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Fussballfreak--->TOD!

(448x gelesen)

Seiten: 1

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Beitrag von schweitzer88

30.06.2005 18:21:51

schweitzer88

schweitzer88 hat kein Profilbild...

Themenstarter
schweitzer88 hat das Thema eröffnet...

5 JAHRE STADIONVERBOT - DA BRACHTE ER SICH UM

Aus aktuellem Anlass gehen wir kurz auf die Tragödie ein, die sich vor wenigen Wochen in Deutschland ereignet hat. Folgend der erschütternde Bericht aus der Sport-Bild über einen Fan, der sich wegen eines Stadionverbotes das Leben nahm.

Klaus Inn (65) hat Tränen in den Augen, als er das Zimmer seines Sohnes betritt. An der Wand hängt eine Fahne von Arminia Bielefeld, auf dem Bett liegt ein Schal. "Hier hat mein Junge gelebt." Sein Junge ist tot. Brian , sein einziges Kind, wurde nur 23 Jahre jung. Klaus Inn schaut fassungslos auf eine Angel, die Brian gehörte. Beinahe ist es so, als würde Brian in der kleinen Etagenwohnung in Bielefeld-Hillegossen noch leben. Seine Ehefrau Heike (60) zeigt Fotos von Brian. Zeugnisse, den Führerschein, Eintrittskarten von Fußballspielen.
Kopfschüttelnd zieht sie ein Schreiben an Schalke-Manager Rudi Assauer aus einer Mappe. ?Ich hatte so viel Hoffnung in diesen Brief gesteckt?. Sagt sie und weint. Brian war Fußballfan. Mitglied bei den ?Freshmakers?, einem Fanklub von Arminia Bielefeld. Wie jedes Wochenende ist Brian am 8. März 2003 mit Kumpels losgezogen, um Fußball zu gucken. Bielefeld hat in Schalke gespielt, die Jungs lachten, alles war wie immer.
Bis Markus R. in der Halbzeitpause von einem Ordner in den Schwitzkasten genommen wurde. Markus R. ist ein Freund von Brian und soll, was nicht geklärt ist, eine Sachbeschädigung in der Arena begangen haben.
Während Heike Inn die Geschichte erzählt, zittern die Lippen ihres Mannes. ?Ich haben als Seemann gelernt, dass man Kameraden helfen muss. Das habe ich dem Jungen immer gepredigt. Jetzt ist er tot.?
Brian ist seinem Freund tatsächlich zu Hilfe gekommen. Protokolliert ist die Bitte des 28jährigen: ?Lasst ihn doch laufen, er ist harmlos.? Doch Markus R wurde abgeführt, ein anderer Ordner schrie Brian an: ?Pass auf, du fliegst als Nächster!?
Weil Brian trotzdem versuchte, seinen Freund loszureißen, eilten andere Wachleute herbei. Einer griff Brian mit der Hand an die Kehle und drängte ihn gegen eine Wand. Was danach passierte ist ungeklärt. Anwalt Hans Geisler berichtet, dass Brian ?einmal getreten hat?, um sich aus dem Würgegriff des Ordners zu befreien. Ordner A. vom ?Wachdienst Bremen? erklärt, dass ihm Brian ins Gesicht geschlagen und dabei die Nase gebrochen hat. Jedenfalls wurde Schalkes Anwalt Heinz Kupperian zufällig Zeuge der Rangelei. Kupperian übt die Heimspiele des FC Schalke das Hausrecht aus und stellte Brian zwei Monate später ?namens und im Auftrage von Schalke 04? ein bundesweites Stadionverbot zu ? gültig für fünf Jahre. Der Grund: gefährliche Körperverletzung nach § 224 StGB.? Das war der Anfang vom Ende?, sagt Heike Inn. Sie zeigt drei Plastikbeutel mit 400 Eintrittskarten von Spielen, die ihr Sohn besucht hat. ?Der Junge war im Wembley und im Giuseppe-Meazza-Stadion. Nie ist irgendwas passiert!? Tatsächlich ist Brian nicht vorbestraft. Sogar das Bundesverkehrsamt in Flensburg führt ihn ohne Punkt. Brian ist in behüteten Verhältnissen aufgewachsen. Brian hat Maler und Lackierer gelernt, wollte sich selbstständig machen. Arminia Bielefeld hatte ihm kürzlich 313 ? gezahlt, weil er ein Vereinsgebäude anpinselte. ?Der Junge hat jeden Cent in den Fußball gesteckt?, erzählt Klaus Inn mit Tränen in den Augen, ?er hat die ganze Woche für einen Spieltag gespart. Fußball war sein Leben. ?Nach dem Stadionverbot ging es mit Brian bergab. Der Junge weinte jeden Samstag, als die Freunde ohne ihn zum Fußball gingen. Die Anrufe wurden weniger, Brian