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Deutsch

(12527x gelesen)

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Beitrag von taubesnue...

13.11.2006 18:27:29

taubesnue...

Profilbild von taubesnuesschen ...

Themenstarter
taubesnuesschen hat das Thema eröffnet...

Hallo ihr!!! Könntet ihr mir vielleicht helfen!? Ich muss einen Aufsatz schreiben... nämlich über den Text " Expressionismus" von Margarete Susman. Überschrift " Was will Frau Susman überhaupt?" ^^ joa und ich hab da ziemliche Probleme mit. Könntet ihr mir vllt Beispiele nennen , was man dazu schreiben könnte? Weil ich kann sowas echt nicht gut und ich weiß auch nie wie ich irgendwa sgut formulieren kann. Naja hier erstmal der Text:

Margarete Susman
Der Expressionismus

(1918)

Solange wir nicht im Stande sind, die Welt aus ihren Angeln zu heben, den alten verrotteten Lebensformen neue reinere entgegenzusetzen, sind wir ihr verfallen. Und doch ertragen wir es nicht, sie hinzunehmen; das Rasen gegen sie erfüllt uns bis zum Zerspringen; wir wollen handeln, wirken, ändern. Was ist zu tun? Nur eines! Nur schreien können wir - schreien mit aller Kraft unserer armen, erstickten Menschenstimme - schreien, dass wir den grauenhaften Lärm des Geschehens übertönen - schreien, dass wir gehört werden von den Menschen, von Gott.
Dieser Schrei, der zum Himmel gellende Schrei, der nicht mehr wie noch der einsame Sehnsuchtsschrei Stefan Georges "durch güldne Harfe sausen" will, den keine an den Mund gesetzte Flöte mehr zum Klang verschönt, der nur gehört werden will, gehört werden soll um jeden Preis als lebendige menschliche Entscheidung - er allein ist die Antwort der wachen Seele auf die furchtbare Umklammerung der Zeit. Wo das Entsetzliche uns überwältigt, sodass wir es nicht anschauen, nicht gestaltend beherrschen, uns ihm weder hingeben noch auch entreißen können, da bleibt uns allein, uns ihm entgegenzustemmen mit aller Kraft; es bleibt uns als Tat allein die Entscheidung. Wollen wir Befreiung? Wollen wir Erneuerung? Wollen wir, dass es anders werde. Wollen wir heraus aus diesem Strudel, aus diesem grauenvollen Mischmasch von niederstem Machtwillen und verworrenem, verratenem Idealismus? Wollen wir heraus aus dieser schwersten, wehesten Verfinsterung des Geistes, die je auf Erden war? Dies ist die einzige Frage an unser Leben. Heraus, gleichviel ob in Schönheit oder Hässlichkeit, in Ehre oder Schmach, ja selbst ob in Liebe oder Hass. Nur heraus: den großen, gellenden Schrei ausstoßen, der uns auf ewig trennte von dem Wollen der dumpf hinnehmenden Menge, der jede Gemeinschaft mit den dumpf treibenden Mächten unserer Zeit verwirft. Entscheidung für oder wider - dies ist heute die einzige Frage an unser Menschentum.
Und die Entscheidung, dieser Aufschrei der sich entscheidenden Seele ist Expressionismus. Er ist die Antwort auf eine Wirklichkeit, die anzuschauen, der sich hinzugeben unmöglich geworden ist. Entscheidung lebendiger Persönlichkeiten gegen das blinde Rasen sinnfremder Gewalten, das ist die Seele des Expressionismus. Auch im scheinbar verrenktesten, verzerrtesten Bild der Welt, sofern es unsere geistige Welt nicht annimmt, sie anders will, sofern es nicht mit innerster Kraft zur Wehr setzt gegen das Überkommene, sofern es ein Aufschrei wider die zur Unmöglichkeit gewordene Welt ist, lebt etwas von der Freiheit, die unsere Zeit uns heutigen Menschen gestohlen hat für Zeit und Ewigkeit.
Denn anders als in Krämpfen kann unserer Welt die Erneuerung nicht kommen, anders können wir sie nicht herbeirufen. Die Zeiten der Stille, der Armut, der Verschlossenheit und Scham sind vorüber. Uns Seligen kommt Gott nicht im sanften Säuseln. Der Expressionismus hat eine Sendung, die nichts mehr von Schönheit weiß.


ja das isser

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Beitrag von mendel

14.11.2006 14:48:22

mendel

mendel hat kein Profilbild...

Hallo, ich versuche dir jetzt mal zu helfen.

Was will Frau Susman überhaupt?

In dem Text,,Expressionismus" von M. Susmann geht es um die Verwirklichung des Menschen und dessen ungezügelten Willen sich selbst zu befreien.

Grau Susman will mit diesem Text erreichen, dass wir aus unserem alten Lebenstrott, wie sie es so schön nennt, heraustreten und etwas neues hinzufügen. Solange wir dies nicht schaffen, sind wir Gefangene unseres eigenen Seins, unserer eigenen Persönlichkeit und unserer Umwelt. Wir sind gewollt uns zu ändern, aber uns fehlt noch die Courage es auch umzusetzen. Das hat zur folge, dass wir von innen heraus ,,gefressen“ werden von unseren Selbstzweifeln und der Erkenntnis, unsere Lage nicht verbessern zu können. Als einzige Lösung bietet uns Frau Susman an, zu schreien, unsere ganze Wut auf unser Leben darauf zu konzentrieren, auf das Schreien. Durch diesen Schrei sollen wir wieder merken, das wir wir sind , das wir noch existieren und dass wir nicht in unserer alten Welt im Gleichschritt hängengeblieben sind. Nun wird uns durch diesen Schrei die Frage gestellt, was wir den wirklich wollen. Ist es Befreiung? Ist es Erneuerung? Diesen Fragen müssen wir uns laut Susman stellen, um uns selbst nicht zu verlieren. Das alles verkörpert den Expressionismus. Dieser Schrei, diese Erneuerung der Tatsachen. Das alles entspricht der Kunst des Expressionismus. Sehen wir auch alles verschwommen und verzerrt, solange der Hauptgedanke eines Bildes zu erkennen ist, solange lebt unsere Freiheit, die uns im Tausch gegen Zeit und Ewigkeit geklaut worden ist. Die Erneuerung unserer Welt können wir nur in Schritten vollziehen. Das langsame, gemütliche Entwickeln einer Modernisierung liegt nicht mehr in unserer Macht.
Expressionismus ist die Meldung, die von der Schönheit der Tatsachen nichts mehr übrig lässt.

Also, so hätte ich diesen Aufsatz geschrieben.

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Beitrag von GameFreak

14.11.2006 14:55:59

GameFreak

GameFreak hat kein Profilbild...

Ehrlich gesagt ich auch net ich hasse lange texte

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Seiten: 1

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