer kann über diese Person bestimmen. Außer dem jungen Soldaten sind noch der Arzt, andere Verletzte und ein Feuerwehrmann (sein Hausmeister) am Geschehen beteiligt. Diese Personen schaffen meiner Meinung nach eine gewisse Kriegsatmosphäre. Der Hausmeister Birgeler wird aus seiner eigentlichen Rolle durch den Krieg „herausgerissen“ und wird zum Feuerwehrmann. Für den Soldaten könnte er aber eine gewisse Zufluchtsperson sein, da er ihn kennt und Birgeler als Helfer fungiert. Schon sein Beruf „Haus-Meister“ drückt durch „Haus“ etwas heimisches aus und durch „Meister“ etwas „leitendes“ (beherrscht sein Fach). Der Hausmeister ist auch der einzige, der einen Namen in dieser Geschichte hat („Birgeler“), somit wirkt er persönlicher und nicht als Teil der Masse (der Verletzten) und es entsteht eine besondere Beziehung zu ihm.
Der Erzähler ist erlebendes (Handlungsgegenwart) und erzählendes (Erzählergegenwart) Ich. Die Handlungsgegenwart ist das, was gerade passiert („Ich lag auf dem Operationstisch…“ Vgl. S.54) und Erzählergegenwart ist das was der Soldat früher beispielsweise in der Schule erlebt hat („oh, ich weiß, die Tafel war zu kurz gewesen, und der Zeichenlehrer hatte geschimpft…“ Vgl. S.55). Der Erzähler ist personal und verwendet Innensicht und Außensicht, doch trotzdem hat er eine begrenzte Perspektive (weiß nur, was in dem Moment passiert und was früher in der Schule geschah). Der Erzähler behält in dieser „Beschreibung“
oder auch in diesem „Bericht“ das Wort, wirkt aber relativ emotionslos (Vgl.S.56: „Ich zuckte hoch,…,und nun sah ich es:…ich hatte keine Arme mehr, auch kein rechtes Bein mehr,…“).
Der Erzähler berichtet oft in einem inneren Monolog. Die Erzählzeit ist etwas länger als die erzählte Zeit. Außerdem werden viele Symbole verwendet ( z.B.: Bilder, Büsten, Farben, Kreuz u.a.).
Die Geschichte beginnt vor dem humanistischen Gymnasium (jetzt Notlazarett), der junge Soldat kann seinen Zustand nicht richtig erfassen (vgl. S.45 „Aber ich war noch nicht tot,…“) und es ist für ihn dunkel, bis er im Flur, der meiner Meinung wie ein Tunnel wirkt, Licht sieht (vgl. S.45/46 „…schwach beleuchteten Flur…“ ; „…in diesem schmalen kleinen Gang…“). Dieser Flur ist mit „grüner Ölfarbe gestrichen“ (S.45) und mit „altmodischen Kleiderhaken“ versehen. Die Kleiderhaken könnten dafür stehen, dass die Schule ebenfalls so altmodisch ist, und das was in ihr vermittelt wurde. Der Flur ist eventuell der „Weg der Hoffnung“, wegen der Farbe grün. Grün steht nämlich für Hoffnung, Natur, Wachstum, Unreifes, Ruhe. (http://www.kunstdirekt.net/Symbole/exkurssymbollexderkunstzahlen.htm) Das Grün für den Wachstum steht, könnte man auch eventuell auf den Soldaten beziehen, der vor kurzem die Schule verlassen hat, um erwachsen zu werden, doch jetzt kommt er wieder zurück in die Schule und wünscht sich sogar ein Embryo zu sein (S.54/55). Außerdem denke ich, dass der Soldat um ein baldiges Ende des Krieges und auf Heilung hofft. Solch ähnliche Farbsymbolik verwendet Böll in dieser Erzählung sehr häufig. Zum Beispiel spielen noch die Farben braun, „bunt“ (Durcheinander, Chaos), rot (Gefahr, Blut, Tod, Liebe), gelb u.a. eine Rolle (S.46/47). An der gelben Wand hängen Bilder von „großen“ Herrschern („…alle der Reihe nach: vom Großen Kurfürsten bis Hitler…“ S.46). Gelb ist eine „blind machende Farbe, des Neides, des Judas, der Synagoge, der Juden überhaupt.“ (http://www.kunstdirekt.net/Symbole/symbolfarbe.htm) Dieses passt natürlich, denn Hitler hat wie die Farbe gelb die Menschen „blind gemacht“, aber gelb ist auch so eine Farbe wie Gold (was glänzendes), dass zeigt wiederum wie sehr sie ihn verehrt haben. Dass diese Bilder sozusagen an der Farbe von Juden hängen ist fast schon Provokation. Ein anderes Beispiel zur Farbensymbolik ist auf S.54 („...das Kreuz…,bräunlich und deutlich…“), braun ist die Farbe der NS und steht (laut dieser Quelle: http://www.infobitte.de/free/lex/artsLex0/f/farbensymbolik2.htm) für den deutschen Nationalsozialismus. Ich glaube auch die Uniform der deutschen war im 2. Weltkrieg braun.
Das Kreuz steht für Religion, Glaube aber auch für den Nationalsozialismus (Hackenkreuz). Dadurch, dass dieses Kreuz in der Erzählung entfernt wird, denke ich ist es, als ob der Glaube genommen wird und somit auch ein wenig Hoffnung. Doch nun mal zu einigen anderen „Bedeutungen“, zum Beispiel das Bild von Togo präsentiert die Vorherrschaft des Kolonialismus in den 2 Weltkriegen (S.47). Die Deutschen zeigten also in der Schule, worauf sie stolz sind, ihre Herrscher, ihr „Reichtum“, ihre Macht und vielleicht auch diese überall herrschende Anwesenheit der Macht. Die drei großen Führer, nach der auch die drei Gymnasien in Bendorf benannt wurden, haben Gemeinsamkeiten ( z.B. Herrscher, Preußen…). All diese Gemälde, Büsten, Skulpturen etc. stellen dar, wie stolz doch Deutschland auf die Geschichte ist und wie zeitig die jungen Menschen (Schüler) geblendet und beeinflusst werden. Doch nach diesem Bild von dem humanistischen Gymnasium findet man heraus, weshalb der junge Soldat in den Krieg gezogen ist und für sein Land gekämpft hat (im Prinzip wurde er dazu „gedrillt“). Doch auf S.51 wird deutlich, dass er sich Frieden wünscht („…ich dachte: Gute Artillerie!...“) und die fremde Macht in Deutschland ersehnt. Wie sinnlos einiges ist, was auf dieser Schule gelehrt wird, ist auf S.55 verdeutlicht worden. Der verstümmelte Satz (übrigens auch Titel der Erzählung) „Wanderer kommst du nach Spa…“ in sieben verschiedenen Sprachen. Doch nicht nur der Satz ist verstümmelt, nein nun auch der Schüler, der diesen Satz schreiben musste, ist jetzt verstümmelt. Das Wort Wanderer, denke ich kann man auch auf den jungen Soldaten beziehen, da er sein Leben durchwandert (Embryo –Schule –Soldat –Schule –Embryo oder Tot). Doch dadurch, dass Böll viele „Bilder“, Symbole u.a. genutzt hat, könnte diese Analyse stets erweitert werden.
