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Beitrag von chubby

04.09.2005 21:33:27

chubby

Profilbild von chubby ...

Themenstarter
chubby hat das Thema eröffnet...

ich hab mal ne frage:
hat vielleicht jemand alle übersetzungen aus dem lateinbuch "felix", ab lektion 55? wär nett wenn ihr mir helfen könntet.

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Beitrag von Schnuddel89

04.09.2005 21:35:53

Schnuddel89

Schnuddel89 hat kein Profilbild...

L 55

Ein Lehrer, der Geschick im Unterrichten hat, sollte zuerst die Begabungen derjenigen herausfinden, die er zu unterrichten hat. Er soll sorgfaeltig mit sich abwaegen, auf welche Art das Gemuet jedes Einzelnen zu behandeln ist.: Die einen muessen immer ermahnt werden, die anderen ertragen ungern Befehle; die Angst vor dem Lehrer baendigt die einen, die anderen zerbricht sie. Wuenschenswert ist aber, dass Lob den Jungen anstachelt und Ehre ihn erfreut. Der Lehrer selbst soll weder das, was zu verbessern ist, verhehlen noch soll er boeswillig sein, wenn er Worte der Schueler tadeln muss! Er soll die Stimmen der Jungen weder unterdruecken noch zurueckweisen! Er soll Kindern, die Fragen stellen, gerne antworten, und solche, die nicht fragen, soll er von selbst aufrufen. Auch muss der Lehrer darauf achten, dass an ein und demselben Tag verschiedene Dinge von den Jungen aufgenommen werden koennen; allein schon die Abwechslung wirkt belebend auf die Gemueter. Gewiss muessen die Eltern sehr dafuer Sorge tragen, dass die Jungen einem geeigneten Lehrer zur Unterweisung uebergeben werden; die Lehrer muessen nicht nur das Wissen der Jungen mehren, sondern auch die Sitten pflegen. Die Schueler muessen allerdings ermahnt werden, die Lehrer zu schaetzen und danach zu streben, ihnen aehnlich zu werden. Spaeter moegen sie verstehen, dass sie die Worte der Lehrenden in sich bewahren muessen! Sie muessen ihr Gedaechtnis immer ueben, damit es nicht geschwaecht wird.

L 56

Schon in alten Zeiten haben ziemlich viele Geschichtsschreiber die Taten der Roemer ueberliefert. Keiner aber war beruehmter als Gaius Julius Caesar und Publius Cornelius Tacitus. Bei ihnen lesen wir, dass die meisten Germanen die gleiche Lebensweise hatten wie die Roemer, aber in vielen Dingen unterschieden sie sich auch von ihnen: Der groessere Teil ihrer Nahrung bestand aus Landobst, Milch, Fleisch; sie zuechteten verschiedene Vieh-Arten, die kleiner waren als die roemischen. Die Maenner waren oft auf der Jagd. Aus diesem Grund wurden die Kraefte so gefoerdert, dass die Germanen staerkere und groessere Koerper hatten als die Menschen von anderen Voelkern. Vor allem diejenigen Roemer, die weder Unter- noch Obergermanien gekannt hatten, wurden von groesster Furcht vor den Germanen ergriffen; denn die Gallier, die oft mit diesen zusammentrafen, priesen diese Menschen als aeusserst tapfer und in Kriegen als sehr siegeswillig. Ein roemischer Kaufmann, der mehr und laengere Reisen als andere in die inneren Gebiete Germaniens gemacht hatte, erzaehlte Cornelius Tacitus, dass die Germanen blondes oder roetliches Haar und blaue Augen haben. Ja, er versicherte sogar, dass sehr viele Maedchen schoener als die roemischen seien!

