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Thema:

Emilia Galotti von Lessing

(362x gelesen)

Seiten: 1

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Beitrag von SweetCorn...

10.09.2005 23:48:45

SweetCorn...

SweetCornflake8 hat kein Profilbild...

Themenstarter
SweetCornflake8 hat das Thema eröffnet...

Ich schreibe bald eine Klausur über dieses Trauerspiel und suche Interpretationen, habt ihr Links oder könnt mir irgendwie anders weiter helfen?

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Beitrag von sad_but_true

10.09.2005 23:50:00

sad_but_true

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Naklar,was willstn wissen?

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Beitrag von KekzDose85

10.09.2005 23:50:34

KekzDose85

Profilbild von KekzDose85 ...

http://www.lindenhahn.de/veroefft/galotti.htm


googlet ma mehr ihr faules pack ^^

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Beitrag von sad_but_true

10.09.2005 23:50:57

sad_but_true

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Interpretation:
Lessing greift in seinem Stück ein oft bearbeitetes Motiv auf: die von Titus Livius in Ab urbe condita (Vom Ursprung der Stadt) III erzählte Legende von der Römerin Virginia, die von ihrem Vater getötet wird, weil dies der einzige Weg ist, sie vor der Willkür des Decemvirn Appius Claudius zu bewahren. Bei Livius ruft die Tat von Virginias Vater einen Volksaufstand hervor, in dessen Verlauf die Decemvirn zurücktreten müssen und Appius Claudius ins Gefängnis geworfen wird, wo er sich schließlich selbst tötet.
Lessing weicht in einem ganz entscheidenden Punkt von seiner literarischen Vorlage ab, indem er darauf verzichtet, die Tat Odoardos als Anlaß für einen Volksaufstand darzustellen. In einem Brief an seinen Bruder Karl schreibt er am 1. 3. 1772: "Du siehst wohl, daß es weiter nichts als eine modernisirte, von allem Staatsinteresse befreyete Virginia seyn soll." (Müller, 1971: 50). Ähnlich äußerte sich Lessing schon in einem Brief an Friedrich Nicolai vom 21. 1. 1758, also zu Beginn seiner Beschäftigung mit dem Stoff. Dies läßt darauf schließen, daß Lessing sein Stück nicht als konkrete Darstellung bestehender Herrschaftsformen verstanden wissen wollte. Die oft vertretene Auffassung, das Drama thematisiere den Klassengegensatz von Bürgertum und Adel, kann in dieser Form schon deshalb nicht aufrechterhalten werden, weil der Dichter erstens die Handlung des Dramas an einen politisch unverfänglichen Ort verlagert und weil zweitens eine genaue ständische Klassifizierung der Personen recht problematisch ist. Der Prinz beispielsweise zeigt mit seinem Hang zur Empfindsamkeit durchaus spezifisch bürgerliche Züge, selbst wenn diese schließlich doch von despotischen Merkmalen überlagert werden.

Dennoch kann Emilia Galotti sicherlich ein politisches Drama genannt werden, denn Lessing zeigt mit seinem Stück, daß die zu jener Zeit erkennbare Tendenz, sich in den privaten Bereich der Familie zurückzuziehen und sich dort, weitgehend abgeschirmt von der politischen Öffentlichkeit, der Pflege moralisch-religiöser Maximen hinzugeben, in ihrer übersteigerten Form letzten Endes gerade zu jener Unaufgeklärtheit und Abhängigkeit beiträgt, die es dem Adel ermöglicht, das Bürgertum zu unterdrücken.

