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Thema:

Gedichtsinterpretationen von Goethe

(1113x gelesen)

Seiten: 1

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Beitrag von nightwish_15

24.11.2005 19:22:42

nightwish_15

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nightwish_15 hat das Thema eröffnet...

hey @ all, ich hab mal ne Bitte, hat zufällig wer Interpretationen von "Willkommen und Abschied" und "Prometheus" von Goethe und kann sie reinstellen, ich brauch des zu morgen, aber komm gerade nicht so wirklich klar damit :(
Wäre nett von euch

MfG nighty

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Beitrag von rockrabbit

24.11.2005 19:23:57

rockrabbit

rockrabbit hat kein Profilbild...

jo wäre es

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Beitrag von nightwish_15

24.11.2005 19:32:49

nightwish_15

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Beitrag von Dj-Spoon

24.11.2005 19:39:30

Dj-Spoon

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ey nighti! ud ich dachte goethe is dein zweiter vorname! glaub da musste selber was interpretieren

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Beitrag von mausebein...

24.11.2005 19:42:06

mausebein...

Profilbild von mausebeinchen3 ...

ich hab eine gemacht, aber die hab ich abgegeben..sorry...aber meine sis hat mir ne seite gegeben, wo eine ist, die ist nur nicht so ausführlich: ich glaub www.hausaufgaben.de/deutsch/interpretation/willkommenundabschied
bin mir mit der seite aber nicht so sicher....aber im internet gibts mehrere varianten...such doch bei google

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Beitrag von nightwish_15

24.11.2005 19:46:07

nightwish_15

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Themenstarter
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also prometheus hab ich jetzt was gefunden, aber willkommen und abschied da wollen die immer geld haben wenn ich google :(

und noch was @ spoon: aust ist mein zweiter Vorname und nicht Goethe

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Beitrag von annööö

24.11.2005 19:55:05

annööö

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Prometheus - Interpretation



Johann Wolfgang Goethe: Prometheus (1774)

Interpretation

Goethes Prometheus greift aus der Sage genau jenen Aspekt heraus, der es am meisten als Gedicht des Sturm und Drang kennzeichnet: die Auflehnung des Helden gegen die (scheinbare) Obrigkeit, sein Kampf um Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung. Prometheus, seiner Herkunft nach selbst halb Gott, halb Mensch, ist seiner Gesinnung nach einzig und allein Mensch, ein Rebell gegen die ihn beherrschen wollende Obrigkeit. Nicht resignativ, nicht grüblerisch oder nachdenklich, sondern aufmüpfig und aktiv ist er der wahre Schöpfer des Menschen. Prometheus ist ein Rollengedicht: Der Halbgott Prometheus, das lyrische Ich, wendet sich direkt an Zeus. Damit ist die Sprechsituation nur scheinbar monologisch, denn sein – freilich unbeteiligter – Gesprächspartner ist gewissermaßen immer präsent, und sei es auch nur in Prometheus' Vorstellung, was aus dem Text nicht klar wird.

Das Gedicht beginnt mit einem Imperativ, der die eigentlich zu erwartende Hierarchie auf den Kopf stellt und den obersten der Götter zum Befehlsempfänger degradiert. Es geht Prometheus jedoch nicht um die Herrschaft über die Götter, sondern er betont lediglich die Unabhängigkeit der Menschen. Die menschliche und die göttliche Sphäre werden gleich in der ersten Strophe scharf voneinander geschieden ("deinen Himmel", V. 1 – "meine Erde", V. 6). Dabei werden beide Sphären verschieden bewertet: Während Zeus einem großen Kind gleicht, das seine Fähigkeiten im Spiel noch üben muß, ist Prometheus stolz auf seine "Hütte" und seinen "Herd", um dessen Glut Zeus ihn beneidet (vgl. V. 8-11). Diese stark gezeichnete Polarität beider Seiten findet sprachlich auch in der überaus häufigen Verwendung von Personal-, Reflexiv- und Possessivpronomina ihren Ausdruck. Der zweiten Person, die viermal auftaucht, steht die fünfmalige Verwendung der ersten Person gegenüber, und es ist auch bezeichnend, daß das Possessivpronomen nur einmal in bezug auf Zeus auftaucht (V. 1), dreimal dagegen in bezug auf Prometheus (V. 6, 8, 9). Diesen Beobachtungen am Text sollte eine szenische Darstellung Rechnung tragen – wie dies im Einzelfall realisiert wird, ist nebensächlich. Geht man davon aus, daß die Abgrenzung der Sphären das grundlegende Gestaltungsprinzip des Gedichtes und sein eigentliches Thema ist, so läßt sich dieser Aspekt nun leitmotivartig im ganzen Gedicht verfolgen.