L 57

Weil nun die Germanen Gegenden bewohnten, die nach Norden gerichtet waren, wurden sie mit Kleidern bedeckt, die fuer sehr kalte Orte im hoechsten Grad geeignet waren. Das Kleidungsstueck, das allen gemeinsam war, war ein gewisser Mantel, fuer die Reicheren ein besserer, fuer die Aermeren ein schlechterer. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Aermsten mit den schlechtesten Kleidern angezogen waren. Diejenigen, die in weiter entfernten Gegenden (das ist jenseits des Rheins oder der Donau) wohnten, waren auch mit den Fellen von wilden Tieren bekleidet. Das war fuer sie notwendiger als fuer jene, welche diesseitige Orte besiedelten. Fuer Maenner und Frauen gab es die gleiche Kleidung; gewisse Frauen aber wurden mit Maenteln aus Leinen verhuellt, deren aeussere Teile mit Purpur geschmueckt waren. Cornelius Tacitus ueberliefert in einem Buch, das von den Sitten der Germanen handelt, dass die Soehne und Toechter der Geringen mit den Vornehmsten zwischen den gleichen Viehherden und auf dem gleichen Boden gespielt haben, solange bis das Alter die Freigeborenen von den Sklaven, die Hoeheren von den Niedrigeren trennte.

L 58

Auf der Reise, die wir durch die Zeitalter machen, gelangt unser Omnibus nach Mainz, in die Hauptstadt des oberen Germaniens und haelt in der Naehe des Marktplatzes jener Stadt an. Wir schreiben das Jahr 110 nach Christus. Waehrend wir zu Fuss durch die Strassen gehen, hoeren wir den Laerm der Handwerker, das Geschrei der Verkaeufer und Kaeufer, bisweilen das Geklaeff von Hunden. Denn auf dem Marktplatz sind zu dieser Zeit zahlreiche Buerger. Ein gewisser Rinoldus, ein Textilkaufmann, steht wie auf Kaeufer wartend vor seinem Laden. Auf der Stelle geht Felix, unser Reisebegleiter, auf ihn zu und sagt auf Lateinisch: " Sei gegruesst, mein Herr.! Was machst du? Und wie laufen deine Geschaefte?" Rinoldus gruesst auf Lateinisch zurueck: "Sehr gut! Danke der Nachfrage!" Und hoeflich faehrt er fort: "Die Geschaefte waren nie besser." Wir kommen bald darauf zu ihm, begierig, alles zu hoeren. " Ich stamme aus dem Volk der Chatter", sagt Rinoldus, " und nachdem ich 20 Jahre Kriegsdienst im roemischen Heer geleistet habe, habe ich 12000 Sesterzen erhalten. Mit diesem Geld habe ich kurz darauf diesen Laden eroeffnet." Daraufhin fragt Felix: "Ist denn der Krieg beendet worden?" "Ja, so ist es. Die Germanen und Gallier leben jetzt in Frieden mit den Roemern. Allen Kindern ist die Moeglichkeit gegeben worden, die lateinische Sprache zu lernen. Unsere Haeuser sind nach roemischen Vorbildern erbaut worden, wie meins, das mit Fussbodenheizung und Badezimmer ausgestattet ist. Da meint Felix: " Wie ist der Gottesdienst?" Jener: " Was die Religion anbetrifft", sagt er, "so unterscheiden sich die Roemer in nichts von uns. Aber obwohl ich Germane bin, verehre ich besonders den Mercurius, weil er der Schutzherr der Kaufleute ist. Ich habe eine kleine Statue von ihm - die uebrigens von aussergewoehnlicher Schoenheit ist - auf den Altar neben die Hausgoetter gestellt." Felix: " Und wo", fragt er, " findest du den Stoff?" Dazu bemerkt Rinoldus: " Die Wolle, die ich unter grossem Aufwand aus dem diesseitigen Gallien importiere, wird hier gewebt. Aber die Stoffmuster werden in Rom gemacht. Auf diese Weise kann ich den Kaeufern immer die neuesten Dinge anbieten. Viele Roemer und Germanen, sowohl Frauen als auch Maenner, schaetzen meine Ware sehr." Felix fragt: " Welche Dinge verkaufen sich am besten?" Jener antwortet ihm: " Wisst ihr nicht, dass viele roemischen Veteranen an diesen Orten germanische junge Frauen kennengelernt und geheiratet haben? Diese Roemer, die sich allmaehlich an das germanische Klima gewoehnt haben, das heilsam aber kaelter als das italienische ist, fuehren nun im oberen Germanien ein angenehmes Leben. Wir werden im Winter viele Tage lang von so kaltem Wetter heimgesucht, dass die Menschen dickere Kleidungsstuecke als Togas tragen wollen. Deswegen biete ich in meinem Laden eine grosse Zahl von Maenteln mit Kapuzen, von denen manche von hoechster Eleganz, andere wiederum einfacher gemacht sind. Wollt ihr nicht eintreten und euch umschauen?"