Lessings Darstellung der nicht-höfischen Personen zeigt dies sehr deutlich. Claudia z. B., „die eitle, törichte Mutter", erzählt Odoardo in einem "Tone der Verzückung" (24) von den „Lobeserhebungen" des von „Emilias Munterkeit und ihrem Witze so bezaubert [en]" Prinzen (24), und Marinelli sagt von ihr: „Wenn ich die Mütter recht kenne – so etwas von einer Schwiegermutter eines Prinzen zu sein, schmeichelt die meisten." (45) - Odoardo hingegen, dessen Tugendhaftigkeit immer wieder betont wird, macht sich wegen der Starrheit seiner Überzeugung zum Mitschuldigen. Seine eigensinnige Auffassung, daß nur der Rückzug aus der Gesellschaft die Basis für eine moralische Lebensführung sein könne (vgl. 22f.), führt dazu, daß er sich weigert, Konfliktlösungen woanders als im familiären Bereich anzustreben. In der Auseinandersetzung mit dem Prinzen genügt schon dessen an sich völlig unverbindliches, „schmeichelhaft" gesprochenes Wort: „Fassen Sie sich, lieber Galotti" (73), um Odoardos Impuls, seinen Widersacher zu erstechen, im Keim zu ersticken. Gerade diese Szene zeigt, wie sehr auch der alte Galotti unbewußt dem eingefleischten Begriff der Superiorität des Adels unterliegt.

Emilia selbst schließlich ist, nach Aussage Claudias, „die unbedeutende Sprache der Galanterie zu wenig gewohnt." (28). Eine beinahe ehrfürchtig-schüchterne Haltung spricht aus ihren Worten, als sie erzählt, daß sie den Prinzen getroffen habe: „Raten Sie, meine Mutter, raten Sie – Ich glaubte in die Erde zu sinken – Ihn selbst." (26) Dies zeigt die Ehrfurcht Emilias vor dem Prinzen, und es scheint beinahe, als würde sie sich durch seinen Annährungsversuch geschmeichelt fühlen. Es mag überzogen sein, von ihrer „sensual and sexual attraction to the Prince" zu reden (Poynter, 1977:84), doch wird allein schon dadurch, daß sie am Ende des Stückes einräumt, den Verführungskünsten des Prinzen nicht standhalten zu können (77), zumindest ihre Unfähigkeit offenbar, sich im öffentlichen Leben zurechtzufinden. Emilias Tod ist demnach letztlich die – subjektiv – notwendige Konsequenz aus dem unauflösbaren Zwiespalt zwischen ihrer streng religiösen Erziehung zur Tugend und deren drohendem Scheitern in der Realität; er ist die tragische Konsequenz einer in der Konfrontation mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit versagenden Lebenseinstellung. Herder deutet das an, wenn er schreibt: „Der Alte hat eben so wohl, als das erschrockene Mädchen in der betäubenden Hofluft den Kopf verloren; und eben diese Verwirrung, die Gefahr solcher Charaktere in solcher Nähe wollte der Dichter schildern" (Müller, 1971:70).

Dies darf nun natürlich nicht zu der irrigen Schlußfolgerung führen, Lessing habe in seinem Drama die Moral- und Tugendlehre seiner Zeit angreifen wollen. Das Gegenteil ist der Fall. Lessing geht es als führendem Denker seiner Zeit durchaus darum, auf das "Ideal einer moralischen Welt" hinzuarbeiten (Scherpe, 1977:262), indem zunächst „die eigene sittliche Vervollkommnung als Bedingung bürgerlicher Emanzipation" angestrebt wird (Scherpe, 1977:262). Der politischen Emanzipation hatte also der Aufbau eines eigenen, bürgerlichen Wertesystems vorauszugehen – eines Wertesystems, das mit den Eckpfeilern Moral, Religion und Tugend der höfischen Lebensweise diametral entgegengesetzt war. Nur sah Lessing in dem Streben nach dem Ideal eben auch die Gefahr, daß der Strebende, das Bürgertum also, dabei den Bezug zur Realität verlieren könne. Es ging Lessing als Aufklärer nämlich nicht darum, im Stile der damals weitverbreiteten "Moralischen Wochenschriften" Moral und Tugend als Selbstzweck zu propagieren. Vielmehr betrachtete er diese Werte als notwendige Grundlage für eine bessere Gesellschaft, die wiederum – und hier liegt der eigentlich politische Charakter von Lessings Werk – zu jener Zeit praktisch nur vom Bürgertum geschaffen werden konnte, weil der Adel als zu dekadent angesehen wurde, um als Träger einer zukünftigen besseren Gesellschaft betrachtet werden zu können. Daß Lessing dennoch auch Adligen grundsätzlich die Möglichkeit zugestand, zukunftsbildend zu wirken, zeigen Figuren wie z. B. Appiani.