verkroch sich immer häufiger in sein Zimmer. ?Wir haben den Jungen nicht wiedererkannt?, erzählt die Mutter. Der Hausarzt schrieb eine Überweisung zum Psychologen, Brian ging zweimal dorthin. Ohne Erfolg. "Brian hat nur noch geweint, wenn Fußball im Fernsehen lief", sagt Heike Inn. Die Mutter spürte, wie Brian litt - und begann zu kämpfen. Sie flehte Rudi Assauer an, das Stadionverbot aufzuheben ("Ich appelliere an ihr Fußballerherz, es bei einem Warnschuss zu belassen" ). Ohne Reaktion. Sie schrieb an Beckenbauer, an den DFB ("Unsere Hoffnungen liegt in Ihren Händen" ). Erfolglos. Der Sicherheitsbeauftragte des DFB , Hans Florin, schrieb zurück, dass man nichts machen könne. Brian war in der Zwischenzeit vom Amtsgericht Gelsenkirchen-Buer wegen "gefährlicher Körperverletzung" zu acht Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. "Der Junge ist bei der Verhandlung zusammengebrochen, weil ihm niemand geglaubt hat", sagt Heike Inn. Mit zorniger Stimme fügt sie hinzu: "Er wurde wie ein Hooligan dargestellt." Anwalt Geisler hat inzwischen eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Richter Helmut Rottlaender gestellt. Auch weil Rottlaender in einem Berufungsgericht empfahl, ihm "bei der Bekämpfung der Gewaltkriminalität nicht in den Rücken zufallen". "Mein Junge ist ein Mal in seinem Leben auffällig geworden", sagt Heike Inn, "warum wurde ausgerechnet an ihm ein Exempel statuiert, um Gewalttäter abzuschrecken?" Der Schalker Anwalt Kupperian erwidert: "Wir können nicht anders handeln. Stadionverbote müssen ausgesprochen werden, wenn eine Körperverletzung vorliegt." Fünf Jahre Stadionverbot - das war zu viel für den Fußballfan. Am 30. Dezember klingelt es um 22.45 Uhr bei Familie Inn. Klaus Inn sitzt vor dem Fernseher, Heike Inn öffnet die Tür. Im Hausflur stehen zwei Polizisten. Einer fragt: "Gehört ihnen das Fahrzeug BI-NN 15?" Heike Inn antwortet: "Ja. Mein Sohn ist gerade zur Bank gefahren. Ist etwas passiert?" Der Polizist: "Neben dem Fahrzeug wurde eine männliche Leiche aufgefunden." Die Mutter: "Großer Gott! Hat der Junge jemanden überfahren?" Der Polizist wartet einige Sekunden und sagt leise: "Nein. Die Leiche ist ihr Sohn." Heike Inn bricht an der Haustür zusammen, sechs Sanitäter und ein Notarzt rasen zur Wohnung. "Es war ein Albtraum", erzählt Heike Inn, "ich habe keine Luft mehr bekommen, alles hat sich gedreht." Irgendwann an diesem 30. Dezember hat Brian den Entschluss gefasst, seinem Leben ein Ende zu setzen. Er ist mit dem Auto zu einem Angelplatz gefahren und auf einen Strommast geklettert. 24000 Volt sind durch seine Körper gejagt. Brian Inn ist bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.








Glaubt ihr diese Geschichte, wenn ja was haltet ihr davon`?

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Beitrag von gruenschn...

30.06.2005 18:26:20

gruenschn...

Profilbild von gruenschnabel ...

da haste ja ne ganz neue geschichte rausgekramt...


tja, die einen bringen sich nach der trennung von take that um, die anderen, wiel sie ihr lieblingsteam nicht mehr unterstützen dürfen. leidenschaft ist kein verbrechen...

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Beitrag von Thanathan

30.06.2005 18:29:55

Thanathan

Profilbild von Thanathan ...

fanatiker ..... fussball ist fast so schlimm wie religion

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Beitrag von pummerle

30.06.2005 18:30:59

pummerle

pummerle hat kein Profilbild...

Diese Geschichte ist wirklich passiert !!!

Mein Beileid gehört seiner Familie!

R.I.P.

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Beitrag von hellokitty91

30.06.2005 18:31:25

hellokitty91

hellokitty91 hat kein Profilbild...

oh das is ja echt schlimm. ich kann es zwar nicht nachvollziehen, aber er tut mir trozden leid.

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