Die zweite Strophe thematisiert die Abhängigkeit der Götter – es geht also nicht nur um die Person des Zeus – von den Menschen. Sie nähren ihre "Majestät" "kümmerlich/ Von Opfersteuern und Gebetshauch" (V. 14-17), das heißt, sie sind nicht für sich und aus sich allein, ihr Ansehen, ja geradezu ihre ganze Existenz ("darbtet", V. 18), steht und fällt mit ihrer Akzeptanz durch die Menschen. Und damit ist es schlecht genug bestellt, denn nur "Kinder und Bettler" sind "Hoffnungsvolle Toren" (V. 19f.), die an die Götter glauben: Die einen tun es, weil sie es in ihrer kindlichen Naivität und Unerfahrenheit nicht besser wissen, die andern, weil sie nichts zu verlieren haben und nichts tun können als hoffen.

In der dritten Strophe wird der letzte Gedanke aufgegriffen und präzisiert: "Da ich ein Kind war". Jetzt wird die Abkehr des Sprechers von den Göttern erläutert; sie ist die Folge seiner Erfahrung, daß die Götter nicht nur nichts für die Menschen tun wollen, sondern offensichtlich nicht einmal die Möglichkeit und die Macht haben, einzugreifen. Schon in der zweiten Strophe werden die Götter "Unter der Sonn" (V. 13) angesiedelt, und diese Aussage wird hier präzisiert: Als Kind ging Prometheus davon aus, daß über der Sonne "Ein Ohr, zu hören [seine] Klage,/ Ein Herz wie [seins] sei (V. 25-26). Diese Annahme erweist sich als Irrtum (vgl. V. 23: "verirrtes Auge" , das menschliche Herz ist dem göttlichen überlegen, denn dieses konnte die den menschlichen Maßstäben entsprungene Erwartung nicht erfüllen: das menschliche Herz kennt "Erbarmen" (vgl. V. 27) mit den "Bedrängten" (V. 27), das göttliche offenbar nicht. Diese Erkenntnis des Prometheus kommt nun allein durch seine subjektive Erfahrung zustande, und nicht etwa durch Philosophie oder durch Aussagen anderer.

Der Mensch erfährt die Götter als unwichtig, denn er selbst hat all das, was sie auszeichnen sollte, in sich: Sein "Heilig glühend Herz" (V. 33) rettet ihn und macht ihn erst richtig zum Menschen. Das "Glühen" dieses Herzens – Symbol für seine Lebendigkeit und Gefühlstiefe – ist es, was die Rettung bringt, und es ist selbst "heilig" (V. 33), ersetzt also die Götter völlig. Wie wichtig dieser Begriff des "Glühens" für Goethe war, zeigt sich im übrigen auch daran, daß er einmal als Adjektiv auftaucht (V. 33) und einmal als Verb (V. 34), wobei es hier transitiv verwendet wird, was seine potentielle Wirkung auf die Umgebung zeigt. Zusätzlich taucht noch das Substantiv "Glut" auf (V. 10), das in diesem Zusammenhang noch eine weitere Bedeutungsnuance erhält und das Defizit des Zeus verdeutlicht, der eben die Komponente des Gefühls neidvoll vermißt. Der Fehler des Prometheus, so sein auf sich selbst bezogenes Fazit, bestand darin, "Dem Schlafenden da droben" (V. 36) in kindlicher Einfalt für etwas zu danken, das aus ihm selber kam. Nun aber hat er gelernt, daß er Zeus nicht zu ehren braucht, weil dieser sich nicht um die Menschen kümmert: "Ich dich ehren? Wofür?" (V. 37) In drei weiteren rhetorischen Fragen wird nicht nur gezeigt, daß Zeus den Menschen nichts helfen kann, denn er ist – wie sie auch – der Zeit und dem Schicksal unterworfen (vgl. V. 43-45).

