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Thema:

Gedichtsanalyse

(264x gelesen)

Seiten: 1

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Beitrag von Chrissi84

03.09.2005 16:13:26

Chrissi84

Chrissi84 hat kein Profilbild...

Themenstarter
Chrissi84 hat das Thema eröffnet...

Suche dringend eine gedichtsanalyse

von Andreas Gryphius: Abend


Wenn da jemand was hat bitte meldet euch privat oder heytommy@web.de

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Beitrag von snowboard...

03.09.2005 16:17:54

snowboard...

Profilbild von snowboarderac ...

Gryphius hat immer die selben Motive und unter den Aspekten kannst du dir doch wohl mal eine Analyse aus dem kopf drücken...das ist einer der wenigen Autoren der immer das selbe mit seinen gedichten ausdrücken will...die vergänglichkeit der zeit, carpe diem und momento mori...

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Beitrag von snowboard...

03.09.2005 16:19:00

snowboard...

Profilbild von snowboarderac ...

Aber hier die Analyse:


Andreas Gryphius (1616 - 1664): Abend

Der schnelle Tag ist hin, die Nacht schwingt ihre Fahn
und führt die Sternen auf. Der Menschen müde Scharen
verlassen Feld und Werk, wo Tier und Vögel waren,
traurt itzt die Einsamkeit. Wie ist die Zeit vertan.

Der Port1 naht mehr und mehr sich zu der Glieder Kahn.2
Gleich wie dies Licht verfiel, so wird in wenig Jahren
ich, du und was man hat und was man sieht hinfahren.
Dies Leben kömmt mir vor als eine Renne-Bahn.3

Laß, höchster Gott, mich doch nicht auf den Laufplatz gleiten,
laß mich nicht Ach, nicht Pracht, nicht Lust, nicht Angst verleiten!
Dein ewig-heller Glanz sei vor und neben mir.

Laß, wenn der müde Leib entschläft, die Seele wachen,
und wenn der Letzte Tag wird mit mir Abend machen,
so reiß mich aus dem Tal der Finsternis4 zu dir.

