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Beitrag von Freak62

18.09.2006 19:02:50

Freak62

Freak62 hat kein Profilbild...

Themenstarter
Freak62 hat das Thema eröffnet...

warum verweigert der könig ludwig XVI. die abstimmng nach köpfen?

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Beitrag von moonwalker87

18.09.2006 20:17:05

moonwalker87

moonwalker87 hat kein Profilbild...

na dann wär er doch in der unterzahl gewesen! es gab doch nicht mehr so viel königstreue. selbst die adligen sind zum bürgertum übergetreten. bei der abstimmung nach köpfen hätte der könig noch gewinnen können (2/3 Mehrheit).

sorry aber das is schon lange her, weiß auch nicht mehr alles soo genau

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Beitrag von mendel

19.09.2006 14:50:20

mendel

mendel hat kein Profilbild...

Ich glaube er verweigerte die Abstimmung nach Köpfen, da zur damaligen Zeit das untere Bürgertum, sprich die Bauern, einen Prozentsatz von etwa 97% der Bevölkerung ausmachte. Der Adel war mit 2,3 Prozent und der Klerus mit unter 1% in der Minderheit. Somit hätten die Bauern, wenn ihnen etwas nicht gefallen hätte einfach nur dagegen stimmen müssen. Sie waren ja immer in der Mehrzahl.

Naja, ich hoffe es bringt dich ein bisschen weiter.

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Beitrag von enDb0ss

19.09.2006 14:51:49

enDb0ss

Profilbild von enDb0ss ...

Da fällt mir ein alter Witz von Dieter Krebs ein:
"Schatz, der Toilettenpapierverbrauch pro Kopf ist im letzten Jahr gestiegen steht hier..."
"Aber wieso denn pro Kopf?"
Haha

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Beitrag von mendel

19.09.2006 14:56:15

mendel

mendel hat kein Profilbild...


Uneinigkeit herrschte über den Abstimmungsmodus in der Versammlung der Generalstände. Adel und Klerus forderten eine Abstimmung getrennt nach Ständen (jeder Stand sollte eine Stimme haben). Die größere Anzahl der Abgeordneten aus dem Dritten Stand wäre in diesem Fall bedeutungslos gewesen. Der Dritte Stand trat daher für eine Abstimmung "nach Köpfen" (nach der Anzahl der Abgeordneten) ein, die ihm die Mehrheit gebracht hätte. .
Am 1.5.1789 traten die Generalstände in Versailles zusammen. Der König und die privilegierten Stände lehnten die Abstimmung "nach Köpfen" ab. Die Abgeordneten des Dritten Standes entschlossen sich am 17.6.1789 zum ersten revolutionären Akt: Mit 490 gegen 90 Stimmen erklärten sie sich zur Nationalversammlung. Ihre Begründung war, dass sie mindestens 96% der Bevölkerung repräsentierten. Den Abgeordneten der anderen Stände wurde freigestellt, in die Nationalversammlung einzutreten. Der Klerus stimmte am 19.6.1789 mit knapper Mehrheit für eine Vereinigung mit der Nationalversammlung.

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Beitrag von mendel

19.09.2006 15:00:32

mendel

mendel hat kein Profilbild...

Als die Abgeordneten des Dritten Standes und des Klerus am Morgen des 20.6. ihren Versammlungssaal verschlossen fanden, zogen sie zum Ballhaus um. Dort leisteten sie den Schwur, sich nicht mehr zu trennen, bis das Königreich eine Verfassung habe (Ballhaus-Schwur). Damit hatte man über den Kopf des Königs hinweg gehandelt und das Recht an sich gezogen, die Monarchie auf eine konstitutionelle Grundlage zu stellen. Die Nationalversammlung übernahm die volle legislative Gewalt. Die Revolution der Abgeordneten hatte ihr vorläufiges Ende gefunden.

Dadurch wurde der König eigentlich nur noch zu einem Räpresentator des Staates. Er war nun kein Führer mehr. Nicht mehr von Gottes Gnaden auserwählt.

Nach langem Zögern rief Ludwig XVI. am 1.Mai 1789 die Generalstände zusammen, die ihn unterstützen sollten die Reformen durchzusetzen. Die Generalstände waren seit 1614 nicht mehr zusammen getreten. Dieser Umstand zeigt die Ohnmacht des Königs. Zur die Wahl der Generalstände war jeder fünfundzwanzigjährige, steuernzahlende, männliche Franzose berechtigt. Viele Personen des 3.Standes waren Analphabeten und so stellten sich auch Geistliche und Adlige dem 3.Stand als Abgeordnete zu Verfügung. Ansonsten wurden gutbürgerliche Leute für den 3.Stand als Abgeordnete gewählt. Der König gestand dem 3.Stand die doppelte Anzahl (600) von Abgeordneten zu, doch die Stimmen wurden nicht umgelagert. So konnten die ersten beiden Stände den dritten immer überstimmen. Jetzt ist es leicht nachvollziehbar, daß bald auf Flugblättern gefordert wurde, daß nach Köpfen statt nach Ständen abgestimmt werden sollte.

Am 5.Mai 1789 traten die Generalstände zusammen, doch sie konnten sich nicht einigen, wie abgestimmt werden sollte.

So erklärten sich die Abgeordneten des 3.Standes am 17.Juni 1789 zur Nationalversammlung, weil sie den größten Teil der Franzosen repräsentierten. Am 20.Juni verweigerte die Regierung den Abgeordneten des 3.Standes den Zutritt zum Sitzungssaal. Als neuer Sitzungsplatz wurde das Ballhaus gewählt, wo die Abgeordneten schwuren eine Verfassung für Frankreich auszuarbeiten. Am 23.Juni 1789 befahl der König nach Ständen getrennt weiterzuberaten. Graf Mirabeau antwortete: "Nur vor der Gewalt der Bajonette werden wir unsere Plätze räumen!" Der König schreckte zurück. Am 27.Juni vereinigten sich die Stände wieder.

Die Revolutionäre hatten ihren 1. Sieg errungen und beanspruchten nun die Souveränität des Staates (Volkssouveränität).

So, ich hoffe das hilft dir ein bisschen weiter.
Sorry wegen der vielen antworten. bin auf die falsche taste gekommen.

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