Von hier aus erklärt sich auch die in der Rezeption der Emilia Galotti damals wie heute heftig umstrittene Schlußszene des Dramas. Trotz aller Irritation, mit der schon die Zeitgenossen Lessings auf die Szene reagierten, war für Lessing der Schluß seines Dramas zwingend. Auf das Gerücht hin, daß er den Schluß des Stückes verändert habe, schreibt Lessing an seinen Bruder Karl: "Was will man denn, das ich daran ändern soll?" (Müller, 1971:50). Das Unbehagen vieler Kritiker an der Tat Odoardos und an deren Motivation im Stück mag subjektiv zwar berechtigt sein, basiert aber auf einer falschen Prämisse: Es wird meist stillschweigend angenommen, Lessing habe gerade jene Wirkung erzielen wollen, die er damals tatsächlich mit seinem Dramenschluß erzielt hat: Rührung ob der edlen Gesinnung der Protagonisten auf der Bühne und Bestätigung in dem Vorsatz, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen. Dabei wird die Möglichkeit nicht in Betracht gezogen, daß Lessing sein Publikum einfach überschätzte, indem er dessen Fähigkeit voraussetzte zu begreifen, daß weder der Rückzug aus der Gesellschaft noch deren radikale Umwälzung durch ein noch nicht in sich gefestigtes Bürgertum eine Möglichkeit sei, zu einem besseren Staatswesen zu finden.

Eine Tragödie soll nach Lessing „Leidenschaften in tugendhafte Fertigkeiten" verwandeln (Hamburgische Dramaturgie, 78. Stück). Hier liegt der zentrale Punkt in Lessings Dramaturgie: Er fordert, daß durch die Tragödie beim Zuschauer nicht nur Gefühle wie Mitleid mit der leidenden Person" und Furcht davor erweckt werden, daß die Unglücksfälle, "die wir über diese verhängt sehen, uns selbst treffen können" (Hamburgische Dramaturgie, 75. Stück), sondern daß die Stärke dieser Gefühle gesteuert wird. Hinter dieser Forderung steht Lessings Überzeugung, daß sowohl ein Mangel als auch ein Übermaß an gefühlsmäßiger Anteilnahme dem Lernerfolg des Publikums abträglich seien. Das gefühlsmäßige Engagement muß dem intuitiven Erfassen von Zusammenhängen Raum lassen. Daß er dieses Ziel mit seiner Emilia Galotti nicht erreichte, ist Lessing nur zum Teil selbst anzulasten – die Zeit war noch nicht reif für seine Gedanken. Friedrich Nicolai spricht das aus, wenn er an Lessing schreibt: „Die Emilia ist ein Rock auf den Zuwachs gemacht, in den das Publicum noch hinein wachsen muß" (Müller, 1971:61).
warte,hab noch mehr...

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Beitrag von KekzDose85

10.09.2005 23:51:33

KekzDose85

Profilbild von KekzDose85 ...

galotti is eigentlich ein einfaches buch.....inhalt nicht wirklich komplex und intentionen des autors recht ersichtlich....kriegste schon hin....hatte da 12 punkte geschrieben

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Beitrag von sad_but_true

10.09.2005 23:52:27

sad_but_true

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Ephraim Lessing - Emilia Galotti
Personen

Emilia Galotti

Hauptperson der Geschichte (man weiss aber nicht so viel über sie), Schönheit, will ihre Unschuld nicht verlieren (Ehre retten) brave, artige Tochter, unfähig sich im öffentlichen Leben zurechtzufinden

Odoardo Galotti, Vater

Familienoberhaupt, klug (misstraut Prinz), streng aber gutmütig, will nur das Beste für die Familie, bestimmt Ehepartner für Emilia,



Claudia Galotti, Mutter

ist Vater unterstellt, Vertrauensperson von Emilia, will nur das Beste für Emilia, nicht so „hell“, unkritisch, naiv, anfällig für den Glanz des Hofes



Der Prinz
wenig verantwortungsbewusst da er verliebt ist, blind, absolutistisch



Marinelli, Kammerherr des Prinzen
hinterhältig, gescheit, will wahrscheinlich selbst Anspruch auf Macht des Prinzen

Conti, Maler
Kommt nur im ersten Aufzug vor. Wichtig, dass Zuschauer Dinge erfahren: Vorgeschichte, Emilia ist schön, Charakter des Prinzen

Graf Appiani
Sollehemann von Emilia ( keine weitere Angaben: wahrscheinlich gescheit, nett..)