Auch Böll musste wie dieser junge Soldat 1939 in den Krieg ziehen (http://www.heinrich-boell.de/leben-werk/lw-fr.htm). Böll hat den Krieg stark kritisiert und nachdem ich dieses Werk („Wanderer kommst du nach Spa…“) gelesen habe denke ich, dass er auch die damalige Schulbildung kritisiert. Denn in dieser Erzählung wird deutlich, wie sinnlos es für den jungen Mann war, fast sein halbes Leben lang zu lernen und dann nach Beendigung der Schule im Krieg zu fallen. Er bereitete sich in dieser Schule auf sein Leben vor, welches wenig später womöglich dort wieder zu Ende geht. Das Schulgebäude wirkt wie eine Ausstellung, dabei werden Sterbende an diesem prachtvollen Gängen entlang getragen. In dieser Schule wurde selbst im Zeichenunterricht die Naziideologie vermittelt. Ich glaube Böll kritisiert in diesem Werk stark den Gruppenzwang, unmenschliches Verhalten und verdrängen der Schuld. Die Deutschen haben Schuld an diesem Krieg und ein schlechtes Gewissen, welches sie oft verdrängen. Böll möchte natürlich nicht, das dieses verdrängt wird, er will das wir Menschen aus der Geschichte lernen, um in der Zukunft uns nicht wie die Hauptperson blenden zu lassen und uns von einer Gruppe zu etwas verleiten lassen, was wir gar nicht wollen. Böll selbst hat miterlebt, wie unmenschlich die Nazis waren. Die Zeit heilt nicht alle Wunden, das weiß auch Böll (beim „Dornauszieher“ S.45/46 ist es anders, dort heilen diese Wunden). Wir, die Leser, sollen uns in die Situation hineinversetzen und überlegen, wie wir in dieser Situation ebenso unaufgeklärt gehandelt hätten. Ich glaube Böll möchte seine nachfolgenden Generationen aufklären. Aufklären, was solch ein Krieg anrichtet und wie es überhaupt zu solch unmenschlichen Taten kommt. Doch dazu benötigen wir den Begriff „Aufklärung“ den Kant 1784 definiert hat. „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen….Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!..“(aus Texte, Themen, Strukturen S.208/209). Auf unser Werk bezogen bedeutet das, dass Hitler beispielsweise der Vormund war und alle am Krieg beteiligten die Unmündigen, die nicht ihren Verstand sondern den Hitlers (oder des humanistischen Gymnasiums) „genutzt“ haben.
„Faulheit und Feigheit“ sind die Ursachen der Unmündigkeit sagt Kant. Bei Böll sind die Menschen ebenfalls feige sich gegen Hitler zu wehren (in diesem Fall der junge Soldat, er „schenkt“ Hitler sozusagen sein Leben). Der Gruppenzwang (herrscht vor allem in Schulen) verdrängt außerdem die Individualität eines jeden einzelnen. Sie haben keine individuelle Meinung zu der sie stehen, sie nehmen alles als selbstverständlich hin und haben nicht den Mut zu hinterfragen (der junge Soldat hinterfragt auch nicht, er nimmt einfach alles hin), genau das ist es was Kant und Böll in unterschiedlicher Weise und Zeitalter kritisieren. Die Frage, ob wir in „einem aufgeklärten Zeitalter“ leben, denke ich ist genauso zu beantworten wie Kant es tat: „…in einem Zeitalter der Aufklärung…“(Z.76-79).
Denn wären wir aufgeklärt, hätte es vielleicht nie den 2. Weltkrieg gegeben und wir hätten aus Fehlern gelernt und unseren eigenen Verstand genutzt. Es würde somit auch in anderen Ländern heutzutage keinen Krieg geben. Doch wir nutzen nicht unseren Verstand und somit muss ich schlussfolgern, dass wir immer noch nicht in einem aufgeklärten Zeitalter leben. Im Prinzip ist es wie vor der Aufklärung (ca. vor 1700): damals war Gott der Vormund und heute ist es Hitler oder andere große Herrscher, an diesen Dingen haben sich die Menschen orientiert und nicht ihren eigenen Verstand genutzt, sondern bequem den eines anderen.
Die Voraussetzung für Aufklärung ist „Freiheit“ (Z.46). Freiheit bedeutet, „von seiner Vernunft in allen Stücken öffentlichen Gebrauch zu machen“(Z.48/49). In diesem Werk bedeutet das, dass die Menschen, wenn sie denn aufgeklärt wären, öffentlichen Gebrauch nutzen um andere anzuregen, den eigenen Verstand und nicht den Hitlers zu gebrauchen.
Doch der Privatgebrauch muss eingeschränkt bleiben, „ohne doch darum den Fortschritt der Aufklärung sonderlich zu hindern“ (Z.66/67). So müssen beispielsweise Lehrer das lehren, was ihnen vorgeschrieben ist und nicht das, was sie wollen oder für richtig halten.
So denke ich, ist es auch diesem humanistischen Gymnasium nicht vorzuwerfen, dass sie nicht aufklären, da sie an Gesetze gebunden sind. Böll als eine Privatperson kann aufklären, dadurch das er mehrere Werke veröffentlicht hat, die beispielsweise den Nationalsozialismus kritisieren, macht er öffentlichen Gebrauch, also einen Fortschritt der Aufklärung. Kant versteht unter dem Öffentlichen Gebrauche folgendes: „Ich verstehe aber unter dem öffentlichen Gebrauche seiner eigenen Vernunft denjenigen, den jemand als Gelehrter von ihr vor dem ganzen Publikum der Leserwelt macht.“(Z.68-72)
Böll will mit diesem Werk aufklären, er möchte das wir unsere Augen öffnen und lernen öfters Dinge zu hinterfragen und wir nach unserem besten Wissen/Gewissen handeln um solche Fehler von damals zu vermeiden und uns nicht durch Gruppenzwang oder anderes, und uns in unserer Individualität einschränken lassen. Böll will uns zeigen, das wir nicht so enden müssen wie der junge Soldat, wenn wir aufgeklärt sind und unseren eigenen Verstand nutzen.
Im Harenberg Lexikon Band 1 S.214 beschreibt eine Definition, was Kant und Böll meinen, wenn sie von aufklären sprechen: „Aufklärung beruft sich auf die autonome menschliche Vernunft, die als einzige Instanz über theoretische Wahrheit und moralisches Handeln des einzelnen wie der Gesellschaft entscheiden könne.“