L 59

Caesar hat eine Legion in Gallien zurueckgelassen, damit er die Kuesten und Haefen schuetzen konnte. Sobald er ein Wetter bekommen hat, das zum Segeln geeignet war, ist er mit den uebrigen Truppen nach Britannien gefahren. Am folgenden Tag kam Britannien in das Blickfeld der Roemer. Wie Caesar geargwoehnt hatte, hatten die Britannier an hoehergelegenen Orten in der Naehe des Meeresufers bewaffnete Truppen aufgestellt. Als die Roemer eine offene und flache Kueste gefunden hatten, sind sie an diesem Ort gelandet. Die Britannier aber, nachdem sie den Plan der Roemer durchschaut hatten, versuchten sie daran zu hindern, die Schiffe zu verlassen. Als Caesar seine Soldaten zoegern sah, hat er sie mit lauter Stimme ermuntert. Endlich hat ein Traeger des Adlers der zehnten Legion geschrieen, nachdem er die Goetter angerufen hatte: „Springt herab, Kameraden, wenn ihr den Adler nicht an die Feinde verraten wollt!“ Nach diesen Worten stuerzte er sich aus dem Schiff und begann, den Adler zu den Feinden zu tragen. Weil sie die Schande nicht zulassen wollten, haben sich auch die Soldaten gegenseitig ermuntert, dass sie saemtlich aus den Schiffen hinabsprangen und dem Adler folgten.

L 60

Als der Statthalter Suetonius einst auf der Insel Anglesey weilte, nutzten mehrere roemische Soldaten diese Gelegenheit: Sie drangen in das Gebiet der Icener ein und brachten ihre Haeuser in ihre Gewalt. Zu dieser Zeit war Boudicca die Koenigin der Icener. Da sich viele Menschen darueber beklagten, dass ihnen von den Roemern Unrecht zugefuegt worden sei, wiegelte die Koenigin ihr Volk so auf: „Raechen wir uns an den Roemern fuer jene Untaten! Greifen wir die Veteranen an, die in der Stadt Camulodunum leben.“ Sie meinte, dass dies eine leichte Sache sei, da jene Veteranen keinen Hinterhalt ahnten. Quasi mitten im Frieden, sind die Ahnungslosen von einer Menge von Barbaren umzingelt worden. Als diese Rebellion gemeldet worden war, wollte der Statthalter Suetonius den Veteranen helfen. Er zoegerte nicht, und reiste von der Insel Anglesey mit seiner Legion ab und kam in Eilmaerschen zu den Seinen. Aus Furcht vor einem feindlichen Hinterhalt, waehlte er mit grosser Sorgfalt einen Platz fuer das Lager aus. Durch die Ankunft der Roemer sind die Britannier nicht erschreckt worden, sondern sie freuten sich. Sie hatten naemlich eine solche Siegesgewissheit, dass die Ehefrauen, Siegeszeuginnen gleich, die in die Schlacht ziehenden Maenner begleiteten. Kaum hatte Suetonius die Schlachtordnung aufgestellt, da erstarb das gellende Kriegsgeschrei, als Boudicca mit einem Wagen zu dem Feld fuhr, das nahe dem roemischen Lager gelegen war. Alle Britannier folgten der Koenigin mit grosser Geschwindigkeit. Als dieser Angriff gemacht worden war, ermahnte der roemische Feldherr seine Soldaten: „Ich hoffe, dass ihr heute eure Aufgaben gut erfuellen werdet. Zoegert nicht! Folgt mir!“ Als er diese Worte gesprochen hatte, trieb er sein Pferd an und rueckte zu den Feinden vor.