Gräfin Orsina
Aufgeklärte Frau, die Mut hat ihren Verstand zu benutzen, denkt selber und lässt sich nicht täuschen, kritisch, kann kombinieren, mutig, nicht faul bzw. feige

Inhaltszusammenfassung
Emilia soll verheiratet werden mit dem Grafen Appiani. Doch der Prinz ist in Emilia verliebt und will die Heirat erhindern. Er zieht Marinelli zu Hilfe. Dieser plant einen Hinterhalt auf die Kutsche der Galottis, wobei der Graf Appiani getötet wird. Da dieser Überfall in der Nähe des Schlosses des Prinzen geschieht, rettet sich Emilia auf dieses Schloss. Hierher kommt schliesslich auch ihr Vater Odoardo. Odoardo trifft da auf Orsina, der Ex des Prinzen. Diese durchschaut gleich das Spielchen und erklärt es Odoardo. Dieser bringt mit Hilfe eines Dolches, den Orsina ihm gegeben hat, seine Tochter Emilia um.

Inhalt
Erster Aufzug ( Kabinett des Prinzen)
1. Auftritt
Prinz sitzt am Arbeitstisch und jammert über die vielen Bittschriften und Klagen. Er liest eine Bittschrift von einer Emilia. Unterschreibt, weil sie Emilia heisst. Hier sieht man zum ersten Mal eine Zuneigung zu Emilia. Danach schickt er nach Marinelli.

Conti kommt.

2. Auftritt
Conti sagt, er habe das Porträt von Orsina gemahlt und noch ein anderes. Dieser Malauftrag ist lange her, der Prinz liebt Orsina unterdessen nicht mehr.

3. Auftritt
Monolog des Prinzen während Conti das Porträt holt: Das Bild sei nicht Orsina selber. Vielleicht werde er im Bild wieder finden, was er in der Person nicht mehr sieht... usw.

Als er sie liebte, war er fröhlich und ausgelassen, nun ist er das Gegenteil. Er findet sich aber so wie er jetzt ist, besser.

4. Auftritt
Gespräch zwischen Conti und Prinz über das Porträt. Der Prinz motzt über das Bild, hat allerlei Dinge auszusetzen. Conti zeigt dem Prinz auch noch das andere Bild: Es ist Emilia Galotti. Der Prinz ist ganz verliebt ins Porträt. Conti bekommt soviel Geld für die Bilder wie er will.

5. Auftritt
Monolog des Prinzen: Möchte Emilia auch in Natur kaufen. Sagt, die Mutter soll nur fordern, er würde alles bezahlen.

Er hört Marinelli.

6. Auftritt
Marinelli und der Prinz sprechen über die Gräfin. Prinz erklärt ihm, dass er nichts mehr von Orsina will. Der Prinz will auch wissen, was in der Stadt so vor sich geht. Marinelli sagt, dass die Hochzeit des Grafen Appianis heute vollzogen werde, mit Emilia. Sie sei ein Mädchen ohne Rang und Vermögen. (-> Kluft zwischen Adel und Bürgertum) Der Prinz kann es kaum glauben. Er gesteht Marinelli die Liebe zu Emilia. Er fleht ihn an ihm zu helfen. Marinelli will freie Hand und verspricht die Hochzeit zu verhindern. Er sagt dem Prinzen er solle nach Dosalo, dem Lustschlosse fahren. Und er solle den Grafen Appiani als Gesandten nach Massa (unwichtig) schicken, damit er weg vom Fenster sei.

7. Auftritt
Monolog des Prinzen: Entschliesst sich Emilia aufzusuchen in der Kirche.

8. Auftritt
Camillo Rota (einer der Räte des Prinzen) kommt zum Prinz. Der Prinz gibt ihm die Bittschriften. Rota sagt es sei noch ein Todesurteil zu unterschreiben. Der Prinz will es ohne Zögern unterschreiben. (-> hier sieht man, dass der Prinz seinen Kopf verloren hat, durch die Liebe, dass er verantwortungslos umgeht mit seinen „Untertanen“)

Zweiter Aufzug (Saal im Haus Galotti)
1. Auftritt
Claudia Galotti erfährt von Pirro (Diener), dass ihr Gemahl nach Hause kommt.