Das vierstrophige Sonett ,,Abend" von Andreas Gryphius, dem 1616 geborenen bedeutendsten Lyriker und Dramatiker des Barock, ist ein exzellentes Beispiel für das barocke Lebensgefühl von der Nichtigkeit und Vergänglichkeit alles Irdischen, zu dem das religiöse Erleben und die göttliche Allmacht eine Spannung hält.
Wie bei vielen von Gryphius′ Sonetten finden wir auch bei diesem den Alexandriner, eine Versart, die sich durch einen sechshebigen Jambus mit einer Mittelzäsur auszeichnet. Diese Versart unterstützt in Sonetten mit solchen Themen den Ausdruck und die Wirkung auf den Rezipienten.
In Gryphius′ ,,Abend" erfahren wir die Gedanken des lyrischen Ichs während einer abendlicher Stimmung, bei welcher es zunehmend in Melancholie verfällt und die Vergänglichkeit (s.o.) allen Lebens begreift. So zeigt Gryphius dem Leser hier in kleinen Etappen, die sich von Strophe zu Strophe bemerkbar machen, die Endlichkeit des Daseins auf.
Wie bei einem Sonett üblich, ist ,,Abend" in zwei Quartette5 und zwei Terzette6 unterteilt. Erstere sind im umarmenden Reim geschrieben, bei letzteren erkennen wir einen Schweifreim. Die inhaltliche Struktur läßt einen Zusammenhang zwischen der ersten und zweiten, sowie zwischen der dritten und vierten Strophe erkennen.
Quartette und Terzette sind also dementsprechend zusammenhängend, und im Sinn einander zugehörig.
In der ersten Strophe (Quartett) wird die Tageszeit Abend als ,,Folgeerscheinung" des Tages beschrieben, welcher hier durch eine Personifikation: ,,Der schnelle Tag _..._" näher erläutert wird. Der Tag erscheint in dieser Formulierung oberflächlich und vergänglich. Das Wort ,,schnell" macht ihn unerwünscht. Der Abend wirkt dagegen wie eine Wohltat. ,,Die Nacht schwingt ihre Fahn und führt die Sternen auf". Ein romantisches Bild im Widerspruch zu dem des Tages. Die Alliteration7: ,,Der Menschen müde Scharen" betont noch einmal die Erschöpfung der Gemeinschaft nach Beendigung der täglichen Arbeit, so auch die erste Hälfte des dritten Verses in der ersten Strophe. Die Betonung der Vögel und Tiere am Ende dieses Verses setzt die Lebewesen des Waldes und der Felder gleich mit den Menschen. Auch die Tiere begeben sich zur Ruhe. Verlassen sind alle Orte, an denen sich bis vor kurzem noch das Leben ,,tummelte": ,,Der Menschen müde Scharen verlassen Feld und Werk, wo Tier und Vögel waren, _..._". Diese Einsamkeit personifiziert Gryphius hier mit der Trauer: ,,_..._ traurt itzt die Einsamkeit.". Das Bild der trauernden Einsamkeit kann bedrückender nicht sein. Die Feststellung des lyrischen Ichs, die Zeit wäre vertan, fügt zu dem Gefühl der Schwermütigkeit auch noch das Gefühl der Hoffnungslosigkeit hinzu.
Die zweite Strophe, welche die Aussage der ersten Strophe applativ8 unterstreicht, erläutert die Vergänglichkeit und die Sterblichkeit aller lebender Wesen. Das metaphorische Bild des Ports, welcher sich mehr und mehr der Glieder Kahn nähert (,,Der Port naht mehr und mehr sich zu der Glieder Kahn." scheint eine Umschreibung für das Altern zu sein (siehe Fußnote N°1 u. N°2). Wir sind jung und schön, doch wenn die Zeit an uns vorüberzieht, verwelken wir ,,Gleich wie dies Licht verfiel". Wir schwinden und wissen schon in jungen Jahren, daß der Tag unseres Todes nur noch eine Frage der Zeit ist: ,,_..._ so wird in wenig Jahren ich, du und was man hat und was man sieht hinfahren.". Das Leben findet hier einen metaphorischen Vergleich mit einer ,,Renne-Bahn". Ihr Weg geht schnell und gehetzt ständig geradeaus und wenn man sie erst einmal umrundet hat, so ist dies nicht mehr rückgängig zu machen. An ihrem Ende aber steht stets das Gleiche: Der Tod (siehe Fußnote N°3). In diese Richtung scheinen die Gedanken des lyrischen Ichs zu schweifen und es gibt sich in diesen trübsinnigen Zeilen vollkommen seinem melancholischen Gemüt hin.
In der dritten Strophe, dem ersten Terzett, finden wir die für das barocke Sonett typische Erwähnung der göttlichen Macht, die im Gegensatz zur Zeitlichkeit steht. Applativisch wendet sich das lyrische Ich in diesen vier Versen hilfesuchend an Gott, welcher es von dem unausweichlichen Schicksal beschützen soll. In diesen Versen findet man auch den Wunsch des lyrischen Ichs nach dem Himmelreich wieder und erkennt dessen Angst vor der Ungewißheit nach dem Tod, ,,Das unentdeckte Land, von des Bezirk kein Wandrer wiederkehrt"9. Der Wunsch nach Gottes Führung und dessen Schutz dominiert die Wünsche des lyrischen Ichs. ,, Dein ewig-heller Glanz sei vor und neben mir".
Im letzten Terzett finden wir nun eine tiefe Trostlosigkeit. Die abendliche Stimmung scheint die Gedanken des Ichs in negativster Weise beeinflußt zu haben. Wie so oft in geistlichen Gesängen oder schriftlichen Überlieferungen aus der Zeit des Barocks entdeckt man hier den Vergleich des Todes mit dem Schlaf: ,,Laß, wenn der müde Leib entschläft, die Seele wachen, _..._". In diesem Vers wird die Sehnsucht des lyrischen Ichs nach dem ewigem Leben nach dem Tod deutlich. Der Euphemismus des Todes als Schlaf nimmt den drei Versen ein wenig die Härte und sie erscheinen weniger furchtbar. Das lyrische Ich wünscht dem ,,jammervollen Erdental" zu entkommen und in Gottes ewigem Himmelreich seine Ruhe zu finden: ,,_..._ so reiß mich aus dem Tal der Finsternis zu dir."
Das Sonett Gryphius′ läßt den Leser zusammen mit dem lyrischen Ich in ein tiefes seelisches schwarzes Loch gleiten. Kaum ein positiver Schimmer ist zu erkennen. Der Tod ist unausweichlich und alles ist ihm versprochen. Mit dieser Weltuntergangsstimmung läßt Gryphius den Rezipienten letztendlich alleine, so daß jeder die Wirkung des Sonettes auf sich erforschen kann und er gibt uns eine Moral für das Leben auf den Weg: Wer in das ewige Himmelreich gelangen möchte, der muß sein Leben nach Gottes Willen richten

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