Aus alledem wird nun in Strophe fünf die Konsequenz gezogen: In dieser Erkenntnis nimmt der Mensch auch Fehlschläge und Mißerfolge hin, ohne sich in seiner Not an Zeus zu wenden, denn das Leben umfaßt eben auch die negativen Seiten ("nicht alle Blütenträume reiften" .

Die letzte Strophe beginnt mit einer Inversion ("Hier sitz ich" , die die räumliche Distanz und die Einteilung der beiden Sphären noch einmal scharf umreißt und damit zusammen mit der ersten Strophe einen formalen Rahmen bildet. Prometheus formt "Menschen nach [seinem] Bilde" (V. 52), das heißt, der echte Mensch ist ebenso schöpferisch, ebenso selbständig und ebenso kritisch all jenen gegenüber, die ihn in Abhängigkeit halten wollen, wie Prometheus. Ein markantes "Wie ich" bildet die letzte Zeile des Gedichts, das nicht durch Zufall mit dem Personalpronomen "ich" endet.

Diese im ganzen Gedicht postulierte Unabhängigkeit des Menschen zeigt sich auch in der formalen und sprachlichen Gestaltung des Gedichts. So entsprechen weder die freien Rhythmen der damaligen Norm noch die ungleiche Zeilenzahl der Strophen noch die z.T. elliptischen Sätze ("Ich dich ehren? Wofür?", V. 37) oder die Wortneuschöpfungen, wie sie in verschiedenen Komposita auftauchen: "Blütenträume" oder "Rettungsdank". Hier werden mehrere plötzlich auftauchende gedankliche Vorstellungen simultan sprachlich umgesetzt, so daß sie nur assoziativ zu erfassen, nicht aber rational zu verstehen sind. Selbst der Prozeß der Rezeption von Literatur ereignet sich also im gefühlsmäßigen Bereich, wodurch eine Übereinstimmung zwischen Textaussage und Lesermeinung intendiert ist.



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Beitrag von annööö

24.11.2005 19:56:30

annööö

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Goethe - Willkommen & Abschied

In dem Gedicht „Willkommen und Abschied“ von J.W. von Goethe geht es um das geheime, nächtliche Treffender zweier Liebenden.

Es stammt aus dem Jahre 1771 und somit aus dem Sturm & Drang.

Im Aufbau besteht es aus 4 Strophen, die aus jeweils 8 Versen bestehen. In den ersten 2 Strophen ist das Metrum ein 4hebiger Jambus, der in den 2 letzten in einen 3hebigen Daktylus wechselt.

In der ersten Strophe wird eine Aufbruchstimmung, ein wilder, gehetzter Ritt durch eine dunkle, unheimliche Nacht beschrieben. Das lyrische Ich fürchtet vor der Natur, alles wirkt sehr bedrohlich. In der zweiten Strophe beschreibt er dann weiter seine Empfindungen, sein Kräftemessen mit der Natur während seiner Reise, doch er ist mutig, trotzt seinen Ängsten , es muss etwas geben, dass ihm die Kraft gibt, seine Angst durch Vorfreude auszuhalten, ja gar eine gewisse Leidenschaft („ Mein Geist war ein verzehrend Feuer“ Vers 15), „..wie ein Held zur Schlacht“Vers 2, „Die Nacht schuf tausend Ungeheuer, doch tausendfacher war mein Mut“ (was auch ein Klimax ist)Vers 14)

Der angsteinflößende Charakter der Natur und seine Stimmung werden durch die zahlreichen, anschaulichen Personifikationen des Gesehenen deutlich gemacht, wie etwa die Eiche, die er als „augethürmten Riesen im Nebelkleid“ beschreibt (Vers 6) und den vielen Adjektiven, die allesamt aus dem Wortfeld „Dunkelheit, Bedrohung und Angst“ stammen („ Riese, Finsternis, schwarzen Augen, schauerlich“)

