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Beitrag von jale_01

24.03.2006 15:13:03

jale_01

Profilbild von jale_01 ...

Themenstarter
jale_01 hat das Thema eröffnet...

Schwarz-Rot-Gold im Wind
Ich bin stolz, eine Deutsche geworden zu sein: Ein Plädoyer für einen kosmopolitischen, aufgeklärten Patriotismus
Von Lale Akgün

Heimat ist da, wo man kein Heimweh haben muss. Als ich im September 1962 nach Deutschland kam, quälte mich eine Sehnsucht, von der ich glaubte, sie würde mich zerreißen. Ich wollte zurück nach Istanbul, zu meinen Freunden, zu meinem jungen Leben, das ich in der pulsierenden Metropole am Bosporus zurückgelassen hatte.

Nein, Deutsche wird man nicht, wie man Mitglied eines Fitnessstudios wird. Es ist ein schleichender Prozess. Zum ersten Mal richtig deutsch fühlte ich mich am 10. September 1972 - jenem Tag, an dem Heinrich Böll, dessen Werke ich verschlungen hatte, den ich verehrte wie keinen Zweiten, der Literaturnobelpreis verliehen wurde. Welch erhabener, welch erhebender Moment - auch für mich, die angehende Medizin- und Psychologie-Studentin, in deren Handtasche sich noch ein türkischer Pass befand.

Heute summe ich in mancher Bundestagsdebatte den alten Willi-Ostermann-Schlager "Ich mööch zo Foß noh Kölle gonn". Denn ich wünschte mir, das hohe Haus wäre, vor allem auf der rechten Seite des Plenums, von jener sprichwörtlichen Weltoffenheit und Toleranz geprägt, die die Stadt meiner heutigen Sehnsucht und mit ihr das ganze Rheinland prägt.

Stattdessen habe ich zum Beispiel zwei Hinterbänkler mit Namen Hohmann und Nitzsche erlebt, die sich mit offen antisemitischen respektive rassistischen Äußerungen zu profilieren trachten. Und eine Unions-Führung, die den Ersteren zu spät, den Zweiten überhaupt nicht aus der Fraktion werfen will. Und die beiden MdBs sind beileibe keine Ausnahmen in ihrer Partei.

Mit einem "vernünftigen Patriotismus" will Merkel den rechten Rand der Unionsparteien einbinden. Stolz sein auf unser Land, wie Merkel fordert, darf man das? 58 Jahre nach Kriegsende? In Zeiten, in denen immer noch Wirrköpfe durch die Straßen ziehen, die Parole "Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein" auf den Lippen, mitunter den Baseballschläger in der Hand?

Nicht in die Wiege gelegt
Ich bin Sozialdemokratin und doch keine vaterlandslose Gesellin. Aber stolz bin ich nicht auf ein Territorium, auf Rummtata und Schwarz-Rot-Gold im Wind. Stolz empfinde ich für das, was ich geleistet habe, als Mensch, als Bürgerin und als Politikerin. Ich gestehe offen: Ich bin stolz, Deutsche geworden zu sein. Und ich habe allen Grund dazu. Schließlich habe ich hart dafür gearbeitet. Die bundesrepublikanische Staatsangehörigkeit wurde mir nicht in die Wiege gelegt.

Das gilt, vielleicht mehr noch als in meinem Fall, für die ehemalige DDR-Bürgerin Angela Merkel. Und ich könnte es gut verstehen, wenn die heutige CDU-Chefin stolz auf die eigene Leistung wäre, will meinen: auf ihren Kampf gegen das SED-Regime, auf die demokratische Revolution, zu der sie beigetragen hat. Und ohne die sie den bundesrepublikanischen Pass nie bekommen hätte. Aber Stolz auf ein abstraktes Deutschsein? Den meisten Bundesbürgern ist dies qua Geburt oder Mauerfall in den Schoß gefallen - allenfalls ein Grund, froh zu sein. Denn sonst könnte man auch stolz sein, blond oder brünett zu sein. Oder Rechtshänder. Oder kurzsichtig. Wir brauchen keinen neuen Nationalismus. Was wir aber brauchen, ist ein neuer Patriotismus. Johannes Rau hat den Unterschied auf den Punkt gebracht: "Ein Patriot ist jemand, der sein eigenes Vaterland liebt. Ein Nationalist ist jemand, der die Vaterländer der anderen verachtet."

