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Thema:

Effi Briest

(1083x gelesen)

Seiten: 1

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Beitrag von Anne-tgmd

21.11.2007 22:26:19

Anne-tgmd

Profilbild von Anne-tgmd ...

Themenstarter
Anne-tgmd hat das Thema eröffnet...

Hy Leute,
eine kleine Frage wir sollen den Romananfang von Effi Briest analysieren, kann mir jemand sagen wie weit der Romananfang geht???

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Beitrag von k400401

21.11.2007 22:27:50

k400401

k400401 hat kein Profilbild...

Effi Briest ist die Titelfigur des gleichnamigen Romans von Theodor Fontane, der in Buchform erstmals 1895 erschienen ist. Als Erscheinungsjahr wurde auf dem Titelblatt 1896 angegeben. Der Gesellschaftsroman wird dem bürgerlichen Realismus zugeordnet und spielt vor dem Hintergrund des durch strenge Normen festgelegten Lebens im Kaiserreich unter Reichskanzler Otto von Bismarck. Der Roman beruht auf einer wahren Begebenheit, der Ehebruchgeschichte der Freifrau Elisabeth von Ardenne, geboren 1853.

Der Roman behandelt das Leben der Effi Briest, einer jungen Frau mit kindlichem Wesen, die an den gesellschaftlichen Konventionen im Preußen des späten 19. Jahrhunderts zerbricht, weil ihr Mann, Geert von Innstetten, sie Jahre nach ihrer Affäre mit Major Crampas verstößt und zur Wiederherstellung seiner Ehre ihren ehemaligen Liebhaber im Duell erschießt. Zudem wird Effi auch von ihren Eltern zunächst verstoßen.

Landrat Innstetten, ein früherer Verehrer von Effis Mutter, hält zu Beginn des Romans um die Hand des damals 17-jährigen Mädchens an und zieht mit Effi nach der Heirat und anschließender Hochzeitsreise durch Italien nach Kessin in Hinterpommern (der literarische Ort ist nicht mit dem tatsächlichen Kessin identisch. Fontane orientierte sich auch an Swinemünde). Effi wird dort nie vollständig glücklich und leidet unter ihrer Angst vor einem angeblichen Spuk im geräumigen landrätlichen Haus: Effi ist überzeugt, dass in manchen Nächten ein Chinese erscheine, der einst in Kessin gelebt und ein sonderbares Ende gefunden haben soll. In dieser Angst wird Effi bestärkt von Johanna, der von Innstetten allein ausgesuchten Haushälterin.

Freundschaft schließt Effi nur mit dem Apotheker Alonzo Gieshübler, der ihr Halt gibt. Sie erhält von diesem zudem täglich sorgsam präparierte Zeitungen und nimmt mit Innstetten an kulturellen Veranstaltungen teil.

Neun Monate nach der Hochzeit bekommt Effi eine Tochter, die auf den Namen Annie getauft wird. Während ihrer Schwangerschaft hatte Effi auf einem ihrer Spaziergänge das katholische Hausmädchen Roswitha getroffen, das sie als Kindermädchen einstellt.

Major von Crampas taucht in Kessin auf. Er hat zusammen mit Innstetten gedient und ist, im Gegensatz zu dem völlig disziplinierten Innstetten, ein sehr emotionaler Mensch, weckt in Effi ihre Natürlichkeit und ihren Hang zu Abwechslung und Leidenschaft. Nach mehreren Versuchen, den Verführungen zu widerstehen, kommt es zu einer heimlichen Affäre.

Einige Wochen später wird Innstetten nach Berlin berufen, um dort im Ministerium zu arbeiten. Effi empfindet das Leben in der Großstadt im Vergleich zum ländlichen Kessin als Befreiung und ist relativ glücklich.

Nach sechs Jahren, während Effi zur Kur in Bad Ems weilt, findet Innstetten Crampas’ Briefe in Effis Nähkasten, die die Affäre der beiden enthüllen. Aufgrund des − aus Innstettens Sicht allerdings kritisch, aber doch noch als gesellschaftlich verbindlich betrachteten – Ehrenkodexes beschließt dieser daraufhin, den Major zu einem Duell herauszufordern. Bei diesem wird Effis einstiger Liebhaber tödlich getroffen.