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Beitrag von Mr_Cherry

08.03.2006 18:54:31

Mr_Cherry

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Themenstarter
Mr_Cherry hat das Thema eröffnet...

Ja Interpretationen find ich auch ab und zu, trotzdem danke 8)
Der Link von care4you ist auch sehr hilfreich, danke dass du dich um mich kümmerst, hehe (den konnt ich mir jetzt nicht verkneifen)
@Schnupfel: Tjoa, aber leider gibts in diesem Forum ja keine Suchfunktion...oder hab ich was im Auge?

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Beitrag von schnupfel

08.03.2006 18:59:00

schnupfel

schnupfel hat kein Profilbild...

du musst erst oben auf "schule&uni" klicken, dann kannst du unten links referate suchen

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Beitrag von care4you

08.03.2006 19:04:06

care4you

Profilbild von care4you ...

büdde büdde nichts zu danken <<<< is eben nen sozialer Mensch un kümmert sich um jeden *G*

Hier stehen nen paar WErke von ihm vielleicht findeste damit mehr.
http://www.heinrich-boell.de/leben-werk/lw-fr.htm

http://www.schoolwork.de/forum/search.php?mode=results
Hier gib oben mal einfach Heinrich Böll ein und klick auf nach allen Wörtern suchen kommt auch nen bissel was

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