L 61

Die roemischen Fuehrer errangen (besser: ernteten) in Britannien grosses Lob. Sie hatten mehrere Kolonien, vor allem fuer die Veteranen, gegruendet, wie zum Beispiel London und Colchester. Diese Stadt hatten die Britannier unter der Revolution Boudiccas angegriffen, wie wir oben gezeigt haben. Viele Wege und Kanaele gaben den Einwohnern die Moeglichkeit, mit Pferden oder Schiffen befoerdert zu werden. Ausserdem fanden die Roemer ueberall beim Umherziehen viele Plaetze, an denen nicht nur Eisen und Blei, sondern auch Silber und Gold vorkamen. Kaiser Hadrian glaubte, dass diese Regionen, die nach Norden gelegen waren, vor den Barbaren nicht sicher waren. Jener alte Damm naemlich, der vor vielen Jahren errichtet worden war, galt als nicht sicher genug, um die Grenzen zu schuetzen. Deshalb befahl er, dass der Grenzwall durch eine hohe Mauer befestigt werden solle. Er wollte, dass mit dieser Mauer und vielen Posten die Barbaren vom Ueberschreiten der Grenzen abgehalten wuerden. Und so ist es gemacht worden. Innerhalb von 5 Jahren wurde eine aeusserst lange Mauer, die ihren Namen von dem Kaiser selbst erhaelt und somit "Hadrians Wall" genannt wird, durch jenen Teil Britanniens gezogen.

L 60: Eine mutige Frau bekämpft die Römer

Als der Statthalter Suetonius einst auf der Insel Anglesey weilte, nutzten mehrere römische Soldaten diese Gelegenheit: Sie drangen in das Gebiet der Icener ein und brachten ihre Häuser in ihre Gewalt. Zu dieser Zeit war Boudicca die Königin der Icener. Da sich viele Menschen darüber beklagten, dass ihnen von den Römern Unrecht zugefügt worden sei, wiegelte die Königin ihr Volk so auf: "Rächen wir uns an den Römern für jene Untaten! Greifen wir die Veteranen an, die in der Stadt Camulodunum leben." Sie meinte, dass dies eine leichte Sache sei, da jene Veteranen keinen Hinterhalt ahnten. Quasi mitten im Frieden, sind die Ahnungslosen von einer Menge von Barbaren umzingelt worden. Als diese Rebellion gemeldet worden war, wollte der Statthalter Suetonius den Veteranen helfen. Er zögerte nicht, und reiste von der Insel Anglesey mit seiner Legion ab und kam in Eilmärschen zu den Seinen. Aus Furcht vor einem feindlichen Hinterhalt, wählte er mit großer Sorgfalt einen Platz für das Lager aus. Durch die Ankunft der Römer sind die Britannier nicht erschreckt worden, sondern sie freuten sich. Sie hatten nämlich eine solche Siegesgewissheit, dass die Ehefrauen, Siegeszeuginnen gleich, die in die Schlacht ziehenden Männer begleiteten. Kaum hatte Suetonius die Schlachtordnung aufgestellt, da erstarb das gellende Kriegsgeschrei, als Boudicca mit einem Wagen zu dem Feld fuhr, das nahe dem römischen Lager gelegen war. Alle Britannier folgten der Königin mit großer Geschwindigkeit. Als dieser Angriff gemacht worden war, ermahnte der römische Feldherr seine Soldaten: "Ich hoffe, dass ihr heute eure Aufgaben gut erfüllen werdet. Zögert nicht! Folgt mir!" Als er diese Worte gesprochen hatte, trieb er sein Pferd an und rückte zu den Feinden vor.