2. Auftritt
Odoardo kommt und will nach Emilia sehen. Doch die ist in der Kirche. Odoardo hat Angst, weil sie alleine gegangen ist.

3. Auftritt
Angelo besticht Pirro und fragt ihn aus über die Galottis. Denn diese fahren mit der Kutsche zur Hochzeit. Angelo will alles wissen, wie viele Begleiter, wer alles, um welche Zeit...

4. Auftritt
Odoardo und Claudia sprachen über die Vermählung. Claudia trauert, denn sie wird ihre einzige Tochter verlieren. Doch Odoardo ist stolz, bald so einen würdigen Schwiegersohn zu haben. Sie diskutieren über die Stadt, die Nähe des Hofes, in welcher Claudia und Emilia bis dahin gelebt haben. Denn Claudia wollte Emilia eine Stadterziehung geben. Sie sagt Odoardo auch, dass Emilia kürzlich mit dem Prinzen gesprochen hatte, und dass er ihr Komplimente machte. Odoardo missbilligt dies und nennt den Prinzen einen Wolllüstling. (-> Hier kommt zu Ausdruck, dass Claudia viel vom Hof hält, etwas besseres sein will, als sie ist. Odoardo dagegen hält gar nicht viel vom Prinzen)

5. Auftritt
Monolog Claudias

6. Auftritt
Emilia kommt verwirrt hereingestürzt. Die Mutter fragt sie aus. Emilia kann nicht klar denken, zittert, hat Angst. Sie erzählt schliesslich, dass sie in der Kirche war und der Prinz ihr ein Liebesgeständnis machte. Das einzige vor was ihre Mutter Angst hat, ist, dass Odoardo von dem erfahren könnte. Emilia will diesen Vorfall dem Grafen Appiani erzählen, doch ihre Mutter hält sie davon ab.

7. Auftritt
Appiani kommt. Sie sprechen über das, was Emilia anziehen soll. Sie will aber die Perlenkette, die sie von Appiani bekam, nicht tragen. Perlen würden Tränen bedeuten.

(-> Vorahnung auf Unglück)

8. Auftritt
Gespräch zwischen Appiani und Claudia: Claudia findet, dass Appiani heute ungewöhnlich finster und trübe dreinschaut. Er gibt es zu und sagt, dass ihn bedrücke, dass seine Freunde von ihm verlangen, dem Prinzen von seiner Heirat zu erzählen.

9. Auftritt
Marinelli kommt und erkundigt sich nach Appiani.

10. Auftritt
Marinelli sagt, dass der Prinz den Grafen als Bevollmächtigter nach Massa schicken wolle. Appiani müsse noch heute abreisen. Dieser sagt jedoch, er könne nicht, da er heute heirate. Marinelli wird wütend, so wie auch der Graf. Schliesslich fordert Appiani Marinelli zum Duell heraus.

11. Auftritt
Claudia kommt besorgt herein und will wissen was los war. Der Graf sagt, sie können nun früher abfahren. Er müsse nun nicht mehr zum Prinzen.

Dritter Aufzug ( Vorsaal auf dem Lustschloss des Prinzen)
1. Auftritt
Marinelli erzählt dem Prinzen, dass Appiani nicht als Gesandter nach Massa fahren will. Marinelli prahlt vor dem Prinzen, wie er Appiani herausgefordert hätte. Doch der Prinz ist wütend weil die Hochzeit nicht verhindert werden konnte. Er entlässt Marinelli. Marinelli hat die Idee, Emilia in ihre Gewalt zu bringen. Der Prinz glaubt ihm nicht, dass er dazu fähig ist. Plötzlich hört man von weitem einen Schuss. Marinelli erklärt, dass der Überfall auf die Kutsche soeben geschieht.

2. Auftritt
Angelo kommt zu Marinelli. Er sagt, dass der Graf tot sei und dass man Emilia bald herbringe.

3. Auftritt
Der Prinz und Marinelli sehen aus dem Fenster. Sie sehen, dass Emilia und ihre Diener in Richtung Schloss eilen. Der Prinz will, dass Marinelli sie empfängt.