In der 3. Strophe werden dann seine Strapazen belohnt, und er trifft auf seine Geliebte. Seine Gefühle verändern sich in eine erfüllte Liebe, ein Aufheben all seiner Sehnsüchte, seine Träume sind erfüllt. Auch seine Stimmung ist logischerweise nun völlig gegensätzlich zu der in den ersten zwei Strophen: Es ist Glück, Ruhe, Nähe spürbar. Auch reflektiert sich seine Gefühlslage wieder durch einen Bezug auf die Natur, die er nun allerdings mit sehr Worten aus dem Feld Romantik, lieblich und hell beschreibt, wie etwa „rosenfarbenes Frühlings-Wetter“ (Vers 21 , wo der Frühling auch zusätzlich ein Symbol für das Frisch-Verliebtsein sein könnte, „liebliches Gesicht“ (Vers 22), oder „milde Freude“ (Vers 18). Seine Gefühle steigern sich in wahre Euphorie, Atemlosigkeit und Überwältigung durch seine Empfindungen, was an der Hyperbel „ Ich hoft´es, ich erdient es nicht“ deutlich wird. Er ist ihr mit Haut und Haaren verfallen. Ein weiteres sprachliches Mittel ist die Inversion in Vers 19 „ Ganz war mein Herz an deiner Seite“, die den Eindruck von Nähe der Verliebten bestärkt und die Synästhesie in Zeile 18 („ Floß aus dem süßen Blick auf mich“).

In der 4. Strophe naht nun mit dem Morgengrauen auch der Abschied. Das lyrische Ich schwankt zwischen der Freude auf ein Wiedersehen („ Und doch, welch Glück! Geliebt zu werden; Und lieben Götter, welch ein Glück!“ Vers 31-32) und der Trauer („..sah dir nach mit nassem Blick“ Vers 30), seine Geliebte verlassen zu müssen. (Parallelismus als Verstärker Vers 28 „ O welche Wonne, welcher Schmerz!“). Die beiden sind scheinbar glücklich verliebt, da er seine Liebe als Wonne, Glück empfindet und sie auch schlussendlich auch die dominantere Stellung vor der Trauer einnimmt. Es ist ein beidseitiges, aktives und passives Lieben.

Auch wird in dieser letzten Strophe das einzige Mal etwas über ihre Empfindungen gesagt, und zwar „aus deinen Blicken sprach dein Herz“, was die letzte These noch mal bestärkt.

Das Gedicht ist sehr repräsentativ für die Denkweise seiner Epoche und typisch geschrieben für Goethe. Genau wie in den „Leiden des jungen Werther“ benutzt Goethe die Natur als einen Spiegel der Gefühle und plädiert leidenschaftlich für eine grenzenlose, uneingeschränkte Liebe, über die man alles vergessen und für die man alles riskieren sollte. Auch denke ich, dass das Auslassen näherer Details über ihre Begegnung für eine Liebe auch auf der intellektuellen, und nicht nur auf der simplen körperlichen Ebene und einen großen Grad an Respekt für die geliebte Frau steht.

Er hat im Jahr 1789 ein paar kleinere, aber gewichtige Änderungen an seinem Werk vorgenommen, was auf seinen größere Lebenserfahrung und den daraus resultierenden, veränderten Ansichten über die Liebe zu beziehen ist. In der veränderten Fassung stellt er sich weniger als „Opfer der Liebe“ und besteht mehr auf seine Rolle als autoritärer Mann.
Die Inspiration für sein Werk war seine Zeit in Straßburg, wo er bei einem Pfarrer lebte und sich in seine Tochter Friederike Brion verliebte. Der Bezug darauf lässt sich aus einer Textstelle in seiner Autobiographie „Dichtung&Wahrheit“ schließen, wo er von einem ähnlichen nächtlichen Erlebnis wie in den ersten 2 Strophen erzählt.


Gedichtinterpretation


Johann Wolfgang von Goethe – Willkommen und Abschied



Das Gedicht „Willkommen und Abschied“ von Johann Wolfgang von Goethe ist die Epoche Sturm und Drang einzuordnen. Das Gedicht neigt leicht zu einer Elegie (Gedichtform zum Ausdruck von Trauer und Liebe). Es hat zwei Gattungen und ist es in der ersten und zweiten Strophe ein Naturgedicht und in der dritten und vierten Strophe ein Liebesgedicht. Im großen und ganzen kann man es aber auch in die Erlebnislyrik einordnen. Goethe war ein Mensch, welcher seine Gefühle mit Hilfe von Gedichten von der Seele schrieb. So geschah es, dass er um 1770 bei einem Ausflug, die Familie eines Pastors im Dorf Sesenheim kennenlernte. Er verliebte sich in die Tochter Friederike, welcher das Gedicht „Willkommen und Abschied“ Goethe widmete. Aus dieser Zeit stammten die Liebesgedichte Goethes, die „Sesenheimer Lieder“. So verfasste er 1771 das Gedicht im Original und überarbeitete die Fassung um 1789.



