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Thema:

hat jemand zeit?

(1340x gelesen)

Seiten: 1 2

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Beitrag von groeib

05.08.2007 00:39:40

groeib

Profilbild von groeib ...

Themenstarter
groeib hat das Thema eröffnet...

So, es ist nach zwölf. wer jetzt noch da ist, hat offensichtlich zeit. und/oder langeweile. Deshalb erlaube ich mir, einen soeben gekritzelten spontantext reinzustellen, eine art essay. zu lang? ok, dann lest ihn nicht. und sonst freu ich mich über feedback



Merkwürdig. Gerade eben war alles still. Vor einigen Ohrenlauschern war es diese quälende, beinahe unerträgliche Ruhe, die mich beklemmt hatte, die mich in meiner auditiven Bewegungs- und Gedankenfreiheit eingeschränkt hatte. Eine Einschränkung, die mir Angst bereitete. Todesangst. Woher soll ich wissen, was mit mir geschieht, ob ich noch lebe, ob ich schon tot bin, wenn ich keinen hörbaren Anhaltspunkt habe, wenn ich keinen Lärm um mich habe. Lärm.
Kaum ein Mensch kann es ausstehen, von Lärm umgeben zu sein; Kinder, die sich im Hof beim Spielen zuschreien, lachen, quengeln, hinplumpsen, heulen, Mütter, die zu Hilfe eilen, sie trösten, Autos, die auf den Kopfsteinpflastern der Strasse vorbeiholpern, das unsägliche Gebimmel der Kirchturmglocke alle Viertelstunde. Alles Geräusche, die ich ja so sehr hasse und die trotzdem Teil meines Lebens sind, denen ich täglich, ja minütlich begegne und die für mich diesen Platz hier geprägt haben. Wieso hasse ich sie eigentlich? Nun, ich denke, das ist Gesellschaftlich so vorgegeben: Was ich Dir, lieber Leser, soeben beschrieben habe, das kennen wir unter dem Namen „Lärm“. Überbegriff: „Geräusch“. Aber eben... Unterbegriff: „Lärm“ und nicht „Musik“ oder „Ambiente“ oder „Gespräch“. Nein. Lärm. Und Lärm ist ein negatives Wort. Es kann nichts dafür, dass es das ist. Lärm ist einfach schlecht. Böse. Lärm ist auch ein dehnbarer Begriff. Nicht für alle ist Lärm Lärm. Für einen Bündner Bergbauern mag das Gebimmel von Kuhglocken nichts anderes als Lärm sein, während sich fotografierende, japanische Touristen stundenlange dem zarten Glockenspiel der Rindviecher hingeben würden, hätten sie nicht die neue Fuji-Spiegelreflex-Digitalkamera mit siebenfachemoptischenzoomundsiebzehnmegapixelauflösung UND vier Stunden Filmaufnahme mit Ton. Nun noch drei Stunden siebenundvierzig plus dreizehn Minuten Kuh & Alphorn. Muss ja reichen bis Luzern. Back to Topic. Kuhglocken sind nicht für alle Lärm. Kindergeschrei ist es. Autos auch. Auch für Japaner. Dort hört man zwar selten Kinder quengeln, aber nur, weil der Autolärm lauter ist. Wir sind uns also einig.
Während nun Autos holpern, Kinder plärren, Japaner klicken wie Kühe bimmeln, sitze ich hier an meinem Platz und schreibe ungeachtet des Lärms, der mich umgibt, nieder, was genau dieser Lärm in mir bewirkt. Ungeachtet? Unmöglich. Wie kann ich etwas ungeachtet beachten, beobachten. Zweifel steigen in mir hoch. Wie kann ich mich auf diesen Lärm konzentrieren, ohne davon abgelenkt zu sein? Wie kann ich über den Lärm schreiben und ihn gleichzeitig in die Tiefen des Unterbewusstseins verdrängen. Es geht. Es geht, weil der Lärm, den ich höre, nicht derselbe ist wie der Lärm, den ich beschreibe. Ich höre zwar Autos. Höre Kinder und Kirchen. Zwar keine Japaner oder Kühe, aber die würde ich auch hören, wenn sie da wären. Aber hier ist nun mal keine Kuhweide. Und schon gar keine Alp. Und wo weder Kuhweiden noch Alpen sind, wäre es doch vermessen, Kühe zu erwarten. Und Japaner.
Ich höre das alles. Aber ich verarbeite es nicht. Was ich verarbeite ist der Begriff „Lärm“. Der Abstrakte Begriff des Lärms als nicht greifbares, nicht hörbares Phänomen.
Ein Phänomen, aber immer noch ein böses. Ein gesellschaftlich verpöntes, das – ginge es nach der Bevölkerung – doch bestimmt ausgemerzt werden sollte. „Tod dem Lärm“, höre ich Politiker von links und rechts proklamieren. „Macht den klickenden Japanern den Garaus“ von rechts; „Stellt die benzingurgelnden Autos ab“ von links.
Ich bin da anders. Ich habe mich an den Lärm gewöhnt. Ich orientiere mich daran. Wenn ich einen Text schreibe und es gibt keinen Lärm, bin ich verwirrt und höre auf zu schreiben. Wenn ich keinen Text schreibe und der Lärm stellt ab, wie es eben passiert ist, bin ich noch verwirrter und beginne, einen zu schreiben. Ich brauche den Lärm, um zu arbeiten, um mich wohl zu fühlen, um zu wissen, dass ich in meinem eigenen, lärmigen Umfeld bin und ich bin siche, die meisten Leute benötigen ihn, diesen Lärm. Um zu sein, was sie sind, um zu fühlen, wo sie sind. Aber die wenigsten merken es, kaum jemand weiss es. Keiner glaubt es mir. Lärm ist nun einmal böse.
Nun, genau dieser „böse“ Lärm ist es, der mich am Leben erhält, der er mir ermöglicht, mich in der Gesellschaft zu bewegen, mich zu entfalten, jeden Tag meiner Arbeit nachzugehen. Der böse Lärm ist es, der mich lebendig macht, wie auch ich ihn an dieser Stelle lebendig zu machen versuche. Der böse Lärm, der soeben verschwunden war. Ein Moment des Entzetzens. Kein Auto. Kein Kind. Keine Glocke. Wo war ich? Was war ich? War ich überhaupt noch? Todesangst. Aus? Vorbei? Dann endlich. Von weitem. Das brummen eines Austos. Und auch die Glocke bimmelt wieder. Es ist Viertel nach. Und ein Kind schreit. Zum Glück. Er ist wieder da. Das Monster, das wir alle brauchen. Der Schrecken, den wir zum Atmen brauchen. Der böse Lärm. Der böse Lärm ist es, der mich sehen lässt. Ich bin blind.


