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Thema:

Franz Kafka - Der Nachbar

(411x gelesen)

Seiten: 1

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Beitrag von taubesnue...

13.08.2006 11:20:32

taubesnue...

Profilbild von taubesnuesschen ...

Themenstarter
taubesnuesschen hat das Thema eröffnet...

Hallo alle zusamm^^
ich hab ein Problem und zwar sollen wir jetzt zu der Geshcichte "Der Nachbar" einen Text schreiben, ob wir dem Erzähler einen Kredit geben würden oder nicht und warum und so bla. ... Ja soetwas kann ich nicht. Ich weiß es einfach nicht. Hat jemand eine Idee ode rkann mir tipps geben?! Wäre toll^^

Nya hier der Text:

Franz Kafka - Der Nachbar

Mein Geschäft ruht ganz auf meinen Schultern. Zwei Fräulein mit Schreibmaschinen und Geschäftsbüchern im Vorzimmer, mein Zimmer mit Schreibtisch, Kasse, Beratungstisch, Klubsessel und Telefon, das ist mein ganzer Arbeitsapparat. So einfach zu überblicken, so leicht zu führen. Ich bin ganz jung und die Geschäfte rollen vor mir her. Ich klage nicht, ich klage nicht.

Seit Neujahr hat ein junger Mann die kleine, leer stehende Nebenwohnung, die ich ungeschickterweise so lange zu mieten gezögert habe, frischweg gemietet. Auch ein Zimmer mit Vorzimmer, außerdem aber noch eine Küche. – Zimmer und Vorzimmer hätte ich wohl brauchen können – meine zwei Fräulein fühlten sich schon manchmal überlastet –, aber wozu hätte mir die Küche gedient? Dieses kleinliche Bedenken war daran schuld, dass ich mir die Wohnung habe nehmen lassen. Nun sitzt dort dieser junge Mann. Harras heißt er. Was er dort eigentlich macht, weiß ich nicht. Auf der Tür steht: ›Harras, Bureau‹. Ich habe Erkundigungen eingezogen, man hat mir mitgeteilt, es sei ein Geschäft ähnlich dem meinigen. Vor Kreditgewährung könne man nicht geradezu warnen, denn es handle sich doch um einen jungen, aufstrebenden Mann, dessen Sache vielleicht Zukunft habe, doch könne man zum Kredit nicht geradezu raten, denn gegenwärtig sei allem Anschein nach kein Vermögen vorhanden. Die übliche Auskunft, die man gibt, wenn man nichts weiß.

Manchmal treffe ich Harras auf der Treppe, er muss es immer außerordentlich eilig haben, er huscht förmlich an mir vorüber. Genau gesehen habe ich ihn noch gar nicht, den Büroschlüssel hat er schon vorbereitet in der Hand. Im Augenblick hat er die Tür geöffnet. Wie der **** einer Ratte ist er hineingeglitten und ich stehe wieder vor der Tafel ›Harras, Bureau‹, die ich schon viel öfter gelesen habe, als sie es verdient.

Die elend dünnen Wände, die den ehrlich tätigen Mann verraten, den Unehrlichen aber decken. Mein Telefon ist an der Zimmerwand angebracht, die mich von meinem Nachbar trennt. Doch hebe ich das bloß als besonders ironische Tatsache hervor. Selbst wenn es an der entgegengesetzten Wand hinge, würde man in der Nebenwohnung alles hören. Ich habe mir abgewöhnt, den Namen der Kunden beim Telefon zu nennen. Aber es gehört natürlich nicht viel Schlauheit dazu, aus charakteristischen, aber unvermeidlichen Wendungen des Gesprächs die Namen zu erraten. – Manchmal umtanze ich, die Hörmuschel am Ohr, von Unruhe gestachelt, auf den Fußspitzen den Apparat und kann es doch nicht verhüten, dass Geheimnisse preisgegeben werden.

Natürlich werden dadurch meine geschäftlichen Entscheidungen unsicher, meine Stimme zittrig. Was macht Harras, während ich telefoniere? Wollte ich sehr übertreiben – aber das muss man oft, um sich Klarheit zu verschaffen –, so könnte ich sagen: Harras braucht kein Telefon, er benutzt meines, er hat sein Kanapee an die Wand gerückt und horcht, ich dagegen muss, wenn geläutet wird, zum Telefon laufen, die Wünsche des Kunden entgegennehmen, schwer wiegende Entschlüsse fassen, groß angelegte Überredungen ausführen – vor allem aber während des Ganzen unwillkürlich durch die Zimmerwand Harras Bericht erstatten.

Vielleicht wartet er gar nicht das Ende des Gespräches ab, sondern erhebt sich nach der Gesprächsstelle, die ihn über den Fall genügend aufgeklärt hat, huscht nach seiner Gewohnheit durch die Stadt und, ehe ich die Hörmuschel aufgehängt habe, ist er vielleicht schon daran, mir entgegenzuarbeiten.

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Beitrag von Dr.Flame

13.08.2006 11:27:15

Dr.Flame

Profilbild von Dr.Flame ...

Haben wir vor nen halben Jahr interprtiert die geschichte......... aber müsste erst gucken wo ich dat habe^^

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Beitrag von Lauren1

13.08.2006 11:30:15

Lauren1

Profilbild von Lauren1 ...

also ich finde der erzähler is n täumer. checkt hier so rum und macht sich gedanken über seinen nachbarn. ist neidisch und hats vercheckt die wohnung zu mieten. soll er doch mal endlich arbeiten anstatt sich sinnlose gedanken zu machen, die weder ihm noch sonstwem weiterhelfen.

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Beitrag von Lesimir

13.08.2006 11:49:26

Lesimir

Profilbild von Lesimir ...

du wirst natürlich schrieben müssen, ass du dasnicht tust, weil der Typ dir als kreditgeber ja nur unsicher erscheinen kann. Er leidet an Verfolgungswahn und ist sich seines Lebens nicht mehr sicher, er sagt selbst er kann keine geschäftlichen Entscheidungen mehr treffen...

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Beitrag von taubesnue...

13.08.2006 12:00:08

taubesnue...

Profilbild von taubesnuesschen ...

Themenstarter
taubesnuesschen hat das Thema eröffnet...

Hey cool dankeschön schonmal an alle!!!

@ Lesimir... danke schön.. find ich shconmal sehr gut

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Beitrag von taubesnue...

13.08.2006 20:47:24

taubesnue...

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Themenstarter
taubesnuesschen hat das Thema eröffnet...

hat sonst noch jemand so sachen die ich daffür schreiben kann?!^^

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Beitrag von Svenni87

13.08.2006 20:56:24

Svenni87

Profilbild von Svenni87 ...

Hab da drüber mal Klausur geschrieben, aber die ist irgendwo in den Tiefen meines Schulschrankes verschollen, seit J-A-H-R-E-N.... tut mir sorry :(

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