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Thema:

Gedicht

(260x gelesen)

Seiten: 1

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Beitrag von Gallardo

22.09.2005 14:48:15

Gallardo

Gallardo hat kein Profilbild...

Themenstarter
Gallardo hat das Thema eröffnet...

Kann irgendwer das Gedicht interpretieren?
Auf antworten würde ich mich sehr freuen...

Rede vom Gedicht
Das Gedicht ist nicht der Ort, wo die Schönheit gepflegt wird.

Hier ist die Rede vom Salz, das brennt in den Wunden.
Hier ist die Rede vom Tod, von vergifteten Sprachen.
Von Vaterländern, die eisernen Schuhen gleichen.
Das Gedicht ist nicht der Ort, wo die Wahrheit verziert wird.

Hier ist die Rede vom Blut, das fliesst aus den Wunden.
Vom Elend, vom Elend, vom Elend des Traums.
Von Verwüstung und Auswurf, von klapprigen Utopien.
Das Gedicht ist nicht der Ort, wo der Schmerz verheilt wird.

Hier ist die Rede von Zorn und Täuschung und Hunger
(die Stadien der Sättigung werden hier nicht besungen).
Hier ist die Rede von Fressen, Gefressenwerden
von Mühsal und Zweifel, hier ist die Chronik der Leiden.
Das Gedicht ist nicht der Ort, wo das Sterben begütigt
wo der Hunger gestillt, wo die Hoffnung verklärt wird.

Das Gedicht ist der Ort der zu Tode verwundeten Wahrheit.
Flügel! Flügel! Der Engel stürzt, die Federn
fliegen einzeln und blutig im Sturm der Geschichte!
Das Gedicht ist nicht der Ort, wo der Engel geschont wird.

Christoph Meckel

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Beitrag von silton

22.09.2005 15:05:48

silton

Profilbild von silton ...

ne leider nicht=(

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Beitrag von RoseMcGowan

22.09.2005 15:32:08

RoseMcGowan

Profilbild von RoseMcGowan ...

Erstmal: Das Gedicht ist scheiße

Na ja, ich denke, es geht darum, dass in Gedichten alles so gewählt und übertrieben ausgedrückt wird, aber trotzdem die Wahrheit gesagt wird. So habe ich es jedenfalls jetzt beim Darüberlesen verstanden.

Versuch mal eine Lyrikanalyse (besonders auf die Stilmittel eingehen) zu schreiben, dadurch wird mir zumindest immer der Sinn klar!

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