Das Gedicht hat vier Strophen mit je acht Versen. In der ersten, zweiten und vierten Strophe handelt es sich um einen Kreuzreim. In der dritten Strophe reimt sich nur jeder zweite Vers. Es wird jedes zweite Wort in dem Gedicht betont, d.h. es handelt sich um einen 4 – hebigen Jambus. Das gesamte Gedicht ist im Präteritum geschrieben. Sprachlich gesehen, hat das Gedicht einen emotionalen Stil, dieses wird durch das Symbol „Herz“, welche für den Ort der Gefühle und der Liebe steht, deutlich.



Bei dem Titel des Gedichtes, „Willkommen und Abschied“, denkt man sofort, dass eine Ankunft und Abschied geschildert werden. Dies erfüllt das Gedicht auch.

In der ersten und zweiten Strophe werden das Empfinden des lyrischen Ichs und seine Erlebnisse in der Natur beschrieben. In der dritten und vierten Strophe wird weiterführend die Natur beschrieben, allerdings wird ebenfalls über die Geliebte des lyrischen Ichs und dessen Gefühle für sie gesprochen. Ebenso werden Erlebnisse mit der Geliebten geschildert



In diesem ersten Vers der ersten Strophe wird deutlich, dass es sich bei dem lyrischen Ich um einen Reiter handelt und es wird eine gewisse Eile zum Ausdruck gebracht. „Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde! Es war getan fast eh gedacht.“ (Z. 1 und 2). Es handelt sich um eine Anapher, denn das Wort „Es“ wird am Versanfang wiederholt. „Der Abend wiegte schon die Erde“ (Z. 3), man könnte dies als Assoziation des Reiters sehen (wie z.B. ein Kind in der Wiege gewiegt wird). Dies ist eine Personifizierung. „Schon stand im Nebelkleid die Eiche, ein aufgetürmter Riese, da“(Z. 4 und 5). Das ist eine eindringliche Beschreibung seiner Erlebnisse in der Natur. Der Reiter bekommt Angst durch das Größenverhältnis. Der „aufgetürmte Riese“ ist ein Vergleich. Die Natur wird vermenschlicht, d.h. es ist wieder eine Personifizierung. Nun wird die Finsternis zum Leben erweckt. Der Reiter bekommt dadurch immer mehr Angst. „Wo Finsternis aus dem Gesträuche mit hundert schwarzen Augen sah.“(Z. 7 und 8). Hier wird auch wieder die Natur vermenschlicht und ist demzufolge auch wieder eine Personifizierung. Dabei übertreibt er seien Ausdruck mit den „hundert schwarzen Augen“(Z. 8), das bedeutet Goethe verwendet hier eine Hyperbel. Durch die Vielzahl der Augen, steigert er seine Furcht. Im Großen und Ganzen, entsteht in der ersten Strophe eine dunkle, düstere und unheimliche Atmosphäre. Dies kommt durch die Personifizierung der Natur.

„Der Mond von einem Wolkenhügel sah kläglich aus dem Duft hervor“(Z. 9 und 10), das ist eine bildhafte Ausdruckweise zur Veranschaulichung der Angst einflössenden Situation. Goethe schafft dies durch eine Assonanz des Vokales „o“. Nun beschreibt er die Natur eher malerisch: „Die Winde schwangen leise Flügel, Umsausten schauerlich mein Ohr;“( Z. 11 und 12).

„Die Nacht schuf tausend Ungeheuer, Doch frisch und fröhlich war mein Mut“(Z. 13 und 14). Im Gegensatz zum ersten und zweiten Vers, der zweiten Strophe, wird nun der Buchstabe „f“ alliiert. Nun findet ein Umschwung statt. Er beschreibt nicht mehr die Naturereignisse, sondern seine Aufregung, seine Freude und sein Eifer, doch endlich seiner Geliebten zu begegnen. Er reitet schneller, denn er kann es kaum noch erwarten sie zu sehen.

„In meinen Adern welches Feuer! In meinem Herzen welche Glut!“(Z. 15 und 16). Der Reiter bringt dadurch seine mutige Entschlossenheit zum Ausdruck. Die letzten beiden Verse der zweiten Strophe, sind Anaphern, es wird die Präposition „in“ am Versanfang wiederholt. Im Großen und Ganzen wird wieder eine gruselige, unheimlich und schaurige Atmosphäre deutlich. Im ersten Teil beschreibt er die Natur und im zweiten Teil verkündet er dem Leser seine Gefühle.