4. Auftritt
Emilia will sofort wieder gehen, um nach dem Grafen und ihrer Mutter zusehen. Marinelli hält sie zurück. Der Prinz erscheint.

5. Auftritt
Der Prinz schmeichelt sich bei Emilia ein. Er entschuldigt sich fürs sein Verhalten in der Kirche. Er führt sie hinaus.

6. Auftritt
Battista (Diener von Marinelli) meldet, dass die Mutter komme. Marinelli überlegt, ob er sie nicht hineinlassen soll. Doch schliesslich will er sie empfangen.

7. Auftritt
Battista lässt Claudia hinein.

8. Auftritt
Claudia wird Marinelli vorgestellt. Diese erkennt ihn wieder und sagt, dass Marinelli das letzte Wort des sterbenden Grafen war. Claudia denkt, dass er damit sagen wollte, dass Marinelli der Feind ist. Doch Marinelli beteuert, dass er sein Freund war.

Claudia will nun aber ihre Tochter sehen. Als Marinelli sagte, dass sie beim Prinzen ist, hat die Mutter wieder nur Angst, dass der Vater sie verfluchen wird. (-> wiederum Naivität der Mutter ersichtlich, auch Patriarchismus kommt zum Vorschein)

Vierter Aufzug (Lustschloss des Prinzen)
1. Auftritt
Der Prinz befürchtet, dass der Verdacht den Grafen Appiani ermordet zu haben auf ihn fällt, deshalb macht er Marinelli einen Vorwurf, den ihn aber zurückweist.

2. Auftritt
Die beiden hören, dass Orsina angekommen ist. Der Prinz will sie nicht empfangen. Marinelli muss sie begrüssen.

3. Auftritt
Orsina will den Prinzen sprechen. Sie flucht über den Schnickschnack des Hofes und über das höfische Getue. Marinelli sagt ihr, dass der Prinz keine Zeit für sie hat. Es sei Zufall, dass er hier sei. (Orsina hatte dem Prinzen einen Brief geschrieben, worin sie ihn um eine Besprechung bittet, auf dem Lustschloss. Doch der Prinz hatte den Brief nicht gelesen.)

(-> über die Bedeutung des Zufalls siehe Interpretationen)

4. Auftritt
Der Prinz kommt ins Zimmer, wimmelt die Gräfin aber ab.

5. Auftritt
Die Gräfin ist enttäuscht und wütend, dass der Prinz sie einfach so stehen lassen hat. Sie glaubt ihm die Ausreden nicht. Sie will wissen, wer bei ihm ist. Marinelli erklärt ihr, dass der Graf Appiani erschossen worden war, seine Braut Emilia und ihre Mutter nun auf dem Schloss seien. Orsina denkt sofort, dass der Prinz der Mörder war. Denn sie weiss, dass der Prinz mit Emilia in der Kirche gesprochen hatte.

6. Auftritt
Auch Odoardo kommt aufs Lustschloss, trifft auf die Gräfin und Marinelli. Marinelli sagt Odoardo, dass Orsina nicht mehr richtig im Kopf sei. Er geht hinaus, um dem Prinzen die Ankunft Odoardos zumelden.

7. Auftritt
Orsina erzählt Odoardo, dass der Prinz den Grafen Appiani umgebracht hätte. Seine Tochter sei schlimmer als tot. (-> Sie meint, Emilia habe die Keuschheit, die Ehre verloren) Orsina gibt Odoardo einen Dolch.

8. Auftritt
Claudia kommt zu ihnen. Odoardo befiehlt ihr mit Orsina mitzufahren. Emilia käme mit ihm.

Fünfter Aufzug (gleiche Szene)
1. Auftritt
Der Prinz und Marinelli stehen am Fenster und sprechen über Odoardo. Sie überlegen was er machen wird.

2. Auftritt
Monolog Odoardos: Keine Ahnung um was es geht, sorry! ( S. 71)

3. Auftritt
Odoardo diskutiert mit Marinelli, ob Emilia nach Guastalla (in die Stadt zurück zu ihrer Mutter) gehen soll, oder nicht. (-> Auch hier sieht man wieder die starke väterliche Macht zu dieser Zeit) Marinelli geht den Prinzen holen, er solle entscheiden.