L 61: Der Kaiser sichert die Grenzen des Reiches

Die römischen Führer errangen (besser: ernteten) in Britannien großes Lob. Sie hatten mehrere Kolonien, vor allem für die Veteranen, gegründet, wie zum Beispiel London und Colchester. Diese Stadt hatten die Britannier unter der Revolution Boudiccas angegriffen, wie wir oben gezeigt haben. Viele Wege und Kanäle gaben den Einwohnern die Möglichkeit, mit Pferden oder Schiffen befördert zu werden. Außerdem fanden die Römer überall beim Umherziehen viele Plätze, an denen nicht nur Eisen und Blei, sondern auch Silber und Gold vorkamen. Kaiser Hadrian glaubte, dass diese Regionen, die nach Norden gelegen waren, vor den Barbaren nicht sicher waren. Jener alte Damm nämlich, der vor vielen Jahren errichtet worden war, galt als nicht sicher genug, um die Grenzen zu schützen. Deshalb befahl er, dass der Grenzwall durch eine hohe Mauer befestigt werden solle. Er wollte, dass mit dieser Mauer und vielen Posten die Barbaren vom Überschreiten der Grenzen abgehalten würden. Und so ist es gemacht worden. Innerhalb von 5 Jahren wurde eine äußerst lange Mauer, die ihren Namen von dem Kaiser selbst erhält und somit "Hadrians Wall" genannt wird, durch jenen Teil Britanniens gezogen.

L 62: Der verlorene Sohn

Ein gewisser Mann hatte zwei Söhne; und der jüngere von jenen sagte zum Vater: "Vater, gib mir den Teil des Vermögens, der mir zusteht!" Und dieser teilte das Vermögen unter jenen auf. Und nicht viele Tage später brach der jüngere Sohn in eine weit entfernte Gegend auf; und dort vergeudete er sein Vermögen, indem er ausschweifend lebte. Und nachdem er alles verbraucht hat, ist Hunger in jener Gegend gemacht worden (bzw. ist eine Hungersnot in jener Gegend ausgebrochen), und er selbst begann, die Entbehrung zu spüren (vielleicht besser: Not zu leiden). Und er ging weg, und er hat die Schweine eines gewissen Bürgers jener Gegend gehütet. Und er wollte seinen Magen mit den Schalen füllen, die die Schweine fraßen, aber niemand gab sie ihm. Er erwog aber bei sich: "Wie viele Tagelöhner im Haus meines Vaters haben Brot im Überfluss; ich aber sterbe hier vor Hunger! Ich werde mich erheben und zu meinem Vater gehen und ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn genannt zu werden; behandle mich wie einen von deinen Tagelöhnern!" Der Vater aber, als er jenen sah, ist von Mitleid ergriffen worden und ist jenem um den Hals gefallen und hat ihn geküsst. Und der Sohn hat zu ihm gesagt: "Vater, ich habe gesündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn genannt zu werden!" Der Vater aber hat zu seinen Sklaven gesagt: "Bringt schnell das beste Kleidungsstück und legt es jenem an, und gebt einen Ring an seine Hand. Und führt ein gemästetes Kalb herbei und tötet es! Und lasst uns essen und speisen, weil dieser mein Sohn (auch möglich: hier mein Sohn) tot war und wieder lebendig geworden ist; er war umgekommen und er ist (wieder) gefunden worden!" Und sie haben zu speisen begonnen. Der ältere Sohn aber hat verärgert zu seinem Vater gesagt: "Sieh, ich diene dir so viele Jahre und niemals habe ich einen Auftrag von dir übergangen; und niemals hast du mir ein Böcklin gegeben, dass ich es mit meinen Freunden verspeiste. Aber nachdem dein Sohn hier, der sein Vermögen vergeudet hat, gekommen ist, hast du ein gemästetes Kalb getötet." Aber er selbst hat jenem gesagt: "Mein Sohn, du bist immer bei mir, und alle meine Güter sind auch deine. Es gehört sich aber zu speisen und sich zu freuen, weil dein Bruder hier tot war und wieder lebendig geworden ist; er war umgekommen und er ist (wieder) gefunden worden."

L 63: Besteht die Welt aus Atomen?