In der dritten Strophe wird nun das Willkommen aus dem Titel klar. Der Reiter hat nun sein Ziel erreicht und ist bei seiner Angebeten angekommen. Seine Liebe ist erfüllt, als diese von seiner Geliebten erwidert wird. Seine Freude drückt er durch seine positiven Attribute aus. „Dich sah ich, und die milde Freude floss von dem süßen Blick auf mich“(Z. 17 und 18), Er betont „dich“ durch eine Inversion (mit „mich“). Es findet ein Enjambement (Zeilensprung) statt, wodurch der Dichter eine fließende Bewegung erreicht. Des Weiteren wird eine gewisse Zufriedenheit deutlich, wenn man die Gefühlsveränderung zu der ersten und zweiten Strophe sieht. Nun bringt der Dichter mal eine Metapher ein. „Ein rosenfarbenes Frühlingswetter umgab das liebliche Gesicht“(Z. 21 und 22), Er vergleicht seine Geliebte mit der Natur, was durch „Frühlingswetter“ deutlich wird. Es findet wieder ein Enjambement statt und durch weitere Attribute bringt er wieder seine Freude zum Ausdruck. Im Großen und Ganzem wird in der dritten Strophe Auskunft über die Ankunft des Reiters am späten Abend gegeben. Er beschreibt in dieser Strophe unter anderem seine Geliebte.

Nun nimmt das Gedicht eine rasche Wendung. Im Gegensatz zum Willkommen folgt nun sofort der Abschied, ohne auch nur eine Beschreibung zum Aufenthalt. Demzufolge wird nun also auch der Abschied aus dem Titel deutlich. Im ersten Vers der vierten Strophe wird von der Bewegung des Sonnenaufgangs gesprochen, d.h., dass nun die Nacht überstanden und es Morgen ist. Seine Trauer wird durch die Verengung seines Herzen deutlich, wobei „Herz“ als bildhafter Ort der Gefühle, der Liebe steht. „Doch ach, schon mit der Morgensonne verengt der Abschied mir das Herz:“( Z. 25 und 26) Der Abschied, steht dabei für den Schmerz der Trennung. Dies ist eine Metapher. Auch der Geliebten steht die Traurigkeit ins Gesicht geschrieben: „In deinen Küssen welche Wonne! In deinem Auge welcher Schmerz!“( Z.27 und 28). Dies sind Anaphern, es wird die Präposition „in“ wiederholt, was allerdings zugleich harmonisch wirkt. Die Trauer des Abschieds wird nun deutlich. Die Beiden müssen sich jetzt endgültig trennen. Der Reiter geht und seine Geliebt weinte und sah ihm hinter her. „Ich ging, du standst und sahst zur Erden, Und sahst mir nach mit nassen Blick:“( Z. 29 und 30) Dies ist eine Metapher, denn es soll darstellen, dass die Geliebte weint. Der „nasse Blick“ steht dabei für Tränen. In den letzten beiden Versen schwankt das lyrische Ich zwischen dem Glück geliebt zu werden und dem Abschiedsschmerz. „Und doch, welch Glück geliebt zu werden! Und lieben, Götter, welch ein Glück!“( Z.31 und 32). Als Fazit lobt der Reiter nun doch die Liebe.



Goethe nimmt in seinem Gedicht Stellung zur Natur, zur Umwelt und zu einem Menschen, nämlich seiner Geliebten.

Ich denke, das Goethe mit diesem Gedicht sagen wollte, dass man, wenn man seine Liebe gefunden hat, nicht so einfach wieder loslassen soll. Man sollte alles versuchen bei ihr zu bleiben. Allerdings ist dies unter Umständen immer gar nicht so einfach. Aus evtl. verschiedenen Umständen sollte man sich allerdings nicht von seiner Liebe trennen und lieber alles in seiner Macht stehende tun um diese Aufrecht zu erhalten.

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Beitrag von annööö

24.11.2005 19:56:55

annööö

annööö hat kein Profilbild...

da war noch mehr dazu

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Beitrag von nightwish_15

24.11.2005 20:05:46

nightwish_15

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Themenstarter
nightwish_15 hat das Thema eröffnet...

danke danke danke

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