Wir brauchen einen Patriotismus, der sich speist aus Bürgersinn und Mitverantwortung für das demokratische Gemeinwesen und der diese Tugenden fördert. Der jedem, der hier auf Dauer lebt, fördernd und fordernd die Chance zur Teilhabe zugesteht. Einen Patriotismus, der den völkischen Nationalismus endgültig auf den Müllhaufen der Geschichte befördert und durch einen aufgeklärten Republikanismus ersetzt. Der soziale, ökologische und demokratische Ziele ebenso zu seinen Grundsäulen zählt wie europäisches Denken und globale Verantwortung.

Der neue Patriotismus würde sich der Verantwortung aus der deutschen Vergangenheit stellen: ohne Schlussstrichmentalität, aber auch ohne falsche, weil unbegründete Schuldgefühle. Aus den dunklen Kapiteln unserer Geschichte lässt sich eine besondere Verantwortung für das Gegenwärtige und Zukünftige ableiten.

Spiel mit dem Feuer
Ein neuer Patriotismus würde jeder Form von Chauvinismus, von Rassismus und insbesondere Antisemitismus den entschiedenen Kampf ansagen. Ein Spiel mit dem Feuer muss tabu sein. Denn das befördert den Antisemitismus im Land. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger fühlen sich ermutigt, ihre judenfeindlichen Einstellungen offen zu äußern: an Stammtischen, im Alltag, in Meinungsumfragen. Nach dem Motto: "Endlich spricht mal einer von denen da oben aus, was wir denken. Da kann es ja nicht falsch sein, wenn ich den Mund aufmache." Das lässt sich mit Zahlen belegen: 1998 glaubten in den westlichen Bundesländern 14 Prozent, der "Einfluss der Juden" sei "auch heute noch … zu groß". Im Jahr 2002 - nach Möllemanns antisemitischer Flugblattaktion - waren es 31 Prozent.

Ein neuer Patriotismus muss auf einem aufgeklärten Republikanismus fußen. Für völkischen Nationalismus ist kein Platz in unserem Land. Doch Republikanismus muss mit Leben gefüllt werden: von den Bürgern selbst. Wir brauchen, mehr noch als bisher, zivilgesellschaftliche Initiativen zur Integration der hier lebenden Migranten und neuen Deutschen - und dies im eigenen Interesse. Wer nicht will, dass Migranten dem religiösen Fundamentalismus anheim fallen, muss ihnen Integrationsangebote machen.

Dialog mit säkularen Muslimen
Wir brauchen den verstärkten Dialog mit den "säkularen", nichtfundamentalistischen Muslimen. Und wir werden auf Dialogbereitschaft treffen. Denn Deutschlands Moslems verlassen Zug um Zug die Hinterhöfe, nehmen Deutschland als einen Ort an, an dem sie dauerhaft leben wollen. Knüpfen wir dabei an das bereits Erreichte: das multikulturelle Zusammenleben in Deutschlands Städten funktioniert, allen Unkenrufen zum Trotz. Doch aus dem geregelten Nebeneinander muss ein Miteinander werden, ohne dabei eine der beiden Seiten zu überfordern.

Dabei müssen Rechtsextremismus und Rassismus ebenso bekämpft werden wie der Islamismus und der oft mit ihm einhergehende Antisemitismus - allesamt integrationsfeindliche Ideologien. Es kann nicht angehen, dass Islamisten ihren Israel- und Judenhass offen zur Schau tragen, gar Selbstmordattentate gegen israelische Zivilisten bejubeln, wie vor zwei Jahren auf einer Demonstration in Berlin geschehen. Es darf es keinen Sonderweg für Migranten geben, auch nicht im Namen einer falsch verstandenen political correctness. Das gilt auch für frauenfeindliche Ideologien und Handlungen.

Migranten sollen sich mit dieser Gesellschaft identifizieren können, weil diese Gesellschaft ihnen Chancen gibt. Sie müssen diese Chancen aber auch nutzen. Damit aus den Migranten von heute die neuen Deutschen, vielleicht sogar neuen Patrioten von morgen werden. Das Ziel, das es zu verwirklichen gilt, ist ein Deutschland für alle. Ein Deutschland ohne Ausgrenzung auf Grund der ethnischen oder sozialen Herkunft. Es wäre kein Deutschland über alles. Auch kein Deutschland unter anderen. Sondern ein Deutschland mit den Ländern in der Welt, solidarisch nach innen und außen.

Frankfurter Rundschau vom 28.2.2004

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Beitrag von AnasSongBoy

24.03.2006 15:14:39

AnasSongBoy

AnasSongBoy hat kein Profilbild...

O_O

Sei mal so lieb und gib nen kurzen Abriss^^

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Beitrag von McFlipper

24.03.2006 15:15:54

McFlipper

McFlipper hat kein Profilbild...

zuviel^^

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Beitrag von jale_01

24.03.2006 15:19:16

jale_01

Profilbild von jale_01 ...