Die alten Philosophen erörterten schon, aus welchen Grundstoffen alles besteht; und sie fanden heraus: aus Wasser, Luft, Feuer, Erde. Sie sagen, dass für Epikur aber alles zufällig aus unteilbaren Atomen entsteht. Ich allerdings frage, wo jene winzigen Teilchen denn sind und auf welche Weise die Welt aus jenen entstanden ist (sein soll). Wer hat sie jemals gesehen? Wer hat sie gefühlt? Oder hat allein Leukipp Augen gehabt, der der Urheber dieser Meinung war? An ihm erkennen wir, wie blind und dumm jener gewesen ist, dass er es wagte, so albernes Zeug zu schwätzen. Ich werde versuchen, ob ich erklären kann, warum er jenen zahllosen Elementen den Namen Atom gegeben hat: Er hat behauptet, dass die Elemente so klein seien, dass sie weder gesehen noch berührt noch geteilt werden könnten. Wir aber müssen überlegen, ob Bäume und Feldfrüchte in der Tat aus solchen Teilchen entstehen. Niemand zweifelt nämlich daran, dass jedes Ding einen charakteristischen Samen braucht, damit es entsteht und wächst; immer säen die Menschen und kümmern sich um die Samen, damit sie Getreide und Feldfrüchte erhalten. Wir können also leicht erkennen, ob alles nur zufällig entsteht oder durch göttliche Vorsehung und göttlichen Willen.





L 64: Glaube contra Aberglaube

Kaiser Diokletian pflegte Vieh zu opfern und in dessen Leber die Zukunft zu erforschen. Als irgendwann einmal einige Christen an einem solchen Opfer teilnahmen, haben sie auf ihrer Stirn das Kreuzzeichen gemacht. Da die bösen Geister auf diese Weise vertrieben worden sind, sind die Opfer gestört worden. Die zitternden Opferschauer opferten aufs Neue, aber die üblichen Zeichen in den Lebern sind nicht erschienen. Immer wieder zeigten die geschlachteten Opfertiere nichts, solange bis ein gewisser Weissager geargwöhnt hat, dass die Opfer deswegen nicht antworteten, weil gottlose Menschen an den göttlichen Dingen teilnahmen. Sobald der Kaiser davon erfahren hatte, befahl er nicht nur denjenigen, zu opfern, die an den Opfern teilgenommen hatten, sondern auch sämtlichen, die im Palast waren. Da ihm viel daran lag, dass auch die Soldaten sich zu den gottlosen Opfern versammelten, befahl er, dass gegen diejenigen, die nicht gehorchten, mit Schlägen vorgegangen würde. Dann freilich hat Diokletian nichts weiter gegen das Gesetz und die Religion Gottes unternommen. Später aber ist er von denen, die die Christen am meisten hassten, zu ihrer Verfolgung aufgewiegelt worden. Ich erinnere mich gut daran, welche Verbrechen durch seine Raserei begangen worden sind.

L 65: Ein Tag und die Ewigkeit

Als ein gewisser Abt einst überlegte, was nach diesem Leben sein wird, begann er unter anderem über die Freuden des Paradieses nachzudenken. Aber er verstand nicht, wie die Heiligen so lange Zeit ohne Überdruss an einem einzigen Ort verweilen konnten. Plötzlich ist jenem Mann, während er im Wald in der Nähe der Abtei spazieren ging, ein wunderschöner Vogel erschienen, durch dessen äußerst angenehmen Gesang er so erfreut wurde, dass er eine Zeitlang dort verweilte, um mit ihm zu spielen. Als er aber am Abend zur Pforte der Abtei zurückgekehrt war, ist ihm alles verändert erschienen und er hat weder den Pförtner erkannt noch hat er selbst von irgendjemandem im Kloster erkannt werden können. Dadurch beunruhigt sagte er: "Ich verlange, dass ihr dem Abt dieses Klosters die Tür öffnet, der nur zum Nachdenken in den Wald hinaus gegangen ist." Jene aber, die sich über die Sache wunderten, sahen in das Buch, in welchem die Namen aller Äbte aufgeschrieben waren; und sie fanden heraus, dass dreihundert Jahre vergangen waren, seit jener der Abt des Klosters gewesen war. Was also zeigt der Herr mit dieser Sage? Tausend Jahre werden in der ewigen Glückseligkeit ohne jeglichen Überdruss sein wie ein Tag, der vorüber gegangen ist; und es ist sogar mehr, Gott von Angesicht zu Angesicht zu sehen als mit einem Vogel zu spielen