4. Auftritt
Monolog Odoardos: Er will sich nichts vorschreiben lassen. Nur er darf über seine Tochter entscheiden.

5. Auftritt
Sie diskutieren zu dritt was mit Emilia geschehen soll. Der Vater will sie in ein Kloster schicken. Doch Marinelli hält ihn davon ab. Er erzählt Odoardo, dass er ein Freund war vom Appiani und dass er von einem Nebenbuhler getötet worden sei. Nun erkennt Odoardo, dass der Prinz den Grafen getötet hatte.

6. Auftritt
Monolog Odoardos: Denkt über das nach, was er tun will (Emilia töten).

7. Auftritt
Kann ich nicht zusammenfassen. Am besten lest ihr das nochmals durch. Hat ziemlich wichtige Aspekte drin. (Religion, Verführung... Sichtweise von Emilia)

S.79-82

8. Auftritt
Der Prinz sieht die tote Emilia und verjagt Odoardo. Er erkennt seine Schuld, beschuldigt aber Marinelli.

Interpretationen und Hintergründe
Gattung
Drama: Trauerspiel

Das in Prosa geschriebene Stück nimmt ein häufig gestaltetes Dramenmotiv auf: Die junge, unschuldige Römerin Virginia wird von ihrem Vater Virginius getötet, weil er sie nur so von den Nachstellungen des Appius bewahren kann. Ihr Tod ist der Anlass zu einem Volksaufstand. Emilia Galotti wurde eines der ersten politischen Dramen der neueren dt. Literatur, das die folgende Generation der Stürmer und Dränger beeinflusste.

Zeit
Aufklärung

Handlung
die Handlung spielt zwischen dem frühen Morgen und dem Abend eines einzigen Tages.

Struktur
5 Akte
1-3 steigende Handlung
4 Peripetie (Wendepunkt)
5 Katastrophe
wenig Schauplätze
Themen
Konflikt zwischen Adel und Bürgertum
Grund: Liebe und Eifersucht
Übersteigertes Ehrgefühl führt zum Tod
Interpretationen
Die Liebesbeziehungen des Prinzen zu Orsina und Emilia werden von der tief eingewurzelten Vorstellung der Käuflichkeit und der Beherrschbarkeit durch Macht bestimmt. Der Prinz ist der absolute Herrscher. Diesem feudalistischen Prinzip steht das erwachende, in Emilia und ihrem Vater verkörperte Bürgertum gegenüber, das sich nicht länger beherrschen lassen will, den Gegensatz aber nicht revolutionär, sonder durch ein Selbstopfer (Tod Emilias), aufhebt.

Die Familie (dargestellt durch Odoardo und des Grafen Appiani) fällt dem Herrscher zum Opfer (Hauptvorwurf des Stückes), obwohl sie sich der Welt des Hofes schon weitgehend entzogen hat. (Odoardo und Appiani wohnen auf dem Land)

Aber auch innerhalb der Familie gibt es „Probleme.“ Odoardo repräsentiert ganz den herkömmlichen Patriarchen, der alle Macht über seine Familie hat.

Funktion der bürgerlichen Familie: Der Eigenwille des Kindes soll gebrochen und der ursprüngliche Wunsch nach freier Entwicklung seiner Triebe und Fähigkeiten durch den inneren Zwang zur unbedingten Pflichterfüllung ersetzt werden.

Der Schluss des Dramas ist umstritten. Einige sehen darin eine Vertröstung auf eine jenseitige Erlösung, andere eine Kritik Lessings an der unpolitischen Haltung des dt. Bürgertums.

Textstellen und Fragen
S.49, 26f „Er wird den Tag ihrer Geburt verfluchen. Er wird mich verfluchen“ (Claudia)

Hier wird gezeigt, dass Odoardo keine gute Haltung zum Hof hat. Claudia hat ein schlechtes Gewissen, weil sie ja von Anfang an gewusst hat, dass der Prinz mit Emilia liebäugelt. Sie hat nun Angst vor Odoardos Wut. Denn er ist das Oberhaupt, er bestimmt über seine Familie, welche ihn nun sozusagen hintergangen hat.

