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Ein perfekter Mensch, ist das nicht ein Widerspruc

(188x gelesen)

Seiten: 1

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Beitrag von alias_jua...

24.01.2006 00:12:02

alias_jua...

Profilbild von alias_juanito86 ...

Themenstarter
alias_juanito86 hat das Thema eröffnet...

Eine gute Frage. Sie trifft eine Seite unseres durchschnittlichen Verständnisses davon, was menschlich ist. Irren ist menschlich, Schwächen zu zeigen ist menschlich. Der Mensch ist anfällig und hinfällig, ein endliches Wesen, wie man sagt. Und die Frage trifft eine Grundtendenz unserer Zivilisation: die unentwegte Steigerung, den Zwang zum Wachstum, den Willen zur Perfektion. Wenn wir den Menschen dieser Tendenz unterwerfen, könnten wir mit unserem Selbstverständnis in Widerspruch geraten - das spürt der Fragende.

Doch sind wir nicht längst auf diesem Wege? Ist denn die menschliche Schwäche etwas, an dem man festzuhalten hätte, um Menschlichkeit zu bewahren? Und ist der Wille zu Vervollkommnung wirklich das, was heute die Menschlichkeit bedroht?
Seit dem Zeitalter der Aufklärung, in Deutschland also seit dem 18. Jahrhundert, ist der Mensch aufgebrochen, auf allen Gebieten das Gegebene in etwas Gemachtes zu verwandeln: die Natur, die Gesellschaft und schließlich auch den Menschen selbst. Der große Pädagogen Komenius schrieb ein Buch über "Allerziehung", ein Erziehungsprogramm für jedermann und für die Dauer des ganzen Lebens. Der Philosoph Immanuel Kant war der Meinung, dass der Mensch erst durch Erziehung zum Menschen werde, und der Physiker und skeptische Moralist Friedrich Georg Lichtenberg sah in der "Perfektibilität", also der Verbesserungsfähigkeit des Menschen sein eigentliches Wesen. Das Streben nach Vervollkommnung gehört also zum Grundverständnis, das wir in unserer Zivilisation seit dem 18. Jahrhundert teilen.

Was sich jedoch seit dem 20. Jahrhundert geändert hat, ist die Vorstellung davon, wie der Mensch zu verbessern sei. Nicht mehr gilt das Kantische Programm der Selbstkultivierung nämlich durch: Disziplinierung, Zivilisierung und Moralisierung. Vielmehr meint man, ohne Anstrengung des Einzelnen, nämlich auf technischem Wege den Menschen zu verbessern: durch Manipulation seiner Gene, durch Steuerung seiner physiologischen Prozesse, durch Psychopharmaka und schließlich durch Austausch seiner Organe, wenn sie defekt sind. Durch dieses Programm der Perfektionierung ist nun allerdings die Menschlichkeit des Menschen gefährdet. Nicht durch Abbau seiner Schwächen und seiner Hinfälligkeit, sondern in Gegenteil durch Beschädigung seiner Souveränität. Souverän ist ein Mensch, der auch etwas hinnehmen kann, was ihm widerfährt, sei es ein Unglück, eine Krankheit, eine Blamage. Souverän ist ein Mensch, der mit seinen Schwächen fertig wird, und der die Tatsache, dass Krankheit zum Leben gehört, bewältigt.

Also nicht das Streben nach Vollkommenheit setzt den Menschen in Widerspruch zu sich selbst, sondern der technisch-medizinische Weg, der dazu vorgeschlagen wird. Es ist gerade der Stolz, ein Mensch zu sein, der dem ein Nein entgegenhält.

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Beitrag von alias_jua...

24.01.2006 00:15:48

alias_jua...

Profilbild von alias_juanito86 ...

Themenstarter
alias_juanito86 hat das Thema eröffnet...

Was sagt ihr dazu, gut aufsatz ? *löl*

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Beitrag von whole_she...

24.01.2006 00:17:15

whole_she...

whole_shebang hat kein Profilbild...

das ja nen gut langer text...ich antwort einfach mal auf die überschrift:
meiner meinung nach, kann ein mensch für einen anderen perfekt sein, aber nicht für alle also was ist der perfekte mensch?? muss der von alleine fliegen können oder kann perfekt fussballspielen??

jaja die Philosophie...

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Beitrag von hsbc

24.01.2006 00:18:18

hsbc

Profilbild von hsbc ...

DEIN aufsatz ist gut
interessante ansichten

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Ein perfekter Mensch, ist das nicht ein Widerspruc
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