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Beitrag von Fearless

05.08.2007 00:43:03

Fearless

Fearless hat kein Profilbild...

danke, du bringst mich dazu einzuschlafen, also geh ich gleich ins bett

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Beitrag von groeib

05.08.2007 00:45:38

groeib

Profilbild von groeib ...

Themenstarter
groeib hat das Thema eröffnet...

gerne doch =)

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Beitrag von MickeyMousy

05.08.2007 00:47:42

MickeyMousy

Profilbild von MickeyMousy ...

nicht mein ding.

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Beitrag von Wolkenzwerg

05.08.2007 01:04:18

Wolkenzwerg

Profilbild von Wolkenzwerg ...

also ich finde es klasse das ist ein gedankengang, auf den man eigentlich nie nachdenkt. und ich finde, dass er recht hat, mit dem was er beschreibt. mir geht es ab und zu mal so, dass ich gerade was am machen bin, und dann plötzlich kurz inne halte, weil irgendwas anderes ist. viel zu ruhig...
wo mein hund im sterben lag, habe ich auch immer ganz unbewusst auf die atmung von ihr gehört. sobald es einen aussetzer gab, bin ich immer sofort hochgeschreckt...

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Beitrag von kikimora

28.05.2008 23:07:34

kikimora

Profilbild von kikimora ...

Interessantes Lesen, jetzt muss ich nachdenken, Aber warum steht am Ende, dass du blind bist? Wie konntest du denn diesen langen Beitrag schreiben ohne sehen zu konnen? Bist du wirklich blind?

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Beitrag von reeL

28.05.2008 23:17:32

reeL

Profilbild von reeL ...

Dein Schreibstil gefällt mir. Irgendwie minimalistisch. Kurze, einfache Sätze. So muss das sein.

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Beitrag von FloSyndrom

28.05.2008 23:21:19

FloSyndrom

Profilbild von FloSyndrom ...

Gut lesbar.

Wenn jetzt noch Inhalt da wäre oder eine interessante Geschichte, wär es prima.

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Beitrag von schlitzlinie

28.05.2008 23:25:02

schlitzlinie

Profilbild von schlitzlinie ...

ich find es toll
dein schreibstil
aber verdammt es ist schon spät Oo

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Beitrag von ersi

28.05.2008 23:33:19

ersi

ersi hat kein Profilbild...

bisschen zu unausgewogen aber okay

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Beitrag von Dicker46

28.05.2008 23:51:09

Dicker46

Profilbild von Dicker46 ...

wie viel alkohol muss man getrunken haben um so was zu schreiben?

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