L 66: Georg der Drachentöter

Einst wohnte neben einer gewissen Gemeinde ein gewaltiger Drache, der oft das Volk, das gegen ihn bewaffnet worden war, in die Flucht geschlagen hatte und mit seinem Hauch den Einwohnern Unheil gebracht hatte. So kam es, dass die Bürger diesem Untier täglich einen Menschen anboten, der durch das Los ausgewählt worden war; so erreichten sie, dass sie seine Raserei beruhigten. Irgendwann aber geschah es unglücklicherweise, dass die einzige Tochter des Königs durch das Los für den Drachen bestimmt worden ist. Auf jede erdenkliche Weise wollte der König verhindern, dass die Tochter auf diese grausame Weise starb. Das Volk aber fürchtete, dass alle Bürger durch den Hauch des Drachens umkämen und gestattete dem König nicht, die Tochter zu retten. Unter vielen Tränen klagte der Vater, als er das Mädchen umarmte: "Wehe mir, meine allerliebste Tochter, was soll ich nur tun? Wenn ich doch nur schon tot wäre!" Darauf ist jene aus der Stadt gegangen. Sobald der gesegnete Georg, der zufällig vorbeiging, diese sah, fragte er, was sie habe. Und jene: "Guter Jüngling, flieh schnell, damit du nicht mit mir stirbst." Georg zu ihr: "Fürchte dich nicht, Mädchen, weil ich dir im Namen Christi helfen werde! Ich werde solange nicht von hier weichen, bis du mir sagst, was du hast." Und jene: "Guter Soldat, es genügt, wenn ich allein zugrunde gehe. Und du handelst unklug, wenn du mir hilfst. Sieh also zu, dass du nicht mit mir umkommst!" Aber sie hat Georg nicht überzeugt, zu fliehen. Während sie so reden, ist plötzlich der Drache erschienen. Georg besteigt sofort sein Pferd und greift, während er sich mit dem Kreuz schützt und sich Gott anvertraut, mutig den Drachen an, der auf ihn zukommt. Es gelang ihm, die Bestie mit der Lanze schwer zu verwunden und auf die Erde niederzuwerfen. Dann führte er den Drachen in die Gemeinde und sagte den Bürgern: "Fürchtet euch nicht; der Herr hat mich nämlich zu diesem geschickt, dass ich euch vom Drachen befreie! Glaubt an Christus, und ein jeder von euch möge getauft werden, und ich werde diesen Drachen töten." So hat er den König und alle Bürger dazu bewegt, dass sie getauft wurden; den Drachen aber hat der gesegnete Georg mit dem Schwert getötet.

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Beitrag von chubby

04.09.2005 21:48:36

chubby

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Themenstarter
chubby hat das Thema eröffnet...

danke danke!!!!!

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Beitrag von Schnuddel89

04.09.2005 21:51:32

Schnuddel89

Schnuddel89 hat kein Profilbild...

Kein Problem, ich habes auch nur hier aus PH gezogen^^
Hab das Buch nämlich auch...

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Beitrag von BlackSilver

04.09.2005 21:55:18

BlackSilver

BlackSilver hat kein Profilbild...

poa wenn ich das vorher gewusst hätte.. inzwischen bin ich durchgefallen und hab die schule gewechselt wegen dem shice

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Beitrag von Schnuddel89

04.09.2005 21:57:35

Schnuddel89

Schnuddel89 hat kein Profilbild...

Ich mach das immer erst alleine und dann vergleiche ich das. Naja, oder wenn ich zu müde bin schreibe ich es einfach nur ab^^

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Beitrag von chubby

04.09.2005 22:00:15

chubby

Profilbild von chubby ...

Themenstarter
chubby hat das Thema eröffnet...

mir geht das auch immer so, ich probiers allein und dann naja . . .

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