S.75, 29-39: Was bezweckt Marinelli mit seinem Verdacht, den er vor dem Prinzen und Odoardo äussert? Inwiefern verändert sich jetzt die Situation für Odoardo? ( war mal Prüfungsfrage)

Marinelli will Verdacht auf Prinzen lenken -> will sich ins gute Licht rücken -> er möchte gerne selber an die Macht kommen

Welche Faktoren führen auf die Tat Vater tötet Tochter hin?

Innerlich:
- zerstreuter Odoardo
- wütend auf Prinz
- Selbstbeschuldigung von Emilia
- Odoardo muss/will Ehre retten
- Emilia seht vor der Verwahrung: Sie will die Sache abschliessen
- Übertriebenes Tugendbedürfnis
- Kontrast zu Adel

Äusserlich:
- Vorhandensein eines Dolches
- sie sind alleine
- Geschichte braucht ein tragisches Ende
- Tochter erpresst Vater: du bist ein Weichei

S. 58, 15-31: Thema Zufall

Orsina sagt dass Zufall Gotteslästerung sei, nichts sei Zufall!!

Marinelli betrachtet Vorfall (Tod des Grafen) als Zufall -> will Unschuld beweisen

Doch Orsina glaubt ihm nicht, dass der Tod Zufall sei. Für jedes Geschehen gäbe es Gründe, Ursachen. Sie hat die Absicht von Marinelli herausgefunden.

Zufall: Wer den Zufall leugnet glaubt an Gründe, Pläne, Absichten, denkt mit, ist kritisch -> braucht Verstand (wie Orsina)

S.82

Sie trifft ihren Vater an seinem einzig wunden Punkt, nämlich an seiner Ehre und seiner tugendhaften Wertevorstellung. Odoardo handelt wie vorausgesehen und tötet seine Tochter.

Dies darf nun natürlich nicht zu der irrigen Schlussfolgerung führen, Lessing habe in seinem Drama die Moral- und Tugendlehre seiner Zeit angreifen wollen. Das Gegenteil ist der Fall. Lessing geht es als führendem Denker seiner Zeit durchaus darum, auf das "Ideal einer moralischen Welt" hinzuarbeiten, indem zunächst „die eigene sittliche Vervollkommnung als Bedingung bürgerlicher Emanzipation" angestrebt wird. Nur sah Lessing in dem Streben nach dem Ideal eben auch die Gefahr, dass der Strebende, das Bürgertum also, dabei den Bezug zur Realität verlieren könne. Vielmehr betrachtete er diese Werte als notwendige Grundlage für eine bessere Gesellschaft, die wiederum – und hier liegt der eigentlich politische Charakter von Lessings Werk – zu jener Zeit praktisch nur vom Bürgertum geschaffen werden konnte, weil der Adel als zu dekadent angesehen wurde, um als Träger einer zukünftigen besseren Gesellschaft betrachtet werden zu können. Dass Lessing dennoch auch Adligen grundsätzlich die Möglichkeit zugestand, zukunftsbildend zu wirken, zeigen Figuren wie z. B. Appiani.


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Beitrag von Lesimir

10.09.2005 23:56:34

Lesimir

Profilbild von Lesimir ...

Zentral abi is doch was feines...
jetzt werden immer weider themen auf´kommen, die wir auch grad machen, nur dass wir nich mal das buch richtig bekommen haben, weil es überall ausverkauft ist...

Sorry, dass das so vom thema abweicht

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Beitrag von SweetCorn...

11.09.2005 00:37:57

SweetCorn...

SweetCornflake8 hat kein Profilbild...

Themenstarter
SweetCornflake8 hat das Thema eröffnet...

Ja ich hatte Glück, ich hab genau das letzte Buch aus ganz Münster und Umgebung gekauft gehabt

Danke für die Hilfen, obwohl ich die Interpretation auch bei google schon gefunden hatte, wir haben im unterricht nicht über das Virginia Motiv gesprochen gehabt (wir haben vor der Klausur nur 3 Stunden gehabt *lol*) und darum wäre das ziemlich unpassend.

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Beitrag von juleeee

11.09.2005 00:57:14

juleeee

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emilia ist blöd

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