Themenstarter
jale_01 hat das Thema eröffnet...

Also erstmal zum Thema PATRIOTISMUS, was viele Deutsche interessieren sollte:

Und ich könnte es gut verstehen, wenn die heutige CDU-Chefin stolz auf die eigene Leistung wäre, will meinen: auf ihren Kampf gegen das SED-Regime, auf die demokratische Revolution, zu der sie beigetragen hat. Und ohne die sie den bundesrepublikanischen Pass nie bekommen hätte. Aber Stolz auf ein abstraktes Deutschsein? Den meisten Bundesbürgern ist dies qua Geburt oder Mauerfall in den Schoß gefallen - allenfalls ein Grund, froh zu sein. Denn sonst könnte man auch stolz sein, blond oder brünett zu sein. Oder Rechtshänder. Oder kurzsichtig. Wir brauchen keinen neuen Nationalismus. Was wir aber brauchen, ist ein neuer Patriotismus. Johannes Rau hat den Unterschied auf den Punkt gebracht: "Ein Patriot ist jemand, der sein eigenes Vaterland liebt. Ein Nationalist ist jemand, der die Vaterländer der anderen verachtet."

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Beitrag von KleeneGina16

24.03.2006 15:20:35

KleeneGina16

Profilbild von KleeneGina16 ...

sorry...zu faul zum lesen!!!^^

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Beitrag von jale_01

24.03.2006 15:22:12

jale_01

Profilbild von jale_01 ...

Themenstarter
jale_01 hat das Thema eröffnet...

PATRIOTISMUS UND INTEGRATION

Der neue Patriotismus würde sich der Verantwortung aus der deutschen Vergangenheit stellen: ohne Schlussstrichmentalität, aber auch ohne falsche, weil unbegründete Schuldgefühle. Aus den dunklen Kapiteln unserer Geschichte lässt sich eine besondere Verantwortung für das Gegenwärtige und Zukünftige ableiten.

Spiel mit dem Feuer
Ein neuer Patriotismus würde jeder Form von Chauvinismus, von Rassismus und insbesondere Antisemitismus den entschiedenen Kampf ansagen. Ein Spiel mit dem Feuer muss tabu sein. Denn das befördert den Antisemitismus im Land. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger fühlen sich ermutigt, ihre judenfeindlichen Einstellungen offen zu äußern: an Stammtischen, im Alltag, in Meinungsumfragen. Nach dem Motto: "Endlich spricht mal einer von denen da oben aus, was wir denken. Da kann es ja nicht falsch sein, wenn ich den Mund aufmache." Das lässt sich mit Zahlen belegen: 1998 glaubten in den westlichen Bundesländern 14 Prozent, der "Einfluss der Juden" sei "auch heute noch … zu groß". Im Jahr 2002 - nach Möllemanns antisemitischer Flugblattaktion - waren es 31 Prozent.

Ein neuer Patriotismus muss auf einem aufgeklärten Republikanismus fußen. Für völkischen Nationalismus ist kein Platz in unserem Land. Doch Republikanismus muss mit Leben gefüllt werden: von den Bürgern selbst. Wir brauchen, mehr noch als bisher, zivilgesellschaftliche Initiativen zur Integration der hier lebenden Migranten und neuen Deutschen - und dies im eigenen Interesse. Wer nicht will, dass Migranten dem religiösen Fundamentalismus anheim fallen, muss ihnen Integrationsangebote machen.








hey diese Abschnitte könnt ihr doch wohl durchlesen!

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Beitrag von Felix171186

24.03.2006 15:30:30

Felix171186

Felix171186 hat kein Profilbild...

ich find das klasse und wünsche mir, dass es mehr solche deutschen gäbe wie dich

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Beitrag von Stalsy

24.03.2006 15:34:07

Stalsy

Profilbild von Stalsy ...

supa

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Beitrag von PrinceCha...

24.03.2006 15:35:26

PrinceCha...

Profilbild von PrinceCharming ...

Shön, dass die Dame sich soviel Mühe gemacht hat. ISt aber etwas pseudointellektuell.
Außerdem nehme ich ihr die Sache mit Hohmann übel....

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Beitrag von kleinesKu...

24.03.2006 15:37:06

kleinesKu...

Profilbild von kleinesKuecken ...

Kennt von euch jemand das Buch "der Schlund" von Gudrun Pausewang? Sollte sich vielleicht jeder mal durchlesen, der meint aus Deutschland könne man nicht wieder eine Dikatur machen. Ich war super geschockt als ich es durchgelesen hatte....

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Beitrag von KleeneGina16

24.03.2006 15:37:24

KleeneGina16

Profilbild von KleeneGina16 ...

*schleim*

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