Effis Eltern senden ihrer Tochter einen Brief, in dem sie erfährt, dass sie aufgrund der gesellschaftlichen Konventionen nicht mehr nach Hohen-Cremmen, ihrem Heimatort und Sitz des elterlichen Anwesens, zurückkehren könne. Verstoßen von Ehemann und Eltern, zieht sie in eine kleine Wohnung in Berlin und lebt dort drei Jahre lang einsam zusammen mit ihrer ihr mittlerweile freundschaftlich verbundenen Haushälterin Roswitha, bis Effi erkrankt und ihre Eltern auf Anraten eines Arztes beschließen, ihre Tochter doch wieder zu sich zu nehmen. Effis gesundheitlicher Zustand verbessert sich zunächst zwar, aber sie stirbt dann doch, mit 29 Jahren, in ihrem Elternhaus; geläutert, wie sie sich fühlt, mit sich und ihren Mitmenschen im Reinen. Gegen Ende überlegt Effis Mutter, ob sie und ihr Mann nicht vielleicht doch Schuld am Tod ihrer Tochter sind. Während Frau Briest eine gewisse Mitschuld sieht, unterbindet Herr Briest jede weitere Diskussion mit den Worten „Ach, Luise, laß … das ist ein zu weites Feld“.

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Beitrag von k400401

21.11.2007 22:28:23

k400401

k400401 hat kein Profilbild...

Effi Briest gehört in die lange Reihe Fontanescher Gesellschaftsromane, die ihre literarische Besonderheit dem leichten Ton der Erzählung und dem Verzicht auf Anklage oder Schuldzuweisung bei gleichzeitig scharfem Blick auf die gesellschaftliche und historische Situation verdanken. Wenn Innstetten den Verführer Crampas in einem Duell tötet, das nur noch sinnentleertes Ritual ist, und seine Frau wegen der selbst für ihn bedeutungslosen Liaison aus Prinzipienreiterei verstößt, darf man darin keine einseitige Verurteilung des preußischen Adligen oder gar der Gesellschaft sehen. Effi verzeiht ihm, und ihre Mutter mutmaßt, sie sei bei der von ihr forcierten und protegierten Heirat „doch vielleicht zu jung“ gewesen. So entsteht ein komplexes Lebens- und Sittenbild der untergehenden altpreußischen Gesellschaft. Fontanes Werk kann auch unabhängig von preußischen Gegebenheiten als allgemeinere Betrachtung des Konfliktes zwischen Individuum und gesellschaftlichem Zwang betrachtet werden. Dies alles offenbart sich in Plaudereien der Figuren und einem fast beiläufigen Erzählton, bei dem es gilt, sozusagen zwischen den Zeilen zu lesen, denn Fontane bekannte, es komme ihm nicht auf das Was, sondern auf das Wie an.

Das heißt allerdings nicht, dass der Erzähler alles gut hieße, was seine Figuren tun. Der pervertierte Ehrbegriff der Zeit zum Beispiel, der sich im literarischen Motiv des sinnlosen und illegalen Duells äußert, wird im Werk Fontanes immer wieder in verschiedenen Spielarten (zum Beispiel der todbringenden Mesalliancen im „Schach von Wuthenow“) aufgegriffen. Mit dem Duell-Motiv findet sich Fontane in Gesellschaft etwa Arthur Schnitzlers, der die Sinnlosigkeit des Ehrbegriffes in Leutnant Gustl (1900) satirisch zuspitzt, während für den jungen Offizier Zosima in Dostojewskis Die Brüder Karamasow (1879-80) das Duell geradezu zum Wendepunkt seines Lebens wird: Er verzichtet darauf zu schießen und wird zum frommen Einsiedler.

Literaturwissenschaftlich gesehen steht Fontanes Effi Briest auch in der speziellen Tradition des Liebes- oder Verführungsromans, vergleichbar etwa mit Madame Bovary von Flaubert oder Anna Karenina von Tolstoi.


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Beitrag von ScherrY86

21.11.2007 22:32:13

ScherrY86

Profilbild von ScherrY86 ...

am anfang des romans, wird haargenau das Haus beschrieben, wo effi mit ihren eltern wohnt!

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Beitrag von Nestwick

21.11.2007 22:47:48

Nestwick

Profilbild von Nestwick ...

Das ist ein zu weites Feld...

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Beitrag von Zitrone.

21.11.2007 22:51:19

Zitrone.

Zitrone. hat kein Profilbild...

da haste ja reichlich zu tun heute abend...

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Beitrag von Anne-tgmd

22.11.2007 07:26:51

Anne-tgmd

Profilbild von Anne-tgmd ...

Themenstarter
Anne-tgmd hat das Thema eröffnet...

Danke schonmal für eurer Beiträge aber eigenlich will ic nur wissen wie weit der romananfang ist das heißt welche Seite er endet?

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